Einstülpung

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Die Einstülpung oder Invagination (von lat. in- = „hinein-“ und vagina = „Schwertscheide“; eng. invagination) ist ein wesentliches plastisches Gestaltungsprinzip in der Entwicklung des tierischen und menschlichen Organismus. Sie beginnt, wenn die aus dem sphärischen Umkreis wirkenden ätherischen Bildekräfte von den irdisch-astralischen Kräften ergriffen und modifiziert werden. In kosmischen Dimensionen bilden sich durch Einstülpung die physischen Planeten (→ Planetenentstehung).

„Die physisch-ätherische Struktur ist so, daß sie sich differenziert in die einzelnen Organe, als Organismus, der gewissermaßen die einzelnen Organe wie von dem Zentrum des Lebens herausgetrieben hat. Die astrale und Ich-Struktur sind viel mehr so, daß sie von außen nach innen getrieben werden, also mehr durch Einstülpung zustande kommen, so daß das Wesentliche dabei ist das Aussparen des Raumes und auch das Aussparen der Zeit durch Einstülpung. Das Wesentliche ist, daß die beiden grundverschieden voneinander sind, die physisch-ätherische und die geistig-seelische Struktur.“ (Lit.:GA 316, S. 206f)

In der Keimesentwicklung zeigt sich das daran, dass der hohlkugelige Blasenkeim, die Blastula, durch Einstülpung zum Becherkeim, zur Gastrula, umgestaltet wird, wodurch sich der Urdarm bildet.

„Nicht wahr, wir haben in der Natur, wenn wir die Zusammenhänge umfassend nehmen - ich spreche nur von dem, was allmählich zu einem imaginativen Vorstellen führen muß -, wir haben in der Natur die Tropfenform. Sie wird gewöhnlich so vorgestellt, daß man sich den Tropfen von innen zusammengehalten denkt. Das braucht man aber nicht. Man kann sich den Tropfen auch von allen Seiten her, von außen gebildet, denken. Dann hat man in der Oberfläche eines Tropfens das Eine des Weltenumfanges [...]

Denn in Wahrheit wirkt das Weltenall wie eine Hohlkugel und wie wenn von der Peripherie überall Kräfte hereingehen. Das ist durchaus wahr, daß man es zu tun hat mit von außen herein fest in sich gestalteten Gebilden, die nur modifiziert werden können, differenziert werden können nach den Sternen, so daß wir schon in der Konfiguration der Sterne, die wir sehen, ein ursprüngliches Bild dessen haben, was wieder in uns vorgeht. So kommt man auf eine Imagination durch diese Vorstellung, die das menschliche Haupt zeigt [...]

Nun denken Sie sich den Tropfen so gebildet, daß Sie ihn zum Zylinder ausziehen (es wird gezeichnet). Wenn Sie den Tropfen zum Zylinder ausweiten und sich vorstellen, daß das, was aus dem Kosmos im Kopfe differenziert ist, bleibt, nur daß es, weil Sie den Tropfen zum Zylinder ausziehen, sich in der mannigfaltigsten Weise modifiziert, dann bekommen Sie den Rumpfmenschen. Um den Rumpfmenschen sich vorzustellen, muß man sich die Kalotte verkümmert denken. Dann aber müssen Sie sich vorstellen, wenn Sie den Zylinder bekommen haben und ihn hier einstülpen, daß Sie dann die dritte Etappe haben. Dann bekommen Sie den Gliedmaßenmenschen. Sie bekommen den Gliedmaßenmenschen zunächst allerdings so, daß Sie das, was ich hier gezeichnet habe, eigentlich zunächst an den Armen bekommen. Also Sie müssen sich vorstellen, daß Sie ausweiten und so eigentlich zuerst die Arme bekommen, und daß die zweite Ausweitung dann allerdings dadurch gebildet wird, daß von innen ein zweites Abbild geschaffen wird, das vom Monde herrührt. Aber lassen Sie die Arme weg, um es einfacher zu haben. So gehen Sie von der Kugel zur Ausweitung über und dann zur Einstülpung. - Wenn Sie sich so gewöhnen, Bilder zu gestalten durch Ausweitung und Einstülpung, dann sind Sie am Anfang dessen, was Sie brauchen, um wirklich die Seele daran zu gewöhnen, im Imaginativen zu arbeiten. Denn es besteht eigentlich alles organisierte Leben aus Ausweitung und Einstülpung, und bedenken Sie nur, wie wunderbar das eigentlich ist.

