Kreuzigung

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Mattias Grünewald, Kreuzigung (Isenheimer Altar, ca. 1506 bis 1515)
Diego Velázquez: Kreuzigung Christi, ca. 1632
Kreuzigungsszene - Holzrelief auf dem Eingangsportal der Basilika Santa Sabina all’Aventino in Rom (um 430)

Die Kreuzigung war eine in der Antike weit verbreitete, sehr grausame Hinrichtungsart. Sie wurde im Orient und besonders im Römischen Reich verhängt, vor allem gegen entlaufene oder aufständische Sklaven. Nach dem Aufstieg des Christentums zur römischen Staatsreligion (380) wurde die Kreuzigung in Europa durch andere Hinrichtungsmethoden ersetzt. Im mystischen Nacherleben der Schilderungen des Johannes-Evangeliums, bildet die Kreuztragung und Kreuzigung zugleich die vierte Stufe des christlichen Schulungswegs und kann bis zu einer entsprechenden Stigmatisation führen, durch die sich die Wundmale Christi zeigen.

Die Kreuztragung als 4. Stufe des christlichen Schulungswegs

Der christliche Schulungsweg gründet sich auf das intensive gefühlsmäßige Nacherleben des Leidensweges Christi, wie er namentlich im Johannesevangelium geschildert wird. Die vierte Stufe dieses siebenstufigen Schulungswegs ist die Kreuztragung.

„16 Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber 17 und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. 18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden. 20 Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. 21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. 22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. 23 Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. 24 Da sprachen sie untereinander: Lasst uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten. 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. 28 Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. 29 Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund. 30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied. 31 Weil es aber Rüsttag war und die Leichname nicht am Kreuz bleiben sollten den Sabbat über - denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag -, baten die Juden Pilatus, dass ihnen die Beine gebrochen und sie abgenommen würden. 32 Da kamen die Soldaten und brachen dem Ersten die Beine und auch dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. 35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt. 36 Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde (2.Mose 12,46): »Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.« 37 Und wiederum sagt die Schrift an einer andern Stelle (Sacharja 12,10): »Sie werden den sehen, den sie durchbohrt haben.«“

Joh 19,16-36 LUT

"Dann kommt die vierte Station. Es muß der irdische Leib für den Schüler wie ein Außending werden. Die meisten Menschen empfinden ihn als das Ich. Wie ein Stück Holz, wie etwas Äußerliches muß der Leib werden. Der Schüler muß sich angewöhnen zu sagen, statt «Ich komme zur Tür herein»: «Ich trage den Leib zur Tür herein». - Ganz objektiv muß ihm der Leib werden. Wenn der Schüler sich darin wochen- und monatelang hineingelebt hat, dann hat er eine Vision, ein astralisches Erlebnis: Er sieht sich gekreuzigt. Das ist die vierte Station. Und als äußeres Symptom treten für eine kurze Zeit während der Meditation die Wundmale, die Stigmata auf, an den Händen, Füßen und der rechten Seite - nicht links, wie gewöhnlich angenommen wird. Sie zeigen, wie sich dieser Grad der Entwickelung bis in den fleischlichen Leib hineingearbeitet hat." (Lit.: GA 97, S. 232)

