Saturn

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Saturn
Der Saturn, aufgenommen in Echtfarben von der Weltraumsonde Cassini-Huygens (NASA)
Das Planetensiegel des Saturns nach Rudolf Steiner

Der Saturn (hebr. שַׁבְּתַאי, Shabatai; skrt. शनि Shani; astronomisches Zeichen: ) ist im okkulten Sinn der äußerste Planet unseres Sonnensystems und schließt dieses gewissermaßen gegen den äußeren Kosmos als eigenständiges Wesen ab. Die siderische Umlaufzeit des Saturn beträgt 29,457 Jahre. Die über den Saturn hinaus liegenden heute bekannten Planeten Uranus, Neptun und Pluto sind nach Rudolf Steiner später entstanden und hängen nicht direkt mit der geradlinigen Entwicklung unseres Planetensystems zusammen.

„Es ist die Qualität des Saturns, vor allem zu kühlen und selten zu trocknen, wahrscheinlich weil er am weitesten von der Hitze der Sonne und den feuchten Ausatmungen der Erde entfernt ist. Sowohl im Falle Saturns als auch der anderen Planeten gibt es auch Kräfte, die durch die Beobachtung ihrer Aspekte zur Sonne und zum Mond entstehen, denn einige von ihnen scheinen die Bedingungen in der Umgebung - durch Zunahme oder Abnahme - in einer Weise zu modifizieren, einige in einer anderen.“

Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos, I. Buch, Die Macht der Planeten

Die Saturnsphäre ist das Herrschaftsgebiet der Throne, die die Herren der alten Saturnentwicklung waren. Führender Erzengel der Saturnsphäre ist Oriphiel. Im Hinduismus wird der Regent des Saturn Shani (Sanskrit: शनि Śani m.) genannt.

Der heutige Saturn entstand, als sich während der Erdentwicklung das alte Saturn-Dasein, die erste Verkörperung unseres Planetensystems, in abgekürzter Form wiederholte. Damals glich der Saturn einem um die Saturnbahn wandelnden Kometen, dessen Schweif nach außen gerichtet war. Durch die Anziehungskräfte des Planetensystems legte er sich später als geschlossener Ring um den Saturn. Wie der alte Saturn, so besteht auch der heutige Saturn im wesentlichen nur aus Wärmesubstanz und erscheint gemäß den Gesetzen der Goetheschen Farbenlehre bläulich, weil er als finsterer, lichtloser Körper durch den sonnendurchhellten Raum gesehen wird. Die Schichtung der Saturnringe hängt zusammen mit den verschiedenen Wärmeschichten, aus denen jeder Saturn besteht; man hat hier nämlich zu unterscheiden zwischen neutraler, seelischer und physisch wahrnehmbarer Wärme.

„Es verhält sich der heutige Saturn zu der Erde wie ein Knabe zu einem Greis. Dieselben Lebensverhältnisse, die der Saturn heute durchmacht, hat unsere Erde früher durchgemacht. Daher spricht man im wirklichen Okkultismus nicht von dem Saturn, von der Sonne und so weiter, sondern von einem Saturn, einer Sonne und so weiter. Unsere Erde ist ein älter gewordener Saturn.“ (Lit.:GA 284, S. 58)

Im menschlichen Organismus wirken die Saturn-Kräfte vor allem auf die Milz, im Pflanzenreich sind sie wesentlich an der Samenbildung beteiligt, und unter den irdischen Metallen haben sie das Blei hervorgebracht. Als Baum ist die Buche dem Saturn zugeordnet. In der Sprache offenbart er sich durch den Vokal U.

Saturnringe

Das Ringsystem des Saturn ist nach Rudolf Steiner der kosmische Ausdruck jener gesundmachenden, heilenden Kräfte, die auch in unserem rhythmischen System, also in Atmung und Kreislauf, walten.

