Andrej Bely

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Boris Nikolajewitsch Bugajew (Andrej Bely)
Andrej Bely, Porträt von Lein Bakst, St. Petersburg 1905
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Andrej Bely
Andrej Bely, Porträt von Leon Bakst.
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Andrej Bely, mit bürgerlichem Namen Boris Nikolajewitsch Bugajew (russisch Андрей Белый (Pseudonym), eigentlich Борис Николаевич Бугаев/Boris Nikolajewitsch Bugajew, auch Andrej Belyj; * 14. Oktoberjul. / 26. Oktober 1880greg. in Moskau, † 8. Januar 1934 ebenda) gilt als der bedeutendste Prosadichter und führende Theoretiker des russischen Symbolismus. Für radikale Innovationen in der Literatur wird seit 1978 der mit nur einem symbolischen Rubel dotierte Andrej-Bely-Preis vergeben, der heute als der angesehenste nicht-staatliche russische Literaturpreis gilt.

Leben

Andrej Bely wurde als Boris Nikolajewitsch Bugajew am 14. Oktoberjul. / 26. Oktober 1880greg. in Moskau geboren. Sein Vater Nikolai Wassiljewitsch Bugajew war Professor für Mathematik an der Universität Moskau und hatte für einige Jahre auch das Amt des Dekans der physikalisch-mathematischen Fakultät inne. Er war ein ebenso entschiedener Positivist, wie Belys Mutter Alexandra Dmitrijewna Bugajew, geb. Jegorowa, die die Musik und Literatur liebte und ausgezeichnete Klavier spielte, eine glühende Idealistin war. Das Spannungsverhältnis zwischen diesen zwei so unterschiedlichen Weltanschauungen und das reiche künstlerische und intellektuelle Umfeld, in das Bely bedingt durch sein Elternhaus schon früh eigetaucht war, prägte sein späteres Leben entscheidend.

Bely besuchte das beste private Gymnasium Moskaus und studierte danach von 1899 bis 1903 an der naturwissenschaftlichen Abteilung der physikalisch-mathematischen Fakultät der Moskauer Universität. Nach seinem Abschluss studierte er weiter an der historisch-philologischen Fakultät auf, brach aber bereits nach einem Jahr ab, um sich von nun an völlig der Literatur zu widmen. Schon mit 16 Jahren hatte er, anfangs heimlich, begonnen, Gedichte und Prosa zu schreiben. Als er endlich seinen Vater damit konfrontierte, brachte ihm dieser aber nur Spott und Kritik entgegen. Belys einziger fester Halt in dieser Zeit war die Familie von Wladimir Solowjow, mit der er seit seinem 15. Lebensjahr verkehrte. Solowjows jüngerer Bruder Michail, Solowjows Frau und sein Sohn Sergej unterstützten lebhaft Belys philosophische und künstlerische Ambitionen und Solowjows Gedankenwelt hinterließ bei ihm einen bleibenden tiefen Eindruck. 1900 wohnte Bely einer Lesung Solowjows bei, wo dieser seine soeben beendete Kurze Erzählung vom Antichrist vortrug. Danach kam er mit ihm ins Gespräch und man plante weitere Zusammentreffen, doch starb Solowjow noch im selben Jahr, so dass es nicht mehr dazu kam.

Bely wandte sich nun vorübergehend dem Buddhismus zu und studierte die Philosophie Arthur Schopenhauers, was ihn allerdings nicht endgültig befriedigen konnte, um schließlich in Friedrich Nietzsches Denken neben Solowjow eine zweite tragende Säule für seine Weltanschauung zu finden, die von der geradezu mystischen Ahnung beseelt war, dass schon bald ein neues geistiges Zeitalter anbrechen würde, für das er seinen Beitrag leisten wollte. Das Jahr 1901 erlebte Bely sehr intensiv und erfüllt mit höchster schöpferischer Spannkraft. In diesem Jahr fand er die Grundlage für sein späteres künstlerisches Schaffen. Unter dem starken Einfluss Richard Wagners und Alexander Nikolajewitsch Skrjabins, der Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Adyar in Belgien war, schuf Belyj eine neue eigenständige literarische Gattung, die er als "Dramatische Symphonie" bezeichnete. Das sind Prosadichtungen, die mit durchgehenden Themen, wiederkehrenden Leitmotiven und einem besonderen Handlungsverlauf ähnlich streng gebaut sind, wie musikalischen Kompositionen. Erstmals lernte Bely nun auch die Theosophie kennen, ohne sich aber näher mit dieser Geistesströmung zu verbinden.

