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4 ist die Zahl des Kosmos, die Zahl der Schöpfung, der äußeren materiellen Welt, der äußeren Maja überhaupt. Sie geht als Steigerung durch nochmalige Teilung aus der 2 hervor, mit der die äußere Offenbarung der göttlichen Ur-Einheit beginnt.

"Die Vier ist das Zeichen des Kosmos oder der Schöpfung. Sie werden verstehen, warum man Vier die Zahl der Schöpfung nennt, wenn Sie sich daran erinnern, was schon früher gesagt wurde, daß unsere Erde - soweit wir es verfolgen können - sich in ihrer vierten Verkörperung befindet. Alles, was uns auf unserer Erde entgegentritt, auch das vierte Prinzip im Menschen, setzt voraus, daß diese Schöpfung in dem vierten Zustande ihrer planetarischen Entwickelung ist. Das ist nur ein besonderes Beispiel für alle hervortretenden Schöpfungen. Jede Schöpfung steht unter dem Zeichen der Vierheit. Im Okkultismus sagt man: Der Mensch ist heute im Mineralreich. - Was bedeutet das? Der Mensch versteht heute nur das Mineralreich, und er kann auch nur dieses beherrschen. Er kann durch Zusammenfügen von Mineralischem ein Haus bauen, eine Uhr konstruieren und anderes, weil diese Dinge den Gesetzen der mineralischen Welt unterliegen. Aber anderes vermag er noch nicht. Er kann zum Beispiel keine Pflanze aus eigenem Nachdenken heraus heute schon bilden; dazu müßte er selbst im Pflanzenreich stehen. Das wird später einmal der Fall sein. Heute ist der Mensch ein Schöpfer im Mineralreich. Diesem sind drei andere Reiche vorangegangen, man nennt sie die drei Elementarreiche; das Mineralreich ist das vierte. Im ganzen gibt es sieben solcher Naturreiche. So steht der Mensch heute in seinem vierten Reiche; da erlangt er sein eigentliches Bewußtsein nach außen hin. Auf dem Monde wirkte er noch im dritten Elementarreich, auf der Sonne im zweiten und auf dem Saturn im ersten. Auf dem Jupiter wird der Mensch im Pflanzenreich wirken können, er wird Pflanzen schaffen können, so wie er heute eine Uhr machen kann. Alles, was in der Schöpfung sichtbar hervortritt, steht im Zeichen der Vier. Es gibt viele Planeten, die Sie mit physischen Augen nicht sehen können; diejenigen Planeten, die im ersten, zweiten und dritten Elementarreiche stehen, sind für physische Augen nicht sichtbar. Erst wenn ein Planet in das vierte Reich, in das Mineralreich, eintritt, können Sie ihn erblicken. Deshalb ist Vier die Zahl des Kosmos oder der Schöpfung. Mit dem Eintritt in seinen vierten Zustand wird erst ein Wesen voll sichtbar für Augen, die Äußeres sehen können." (Lit.: GA 101, S. 176)

Als Tetraktys spielt die Vierheit, die mit den vier grundlegenden Wesensgliedern des Menschen zusammenhängt, eine überragende Rolle in der Philosophie der Pythagoreer, da man darin den Schlüssel zum Verständnis der Weltharmonie sah.

„Die pythagoräische Vierheit ist nichts anderes als diese Vierheit: physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich.“ (Lit.:GA 55, S. 73)

Literatur

  1. Ernst Bindel: Die geistigen Grundlagen der Zahlen, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1980, ISBN 3772512518
  2. Rudolf Steiner: Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit, GA 55 (1983), ISBN 3-7274-0550-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1987), Stuttgart, 15. September 1907


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