Bezeichnung

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Das semiotische Dreieck stellt die Relation zwischen dem Symbol, dem vermittelnden Begriff und dem bezeichneten Ding dar.

Eine Bezeichnung (mhd. bezeichenunge ; ahd. bizeihhanunga „Vorzeichen, Symbol“) ist in der Semiotik ein Zeichen oder eine Zeichenfolge, die auf einen bestimmten Gegenstand, Sachverhalt oder Begriff verweist und diesen stellvertretend durch sprachliche oder andere symbolische Mittel repräsentiert. Durch die Benennung mit einem Wort oder auch mit mehreren Wörtern wird dem zu Bezeichnenden ein Name zugewiesen.

Für das äußere Leben können Bezeichnungen mehr oder weniger willkürlich frei vereinbart werden. Schon für Aristoteles besteht zwischen Zeichen und Bezeichnetem kein unmittelbarer, sondern ein durch Begriffe und Vorstellungen vermittelter Bezug, woraus später das Modell des semiotischen Dreiecks entwickelt wurde[1].

Okkulte Bezeichnungen

Das Pentagramm mit Planetensymbolen ist ein okkultes Zeichen, das u.a. die Kräfteströmungen im menschlichen Ätherleib vergegenwärtigt.

Okkulte Bezeichnungen hingegen sind keineswegs willkürlich gewählt, sondern der für den Eingeweihten unmittelbar erlebte Ausdruck einer realen geistigen Wirklichkeit in der astralen oder geistigen Welt und zugleich ein Wegweiser und Führer, diese Wirklichkeit zu schauen; dem bloßen Verstand erschließt sich ihre Bedeutung nicht, sondern offenbart sich nur der Inspiration, dem Lesen der okkulten Schrift. Kein Zeichen hat im Okkultismus eine Berechtigung, das nicht in den höheren Welten geschaut werden kann.

„Durch eine philosophische Spekulation können Sie nie und nimmer auf die Bedeutung eines okkulten Zeichens kommen, und vieles, was gesagt und geschrieben wird über okkulte Zeichen und ihre Bedeutung, ist vergeblich geschrieben, weil es nur aus der Spekulation, dem mehr oder weniger geistreichen Darüber-Nachdenken heraus geschrieben ist. Doch diese okkulten Zeichen sind für uns wichtig, denn sie sind etwas wie Instrumente, durch die wir hinaufkommen können in die höheren Welten.“ (Lit.:GA 101, S. 15)

Okkulte Zeichen können einfache geometrische Figuren sein, wie Pentagramme, Hexagramme oder Heptagramme, oder komplexere Symbole wie die Sphinx, der Kentaur, der Drache oder die Schlange, der Vogel Phönix, die Ouroborosschlange, oder auch umfangreichere Mythen und Erzählungen. Je nach Zusammenhang kann ein und dasselbe Zeichen dabei sehr unterschiedliche Bedeutungen annehmen, die aber auf tieferer geistiger Ebene aufeinander bezogen sind.

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992), ISBN 3-7274-1010-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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Einzelnachweise

  1. Der Begriff semiotisches Dreieck wurde erstmals verwendet in: C. K. Ogden; I. A. Richards: The Meaning of Meaning, 1923