Gegnerschaft zur Geisteswissenschaft

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"Die Logik der Gegner der Geisteswissenschaft ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine Entschuldigung der eigenen Seele über die Furcht, die man vor ihr hat." (Lit.: GA 284, S. 16) "Sie wird deshalb von der Welt bekämpft, weil die Menschen sich nicht einlassen wollen auf so schwierige Sachen, eben weil sie ihnen zu schwierig sind." (Lit.: GA 161, S. 240) "Ist ein Interesse für eine einseitige Richtung vorhanden, so findet sie immer eine Stütze; die Wahrheit im allgemeinen aber wird immer angefochten und alles mögliche geschieht, um die Wahrheit an sich gar nicht herauskommen zu lassen. Und es wird zu dem richtigen Stehen innerhalb unserer geistigen Bewegung gehören, daß wir uns voll bewußt sind, daß die Wahrheit, die gesucht wird, von vielen, vielen Seiten angefochten werden wird. Aber nichts ist notwendiger, als daß wir versuchen, um gewappnet zu sein, wirklich nach allen Seiten hin Klarheit des Denkens zu entwickeln. Sie müssen ins Auge fassen, daß dasjenige, was als gegnerisch, namentlich was als gegnerische Persönlichkeiten gegen unsere Bewegung auftritt, wirklich zum großen Teile Figuranten sind für die gegnerischen Mächte. Wir treten da in ein Wirken übersinnlicher Gewalten ein. Diese übersinnlichen Gewalten, zu denen Ahriman und Luzifer gehören, wirken selbstverständlich im Menschenleben, durch Menschenseelen, die einfach ihre Werkzeuge sind." (Lit.: GA 254, S. 116)

"Man findet kaum irgend jemand, der in eines Anthroposophen Umgebung war, wenn er noch so obstinat dagegen war, der nicht in seinem Unterbewußtsein einen Hang zur Geisteswissenschaft bekommen hätte. Man findet gerade bei den mit Geisteswissenschaft zusammenhängenden Gegnern, daß sie nach dem Tode eine Wunschessphäre haben, von der man mit aller Entschiedenheit sagen kann: sie bringt sich dadurch zum Ausdruck, zur Geltung, daß sie leidenschaftlich dann nach spiritueller Wissenschaft verlangt." (Lit.: GA 140, S. 114)

"Es ist einmal das abgelaufene Zeitalter das des Intellekts, des Verstandes. Und diese Verstandesentwicklung, sie soll nicht - das liegt in den Gesetzen der Menschheitsentwicklung - in den weiteren Fortschritt dieser Entwicklung hineingehen. Es ist so, daß wir jetzt stehen vor dem Beginn einer spirituellen Entwicklung der Menschheit. Dasjenige, was der Verstand leisten kann, hat er zunächst geleistet; er kann nur noch so, wie er ausgebildet worden ist in verflossenen Jahrhunderten, als ein Erbstück hineingetragen werden in die weitere Menschheitsentwicklung. Dagegen ist die Menschheitsentwicklung darauf angewiesen, die Welle spirituellen Lebens zu berücksichtigen, die aus den geistigen Höhen heute überall einströmt in die physisch-sinnliche Welt, in welcher der Mensch lebt, und eine spirituelle Art der Entwicklung an die Stelle der reinen Verstandesentwicklung zu setzen." (Lit.: GA 255b, S. 358)

Literatur

  • Rudolf Steiner: Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten, GA 140, Dornach 1980
  • Rudolf Steiner: Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung, GA 161, Dornach 1980
  • Rudolf Steiner: Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur. Bedeutsames aus dem äußeren Geistesleben um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, GA 254, Dornach 1969
  • Rudolf Steiner: Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongreß Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen, GA 284, Dornach 1993
  • Rudolf Steiner: Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921, GA 255b (2003), ISBN 3-7274-2555-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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