Visuelle Wahrnehmung

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Der Gesichtssinn und die damit verbundene visuelle Wahrnehmung beruht vorwiegend auf einer Tätigkeit der Augen, an der aber nicht nur der eigentliche Sehsinn, der nur Hell und Dunkel und verschiedene Farben unterscheidet, sondern auch andere Sinne maßgeblich beteiligt sind. So werden Formen erst durch den Eigenbewegungssinn des Auges wahrgenommen. Das Sehvermögen bzw. die Sehfähigkeit, wird veraltet, aber im okkulten Sinn durchaus zutreffend, auch als Augenlicht bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das innere Licht dem äußeren begegnet, worauf auch Goethe in seiner Farbenlehre hingewiesen hat.

Durch die Blickbewegungen folgt die Sehgrube (Fovea centralis), als der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges, den Linien des stärksten Kontrasts, wobei die so gleichsam mit den Augen abgetasteten Formen, meist weitgehend unbewusst, mit bekannten, einfachen geometrischen Formen verglichen werden. Durch den Gleichgewichtssinn werden die visuellen Wahrnehmungen auf die Lotrechte bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das räumliche, steroskopische Sehen.