Die Deckenmalerei der kleinen Kuppel des ersten Goetheanums

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Die Deckenmalerei der kleinen Kuppel des ersten Goetheanums ging im Osten von einer Darstellung des Christus als Menschheitsrepräsentanten aus, mit Ahriman unter seinen Füßen und oben überschwebt von Luzifer - ein Motiv, das sich auch in der von Rudolf Steiner gegebenen Oster-Imagination wiederfindet und ebenso in der grossen Holzskulptur des Menschheitsrepräsentanten, die im Osten des kleinen Kuppelraumes des ersten Goetheanums aufgestellt werden sollte. Daran anschließend war die nördliche und die südliche Kuppelhälfte spiegelbildlich mit den gleichen Motiven versehen, welche die Repräsentanten verschiedener Kulturepochen und deren Inspiratoren zeigten.

Direkt neben dem Christus ist eine Engelsgestalt zu sehen und daneben ein Kentaur. Darunter befindet sich der Repräsentant der künftigen slawischen Kulturepoche zusammen mit seinem Doppelgänger und dem Rosenkreuz.

Anschließend findet man auf einem Thron sitzend den Repräsentanten der urpersischen Kultur mit dem Geisteskind. Darüber schweben in Gestalt zweier Kentauren die Inspiratoren des urperischen Dualismus und über diesen beiden Luzifer und Ahriman.

Daneben sitzt der ägyptische Eingeweihte, überschwebt von seinen Inspiratoren, unter denen man deutlich eine Isis-Gestalt erkennt.

Vor dem dritten Thron steht Pallas Athene repräsentativ für die Griechisch-Lateinische Zeit mit ihrem Inspirator darüber, vor dem der eingeweihte Sänger Orpheus mit der Leier zu sehen ist.

Als Hinweis auf unsere gegenwärtige Kulturepoche steht vor dem vierten Thron ein menschliches Skelett mit einem Buch in der Hand. Darüber sieht man Faust als typischen Repräsentanten unserer Zeit, der ein aufgeschlagenes Buch betrachtet, in dem das Wort ICH (hier geschrieben als «JCH», womit zugleich auf die Initialen des Jesus Christus hingewiesen wird) zu lesen ist. Darüber ist der Inspirator unserer Kultur zu sehen, daneben die Hand als Ausdruck der tätigen Schöpferkraft und darunter das Geisteskind, das zu Faust hinstrebt.

Als das erste Goetheanum in der Silvesternacht 1922/23 niederbrannte, ging auch die Deckenmalerei verloren.

Die Deckenmalerei der kleinen Kuppel des ersten Goetheanums.