„Wir gehen von der Ernährung über in die Heilung, indem der Mensch von unten herauf immer eigentlich die Tendenz hat, krank zu werden, und in seinem mittleren Organismus, in dem Zirkulationsorganismus fortwährend die Tendenz entwickeln muß, gesund zu bleiben. Indem so in unserem mittleren Organismus fortwährend die Impulse der Gesundung entstehen, lassen sie etwas gerade nach dem Kopfnerven-Sinnessystem zurück; und wir kommen dann als Drittes zu dem Nerven-Sinnessystem. Was für Kräfte finden wir dann im Nerven-Sinnessystem? Wir finden im Nerven-Sinnessystem diejenigen Kräfte, die sozusagen der Arzt in uns zurückläßt. Er wirkt auf der einen Seite gesundend hinunter auf den Stoffwechselprozeß. Aber indem er gesundend auf den Stoffwechselprozeß wirkt, tut er ja etwas, was im ganzen Kosmos nun einer Beurteilung unterliegt. Und ich sage Ihnen nichts Phantastisches, sondern ich sage Ihnen etwas, was durchaus eine Realität ist: Es ruft dieser Vorgang, daß fortwährend in uns Gesundungsprozesse nach unten stattfinden, das Wohlgefallen der höheren Hierarchien hervor. Das ist die Freude der höheren Hierarchien an der Erdenwelt. Die schauen herunter und fühlen fortwährend das Aufsteigen der Krankheit aus demjenigen, was hinaufströmt in den Menschen vom Irdischen, was dableibt von den irdischen Eigenschaften der Stoffe. Sie sehen, wie die Impulse der aus dem Irdischen wirkenden Kräfte, die in der umkreisenden Luft und so weiter liegen, fortwährend Gesundungsprozesse sind. Das ruft das Wohlgefallen der höheren Hierarchien hervor.

Zeichn ung aus GA 230, S. 170

Jetzt stellen Sie sich vor, was Sie studieren können an demjenigen Weltenkörper, der gewissermaßen als das würdigste geistige Studienobjekt an die Grenze unseres Planetensystems hingestellt worden ist. Da steht in der Mitte dasjenige, was in sich birgt die Kräfte, die, wenn wir sie auf Erden konzentriert denken, krankmachende Kräfte sind, und in der Umgebung zeigen sich die kreisenden Kräfte des Gesundmachens. Und wer für solche Sachen Empfänglichkeit hat, der sieht an den Saturnringen in einer solchen Ausprägung, wie man sie in dem, was die Erde umgibt, nicht wahrnehmen kann, weil man darinnen steht, das, was die kreisende Gesundheit ist. Dieser Saturnring ist noch etwas wesentlich anderes, als was die Astronomen von ihm sagen. Dieser Saturnring ist kreisende Gesundheit, und das Innere des Saturns ist das Kränkende, das Krankmachende, in reinster Konzentration gesehen. Und so sieht man an dem Saturn, der an das äußerste Ende unseres Planetensystems hingestellt ist, den gleichen Prozeß sich abspielen, den wir fortwährend durch unseren Stoffwechsel und durch unseren Zirkulationsorganismus in uns tragen. Aber wir sehen auch, wenn wir auf das hinschauen, wie unser geistiger Blick hingelenkt wird auf die Welt namentlich der zweiten Hierarchie und der ersten Hierarchie; der zweiten Hierarchie: Kyriotetes, Dynamis, Exusiai; der ersten Hierarchie: Seraphim, Cherubim, Throne. Wenn wir aufmerksam sind mit dem geistigen Auge auf den Saturn und seinen Ring, werden wir hingelenkt auf diese oberen Hierarchien, wie sie, ich möchte sagen, wohlgefällig auf dieses Krankmachende und Gesundende hinblicken.“ (Lit.:GA 230, S. 169ff)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes, GA 230 (1993), ISBN 3-7274-2300-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongreß Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen., GA 284 (1993), ISBN 3-7274-2840-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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