Mit der 1902 veröffentlichten zweiten "Sinfonie" gelang Bely der erhoffte literarische Durchbruch. Das Werk fand weithin große Anerkennung, ganz besonders bei den Symbolisten, denen sich Bely von nun an als bedeutender Vertreter zuzählen durfte. Einige der bekanntesten russischen Schriftsteller und Schriftstellerinnen seiner Zeit zählen nun zu seinen Bekannten, so Dmitri Sergejewitsch Mereschkowski, Sinaida Hippius, Waleri Jakowlewitsch Brjussow und Konstantin Dmitrijewitsch Balmont. Am bedeutendsten für Bely wurde aber die sehr wechselhafte Freundschaft mit dem Dichter Alexander Blok, die die beiden von 1903 bis zu Bloks Tod 1921 verband. Diese Freundschaft ging durch alle Höhen und Tiefen und schwankte immer wieder zwischen tiefem gegenseitigen Verständnis und offen ausgetragener Feindschaft - bis hin zu einer zweimaligen Forderung zum Duell.

Schon 1904 wandelt sich Belys Höhenflug zur inneren Krise; er beginnt an seinen neuen Dichterfreunden zu zweifeln. Sie scheinen ihm zu abgehoben, blasiert und allzu sehr der Décadence verfallen. Eine wirklich tragfähige geistige Basis scheint ihrem Wirken zu mangeln. Bely sucht nach einer neuen geistigen Stütze und wendet sich der nüchternen, aber exakten, wissenschaftlich gründlichen Philosophie Immanuel Kants zu. Daneben interessiert er sich für Psychologie und arbeitet intensiv an der theoretischen Begründung des Symbolismus. In der führenden symbolistischen Zeitschrift «Wessy» (Waage) erscheinen zahlreiche Artikel Belys, in denen er ein mystisch-poetische Bild Russlands zeichnet, das zu einem zentralen und bleibenden Thema seines künstlerischen Schaffens wird. Im selben Jahr liest Bely erstmals Rudolf Steiners «Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums», ohne dass davon zunächst ein bleibender Eindruck zurückbleibt.

In der Zeit von 1906 bis 1907 bricht Bely zu ersten Auslandsreisen auf, die ihn nach München und Paris führen. In München trifft er die in russischen Intellektuellenkreisen weithin bekannte und in theosophischen und später anthroposophischen Kreisen aktive Okkultistin Anna Minzlowa, die ihm rät, Vorträge Rudolf Steiners zu besuchen, was Bely jedoch ablehnt. Minzlowa hatte zweifellos bemerkenswerte okkulte Fähigkeiten, doch mangelte es ihr an Klarheit, Objektivität und Selbstbeherrschung. Bely hat sie in seinen autobiographischen Schriften zuerst noch als "unsere Inspiratrice", später jedoch als "vermutlich geisteskrank" bezeichnet. Trotz dieser ihm letztlich zweifelhaft erscheinenden Fürsprecherin erwachte in Bely in den folgenden Jahren ein wachsendes Interesse für Steiners Wirken und er studierte alle Nachrichten, die darüber zu ihm vordrangen.

