Geister der Form

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Die Geister der Form, auch als Exusiai (griech. ἐξουσίαι), Elohim (hebr. ‏אלהים‎), Potestates (lat.) oder Gewalten bezeichnet, haben ihre Menschheitsstufe schon vor Beginn der alten Saturnentwicklung durchgemacht. Das Herrschaftsgebiet der Exusiai reicht bis zur Sonnensphäre. Ihr Name rührt davon her, dass sie die Schöpfer und Erhalter der festgefügten physischen Formen sind. Sie sind jene geistigen Kräfte, die aus dem Raumlosen das Räumliche gestalten und die geistigen Kräfte aus der Ewigkeit in die zeitliche Entwicklung hinüberleiten. (Lit.: GA 184, S. 207ff)

„Der Name der heiligen Gewalten, welche mit den göttlichen Herrschaften und Mächten auf gleicher Stufe stehen, besagt, wie ich glaube, die wohlgeordnete und unverwirrbare Harmonie bei Aufnahme des Göttlichen und das Festbestimmte der überweltlichen und geistigen Gewaltstellung, welche die aus der Gewalt fließenden Kräfte nicht mit tyrannischer Willkür zu den minderen Zwecken mißbraucht, sondern unbesiegbar zum Göttlichen in schöner Ordnung empordringt und die tieferstehenden Wesen gütig aufwärts leitet, welche der gewaltschaffenden Urquelle der Gewalt soweit als möglich sich verähnlicht und sie kräftigst nach den wohlgeordneten Stufen der aus der Gewalt fließenden Macht den Engeln einstrahlt.“

Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie, 8. Kapitel[1]

Aufgrund ihrer Entwicklungshöhe genügt ihnen ein planetarisches Dasein nicht mehr für ihre weitere Entwicklung und sie haben daher die Sonne zu ihrem Wohnort gewählt. Sonne und Erde wurden deshalb voneinander geschieden. Sie weben im Sonnenlicht und bringen die sich begegnenden Kräfte der Throne und der Dynameis in den festen Formen der Erdoberfläche zur Ruhe und prägen so entscheidend das Antlitz der Erde.

Als Elohim sind sie identisch mit den Schöpfergöttern, von denen in der Bibel gesprochen wird. Sie lenken und leiten die irdische Entwicklung von der Sonne aus. Jahve, einer der sieben Elohim, hat später den Mond zum Wohnsitz genommen, um von hier aus die weitere Menschheitsentwicklung zu leiten. Es kam dadurch in der lemurischen Zeit zur Trennung von Erde und Mond.

Während der Erdentwicklung wurden sie reif, ihr Ich hinopfern zu können. Sie gaben dadurch den Anstoß zur Entwicklung des menschlichen Ichs.

Anmerkungen

  1. Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 47

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben, GA 184 (1983)
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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