"Die Kreuztragung bezieht sich wiederum symbolisch auf eine seelische Tugend. Diese Tugend, die darin besteht, die Welt gewissermaßen im Bewußtsein zu tragen, wie Atlas die Welt auf seiner Schulter trug, könnte man nennen: das Gefühl der Einswerdung mit der Erde und mit allem, was sie in sich birgt. Man nennt es in der östlichen Einweihung: das Ende des Gefühls der Trennung. Die Menschen, insbesondere der moderne Mensch, identifizieren sich im allgemeinen mit ihrem Körper. Spinoza nennt in seiner «Ethik», die erste fundamentale Idee des Menschen: die Idee des Körpers in Tätigkeit. Der Schüler muß den Gedanken in sich pflegen, daß sein Körper in der Gesamtheit der Dinge nicht wichtiger ist als irgendein anderer Körper, sei es nun der eines Tieres, ein Tisch oder ein Stück Marmor. Das Ich endet nicht an der Haut: es ist eins mit dem ganzen Weltenleben wie unsere Hand mit dem Ganzen unserer Leiblichkeit. Was wäre die Hand für sich allein? Ein Fetzen! Was wäre der menschliche Körper ohne die Erde, auf der er steht, ohne die Luft, die er atmet? Er würde sterben, denn er ist nur ein kleines Teilchen dieser Erde und ihrer Atmosphäre. Aus diesem Grunde muß der Schüler sich in jedes Wesen versenken und mit dem Geist der Erde einswerden. Wiederum ist es Goethe, der eine grandiose Beschreibung dieser Stufe im ersten Teil seines «Faust» gegeben hat, wo der Erdgeist, den Faust beschwört, ihm erscheint und spricht:

In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall' ich auf und ab,
Webe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben;
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

Sich mit allen Wesen eins fühlen, bedeutet nicht, seinen Körper verachten, sondern ihn wie einen äußeren Gegenstand tragen, so wie der Christus sein Kreuz trug. Der Geist soll den Leib tragen, wie die Hand den Hammer hält. Alsdann kommen dem Schüler die okkulten Kräfte zum Bewußtsein, die in seinem Körper schlummern. So kann er im Verlauf seiner Meditation die Stigmata auf seiner Haut hervorrufen." (Lit.: GA 94, S. 57f)

"Eines findet man in allen Evangelien: das Heruntersteigen der Christus-Wesenheit selber aus göttlich-geistigen Höhen bei der Johannes- Taufe, und daß diese Christus-Wesenheit in dem Leib des Jesus von Nazareth wohnte, durch den Tod am Kreuz hindurchgegangen ist und diesen Tod besiegt hat. Wir werden gerade auf dieses Mysterium noch näher einzugehen haben. Fassen wir heute diesen Tod am Kreuz so, daß wir zunächst fragen: Wodurch charakterisiert sich der Tod am Kreuz für diese Christus-Wesenheit ? Da müssen wir sagen: Er charakterisiert sich so, daß er ein Ereignis ist, das keinen Unterschied macht zwischen dem Leben vorher und dem Leben nachher. Das ist das Wesentliche des Christus-Todes, daß der Christus durch den Tod kein anderer geworden ist, daß er derselbe bleibt, daß er Einer gewesen ist, der den Tod in seiner Bedeutungslosigkeit darstellt. So daß diejenigen, welche das Wesen des Christus-Todes wissen konnten, sich immer an den lebendigen Christus hielten." (Lit.: GA 112, S. 153)

Vorchristliche und christliche Mysterien

„Der Mensch muß so vorbereitet werden, daß er während des gewöhnlichen Tageslebens jene Übungen macht, die ihm von den Eingeweihtenschulen vorgeschrieben werden, Meditation, Konzentration und so weiter. Diese Übungen sind im Grunde genommen in bezug auf ihre Bedeutung für den Menschen bei allen Einweihungsschulen dieselben. Sie sind nur insofern ein wenig voneinander verschieden, als sie, je weiter wir zurückgehen in die vorchristlichen Einweihungsschulen, mehr darauf gerichtet sind, das Denken, die Denkkräfte zu üben, zu trainieren. Je mehr wir uns den christlichen Zeiten nähern, desto mehr sind sie darauf gerichtet, die Gemütskräfte zu schulen, und je näher wir den neueren Zeiten kommen, desto mehr sehen wir, wie in den sogenannten Rosenkreuzerschulungen, durch die Forderungen und Bedürfnisse der Menschheit bedingt, eine besondere Art der Willenskultur, der Willensübungen eingeführt wird.“ (Lit.:GA 104, S. 53)

„Das ist also das Erste. Dann aber mußte in den vorchristlichen Mysterien noch etwas Besonderes eintreten [...]