Von 1908 an arbeitete Bely vorwiegend an seinen beiden Gedichtbänden "Asche" und "Die Urne". 1909 veröffentlicht er seinen Roman "Die silberne Taube". Im selben Jahr heiratet er auch die Grafikerin Assja Turgenieff, eine Großnichte des Dichters Iwan Turgenieffs, die er in Paris kennengelernt hatte. Ihr geistiger Einfluss gibt seinem Schaffen unverkennbar neue Impulse.

Andrej Bely mit seiner Gattin Assja Turgenieff.

1910 veröffentlichte Bely seine programmatische Schrift "Der Symbolismus". Danach unternahm er mit seiner Gattin Assja ausgedehnte Reisen nach Sizilien, Griechenland, Palästina und Ägypten, wo sie gemeinsam die alten Kulturen im Spiegel iherer Kunstwerke studieren wollten. Im Frühjahr 1912 gingen beide nach Brüssel, wo Assja bei dem bedeutenden Grafiker und Graveurmeister Michel Danse Unterricht nahm. Bely arbeitete indessen schon seit Herbst 1911 an seinem für den Symbolismus wegweisenden Roman "Petersburg".

Die geistige Suche und mehrere merkwürdige Erfahrungen in okkulten Zusammenhängen warfen für Assja und Andrej Belyj viele grundlegende Fragen auf. Schließlich etschlossen sie sich, Rat bei Rudolf Steiner zu suchen. Sie trafen ihn erstmals am 7. Mai 1912 in Köln. Diese Begegnung war für Bely von einschneidender Bedeutung. Er fand in der Anthroposophie die wahre Grundlage seines künstlerischen Schaffens und sah in ihr die von ihm ersehnte Verwirklichung des Symbolismus. Mystische Tiefe verband sich darin, wie er meinte, mit größter wissenschaftlicher Strenge - und genau das war es, wonach er schon lange gesucht hatte. Bely wurde esoterischer Schüler Steiners und schon bald begleitete das Ehepaar Rudolf Steiner auf seinen zahlreichen Vortragsreisen. 1912 und 1913 sahen sie die Aufführungen von Steiners Mysteriendramen in München. Sie hörten auch die dort gehaltenen Vortragszyklen und andere in Kopenhagen und tief beeindruckt von den im Oktober 1913 in Kristiania (Oslo) gehaltenen Vorträgen über "Das Fünfte Evangelium" schrieb Bely an Rudolf Steiner einen Brief, in dem er ihm seine unverbrüchliche Treue gelobte und schwor, sein ganzes weiteres Leben der Anthroposophie zu weihen. Bis 1916 hat Bely insgesamt etwa 400 Vorträge Steiners miterlebt.

1913 vollendete Bely sein literarisches Hauptwerk, den Roman "Petersburg". Bely selbst sah darin sein "vielleicht bestes" Werk. Ein Meisterwerk des Symbolismus ist es zweifellos, wenn auch die meisten zeitgenössischen Kritiker dem Roman zunächst völlig ratlos gegenüberstanden. Farben, Orte, Begegnungen, literarischen und musikalische Anspielungen, jede Kleinigkeit nimmt darin in einem geradezu psychedelisch anmutenden Rausch einen mysterienhaft symbolischen Charakter an. Eine geordnete Harmonie ist nirgends zu erkennen, alles erscheint chaotisch und sprunghaft traumverloren. Die dramatische Handlung beginnt am Vorabend der Petersburger Revolution von 1905 und schildert in vielfach kaleidoskopartig ineinander verwobenen Erzählsträngen, geprägt von einer rhythmisch schwebenden Sprache, die Geschichte des Senators Apollon Apollonwitsch Ableuchow, der von seinem eigenen Sohn Nikolaj Apollonowitsch, der sich den sozialistischen Verschwören angeschlossen hatte, in seinem eigenen Haus durch einen Bombenanschlag ermordet werden soll. Wladimir Nabokow zählte diesen Roman in einem Atemzug mit Ulysses von James Joyce und Kafkas Verwandlung zu den drei bedeutensten Meisterwerken der Prosaliteratur des 20. Jahrhunderts.

