Bhagavad Gita

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Hinduistische Schriften

Die Bhagavad-Gita (Sanskrit, f., भगवद्गीता, gita – Lied, Gedicht; bhagavan - Herr, Gott), "der Gesang Gottes" ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus, ein spirituelles Gedicht. Die achtzehn Kapitel sind Bestandteil des Epos Mahabharata.

„In der Bhagavad Gita hat man etwas vor sich wie die allerreifste Frucht, wie die wunderschönste Ausgestaltung einer langen Menschheitsentwickelung, die durch Jahrtausende herangewachsen ist und endlich einen reifen, weisen und künstlerischen Ausdruck gefunden hat in der herrlichen Gita.“ (Lit.:GA 142, S. 77)

Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien, auf Grundlage der Veden, orthodoxer Brahmanismus, Upanishaden, Yoga und noch weitere, steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten. Hindus betrachten die Lehren der Bhagavad-Gita als Quintessenz der Veden. Beim Studium ergeben sich oft Widersprüche: Während einige Stellen anscheinend einen Dualismus lehren, - die Zweiheit von Natur und Geist, von Gott und Mensch – lehren andere die Einheit. Durch diese unterschiedlichen Auslegungsmöglichkeiten ist das Gedicht Mittelpunkt für die verschiedensten Glaubensrichtungen. Von Shankara, dem großen Kommentator der Upanishaden, stammt die älteste Auslegung. Für ihn vertritt auch die Lehre der Gita seine Ansicht, die ganze Welt sei Erscheinung, Maya (Religion).

Krishna, der Lehrer

Es handelt sich um eine Selbstoffenbarung Krishnas, der sich vor Beginn eines großen Krieges, welchen das Mahabharata ausführlich beschreibt, auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra dem Fürsten Arjuna als göttliches oder kosmisches Selbst zu erkennen gibt.

Entsprechend der hinduistischen Mythologie lebten wir bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Kali-Yuga dem "dunklen, schwarzen Zeitalter", das nach Krishnas Tod begann (3101 v. Chr.). Von Krishna heißt es, er sei gekommen, um den Menschen jene ethischen und philosophischen Unterweisungen zu geben, die für die Zeit dieses Yuga notwendig seien. In Kapitel IV, 7-8 verspricht Krishna, sich immer wieder zu inkarnieren:

"O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma."

Krishna kommt in der Bhagavadgita, je nach Kontext, unterschiedliche Bedeutung zu: Einmal wird er als das kosmische Selbst angesehen, das alles Lebende durchdringt; ein anderer Aspekt ist die Bedeutung als innere Göttlichkeit, die eine Reflexion des kosmischen Selbstes in jedem Lebewesen ist. Eine dritte Funktion ist die des spirituellen Lehrers.

Hintergrund

Die Lehren der Bhagavad-Gita sind eingebettet in einen umfangreichen episch-dramatischen Kontext, in das Epos "Mahabharata" (Großes Indien). Die Söhne des Fürsten Pandu werden von ihrem Onkel Dritarashtra aus dem Stamm der Kurus und von dessen Söhnen um ihren rechtmäßigen Thronanspruch betrogen und immer wieder Verfolgungen ausgesetzt. Schließlich kommt es auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra, der "Stätte der Kurus", zu einer großen Schlacht. Arjuna, der dritte der Söhne des Pandu, befindet sich in einem persönlichen Konflikt zwischen der Zuneigung zu seinen Verwandten auf der Gegenseite und seiner Pflicht als Fürst und dem rechtmäßigen Anspruch seiner Familie auf Land und Thron. Er ist "von Furcht überwältigt" und weigert sich zu kämpfen. Auf seinem Streitwagen befindet sich Krishna als Wagenlenker. Dieser versucht Arjuna durch religiös-philosophische Unterweisung aus seinem Zwiespalt zu befreien und zum Kampf zu bewegen.

