Friedrich Rittelmeyer

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Friedrich Rittelmeyer

Friedrich Rittelmeyer (* 5. Oktober 1872 in Dillingen an der Donau; † 23. März 1938 in Hamburg) deutscher Theologe, Mitbegründer der Christengemeinschaft

Rittelmeyer, von 1903 bis 1916 Pfarrer an der evangelischen Heilig-Geist-Kirche in Nürnberg, beeinflusste schon vor seinem Zusammentreffen mit Rudolf Steiner das kirchliche Geistesleben in außergewöhnlicher Weise. 1922 begründete er gemeinsam mit 47 anderen, darunter überwiegend evangelischen Theologen, unter anderem Emil Bock und Rudolf Meyer, die Christengemeinschaft. Rittelmeyer wurde das erste Haupt der Christengemeinschaft, der sogenannte Erzoberlenker. Er hat viele Bücher geschrieben. Friedrich Rittelmeyer formulierte eine Anerkennung des nationalsozialistischen Staates: "Die Christengemeinschaft anerkennt den nationalsozialistischen Staat. Sie glaubt ihm den besten Dienst zu tun, wenn sie das Religiös-Christliche in möglichster Reinheit und Stärke pflegt."[1]

Quellen

  1. Zitiert bei Gerhard Wehr, Friedrich Rittelmeyer, Stuttgart 1998, S. 221. Nach "Anthroposophisches Rassedenken und antisemitische Denkstereotypen: berühmte 'Einzelfälle'"? Aktion Kinder des Holocaust.

Werke

Originalausgaben (Auswahl)
  • Friede und Kraft. Sieben Predigten, der Würzburger evangelischen Gemeinde als Abschiedsgabe gewidmet, 1902.
  • Friedrich Nietzsche und das Erkenntnisproblem. Ein monographischer Versuch, Diss. Leipzig 1903.
  • Gott und die Seele. Ein Jahrgang Predigten (mit Christian Geyer), Kerler, Ulm 1906.
  • Der Pfarrer. Erlebtes und Erstrebtes. Kerler, Ulm 1909.
  • Was will Johannes Müller? Kurze Darstellung und Würdigung. Beck, München 1910.
  • Leben aus Gott. Neuer Jahrgang Predigten (mit Christian Geyer), Kerler, Ulm 1911.
  • Friedrich Nietzsche und die Religion. Vier Vorträge, Kerler, Ulm 1911.
  • Jesus. Ein Bild in vier Vorträgen, Kerler, Ulm 1912.
  • Christ und Krieg. Predigten aus der Kriegszeit, Kaiser, München 1916.
  • Von der Theosophie Rudolf Steiners. Phil.-anthr. Verlag, Berlin 1917.
  • Zur innersten Politik. Kaiser, München 1919.
  • Die deutsche Not im Licht Jesu. Acht Kanzelreden über die Seligpreisung. Kaiser, München 1919.
  • Tatchristentum. Sieben Kanzelreden über die Wunden Jesu, Kaiser, München 1921.
  • Christus für uns. Drei Kanzelreden, Kaiser, München 1922.
  • Zur religiösen Erneuerung (mit Emil Bock), Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1922.
  • Welterneuerung. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1923.
  • Die Christengemeinschaft. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1925.
  • Luther – was er uns ist und nicht ist. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1925.
  • Vom Johanneischen Zeitalter. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1925.
  • Christus und die Gegenwart. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1926.
  • Der kosmische Christus. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1926.
  • Die Menschenweihehandlung. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1926.
  • Vom Tod Christi. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1927.
  • Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1928.
  • Was will die Christengemeinschaft? Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1928.
  • Der Ruf der Gegenwart nach Christus. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1928.
  • Meditation. Zwölf Briefe über Selbsterziehung. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1929.
  • Sünde und Gnade. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1929.
  • Gott und die Engel. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1929.
  • Theologie und Anthroposophie. Eine Einführung. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1930.
  • Das heilige Jahr. Hilfe zur inneren Belebung der Jahreszeiten. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1930.
  • Wiederverkörperung im Lichte des Denkens, der Religion, der Moral. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1931.
  • Der Deutsche in seiner Weltaufgabe zwischen Rußland und Amerika. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1932.
  • Rudolf Steiner als Führer zu neuem Christentum. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1933.
  • Deutschtum. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1934.
  • Das Vaterunser als Menschwerdung. Verlag der Christengemeinschaft, Stuttgart 1935.
  • Christus. Urachhaus, Stuttgart 1936.
  • Aus meinem Leben. Urachhaus, Stuttgart 1937.
  • Menschen untereinander, Menschen füreinander. Worte von Friedrich Rittelmeyer, hg. v. Harro Rückner, Urachhaus, Stuttgart 1937.
  • Gemeinschaft mit den Verstorbenen. Vier Aufsätze, Urachhaus, Stuttgart 1938.
  • Fragen und Antworten zur Einführung in die Christengemeinschaft. Urachhaus, Stuttgart 1938.
Postum veröffentlichte Werke
  • Briefe über das Johannesevangelium. Mit einer Übersetzung des Johannesevangeliums, Urachhaus, Stuttgart 1938
  • Lebenshilfe. Acht Aufsätze, Urachhaus, Stuttgart 1938
  • Ich bin das Leben. Urachhaus, Stuttgart 1940
  • Impulse der Gegenwart. Aufsätze, Urachhaus, Stuttgart 1940
  • Andacht. Urachhaus, Stuttgart 1955
  • Ich bin. Reden und Aufsätze über die sieben „Ich bin“-Worte des Johannesevangeliums. Urachhaus, Stuttgart 1956
  • Einen leuchtenden Kern im Inneren schaffen. Aphorismen zur Selbsterziehung. Hg. v. Christoph Rau, Urachhaus, Stuttgart 1992
    • Neuausgabe als: Schaffe in dir eine lichte Welt. Lebensweisheiten. Hg. v. Christoph Rau, Urachhaus, Stuttgart 2005, ISBN 3-8251-7722-X.
  • Meine Gespräche mit Rudolf Steiner, 2. Auflage, Urachhaus, Stuttgart 2017, ISBN 978-3825151027
Als Herausgeber
  • Vom Lebenswerk Rudolf Steiners. Eine Hoffnung neuer Kultur. Kaiser, München 1921


Literatur

Claudia Becker: Versuche religiöser Erneuerung in der Moderne am Beispiel des evangelischen Theologen Friedrich Rittelmeyer (1872-1938), Diss. Univ. FU Berlin, 2001, PDF Literaturverz.

Weblinks

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