Nehmen Sie also an, ich stelle mir die Kugel vor, dann die verlängerte Kugel; das ist die Ausweitung nach oben, bewirkt durch den Umkreis. Wenn Sie sich als Gegenbild des Umkreises hier die Erde denken mit ihren Kräften, so haben Sie die Erde unter dem Menschen als das, was ihn einstülpt. Nach oben: der Kosmos weitet aus, nach unten: die Erde stülpt ein, so daß Sie also schon haben das Bild herausgeholt aus dem Kosmos und eingestülpt den Menschen von der Erde. Sie können sich also jetzt imaginativ die Frage beantworten: Was wäre, würde nicht unter dir die Erde und über dir der Sternenhimmel sein? - Und so müssen Sie eigentlich, wenn Sie Imaginationen bilden wollen, jederzeit sich nicht bloß darauf beschränken, so etwa die Bildung im Menschen umzumodeln, sondern Sie müssen sich gewöhnen, im Übergang vom Festen zum Flüssigen das ganze Weltenall als ein Ganzes anzusehen und sich allmählich vorzustellen feste, scharfe Konturen; gegen das Feste kämpft immer das Flüssige und will es einordnen dem Fluß, dem Strömen des ganzen Weltenalls. Und so kommen Sie überall dazu, dieses Ausweiten und Einstülpen zu sehen. Sie kommen aber überall dazu, die Gegenbilder zu suchen.

Sie wissen ja, in der Embryologie geht man so vor, daß man niemals Anhaltspunkte dafür hat, warum die Dinge so werden, wie sie sind. Man geht aus von der Eizelle, geht über zum Zellhaufen, sieht, daß auf einmal die Sache sich einstülpt und die Gastrula zustande kommt. Nun, auch das dürfen Sie sich real nicht anders vorstellen, als daß auf der einen Seite, wo die Oberfläche ist, die Gelegenheit herbeigeführt wird, daß der Kosmos wirken kann, wo die Einstülpung geschieht, daß die Erde wirken kann (es wird gezeichnet).

Nehmen Sie eine gegen die Oberfläche zu gelegene Epidermiszelle. Sie haben dieses überall. Jetzt ist da eine gegen die Oberfläche gelegene Zelle. Das, was als Erdprinzip die Einstülpung bewirkt, das wirkt im Menschen fort. Und so wirken auch überall diese Erdprinzipien fort. Dadurch ist immer die Tendenz vorhanden, das, was flüssig ist im Menschen, zu dirigieren, daß es sich immer in dieser Weise fortbewegt, so daß eine Einstülpung nachgeschoben wird: Einstülpung - nachgeschoben - Einstülpung - nachgeschoben - das geht nach den verschiedensten Richtungen. Nun denken Sie sich, es geschieht das so, wie wenn sich irgendein Wässriges fortbewegen würde und starr werden würde. Jetzt schauen Sie sich von diesem Gesichtspunkte aus irgendein Organ an. Überall können Sie bei ihm Erstarrtes, Festgewordenes, Eingestülptes sehen und auf der andern Seite bemerken, wie es ausgestülpt ist. Und so kommen Sie zu der Form der Organe und zu der Anschauung, wie die Kräfte von den verschiedenen Seiten wirken, und Sie kommen dazu, alle diese Organe auf eine Einheit zurückzuführen. Nur müssen Sie sich klar sein, daß Sie von einem ganz bestimmten Punkte ausgehen müssen, von dem plastischen Elemente. Nun haben Sie schon darauf hingewiesen, man sollte die Formen begreifen durch Plastizieren. Aber versuchen Sie es nur einmal tatsächlich mit irgendeinem plastischen, weichen Material, sich tatsächlich ein Gefühl hervorzurufen davon so, daß Sie auf der einen Seite das Material hier nehmen und mit der andern Hand den Ton nachschieben. Nun versuchen Sie zugleich, wie das wird. Sie bekommen das Gefühl, der leere Raum ist der reine Unsinn. Der Raum ist überall den Kräften nach differenziert, und Sie lernen auf diese Weise nach und nach alles Plastische verstehen.

