Graphit

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mineralischer Graphit

Graphit (von gr. γραφειν (graphein), schreiben, eigentl. eingraben, gravieren) ist ein häufig vorkommendes, metallisch glänzendes und elektrisch leitfähiges Mineral. Mit einer durchschnittlichen Mohshärte zwischen 1 und 2 zählt er zu den weichsten irdischen Mineralien und ist schon mit dem Fingernagel ritzbar. Seine Dichte liegt bei 2,1 bis 2,3 und er hat eine grauschwarze Strichfarbe.

Neben dem Diamant und den erst 1985 entdeckten graphitähnlichen Fullerenen bildet es die dritte unter irdischen Bedingungen stabile allotrope Modifikation des Kohlenstoffs. Graphit kristallisiert meist im hexagonalen, sehr selten auch im rhomboedrischen Kristallsystem, wobei sich parallel verlaufende, ebene Schichten bilden, die dem Graphit seine charakteristische schuppige Form verleihen und auch die ausgeprägte Anisotropie der mechanischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften des Graphits erklären. Entlang der sog. Basalebenen ist Graphit sehr leicht spaltbar und elektrisch und thermisch fast so gut leitfähig wie die Metalle. Im rechten Winkel dazu ist der Graphit ein elektrischer und thermischer Isolator und auch die mechanische Festigkeit ist wesentlich höher.

Schwarzer Diamant - Die schwarze Färbung entsteht durch eine Vielzahl fein verteilter kleiner schwarzer Einschlüsse, die meist aus Graphit bestehen.

Man findet Graphit in Form vereinzelter Flocken und Körner in kohlenstoffreichem metamorphem Gestein und als Adern in Pegmatit. Einschlüsse von Graphit können Diamanten schwarz färben.

Nach den Aussagen Rudolf Steiners ist die erste Anlage zum Graphit bereits in der vorigen Inkarnation unseres Erdenplaneten zu suchen, nämlich in der alten Mondenwelt:

"Sehen Sie, man hat ja Diamant, Graphit, Anthrazit oder Steinkohle: alles ist Kohle, aber doch so verschieden. Warum ist das so? Würden die Menschen wirklich eingehen können auf dasjenige, was nicht bloß die chemische Beschaffenheit, sondern was im alten Sinne die Signatur ist, so würden Sie anfangen zu verstehen, was für ein Unterschied ist zwischen Steinkohle und Graphit. Steinkohle ist während des Erdprozesses entstanden. Graphit während des Mondprozesses, des der Erde vorangehenden planetarischen Prozesses, und Diamant während des Sonnenprozesses." (Lit.: GA 316, S 56)

Heute ist der dunkle, metallisch glänzende Graphit ein realer stofflicher Repräsentant der niederen begierdenhaften astralen Mondenkräfte, die dem Einfluss Luzifers unterliegen. Der bewegliche, gleitfähige Graphit, der aufgrund dieser Eigenschaft sogar ein perfektes Schmiermittel ist, bildet zugleich die Welt der Zeitlichkeit, der irdischen Vergänglichkeit ab, während die beinahe unzerstörbar scheinende feste Raumesgestalt des Diamanten ein treffendes irdisches Abbild der Ewigkeit, der Welt der Zeitlosigkeit und Dauer ist.

Die niederen astralen Kräfte zu läutern und dadurch gleichsam den Graphit zum reinen Diamanten zu verwandeln, ist eine der wesentlichsten irdischen Aufgaben des Menschen. In dem Maß, in dem ihm das gelingt, bereitet er den Stein der Weisen, von dem Rudolf Steiner gesagt hat, dass es sich dabei eigentlich um den Kohlenstoff handelt, aus dem unser Leib gebildet ist.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heikunst, GA 316 (2003)
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
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