Dialektik

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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831); Porträt von Jakob Schlesinger, 1831

Die Dialektik (griech. διαλεκτική (τέχνη), dialektiké (téchne) = "Kunst der Unterredung"; lat. (ars) dialectica = "(Kunst) der Gesprächsführung") war in der Antike und im Mittelalter eine auf strenge Logik gestütze Methode der verbalen Arumentation in philosophischen und theologischen Streitgesprächen. Der Begründer der dialektischen Methode soll Zenon von Elea gewesen sein. Im Mittelalter bildete sie zusammen mit Grammatik und Rhetorik das Trivium im Kanon der Sieben Freien Künste.

Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Dialektik immer mehr zu einer philosophischen Denkmethode zur Auffindung und Überwindung der Gegensätze in den Dingen und Begriffen, indem man von der These über die Antithese zur Synthese voranschritt, in der die Gegensätze auf höherer Ebene aufgehoben werden sollte. Diese Methode wurde insbesonders von Georg Wilhelm Friedrich Hegel zur Blüte gebracht.

"Dieses Bewegen in reinen Begriffen nennt man nun im Sinne des großen Philosophen Hegel die «dialektische Methode», wobei der Mensch nur in Begriffen lebt und sich fähig macht, einen Begriff aus dem anderen hervorgehen, gleichsam hervorwachsen zu lassen. So lebt der Mensch in einer Sphäre, in der er absieht von der äußeren, sinnlichen Welt, und wo er absieht von dem, was hinter ihr steht, von der übersinnlichen Welt. Es bewegt sich die Seele von Begriff zu Begriff, und die Kraft, die ihn forttreibt von Begriff zu Begriff, läßt den einen Begriff aus dem anderen hervorgehen. Diese Methode nennt man die dialektische Methode, die Methode des sich selbst bewegenden Begriffes." (Lit.: GA 108, S. 245)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie, GA 108 (1986), ISBN 3-7274-1081-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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