Emil Grosheintz

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Emil Grosheintz (1867–1946)

Emil Grosheintz-Laval (* 22. Februar 1867 in Paris; † 24. Oktober in 1946 Ascona in der Schweiz) war Zahnarzt und hatte eine Praxis in Basel.

Emil Grosheintz war schon früh der anthroposophischen, damals noch theosophischen Bewegung verbunden und wurde von Rudolf Steiner aufgrund seiner aufopferungsvollen und gewissenhaften Arbeit für die anthroposophische Bewegung sehr geschätzt. Seine berufliche Tätgkeit als Zahnarzt erlaubte es ihm, Steiner auf vielen seiner Vortragsreisen zu begleiten. Wie ein Leitmotiv zieht sich durch sein Leben, dass er bei wichtigen Begründungen anthroposophischer Institutionen stets als Zeuge anwesend war.

1906 hat Emil Grosheintz den Paracelsus-Zweig in Basel mitbegründet. 1907 nahm er an am Münchner Kongress teil und wurde 1908 Vorstandsmitglied der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft.

1912, bei einem Besuch von Rudolf Steiner auf seinem Landsitz in Dornach, entschloss sich Grosheintz, seinen Landbesitz auf dem Dornacher Hügel für den Bau des ersten Goetheanums zur Verfügung zu stellen und organisierte den Aufkauf und die Schenkung weiterer östlich gelegener Parzellen. 1913 wurde er Vorsitzender des Johannesbauvereins. Seine hervorragenden organisatorischen Fähigkeiten und seine Erfahrungen im Umgang mit den Ämtern kamen ihm dabei zugute. Am 20. September 1913 nahm Emil Grosheintz dann zusammen mit seiner Frau Nelly Grosheintz-Laval an der Grundsteinlegung für das erste Goetheanum teil. Im selben Jahr bezog er mit seiner Frau und den beiden Söhnen Hansi und Pierre das für ihn von Rudolf Steiner entworfene Haus Duldeck am Dornacher Hügel unweit des Goetheanums.

Am 24. Dezember 1914 waren Emil und Nelly Grosheintz-Laval Trauzeugen bei der standesamtlichen Trauung von Marie und Rudolf Steiner.

Emil Grosheintz war am 12. September 1920 Mitbegründer des anthroposophischen Zweiges am Goetheanum und wirkte bis zum 9. Mai 1943 als dessen Erster Vorsitzender und blieb danach noch bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender.