Karl-Martin Dietz

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl-Martin Dietz (* 1945 in Heidelberg) ist ein deutscher Altphilologe, Sozialphilosoph und Kulturwissenschaftler. Bekannt wurde er vor allem durch die Entwicklung des Konzepts der Dialogischen Führung.

Werdegang

Karl-Martin Dietz studierte Klassische Philologie, Germanistik, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Heidelberg, der Universität Tübingen und in Rom. Im Jahr 1976 wurde er mit einer Arbeit über vorsokratische Philosophie promoviert. Von 1974 bis 1980 übte er eine Lehrtätigkeit am Seminar für Klassische Philologie der Universität Heidelberg aus. Von 2003 bis 2010 hatte er einen Lehrauftrag am Institut für Entrepreneurship des Karlsruher Instituts für Technologie zum Thema Dialogische Führung. Im Jahr 1978 begründete er zusammen mit Thomas Kracht das Friedrich von Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften,[1] in dessen Zusammenhängen er seither tätig ist.

Neben seinen Arbeiten zur Unternehmensführung und Unternehmenskultur publiziert Dietz vor allem zu antiker Philosophie und Philologie, zu geistes- und zeitgeschichtlichen Themen, zu Schulführung, vor allem in selbstverwalteten Waldorfschulen, und zur Anthroposophie.

Publikationen

Als Autor:

  • Protagoras von Abdera. Untersuchungen zu seinem Denken. R. Habelt, Bonn 1976.
  • Die Suche nach Wirklichkeit. Bewusstseinsgeschichte am Ende des 20. Jahrhunderts. Freies Geistesleben, Stuttgart 1988, ISBN 3-7725-0510-4.
  • Dialog. Die Kunst der Zusammenarbeit. Menon, Heidelberg 1998; 4. Auflage 2014, ISBN 978-3-921132-13-5.
  • Die Herzen beginnen, Gedanken zu haben. Freies Geistesleben, Stuttgart 1998; 2., veränderte und erweiterte Auflage: Wenn Herzen beginnen Gedanken zu haben. 2005, ISBN 3-7725-1969-5.
  • Eltern und Lehrer an der Waldorfschule. Grundzüge einer dialogischen Zusammenarbeit. Menon, Heidelberg 2002; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage 2007, ISBN 978-3-921132-23-4.
  • mit Thomas Kracht: Dialogische Führung. Grundlagen – Praxis, Fallbeispiel dm-drogerie markt. Campus, Frankfurt am Main 2002; 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-593-37170-2.
  • Erziehung in Freiheit. Menon, Heidelberg 2003, ISBN 3-921132-25-8.
  • Produktives Unbehagen. Menon, Heidelberg 2003, ISBN 3-921132-24-X.
  • Metamorphosen des Geistes. Freies Geistesleben, Stuttgart 2004, Band 1: Prometheus der Vordenker: Vom göttlichen zum menschlichen Wissen. Band 2: Platon und Aristoteles. Das Erwachen des europäischen Denkens. Band 3: Heraklit von Ephesus und die Entwicklung der Individualität. Freies Geistesleben, Stuttgart, 2004, ISBN 3-7725-1300-X.
  • Gesund denken und handeln. Zur geistigen Dimension der Salutogenese. Menon, Heidelberg 2004, ISBN 3-921132-33-9.
  • Dialogische Schulführung an Waldorfschulen, Spiritueller Individualismus als Sozialprinzip. Menon, Heidelberg 2006, ISBN 3-921132-40-1.
  • Produktivität und Empfänglichkeit. Das unbeachtete Arbeitsprinzip des Geisteslebens. Menon, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-921132-42-5.
  • Jeder Mensch ein Unternehmer: Grundzüge einer dialogischen Kultur. KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2008, ISBN 978-3-86644-264-1 (PDF).
  • Führung: Was kommt danach? Perspektiven einer Neubewertung von Arbeit und Bildung. KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2011 (PDF).
  • Eigenständig im Sinne des Ganzen. Zur Intention einer dialogischen Unternehmenskultur. Menon, Heidelberg 2013; 3., durchgesehene Auflage 2014, ISBN 978-3-921132-50-0.

Als Herausgeber:

  • Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit“. Eine Menschenkunde des höheren Selbst. Freies Geistesleben, Stuttgart 1994, ISBN 3-7725-1164-3.
  • Leben im Dialog. Perspektiven einer neuen Kultur. Menon, Heidelberg 2004; 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-921132-29-6.
  • Esoterik verstehen. Anthroposophische und akademische Esoterikforschung (= Beiträge zur Bewusstseinsgeschichte. Band 18). Edition Hardenberg, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7725-1718-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. hardenberginstitut.de
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Karl-Martin Dietz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.