Es genügt nicht, daß im astralischen Leib die Organe ausgebildet werden. Sie müssen sich abdrucken im Ätherleib. Wie das Petschaft seine Buchstaben abdruckt im Siegellack, so müssen die Organe des astralischen Leibes abgedruckt werden im Ätherleib. Zu diesem Zwecke wurde in alten Einweihungen der einzuweihende Schüler in eine ganz besondere Lage gebracht. Er wurde nämlich dreieinhalb Tage hindurch in einen todähnlichen Zustand gebracht. Wir werden immer mehr erkennen, daß jener Zustand heute nicht mehr durchgeführt werden kann und darf, sondern daß man jetzt andere Mittel der Einweihung hat. Ich schildere jetzt die vorchristliche Einweihung. In dieser wurde der Einzuweihende durch dreieinhalb Tage von dem, der das verstand, in einen todähnlichen Zustand gebracht. Entweder wurde er in eine Art kleinen Gemaches gelegt, in eine Art Grab. Da ruhte er in einem Zustand von Todesschlaf. Oder aber er wurde in einer besonderen Lage an ein Kreuz gebunden mit ausgestreckten Händen, denn das fördert das Eintreten jenes Zustandes, den man erzielen wollte.“ (S. 55f)

"Wenn der Schüler so weit war, dann erst wurden die realen Vorgänge mit ihm vorgenommen, dann erst sollte er erfahren, dass er als Mensch nicht nur dazu berufen ist zu erkennen, in die Erkenntnis eingeführt zu werden, sondern dass diese Erkenntnis Leben zu gewinnen hat. Dies ist in einem tiefsinnigen Symbol im Osiris-Mythos und namentlich im Kultus ausgedrückt. Isis und Horus wurden darin dargestellt als Personen, welche auf dem Boden liegend die Hände seitwärts ausstreckten. Darunter legten sie das Kreuz (das kann man nicht weiter nennen). Das war das Symbol für die Wiedererweckung von dem, was dem Staub verfallen war. Im Kreuz haben wir dieselbe Vorstellung, wie wir sie bei der platonischen Philosophie haben, in welcher Gott, der Allgeist gekreuzigt ist. Hier wird es Symbol und zu gleicher Zeit der Erwecker. Durch das Kreuz hindurchgehend, am Sarge des Osiris wird er auferstehen und dann von neuem Herrscher sein. Dieser Vorgang spielte sich jahrhundertelang in den ägyptischen Tempeln ab. Der junge Priester wurde tatsächlich in eine neue Welt eingeführt." (Lit.: Steiner (1901), S 211) [1]

"Die ägyptischen Mysterien und Mysterienpriester haben erreicht ihren Höhepunkt in der Initiation. Der Initiationsprozess gehörte den Kulten der indischen Religion an und wurde auch da vollzogen. Der Prozess hat darin bestanden, dass das grosse Osiris-Drama als Einweihungsprozess an der einzelnen Persönlichkeit vollzogen worden ist. Die einzelne Persönlichkeit musste sich einem Vorgang unterwerfen, wodurch die Sinnlichkeit und das Leibliche so weit gereinigt wurde, dass sie die Welt auf geistige Weise begreifen konnte. Der Prozess wurde vollzogen innerhalb der ägyptischen Priestermysterien so, dass man denjenigen, welchen man für reif hielt, dass man ihn einer Aetherisierung des Leibes unterwerfen konnte, in eine Art höhere Hypnose versetzte, ihn in einen Sarg, in ein Grab legte. Mit ausgereckten Händen lag er da im mystischen Schlaf, aus dem er am dritten Tage erweckt werden sollte; das Erwecken aus dem mystischen Schlaf wurde dadurch vollzogen, dass es durch die aufgehende Morgensonne geschah. Jetzt hat aber dieser ganze Vorgang auf ihn einen so grossen Eindruck gemacht, dass er ein tatsächlich neues Leben führte, wenn er diesen Prozess durchgemacht hatte. Jetzt konnte er verstehen, wenn die ägyptischen und indischen Weltanschauungen behaupten, dass das Irdische ein Nichts ist und dass die Sinnenwelt nichts mehr bedeutet. Goethes Worte dafür waren: «Stirb und werde»." (Lit.: Steiner (1901), S 236) [2]