Nun müssen Sie, wenn Sie plastisch den Menschen verstehen wollen, natürlich auch in die Extreme gehen können. Nicht wahr, ich kann mir zunächst also hier die Kugel vorstellen. Ich stelle mir vor, daß die Kugel auf der einen Seite ausgeweitet, auf der andern Seite eingestülpt wird. Ja, jetzt denken Sie sich aber, Sie gehen weiter, Sie stülpen hier so weit ein, daß Sie über die Ausweitung hinausgehen, dann kriegen Sie so ein Gebilde, überhaupt zwei Gebilde. Denken Sie aber jetzt weiter, daß die Gebilde nicht bloß auf der einen Seite wirken. Stellen Sie sich vor, Sie machen Ausweitung, Einstülpung - Ausweitung, Einstülpung, dann noch extra von unten Einstülpung und nach oben Ausweitung, dann bekommen Sie, wenn Sie dieses dreifach machen, plastisch ausgebildet die Form der beiden Lungenflügel. So bekommen Sie allmählich eine Anschauung davon, wie der ganze Mensch im Inneren mit solchen Kräften zusammenhängt und dann gehen Sie zu folgendem über.

Das ist eine ganz wichtige Vorstellung, die in ihrer pathologisch-therapeutischen Bedeutung erst klar zutage treten wird, wenn das Buch, das Frau Dr. Wegman herausgibt, erscheinen wird. Da wird einem zum ersten Mal klar werden, was für eine Beziehung besteht zwischen dem fertigen Organ und der Organfunktion. Nehmen Sie die Organfunktion. Die Organfunktion ist das im Flüssigen gehaltene fortwährend Fluktuierende; dasselbe, was das Organ abgeschlossen hat, dasselbe bringt die Tätigkeit hervor, so daß Sie also sich sagen können: Was ist die Säftebewegung im Magen? Sie ist im Flüssigen gehalten dasselbe, was im Festgewordenen der Magen selber ist. Denken Sie sich die Säftebewegung erstarrt, dann haben Sie den Magen selber. Wäre das nicht der Fall, so könnte überhaupt kein Organ kuriert werden. Sie können nicht auf das feste Organ, sondern nur auf das fluktuierende Organ wirken [...]

Man muß verstehen, daß überall da, wo ein Organ ist, auch fortwährend die das Organ bildende Tätigkeit vorhanden ist, und diese erstarrt immer zum Organ. Da kommen Sie in den Flüssigkeitsmenschen hinein.

Dann kommt aber ein anderes noch. Dann müssen Sie zu der Vorstellung vordringen können: Ja, wenn ich den festen Menschen betrachte, dann bekomme ich eben die Bildchen, die in den anatomischen Büchern sind, heraus. Das, was wir da sehen, ist ja nur zehn Prozent vom Menschen. Nun, das ist eben so. Solange ich mir diese festen Konturen im festen Menschen anschaue, so ist da Leber = Leber, Lunge = Lunge, Magen = Magen. Aber gehe ich jetzt über zu dem Flüssigkeitsmenschen, so kann ich finden, wie diese Säfteströmung ganz besonders konzentriert ist, sagen wir in der Leber, und damit beschäftigt ist, aus der Flüssigkeit eine Leber zu konstruieren. Aber ein jedes Organ will immer der ganze Mensch werden. Das ist tatsächlich beim Flüssigkeitsmenschen als Tendenz in jedem Organ vorhanden, so daß man sich vorstellen muß: exstirpiere ich die Leber, dann bleibt sie Leber. Würde ich aber die Flüssigkeit herausnehmen, aus der heraus die Leber gebildet ist, so hätte sie die Tendenz, der ganze Mensch zu werden. Das müssen Sie in der Imagination sich vorstellen: auf der einen Seite die Tendenz Konturen anzunehmen, auf der andern Seite überall alles zu durchdringen.“ (Lit.:GA 316, S. 230ff)

