Arsen

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metallisch glänzendes graues Arsen
Symbol der Alchemisten für das Arsen

Arsen (griech. αρσενικόν, arsenikón; vermutlich von mittelpersisch al-zarnik, „goldfarben“ ist ein metallisch graues, gelbes oder schwarzes, zu den Halbmetallen zählendes chemisches Element mit dem Elementsymbol As, das in der Natur selten gediegen (Scherbenkobalt), sondern meist in Form von Sulfiden wie Auripigment (As2S3) und Realgar (As4S4) vorkommt, die schon von Theophrastos, dem Nachfolger des Aristoteles, beschrieben wurden. Um 1250 beschrieb Albertus Magnus erstmals die Herstellung von Arsen durch Reduktion von Arsenik (Arsen(III)-oxid, As2O3) mit Kohle.

Arsenverbindungen sind hochgiftig. Verwendet wird Arsen vor allem in der Halbleitertechnik und als Bestandteil von Arzneimitteln. Das von Paul Ehrlich entwickelte und 1910 für die Therapie der Syphilis eingeführte arsenhaltige Arsphenamin (Salvarsan®) gab den Anstoß für die Entwicklung der bis heute verwendeten Sulfonamide.

Arsen wirkt nach Rudolf Steiner anregend auf den Astralleib.

"Die Wirkung des Arsens im allgemeinen ist diese, daß das Arsen im wesentlichen den menschlichen astralischen Leib energisiert. Das ist das Urphänomen der Arsenwirkung. Das Arsen, auch in seinen Verbindungen, wirkt so stark auf den Menschen, daß man sagen kann: Das Arsen energisiert den astralischen Leib. Daher, wenn Sie Arsen anwenden, insbesondere im flüssigen Zustand, einfach als Roncegno- und Levicowasser in entsprechender Dosierung, werden Sie immer wirken können dann, wenn es sich darum handeln muß, den astralischen Leib anzuregen, daß er sozusagen seine ihm natürlichen Impulse entfaltet.

Nun ist immer auch bei jeder solchen Erkrankung übrigens, bei Syphilis und auch bei anderen Sexualerkrankungen, ein Defekt im astralischen Leib entweder Ursache oder Folge. Daher ist es ganz natürlich, daß das Arsen auch darauf eine Wirkung hat, die man beobachten kann; aber es braucht nicht zu heilen. Es greift viel zuwenig tief, als daß man von Heilung reden könnte." (Lit.: GA 314, S. 188)

Arsen wirkt, da dadurch der Astralleib stärker in die Organe eingreift, zugleich dämpfend auf den Ätherleib und mineralisierend auf den physischen Leib.

"Nun, dadurch, daß man den astralischen Leib mehr in die Organe hineinbekommt, wird der Mineralisierungsprozeß der Organe erhöht, so daß man auch sagen kann: Bemerkt man, daß die Organe als solche zu stark vitalisieren, daß sie zu starke Lebenskräfte in sich entwickeln, gewissermaßen ätherisch wuchern, dann wird das Mittel, welches heilend wirken kann, die Zuführung des Arsen sein." (Lit.: GA 313, S. 81)

Ein solcher Arsenprozess, ein „Arsenisieren“, findet im menschlichen Organismus auch ohne stoffliche Gegenwart des Arsens beständig statt.

"Wenn man diese Affinität des astralischen Leibes zu dem Ätherleib namentlich und dadurch zu dem physischen Leib ausdrücken will, so kann man das auch durchaus Arsenisieren nennen. Ein leises Arsenisieren findet in dem Menschen fortwährend statt, welches besonders stark in dem Momente des Aufwachens vorhanden ist. Wir müssen uns eben darüber klar sein, daß der menschliche Organismus dasjenige durchaus als Kräftesystem in sich hat, was in dem Metalle liegt. Es ist durchaus diese Wahlverwandtschaft zwischen dem Menschen und seiner irdisch-kosmischen Umgebung vorhanden, daß im Menschen gewisse Prozesse, die sich draußen abspielen, und die zum Beispiel in den Metallen ihr Ende finden, sich auch im Menschen abspielen. Man darf daher nicht meinen, wenn man vom Arsenisieren des menschlichen Wesens spricht, daß da Arsen unmittelbar wirksam ist, sondern das menschliche Wesen wirkt selbst so in sich, wie das Arsen draußen wirkt. Und man wird dadurch eine Einsicht bekommen, wie man solchen Wirkungen im Menschen zu Hilfe kommen muß. Wenn Sie also dieses Arsenisieren - ich könnte auch sagen Astralisieren - des menschlichen Organismus ins Auge fassen, so werden Sie bemerken können, daß, wenn es zu stark wirkt, sich das ausdrückt durch eine gewisse Erwärmung der Magengegend, daß es sich auch ausdrückt dadurch, daß gewisse Ernährungsleichtigkeiten sogar auftreten, daß das Ernähren und Verdauen leichter wird, was aber, wenn es zu leicht wird, in gewissem Sinne bedenklich ist, weil dann auf alle solche Erleichterungen im Menschen wiederum Reaktionen, Erschwerungen folgen; denn das alles hängt zusammen mit einer gewissen Mineralisierung des Menschen. Und es ist zum Beispiel durchaus eine Richtung gegeben, in der Untersuchungen gemacht werden sollten. Man muß sie nur in der richtigen Art machen, nämlich alle anderen Dinge dabei berücksichtigen, so daß bei Menschen, welche stark astralisieren, also Arsenisierung in ihren organisch-physischen Prozessen haben, die Leichen weniger leicht in Fäulnis übergehen als bei denjenigen Menschen, welche eben zu schwach den astralischen Leib mit den Organen verbinden. Das ist durchaus etwas, was man beobachten sollte. Man sieht es ja in seinem Extrem ausgebildet bei der Neigung, welche arsenikvergiftete Leichen zum Mumifizieren haben. Die mumifizieren sich, die erhalten sich leicht, gehen sehr wenig leicht in Fäulnis über." (Lit.: GA 313, S. 81f)

Wir diese Mumifizierung im Organismus zu stark, kann durch Magnesium entgegen gewirkt werden.

"Man versuche ihm nämlich in irgendwelcher Weise, so daß man berücksichtigt den ganzen Organismus, die strahlende Kraft des Magnesiums zuzuführen, indem man ihm Magnesium in irgendeinem Präparat verabreicht. Das ist dasjenige, was sich so ausdrückt, daß die von Professor Römer geschilderte strahlende Magnesiumkraft dann im ganzen Organismus hervorgerufen wird, und das ist dasjenige, was, ich möchte sagen, wirklich von einer Seite recht gründlich hineinweist in ein Verhältnis, das besteht zwischen dem astralischen Leib, der also das Ich mit in sich schließt, und dem ätherischen und physischen Leibe auf der anderen Seite." (Lit.: GA 313, S. 83)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie, GA 313 (2001), ISBN 3-7274-3132-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft. Zur Therapie und Hygiene, GA 314 (1989), ISBN 3-7274-3141-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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