Mag es auch einen historischen Hintergrund für diese Schlacht geben, der Text der Bhagavadgita ist nicht als geschichtlich zu betrachten. Viele Hindus sehen ihn als Allegorie. Eine mögliche und weit verbreitete Sichtweise ist, dass es sich um ein Zwiegespräch handelt zwischen der inneren Göttlichkeit, verkörpert durch Krishna, und der menschlichen Seele, die Arjuna darstellt: das Schlachtfeld sei das Leben, und die feindlichen Heerscharen, gegen die Arjuna antreten muss, verkörperten die menschlichen Schwächen, die besiegt und überwunden werden müssten. Neben dieser sich auf das Individuum beziehenden Deutung ist es möglich, der Bhagavadgita eine Deutung zu geben, die sich auf die Menschheit als Ganzes bezieht. In dieser evolutionären Anschauung ist die Schlacht ein Aufeinandertreffen der asurischen, egoistischen Kräfte mit denen der göttlichen Ordnung. Arjuna und seine Mitstreiter werden in diesem Bemühen von Krishna, dem Avatar, angeführt und unterstützt.

Das Bild der Kutsche mit Krishna als Wagenlenker und dem verzweifelten Arjuna ist ein bekanntes und weit verbreitetes Motiv darstellender Kunst und als Wandschmuck in vielen Hindu-Haushalten zu finden. Eine populäre Deutung dieses geistigen Bildes enthält die Katha-Upanishade:

Erkenne den Atman als den Herrn der Kutsche. Der Körper ist der Wagen, die Buddhi (Vernunft) der Wagenlenker und das Denken die Zügel. Die Sinne sind die Pferde, die Objekte die Wege.(II.3-4)

Kurzübersicht

  • 1. Gesang Niedergeschlagenheit : Arjuna bittet Krishna, ihn zwischen die beiden Heere zu fahren. Als er auf der Seite der Kurus einen Großteil seiner Verwandten erblickt, sinkt ihm der Mut.
  • 2. Gesang Yoga der Erkenntnis: Arjuna will nicht kämpfen. Krishna spricht zu ihm als Lehrer. Nur die Leiber seien vergänglich; der unvergängliche, ungeborene, ewige Geist im Menschen aber könne nicht getötet werden. Er appelliert dann weiter an seine Ehre als Krieger und dass es seine Pflicht sei, einen gerechten Kampf zu führen. Allgemeiner führt er aus, dass eine Tat in Gleichmut und Andacht geschehen soll und ohne auf den Erfolg der Tat zu spekulieren. Er soll seine Sinne bändigen und auf den Höchsten schauen. (Samkhya-Philosophie)
  • 3. GesangYoga des Handelns: Arjuna will wissen, warum er kämpfen soll, wo doch die Erkenntnis wichtig sei. Krishna sagt, dass er handeln müsse, weil die in uns wohnende Natur zum Handeln zwinge. Ein Mensch der sich zum Nichtstun zwinge, aber im Geist an Sinnendingen hänge, wäre ein verkehrter Mensch. Besser ist es die notwendige Tat zu begehen, ohne jedoch daran zu hängen. Auch im Hinblick auf die Ordnung der Welt müsse er handeln; denn was der Beste tut, das tun die anderen Menschen auch.
  • 4. Gesang Göttliche Erkenntnis: Krishna, der Avatar, erklärt, dass er bereits viele Geburten durchlebt hat und immer wieder diese unvergängliche Lehre des Yoga verkünde zum Schutz der guten Menschen und zu der Bösen Untergang. Und wer diese Wahrheit wirklich erkannt habe, werde nicht wiedergeboren und gelange zu ihm. Weiterhin sagt er, dass man dem Brahman auf viele Arten opfern könne, doch das Opfer der Erkenntnis sei das beste Opfer. Denn durch diese Erkenntnis erkenne man alle Wesen im Selbst und dann in ihm.
  • 5. Gesang Entsagung oder Yoga der Werke: Arjuna fragt, was denn nun besser sei, sich der Tat zu enthalten oder die Tat zu üben. Krishna antwortet, dass beide Wege Heil bringen, doch höher als die Entsagung der Tat sei der Yoga des Wirkens zu bewerten. Beide Wege führten zum Ziel, doch sei wahrhafte Entsagung ohne Yoga nur schwer zu erreichen. Wer aber im Yoga lebend seine Sinne bezwungen habe und mit aller Wesen Seele eins sei, werde durch sein Handeln nicht verstrickt. Und wer Brahman als den Herrn der Welt erkannt habe, der alle Opfer und Anstrengung mit Freuden annehme, gelange zum wahren Frieden.
  • 6. GesangYoga der Besinnung: Krishna beschreibt Arjuna die rechte Körperhaltung für die Meditation und nennt ihm den rechten Lebenswandel für Arbeiten, Essen und Schlafen. Er sagt, dass sich durch die rechte Andachtshaltung Gedanken und Sinnenerregung allmählich beruhigen. Dann kann durch das beständige, achtsame Leben im Selbst das Brahman-Nirvana erreicht und damit grenzenloses Glück erlangt werden.
  • 7. Gesang Yoga der Erkenntnis und Weisheit: Krishna verkündet Arjuna wie er Yoga übend, Herz und Sinne auf ihn gerichtet, das Wissen vollständig erlangen kann (was nur wenigen gelingt). Er sagt, dass er in seiner niederen Natur die materielle Welt darstellt, in seiner höheren Natur aber alles aus ihm stammt, von ihm erhalten wird und alles Sein in ihm ist; er aber nicht in ihr. Wer zu einer Gottheit strebt, dem wird zuteil, was er verlangt. Wer sich aber ihm zuwendet überwindet das Scheinbild der Natur und gelangt zu ihm, dem Ungeborenen, Ewigen - auch im Sterben.
  • 8. Gesang Das Höchste Göttliche: Auf die entsprechenden Fragen von Arjuna antwortet Krishna: Brahman ist das ewige, höchste Sein, sein Wesen ist das höchste Selbst und die Schöpfung, welche den Ursprung der Wesen bewirkt, wird das Werk genannt. Wer seinen Körper verlässt und zur Zeit seines Endes in Gedanken an mich weitergeht, erlangt meinen Seinszustand. Wer dieses Denken zu allen Zeiten geübt hat, geht in mein Wesen ein, darüber kann kein Zweifel bestehen.