Die Entstehung der physischen Planeten durch Einstülpung

Der am Himmel sichtbare physische Planet entsteht dadurch, dass ein luziferischer Geist der Form von außen her dem normalen Geist der Form entgegenwirkt, wodurch sich an der Peripherie eine Einstülpung bildet, die schließlich zu einer Abschnürung führt. Der physische Planet ist eigentlich ein Loch in der ätherischen Planetensphäre, wo die ätherische Form zerbrochen und dadurch sichtbare physische Materie entstanden ist. Durch die Abschnürung verfügt der Planet über geraubtes Eigenlicht, das er seinen Naturreichen zukommen lässt, während das ihm von der Sonne durch die Seraphim und Cherubim zugesandte Licht, das er aufnehmen sollte, durch die luziferischen Geister zurückgeworfen, reflektiert wird. In dem geraubten Eigenlicht des Planeten haben die ahrimanischen Geister ihren Wohnsitz.

Die Bildung eines physischen Planeten durch Einstülpung der ätherischen Planetensphäre.

"Nehmen wir einmal an, wir hätten hier an diesem Punkt den Mittelpunkt des geistigen Kollegiums der Geister der Form; es würde derjenige Geist der Form, welcher auf den Saturn hin wirkt, hervorrufen diese Ätherkugel, so daß durch diesen Geist der Form eine solche abgeplattete Ätherkugel entstünde. An einem äußersten Punkt dieser Ätherkugel wirkt nun entgegen diesem Geist der Form, der aus dem Mittelpunkt der Sonne heraus wirkt, der Rebell, derjenige, der eine Art luziferischer Geist der Form ist. Der wirkt ihm von außen herein entgegen. So daß wir den normalen Geist der Form von der Sonne nach außen, zentrifugal, wirksam haben; der bewirkt den okkulten Saturn, welcher da als eine mächtige Ätherkugel mit dem Mittelpunkt in der Sonne anzusehen ist. An der Peripherie wirkt aus dem Weltenraum herein ein abnormer Geist der Form, welcher sich abgeschnürt hat von den Wesen der normalen Geister der Form, und durch das Zusammenwirken dessen, was aus dem Weltenraum hereinwirkt, und dessen, was von der Sonne hinauswirkt, entsteht hier eine Einstülpung, die zuletzt zu einer wirklichen Abschnürung wird, und das ist der physische Planet Saturn. So daß wir uns vorzustellen haben, daß da, wo das Auge den physischen Planeten Saturn sieht, zwei Kräfte zusammenwirken: die eine, normale Kraft des Geistes der Form, die von der Sonne nach auswärts wirkt, und ihr entgegen in einem bestimmten Punkt der abgespaltene Geist der Form. Dadurch entsteht dort eine Einstülpung, der Äther wird eingestülpt, und diese Einstülpung, die sieht das physische Auge als den physischen Saturn. Und ebenso verhält es sich mit dem physischen Jupiter, dem physischen Mars.

Sie sehen hier an diesem besonderen Beispiel, wie eigentlich in den einzelnen Fällen das zustande kommt, was wir die Maja nennen, die große Illusion. In Wahrheit ist an der Stelle, wohin man in der physischen Astronomie einen Planeten versetzt, ein Zusammenwirken von zwei Kräften, und nur dadurch, daß in Wahrheit eigentlich ein großer, mächtiger ätherischer Himmelskörper da ist, der durch eine entgegenwirkende Kraft ein Loch bekommt, an einer Seite eingestülpt wird, dadurch entsteht der Schein des physischen Planeten [...] Unsere Erde selber, insofern sie physische Massenanhäufung ist, ist ein Loch im Weltenraum, eine Einbohrung im Weltenraum. Alle physische Materie kommt nämlich dadurch zustande, daß sich Kräfte begegnen, die von den Geistern der Form herrühren. So haben wir hier die Begegnung von Kräften der normalen Geister der Form und von Kräften der abnormen Geister der Form. Die prallen aufeinander. Es entsteht in Wahrheit eine Einstülpung, und damit zugleich an dieser Stelle ein Zerbrechen der Form, aber eben nur der Form. Die Form zerbricht, und es entsteht diese Einbohrung. Und zerbrochene Form, zersplitterte Form, das ist in Wahrheit Materie. Materie im physischen Sinne gibt es nur da, wo Formen zersplittert werden. So sind auch die Planeten draußen zersplitterte Formen.

