Abbauprozesse

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Abbauprozesse im Ätherleib und im physischen Leib, die durch die Einwirkung des Astralleibs hervorgerufen werden, bilden die leibliche Grundlage des wachen Bewusstseins.

"Der astralische Leib ist in gewisser Beziehung während des bewußten Lebens - nicht während des Schlafes - damit beschäftigt, den Ätherleib fortwährend zu töten, fortwährend die Kräfte, die der Ätherleib entwickelt, herabzusetzen, abzudämpfen. Daher ist der Ausdruck für das Leben des Astralleibes die Ermüdung, die Abmüdung des Körpers während des Tages. Der astralische Leib zerstört fortwährend den Ätherleib. Würde er das nicht tun, dann entstünde kein Bewußtsein, denn Bewußtsein ist nicht möglich, ohne daß das Leben fortwährend wieder stufenweise zerstört wird. Das ist außerordentlich wichtig zu beachten. Diese geistige Tätigkeit - das Leben in der Ätherwelt, das wunderbare Aufflackern des Lebens in der Ätherwelt, das sich in den herrlichsten Bewegungen und Rhythmen auslebt, und die fortwährende Dämpfung dieses Rhythmus des Ätherleibes durch den astralischen Leib - das ist dasjenige, was das Bewußtsein hervorbringt, auch schon das einfachste tierische Bewußtsein. Diese geistigen Vorgänge drücken sich in der physischen Welt nun so aus, daß in dem Augenblick, wo in das bloße Leben Bewußtsein einschießt, Verhärtung, Verknöcherung im physischen Leibe eintritt." (Lit.: GA 101, S. 53)

"Wir Menschen haben in uns in physischer Beziehung ein aufsteigendes Leben und auch ein absteigendes Leben. Diese, ich möchte sagen zweifache Strömung unseres Lebens wird in der Regel nicht genügend berücksichtigt. Alles aufsteigende Leben besteht darinnen, daß wir Wachstumskräfte entfalten und diejenigen Kräfte entfalten, welche die aufgenommenen Nahrungsstoffe nach allen, auch den feinsten Organisationsgliedern unseres Organismus treiben. Nun, neben diesen Vorgängen, die durchaus aufbauende sind, gehen andere vor sich, die abbauende sind, so daß wir fortwährend Abbauprozesse in uns haben - auch das ist etwas, was eben nur durch die Geisteswissenschaft festgestellt werden kann, was die gewöhnliche materialistische Physiologie noch nicht zur Genüge heute kennt. Nun hängen mit den organischen Aufbauprozessen zusammen alle diejenigen Erscheinungen, die unser Bewußtsein herabdämpfen, die uns in ganzen oder partiellen Schlaf versetzen. Mit den Abbauprozessen in unserem Organismus gehen nun parallel die Prozesse unserer Gedanken, und alle übrigen seelischen Prozesse wie instinktive Wahrnehmungen, Triebwahrnehmungen, die uns immer eigentlich in herabgestimmten Bewußtseinszustand versetzen, sind verbunden mit den organisch aufsteigenden Prozessen; mit den Abbauprozessen hängt das eigentliche Denkleben zusammen. Dieses Denkleben ist schon bei jedem einzelnen Menschen so, daß es sich unabhängig entwickelt vom Organismus, es muß nur gerade ein Abbauprozeß, das heißt ein Dissoziationsprozeß im Gehirn vor sich gehen, wenn das Denken in uns Platz greifen soll." (Lit.: GA 255b, S. 335f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992), ISBN 3-7274-1010-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921, GA 255b (2003), ISBN 3-7274-2555-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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