  • 9. Gesang Das Königswissen: Krishna fordert von Arjuna, gut zuzuhören und spricht: Die Welt ist ausgespannt durch mich, alle Wesen sind in mir. Den Weg zu mir zu üben ist kinderleicht; doch ist es notwendig zu glauben, sonst verfehlt man mich. Ich bin zu allen Menschen gleich; doch die liebend mich verehren, die sind in mir und erreichen die höchste Bahn. Selbst ein großer Sünder, der mich verehrt, wird bald ein frommer Mann und geht zu ewigem Frieden ein. Wer sich mir liebend zuwendet, geht unabhängig von seiner Geburt, seinem Geschlecht oder seiner Kaste einstmals zu mir ein.
  • 10. Gesang Yoga der Offenbarung : Arjuna ist von den Offenbarungen Krishnas tief beeindruckt und will wissen in welchem Zustand des Seins er den „Herrlichen“ erkennen soll. Krishna antwortet, dass der „Höchste“ keine Grenzen habe und er deshalb nur das Wichtigste aufzähle. Dann zählt er die Namen von Göttern, mythischen Gestalten und berühmten Menschen der Vergangenheit auf. Er sagt, dass der „Himmliche“ die Seele der Welt sei und in aller Wesen Herz zu finden sei. Weiterhin nennt er Namen von Pflanzen und Tieren, erwähnt Begriffe aus Kunst und Wissenschaft. Er schließt mit der Aussage, dass er mit einem Teil seiner selbst, dieses Weltall erschaffen habe und dass immer dann, wenn ein herrliches Geschöpf in der Welt sei oder ein Wesen von (Wissens) Macht und Stärke sich zeige, dies ein besonderer Ausdruck seiner Größe und Kraft und seines Lichtes sei. (Theorie der Vibhutis)
  • 11. Gesang Schau der göttlichen Gestalt: Arjuna verlangt mit eigenen Augen zu sehen was er gehört hat, und Krishna offenbart sich in seiner "höchsten, göttlichen Gestalt.
  • 12. Gesang Yoga der liebevollen Hingabe: Arjuna fragt, welche Gläubigen von Gott bevorzugt würden – diejenigen, die Gott als gestaltlos betrachten, oder diejenigen, die Gott den Allmächtigen in einer offenbarten Gestalt verehren? Krishna erklärt beide Arten der Verehrung als gleichermaßen gut, aber Hingabe sei bei einer Fixierung auf das Nicht-Offenbare schwerer zu erreichen.
  • 13. Gesang Das Feld und der Kenner des Feldes: Gott (das Brahman) ist alldurchdringend; wer diese alldurchdringende Kraft in sich selbst wahrnimmt, sei erlöst.
  • 14. Gesang Über die drei Gunas: Gedanken, Worte und Handlungen sind erfüllt von sattva (Wahrhaftigkeit, Reinheit, Klarheit), rajas (Bewegung, Energie, Leidenschaft) oder tamas (Finsternis, Trägheit, Stabilität). Wer alles, was existiert, als Zusammenwirken dieser drei Seinszustände begreife, der könne Erkenntnis gewinnen.
  • 15. Gesang Yoga des Höchsten Geistes: Es folgt das Symbol eines Baumes,der seine Wurzeln im Himmel hat und mit der Krone nach unten 'in die Menschenwelt' ragt. Der Baum stehe für die drei Erscheinungsweisen (sattva, rajas, tamas). Als erste solle der Suchende diesen Baum "mit der Axt der Nicht-Anhänglichkeit" umhauen.
  • 16. Gesang Yoga der Unterscheidung: Krishna nennt die Eigenschaften der Menschen, die mit 'göttlicher Natur' und die Eigenschaften derer mit 'niederer Natur'.
  • 17. Gesang Dreigeteiltheit des Glaubens: Darlegungen über Glauben und Opfer, das rechte Denken und Handeln, und Ernährung (anhand der Klassifikation nach sattva, rajas, tamas).
  • 18. Gesang Yoga des Entsagens: Der Dharma dürfe niemals aufgegeben werden. Vorbildlich handele, wer seine Pflichten in einer selbstlosen Haltung erfüllt. Das Wesen Gottes offenbare sich im höheren Selbst; die Verkörperung des höheren Selbst ist Krishna. Wer Zuflucht bei Gott, dem höheren Selbst, nimmt, dem verspricht Krishna, er werde ihn vor allem Übel beschützen.

