Asteroidengürtel

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Schematische Darstellung des Asteroidengürtels

Der Asteroidengürtel, auch Planetoidengürtel oder Hauptgürtel genannt, wird von einer Vielzahl von Asteroiden und Zwergplaneten gebildet, die sich auf teils sehr exzentrischen Umlaufbahnen zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter um unsere Sonne bewegen. Sie wurden nach und nach durch eine systematische Suche entdeckt, da nach der aufgrund emprischer Daten aufgestellten Titius-Bode-Reihe zwischen Mars und Jupiter ein weiterer Planet vermutet wurde. Am 1. Januar 1801 entdeckte Giuseppe Piazzi den Zwergplaneten (1) Ceres, den er für den gesuchten Himmelskörper hielt. Doch schon bald wurden weitere ähnliche Himmelsobjekte gefunden. So fand schon 1802 Heinrich Wilhelm Olbers (2) Pallas. Es folgten (3) Juno (1804), (4) Vesta (1807) und (5) Astraea (1845). Heute (Stand 2014) sind bereits mehr als 600.000 solcher Objekte katalogisiert. Gegenwärtig nimmt man an, dass die Objekte des Asteroidengürtels gemeinsam mit den anderen Planeten aus dem ursprünglichen Sonnennebel entstanden sind, aber durch die gewaltige Schwerkraft Jupiters daran gehindert wurden, zu einem eigenständigen Planeten zusammenzuwachsen. Die ältere Theorie, dass ein hier ursprünglich bereits gebildeter Planet durch einen gewaltigen Asteroideneinschlag oder durch die Gravitationskräfte Jupiters zerrissen wurde, gilt als überholt.

Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist die tiefere geistige Ursache für die Entstehung des Asteroidengürtels in dem sog. Streit am Himmel zu suchen.

Weblinks

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