GA 155

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Christus und die menschliche Seele

Zehn Vorträge, darunter ein öffentlicher Vortrag, Kopenhagen 23., 24. Mai, Norrköping 28. bis 30. Mai 1912, Norrköping 12. bis 16. Juli 1914 (Zyklus 34)

Inhalt

ÜBER DEN SINN DES LEBENS

Erster Vortrag, Kopenhagen, 23. Mai 1912

Die Frage nach dem Sinn des Daseins. Entstehen und Vergehen in der Natur und im Menschenleben. Die hebräische Legende von der Erschaffung des Menschen. Buddhas Leidenslehre. Die Erde als Leib geistiger Wesenheiten und der Zusammenhang des Menschen mit seiner Erdenumgebung. Die orientalischen Weltanschauungen bauen auf die durch viele Inkarnationen wandelnde Individualität, auf die Bodhisattvas, die abendländische Kultur baut auf die Persönlichkeit. Die Hinzufügung des Individuellen zum Persönlichen durch die Geisteswissenschaft. Elias, Johannes der Täufer und Raffael: in ihnen lebt dieselbe Individualität als Verkünder des Christus-Impulses. Raffaels Gemälde. Der Einfluß seines früh verstorbenen Vaters auf seine künstlerische Entwicklung. Die Wiederverkörperung Raffaels in Novalis.

Zweiter Vortrag, Kopenhagen, 24. Mai 1912

Entstehen und Vergehen zahlloser Lebenskeime, die nicht zur Entwickelungsreife gelangen. Das Reich unermeßlicher Visionsmöglichkeiten und das Finden derjenigen Bilder, die wirklich eine geistige Realität zum Ausdruck bringen, durch das Sich-Erheben zur Inspiration. Wie diese visionäre Welt sich verbinden muß mit der Welt draußen, damit die Entwicke-lung des Tier- und Pflanzenreiches vorwärtsschreiten kann. Der Mensch als Mitakteur im Weltprozeß. Das göttliche Bewußtsein. Die fortschreitende Erdenkultur und der Christus-Impuls. Die Menschenseele als der Schauplatz, wo Götterziele erreicht werden sollen.

THEOSOPHISCHE MORAL

Erster Vortrag, Norrköping, 28. Mai 1912

Instinktive Moral und moralische Prinzipien. Schopenhauers Ausspruch: Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer. Hinführung zu den Quellen der moralischen Impulse. Indische Andacht und nordischer Starkmut. Die neuen moralischen Impulse des fünften nachatlantischen Kulturzeitraumes. «Der arme Heinrich» des Hartmann von Aue. Das moralische Wirken des Franz von Assisi. Jugendliche Verschwendungssucht und Verschwendung moralischer Kräfte. Die Heilwirkung moralischer Impulse.

Zweiter Vortrag, Norrköping, 29. Mai 1912

Die Kasten-Einteilung der Inder und die Stände-Gliederung der europäischen Bevölkerung. Ursache der Unmoralität der unteren Schichten der europäischen Völker. Strengste Geheimhaltung des Weisheitsgutes in den europäischen Mysterien. Unterschied zwischen Rassenentwickelung und Seelenentwickelung. Das Aussterben der unteren europäischen Bevölkerungsschichten. Verwesungsdämonen und Aussatz. Die kolchischen Mysterien am Schwarzen Meer: Buddha-Impuls und Christus-Impuls. Franz von Assisi als Schüler dieser Geheimschule in einer früheren Inkarnation. Das Wirken des Christus-Impulses in Franz von Assisi als Ursprung seiner moralischen Kraft. Über die physische Vorfahrenschaft der Apostel. Die Moralität im Menschen ist ein ursprünglich göttliches Geschenk. Unmoralität als Folge geistiger Verirrungen und ihre Wiedergutmachung. Die Tugenden in der Lehre Piatos.