Arjuna folgt Krishnas Empfehlungen und zieht auf seinem Streitwagen in den Kampf.

Toleranz

Die Bhagavad-Gita umschreibt in einem großen Bogen die verschiedenen Wege, die der Suchende und Handelnde auf sich nehmen kann, um zum Ziele zu gelangen. Dabei werden die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten im Gespräch zwischen Arjuna und Krishna genannt, ohne dass endgültige Grenzen zwischen den einzelnen "Schulen" aufgerichtet und Gräben aufgerissen werden oder gar bestimmte Ansichten bekämpft werden.

Der tolerante Charakter der Bhagavad-Gita wird ausdrücklich in den folgenden Abschnitten deutlich:

4. Gesang, Zeile 11: Wie diese mir sich wenden zu, so liebe ich hin wiederum sie.

7. Gesang, Zeile 21: Und welche Gottheit einer auch im Glauben zu verehren strebt,- Ich seh‘ seinen Glauben an und weis’ ihm zu den rechten Platz.

9. Gesang, Zeile 23: Auch die glaubensvoll ergeben andern Göttern Verehrung weihen, selbst diese ehren doch nur mich, wenn auch nicht gerade regelrecht.

17. Gesang, Zeile 3: Wie eines jeden Wesen ist, so ist sein Glaube, Bharata! Aus Glauben ist der Mensch gemacht – wie er glaubt, so ist er selbst.

Bedeutung

Diese achtzehn Kapitel des Epos haben das gesamte indische Geistesleben beeinflusst. Kein Text der Hinduliteratur wird so viel gelesen, so oft auswendig gelernt und so häufig zitiert, wie diese Verse. Viele Hindus ziehen das Buch als wichtigen Ratgeber heran und auch für Mahatma Gandhi, den großen Friedensapostel, war es von erheblicher Bedeutung:

"In der Bhagavadgita finde ich einen Trost, den ich selbst in der Bergpredigt vermisse. Wenn mir manchmal die Enttäuschung ins Antlitz starrt, wenn ich verlassen, keinen Lichtstrahl erblicke, greife ich zur Bhagavadgita. Dann finde ich hier und dort eine Strophe und beginne zu lächeln, inmitten aller Tragödien, und mein Leben ist voll von Tragödien gewesen. Wenn sie alle keine sichtbaren Wunden auf mir hinterlassen haben, verdanke ich dies den Lehren der Gita". (Zitiert nach der deutschen Übersetzung der Bhagavadgita des S. Radhakrishnan aus dem Verlag R. Löwit - Wiesbaden)

Gandhi wollte dieses Werk noch mehr Menschen zugänglich machen. Darum verfasste er, obwohl kein Schriftgelehrter, eine Übersetzung in seine Muttersprache Gujarati und schrieb dazu auch eigene, knappe Kommentare. Diese Ausgabe widmete er den Armen, die wenig Geld für Bücher ausgeben können sowie denen, die selten Zeit zum Lesen haben; nach eigenen Worten den Frauen, Geschäftsleuten und Handwerkern.

Die Bedeutung der Bhagavadgita erstreckt sich jedoch nicht nur auf Indien, auch für viele Nicht-Hindus gehört sie zu den großen religions-philosophischen Dichtungen der Weltliteratur. 1785 kam die Bhagavadgita nach Europa, durch den Orientalisten Charles Wilkins übersetzt, und nach Deutschland 1823 durch August Wilhelm von Schlegel. Sie fand begeisterte Aufnahme. Die größten Geister ihrer Zeit verbreiteten sie unter ihren Schülern. Wilhelm von Humboldt schrieb 1825 bis 1826 zwei Abhandlungen darüber in den Schriften der Berliner Akademie. Er bezeichnete die Bhagavadgita als "...das schönste, ja vielleicht das einzig wahrhafte philosophische Gedicht, das alle uns bekannten Literaturen aufzuweisen haben". Auch der Philosoph Arthur Schopenhauer schrieb darüber voll des Lobes: "Es ist die erhabenste Lektüre, die auf der Welt möglich ist; sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein."

Die Bhagavad-Gita wurde u. a. von Paul Deussen, Theodor Springmann, Franz Hartmann, Leopold von Schroeder und Robert Boxberger (ins Deutsche) und von Friedrich Rückert (ins Lateinische) übersetzt. Sie übte großen Einfluss auf die Theosophie aus. Weltweit verbreitet ist heute die Übersetzung und Kommentierung "Bhagavad Gita Wie Sie Ist" des ISKCON ("Hare Krishna")-Begründers Prabhupada, welcher die Lehren im Lichte des Gaudiya Vaishnavatums, einem Monotheismus, betrachtet.

Literatur

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Tonträger

  • Jutta Zimmermann: Bhagavad Gita. Mitsingen und Chanten (1 CD), Stuttgart: Raja-Verlag 2003, ISBN 3-936684-05-7

Weblinks

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