Sehr bedeutsam für Bely wurden Rudolf Steiners Vorträge über «Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.», die zur Weihnachtszeit 1913/14 in Leibzig stattfanden. Hier lernte er den bereits schwer von seiner Lungenkrankheit gezeichneten Dichter Christian Morgenstern und einige seiner Freunde, insbesondere Michael Bauer, kennen. Auch mit dem späteren Mitbegründer der Christengemeinschaft Friedrich Rittelmeyer wurde Bely näher bekannt. Christian Morgensterns Gattin Margareta sorgte noch 1914 für die erste deutsche Übersetzung von Belys Roman "Petersburg".

Im Frühjahr 1914 übersiedelten Assja Turgenieff und Andrej Belyj nach Dornach, wo sie gemeinsam an der Errichtung des ersten Goetheanums mitwirkten. Zahlreiche führende Anthroposophen, wie etwa Mathilde Scholl, Carl Unger und Sophie Stinde, zählten nun zum engeren Bekanntenkreis Belys. Ganz besonders aber fühlte er sich Marie Steiner verbunden. Assja half beim Zeichnen der Baupläne für das Goetheanum und leitete eine Gruppe von Schnitzern, die an den Säulenkapitelen und Architraven arbeitete. Dieser Gruppe gehörte auch Bely an, der am Marskapitel und dem zugehörigen Architraven mitschnitzte.

Im August 1916 wurde Bely zum Kriegsdienst einberufen und kehrte mit Zwischenstationen in Paris und London nach Moskau zurück. Die Ehe mit Assja war zu diesem Zeitpunkt schon in eine schwere Krise geraten.

Nach dem Ausbruch der Februarrevolution 1917 und der Rückkehr Lenins trat Russland aus dem Ersten Weltkrieg aus. Bely beurteilte die Revolution zunächst positiv, da sie alte, verkrustete Strukturen aufbrach, und blieb in Moskau, wo er trotz der bolschwistischen Machtergreifung unermüdlich Vorträge und Zusammentreffen zu anthroposophischen Themen organisierte und auch oftmals in der Anthroposophischen Gesellschaft in Russland auftrat. Insbesondere seine Vorträge im Moskauer Polytechnischen Museum waren sehr gut besucht und hatten oft mehrere hundert Zuhörer und in der "Wolnaja Filosofskaja Assoziazija", deren Mitbegründer Bely war, hielt er mehr als 300 Vorträge. Für mehrere literarische Zeitschriften schrieb Bely zahlreiche Artikel.

1921 emigrierte Bely, dem die dämonischen Schattenseiten des bolschewistischen Regimes mittlerweile im bewusster geworden waren, nach Berlin. Quälende Seelenschmerzen bereitet ihm zu dieser Zeit das zerrüttete Verhältnis zu seiner in Dornach verbliebenen Gattin Assja. So entschließt er sich endlich, sie in Berlin zu einer Aussprache zu treffen, doch das besiegelte nur die endgültige Trennung. Bely ist tief verzweifelt und als auch noch eine kurze Begegnung mit Rudolf Steiner sehr unglücklich verläuft, ist er dem völligen seelischen Zusammenbruch nahe. Verletzt und enttäuscht wendet er sich von Steiner ab und kritisiert ihn heftig. Erst als die Anthroposophin Klawdija Nikolajewna Wassiljewa, die gemeinsam mit Bely Steiners Basler Vortragszyklus über das Markus-Evangelium gehört hatte, extra aus Moskau anreist, um ihn wieder zu besänftigen, glätten sich die Wogen in Belys aufgewühltem Gemüt. Klawdija Wassiljewa bewegt ihn zur Rückkehr nach Moskau und bevor Bely abreist, trifft er ein letztes Mal Rudolf Steiner. Dieser gibt ihm Ratschläge für seine weitere geistige Entwicklung, segnet sein künftiges Wirken in Russland und küsst ihn zum Abschied auf die Stirn. Klawdija Nikolajewna Wassiljewa wurde später Belys zweite Frau.

Michael Tschechow in der Rolle des Senators Apollon Apollonwitsch Ableuchow (1925)

Nachdem Bely 1923 nach Moskau zurückgekehrt war, widmete er sich wieder der anthroposophischen Arbeit, doch die Bedingungen wurden zunehmend schwieriger. Noch im selben Jahr wurde die Anthroposophischen Gesellschaft in Russland verboten und die russischen Anthroposophen litten zunehmend unter den Repressionen des bolschwistischen Regimes. Klawdija Wassiljewa wurde mehrmals verhaftet und das anthroposophische Leben in Moskau verlagerte sich immer mehr in den Untergrund.

1924 wurde Bely mit dem hochtalentierten Schauspieler und Regisseur Michael Tschechow, der gerade an seiner legendären Hamlet-Inszenierung arbeitete, näher bekannt. Tschechow, der auch Anthroposoph war und Rudolf Steiner 1922 und 1924 persönlich kennengelernt und von ihm entscheidende Impulse für seine künstlerische Arbeit empfangen hatte, spielte 1925 mit großer Genialität die Rolle des Senators Ableuchov in der dramatisierten Fassung von Belys Roman "Petersburg". Bely und Tschechow wurden Freunde und organisierten gemeinsam anthroposophische Zusammenkünfte und Vorträge. Der offen bekundete geistige Hintergrund seiner Theaterarbeit brachte allerdings Michail Tschechow immer wieder in Konflikt mit der materialistischen Gesinnung des herrschenden Sowjetregimes, bis er schließlich 1928 emigrierte.

Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Klawdija Wassiljewa wurde Bely wegen ihrer anthroposophischen Geisteshaltung zunehmend in die Isolation getrieben. Bely, bald öffentlich zum dekatenten Bourgeoisschriftsteller gestempelt, hatte von nun an keine Möglichkeit mehr, seine Werke zu veröffentlichen. Doch erwiesen sich die folgenden Jahre als schriftstellerisch sehr fruchtbar. 1928 vollendete Bely seine Schrift "Warum ich Symbolist wurde" und würdigte darin auch die Bedeutung Rudolf Steiners für seine künstlerische Entwicklung. Zugleich arbeitete er an seinen "Erinnerungen an Steiner", die 1929 fertig wurden und ein Zeugnis seiner tiefen Dankbarkeit ablegen, dass er Steiner begegnen durfte. Der Anthroposophischen Gesellschaft, wie sie sich namentlich nach Steiners Tod 1925 entwickelt hatte, stand er allerdings sehr kritisch gegenüber.

In seinen letzten Schaffensjahren arbeitete Bely an seiner Memoirentriologie und an einer kulturhistorischen Monographie über die "Geschichte der Herausbildung der Bewusstseinsseele". Dieses auf drei Bände angelegte, äußerst umfangreiche Werk, war erst kurz vor Belys Tod in den wesentlichen Zügen vollendet. Das abschließenden Kapitel über das Wesen und die kulturgeschichtliche Bedeutung der Anthroposophie konnte Bely allerdings nicht mehr schreiben. Im Alter von nur 54 Jahren starb er am 8. Januar 1934 in Moskau.

Werke (Auswahl)

  • Die silberne Taube,Roman (1909)
  • Der Symbolismus (1910)
  • Petersburg, Roman (1913)
  • Erinnerungen an A. A. Block (1922)
  • Kotik Letajew, autobiographischer Roman (1922)
  • Warum ich Symbolist wurde (1928)
  • Erinnerungen an Steiner (1929)
  • Geschichte der Herausbildung der Bewußtseinsseele, unvollendet (1934)

Eine Gesamtausgabe des insgesamt sehr umfangreichen literarischen Werks von Andrej Bely steht noch aus.