Dritter Vortrag, Norrköping, 30. Mai 1912

Das zerstörende Böse in der Menschheitsevolution. Das richtige Verhalten gegenüber dem Bösen durch die Herstellung des Gleichgewichtes zwischen den beiden Abirrungen der Selbstaufgabe und des Egoismus. Die alten instinktiven und die neu zu erringenden Tugenden. Die Tugend der Empfindungsseele: Instinktive Weisheit wird durch den Christus-Impuls umgewandelt in bewußte Wahrhaftigkeit; die Tugend der Verstandes- oder Gemütsseele: Starkmut, Tapferkeit wird in Liebe umgewandelt; die Tugend der Bewußtseinsseele: instinktive Mäßigkeit, Besonnenheit wird Lebensweisheit. Das Zusammenwirken der moralischen Impulse mit dem Christus-Impuls in der zukünftigen Menschheitsevolution. Die zukünftigen Hüllen des Christus-Impulses: die Bildung des Astralleibes des Christus durch die Taten des Glaubens und Erstaunens, des Ätherleibes durch die Taten der Liebe, des physischen Leibes durch die Taten des Gewissens.

CHRISTUS UND DIE MENSCHLICHE SEELE

Erster Vortrag, Norrköping, 12. Juli 1914

Die zwei Zielpunkte der menschlichen Seelenentwickelung auf Erden: der freie Wille und die Erfassung des Göttlichen. Die beiden damit in Zusammenhang stehenden religiösen Gaben: Sündenfall und Versuchung und das Mysterium von Golgatha. Die vorbereitende Stimmung der Menschenseele für die Aufnahme der Christus-Wesenheit. Der Grundcharakter des Alten Testamentes: Wille; der heidnischen Mysterien: Weisheit. Die Verfinsterung der Seele und die Forderung zum «Erkenne dich selbst». Der Sinn der Unsterblichkeit und das Hindurchtragen der Individualität durch Bewußtheit und liebe. Die Überwindung des Todes im Mysterium von Golgatha. Über «christliche» Gegner der Anthroposophie.

ZweiterVortrag, Norrköping, 14. Juli 1914

Das Vertrauen in die fortdauernde Wirklichkeit der Weltenordnung und das Unsichere unserer Ideale. Durch den Christus wird das, was der Mensch auf Erden als Weisheit erringt, nicht nur Keim seines eigenen Fortschreitens, sondern Saat für die ganze Menschheit, wenn der Mensch den Christus im Leben in sich aufgenommen hat. Alle seine Ideale, die er dem Christus übergibt, sind Keime für die zukünftige Realität. Das hat auch schon für die Ideale auf Erden Gültigkeit, insbesondere aber nach dem Tode. Das Beispiel Christian Morgensterns und Maria Strauch-Spettinis.

Dritter Vortrag, Norrköping, 15. Juli 1914

Über die Sündenvergebung durch den Christus. Sünde und Schuld als individuelle Tatsache und als objektive Weltentatsache. Die überirdische Christus-Kraft. Tilgung der Schuld durch das Mysterium von Golgatha für die Erdenentwickelung.

Vierter Vortrag, Norrköping, 16. Juli 1914

Wahrheit als Lebenskraft und als Erkenntniskraft. Warum mußte Christus todverwandt werden? Die phantomartige Ausstrahlung des Menschen. Wiederbelebung des Toten durch das Hereindringen des Christus. Die Verbindung des Christus mit unseren Erdenresten. Christus, der Sündenträger. Die Bekräftigung des Verhältnisses der Seele zum Christus durch die Sündenvergebung.

ANTHROPOSOPHIE UND CHRISTENTUM

Öffentlicher Vortrag, Norrköping, 13. Juli 1914

Die Vorstellungsart der Geisteswissenschaft. Anwendung naturwissenschaftlicher Vorstellungsart auf das geistige Leben. Der Mensch als Instrument der Geistesforschung. Vorbereitungen zur Geistesforschung. Absonderung des Geistig-Seelischen vom Leiblichen. Das Sich-Erleben außerhalb des Leibes. Das Sichverbinden mit geistigen Wesenheiten. Das Kennenlernen des eigenen seelischen Wesenskernes, der durch wiederholte Erdenleben geht. Die Erforschung der Menschheits- und Schicksalsfragen. Die Geisteswissenschaft als Instrument zu einem tieferen Verstehen des Christentums. Die Vereinigung des kosmischen Christus-Wesens mit der Erdenmenschheit im Mysterium von Golgatha. Das Mysterium von Golgatha als Mittelpunktsereignis des Erdendaseins.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Christus und die menschliche Seele, GA 155 (1994), ISBN 3-7274-1550-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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