Bildschaffende Methode

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Bildschaffende Methoden sind Verfahren zur Qualitätsdarstellung von organischem Material, Wasser und wässrigen Lösungen und Gemischen. Mancherorts wird die Ansicht vertreten, dass die Inhaltsstoffanalyse (Analytik) von Lebensmitteln die Qualität nur teilweise erfasse; die sogenannte „Vitalqualität“, „Lebenskraft“ oder „innere Qualität“ von Lebensmitteln sei dagegen durch bildschaffende Verfahren beurteilbar. Die bildschaffenden Methoden sind nicht zu verwechseln mit den bildgebenden Verfahren, die üblicherweise in der Technik und Medizin angewendet werden, um die inneren physischen Strukturen des Organismus oder technischer Produkte abzubilden.

Die bekanntesten bildschaffenden Methoden sind die Steigbildmethode von L. Kolisko und R. Hauschka (Wala), die Kupferchloridkristallisation von E. Pfeiffer, und das Rundfilterchromatogramm, die aufgrund von Fragestellungen entwickelt wurden, die auf Rudolf Steiner zurückgehen.

Das Prinzip dieser Untersuchungsverfahren besteht darin, eine Probe einem System zuzusetzen, in dem aufgrund einer dem System eigenen Instabilität (non-equilibrium system) ein formbildender (strukturbildender) Vorgang stattfindet. Die so entstandenen Strukturen werden nach morphologischen Kriterien ausgewertet (bei Kupferchloridkristallisation beispielsweise Art, Anzahl und Ordnung der Verzweigungen, mit Computer-Bildanalyse messbare Eigenschaften der Textur) und im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand beurteilt.

Die Mehrzahl der bildschaffenden Methoden sind wissenschaftlich nicht anerkannt, einzelne erlangten aber eine begrenzte Bedeutung im Bereiche der Lebensmittelbranche (Naturkost) und zur Wasseruntersuchung (Tropfbildmethode). Die bildschaffenden Methoden sind nicht mit den bildgebenden Verfahren der Medizin und Methoden zur Visualisierung von Daten zu verwechseln.

siehe auch

Literatur

  • J.-O. Andersen: Development and application of the biocrystallisation method. Biodynamic Research Association, Denmark, Report No. 1, 2001
  • J.-O. Andersen et al.: Comparative study between biocrystallisation and chemical analysis of carrots (Daucus carota L.) grown organically using different levels of green manures. Biological Agriculture and Horticulture 19, 29-48, 2001
  • J.-O. Andersen et al.: Computerised image analysis of biocrystallograms originated from agricultural products. Computers and electronics in agriculture 22, 51-69, 1999
  • J.-O. Andersen et al.: A refined biocrystallisation method applied in a pictomorphological investigation of a polymer. Elemente der Naturwissenschaft 68, 1-20, 1998
  • E. Pfeiffer: Studium von Formkräften an Kristallisationen. Dornach, 1931
  • E. Pfeiffer: Empfindliche Kristallisationsvorgänge als Nachweis von Formkräften im Blut. Verlag E. Weise, Dresden, 1935
  • A. und O. Selawry: Die Kupferchlorid-Kristallisation in Naturwissenschaft und Medizin. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 1957
  • A. Fyfe: Die Signatur des Mondes im Pflanzenreich. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart, 1967
  • Dittmar Jahnke: Morphologische Typisierung von Tropfenbildversuchen und Tropfenbildern. Morphologische Unterscheidungsmerkmale für die Auswertung von Wasserqualitäts-Untersuchungen mit der Tropfenbildmethode. Sensibles Wasser 2, Herrischried 1993, ISBN 3-931719-01-4
  • Andreas Wilkens, Michael Jacobi, Wolfram Schwenk: Die Versuchstechnik der Tropfbildmethode - Dokumentation und Anleitung. Sensibles Wasser 5, Herrischried 2000, ISBN 3-931719-04-9
  • Wolfram Schwenk (Hrsg.): Schritte zur positiven Charakterisierung des Wassers als Lebensvermittler. Ausgewählte Texte aus 40 Jahren Wasserforschung mit der Tropfbildmethode. Sensibles Wasser 6, Herrischried 2001, ISBN 3-931719-06-5
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