in deutscher Übersetzung
  • Die silberne Taube. Roman, üb. v. L. Wiebeck, 1912
    • aktuelle Ausgabe, üb. v. Gisela Drohla: Insel, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-458-14580-X
  • Petersburg. Roman, üb. v. N. Strasser, 1919
    • aktuelle Ausgabe, üb. v. Gabriele Leupold: Suhrkamp (st 3716), Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-45716-0
  • Auf der Wasserscheide. Aus dem Russischen von H. Bidder. Der kommende Tag, Stuttgart 1923
  • Im Zeichen der Morgenröte. Aus dem Russischen von Swetlana Geier. Zbinden, Basel 1974, ISBN 3-85989-350-5
  • Verwandeln des Lebens. Erinnerungen an Rudolf Steiner. Aus dem Russischen von Swetlana Geier. Zbinden, Basel 1975; 3. A. 1990, ISBN 3-85989-418-8
  • Ich, ein Symbolist. Eine Selbstbiographie. Aus dem Russischen übertragen und hrsg. von Siegrun Bielfeldt. Insel, Frankfurt am Main 1987
  • Im Reich der Schatten. Berlin 1921–1923. Insel, Frankfurt am Main 1987
  • Geheime Aufzeichnungen. Erinnerungen an das Leben im Umkreis Rudolf Steiners (1911–1915). Verlag am Goetheanum, Dornach 1992; 2. erweiterte Auflage 2002, ISBN 3-7235-1161-9
  • Kotik Letajew. Roman. Aus dem Russischen von G. Leupold. S. Fischer, Frankfurt am Main 1993
  • Symbolismus als Weltverständnis in: Fritz Mierau und Sieglinde Mierau (Hgg.): „…nicht anders als über die Seele des anderen“ – Der Briefwechsel. Texte – Andrej Bely und Pawel Florenski, S. 85–109. Edition Tertium, Ostfildern 1994
  • Die zweite Symphonie, die Dramatische. Die Argonauten. Aus dem Russischen von Thomas Menzel. Edition Tertium, Ostfildern 1995
  • Glossolalie. Poem über den Laut (Dreisprachige Ausgabe: deutsch – englisch – russisch). Pforte, Dornach 2003, ISBN 3-85636-148-0
  • Aufzeichnungen eines Sonderlings. Verlag am Goetheanum, Dornach 2012, ISBN 3-7235-1448-0

Literatur

  • Evelies Schmidt: Ägypten und ägyptische Mythologie. Bilder der Transition im Werk Andrej Belyjs. Sagner (Slavistische Beiträge 195), München 1986
  • Taja Gut (Hg.): Andrej Belyj – Symbolismus und Anthroposophie. Ein Weg. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1997, ISBN 3-7274-5324-9
  • Andrea Zink: Andrej Belyjs Rezeption der Philosophie Kants, Nietzsches und der Neukantianer. Sagner (Slavistische Beiträge 368), München 1998, ISBN 3-87690-714-4
  • Marina Zwetajewa: Begegnungen mit Maximilian Woloschin, Andrej Belyj und Rudolf Steiner, hg. von Taja Gut. Pforte, Dornach 2000, ISBN 3-85636-135-9
  • Monika Mayr: Andrej Belyj: Kotik Letaev, in: Ut pictura descriptio? Poetik und Praxis künstlerischer Beschreibung bei Flaubert, Proust, Belyi, Simon, S. 293–401. Gunter Narr, Tübingen 2001, ISBN 3-8233-5863-4
  • Thomas Urban: Philosophie und Foxtrott. Andrej Bely, in: ders., Russische Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre, Nicolai, Berlin 2003, ISBN 3-89479-097-0, 78–99.
  • Björn Seidel-Dreffke: Die russische Literatur Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Theosophie E. P. Blavatskajas. Exemplarische Untersuchungen (A. Belyj, M. A. Vološin, V. I. Kryžanovskaja, Vs. S. Solov’ev). Haag und Herchen, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-89846-308-7

Weblinks

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