Monolatrie

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Als Monolatrie (aus griech. μόνος, monos, „einzig“ und λατρεία, latreia, „kultische Verehrung“) wird die Verehrung nur eines einzigen Gottes an einem bestimmten Ort oder bei einem bestimmten Stamm oder Volk bezeichnet, ohne dass dabei die Existenz anderer Götter verneint wird. Mehr oder weniger gleichbedeutend wird dafür auch die Bezeichnung Henotheismus[1] (von griech.: heis, henos „ein“ und theosGott“) gebraucht, womit ebenfalls der Glaube an einen höchsten Gott bezeichnet wird, was aber, anders als beim Monotheismus, die Verehrung anderer untergeordneter Götter nicht grundsätzlich ausschließt. Letzterer Begriff wurde von dem deutschen Indologen Friedrich Max Müller (1823–1900) geprägt. Die Monolatrie wird gemeinhin als logisches Bindeglied zwischen dem Polytheismus und dem Monotheismus angesehen.

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Hans Waldenfels: Kontextuelle Fundamentaltheologie, Schöningh, Paderborn 1985, S. 113
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