Der Planet als Reflektor des Sonnenlichts

In unserem Planetensystem haben die Geister der Form, wie ja aus dem ganzen Geist der bisherigen Betrachtungen hervorgeht, Hilfen. Sie stellen die Grenzen her, wie wir das eben beschrieben haben. Aber über den Geistern der Form stehen die Geister der Bewegung, über diesen die Geister der Weisheit, über diesen die Geister des Willens, über ihnen die Cherubim und über den Cherubim die Seraphim. Für alle diese geistigen Wesenheiten gibt es auch solche, welche sich vergleichen lassen mit dem, was wir beschrieben haben als die iuziferischen Geister. So daß wir je am äußersten Rande, da, wo ein Planet sich bildet, nicht bloß die Geister der Form zusammenwirkend haben, sondern daß sich da immer etwas so abspielt, daß von der Sonne aus die Wirksamkeit der normalen Hierarchien geht und von außen nach innen die der abnormen, der rebellischen Hierarchien.

Die Seraphim und die Cherubim, das sind diejenigen Hierarchien, die ebenso zu dem ganzen Spiel der Kräfte hier gehören wie die Geister der Form. Die haben die Aufgabe, aus dem Mittelpunkt des Planetensystems, aus dem Sonnenmittelpunkt her nach außen zu tragen die Kraft des Lichtes. Indem die Wesenheiten der höheren Hierarchien, Cherubim und Seraphim, Träger des Lichtes werden, haben sie nun dasselbe Verhältnis zu dem Licht, wie die Kräfte der Geister der Form es zu der Äthersubstanz haben. Wie die Kräfte der normalen Geister der Form nach außen gehen und ihnen die abnormen entgegenwirken und dadurch eine Einbohrung entsteht, so wirken auch die Kräfte, weiche das Licht tragen, ausfüllend den ganzen Ätherraum, aber da wirken ihnen die abnormen entgegen, so daß der Planet das Licht aufhält. Ebenso wie er aufhält die Kräfte der Geister der Form, so hält er das Licht auf, wirft es zurück und erscheint damit als ein Reflektor, als ein Zurückwerfer des Lichtes, das ihm die Geister, die wir als Cherubim und Seraphim bezeichnen, von der Sonne aus zutragen. Daher haben die Planeten auch kein Eigenlicht, weil sie die Kraft des Lichtes, die ihnen als Wesenheiten zukommen würde, wenn sie sich gegenüber den normalen Cherubim und Seraphim öffnen würden, für sich in Anspruch nehmen, weil sie sich einhüllen, abschnüren von dem Ganzen. Jeder Planet hat auch solch eingeschnürtes, abgesondertes Licht. Es ist nicht richtig, daß die Planeten nur erborgtes Licht von der Sonne haben. Jeder Planet hat sein Eigenlicht, nur hat er dieses Licht abgeschnürt, hält es in sich selber verborgen, entwickelt es zu einem selbständigen inneren Lichtleben. Wir werden sehen, daß sie es nur ihren eigenen Wesenheiten der Naturreiche mitteilen, die auf dem betreffenden Planeten sind. Dasjenige Licht aber, dem sie sich öffnen sollen, das sie aufnehmen sollen von außen, das ihnen von der Sonne durch die Cherubim und Seraphim zugetragen wird, dem verschließen sie sich, das werfen sie zurück. Daher sind sie für den Weltenraum Sterne, die nicht mit eigenem Licht ausgestattet sind. Also in dem Licht, das von der Sonne hinfließt, wird gleichsam eine Einstülpung gemacht, und der Planet wirft sich entgegen dem von der Sonne hinflutenden Licht, hält es auf, wirft es zurück." (Lit.: GA 136, S. 105ff)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen, GA 136 (1984) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heikunst, GA 316 (2003), ISBN 3-7274-3160-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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