„Während jenes todesähnlichen Zustandes nun verließ wenigstens ein Teil des Ätherleibes auch den physischen Leib, so daß also ein Teil des Ätherleibes, der sonst darinnen war, in diesem Zustand sich draußen befand. Man schildert das, wie Sie wissen, in mehr exoterischen Vorträgen dadurch, daß man sagt, der Ätherleib werde herausgezogen. Das ist nicht eigentlich der Fall. Aber diese feinen Unterscheidungen können wir erst jetzt machen. So also haben wir während dieser dreieinhalb Tage, während welcher der Priester-Initiator den Einzuweihenden wohl überwachte, den Menschen in einem Zustande, daß nur sein unterer Teil mit dem Ätherleib vereinigt war. Das ist der Moment, wo sich der astralische Leib mit all dem, was er an Organen in sich ausgebildet hat, abdruckt im Ätherleibe. In diesem Moment tritt die Erleuchtung ein. Wenn der Einzuweihende nach dreieinhalb Tagen erweckt wurde, dann war bei ihm das eingetreten, was man die Erleuchtung nennt, dasjenige, was folgen mußte auf die Reinigung, die bloß in der Ausbildung der Organe des astralischen Leibes besteht. Jetzt war der Schüler ein Wissender in der geistigen Welt.“ (Lit.:GA 104, S. 56)

Kreuzigungsberichte der Stigmatisierten

Wie Wolfgang Garvelmann zeigt, stimmen die Angaben stigmatisierter Personen in Hinsicht auf die Kreuzigung überein. Danach wurde der Christus nicht nur ans Kreuz genagelt, sondern auch mit Seilen festgebunden. Das Kreuz hatte im übrigen nicht, wie aus Kreuzigungsdarstellungen geläufig, die einfache Kreuzform, sondern eine Y-Form (Lit.: Wolfgang Garvelmann, S. 43 ff.).

Der ätherische Christus und die Wiederholung der Kreuzigung im Ätherischen

Das Rosenkreuz mit 7 roten Rosen als Symbol für die Wiederholung der Kreuzigung im Ätherischen

In den Notizen zu einer esoterischen Stunde, die Rudolf Steiner in Berlin am 8. Februar 1913 gehalten hat, heißt es:

"Das Rosenkreuz ist das Symbol für den zweiten Tod des Christus im 19. Jahrhundert, für den Tod des Ätherleibes durch das Heer der Materialisten. Die Folge davon ist, daß der Christus im 20. Jahrhundert so gesehen werden kann, wie ich es Euch oft geschildert habe, nämlich im Ätherleibe." (Lit.: GA 265, S. 335)

Die zweite Kreuzigung des Christus im Ätherischen war also die Voraussetzung dafür, dass die Wiederkehr des Christus im Ätherischen ab dem 20. Jahrhundert von immer mehr Menschen geschaut werden kann. Eine etwas ausführlichere Darstellung dazu findet sich in den Notizen von anderer Hand zu der genannten Stunde:

"Das Neue, was jetzt allmählich den Menschen (mitgeteilt) geoffenbart werden wird, ist eine Erinnerung oder Wiederholung desjenigen, was Paulus bei Damaskus erlebt hat. Er schaute die Äthergestalt des Christus. Daß diese aber jetzt für uns Sichtbarwerden soll, rührt von der Tatsache her, daß in der Ätherwelt gleichsam ein neues Mysterium von Golgatha sich abgespielt hat. Das, was hier in der physischen Welt bei der Kreuzigung stattgefunden hat infolge des Hasses der nicht verstehenden Menschen, das hat sich jetzt auf dem Ätherplan wiederholt durch den Haß der Menschen, die als Materialisten nach dem Tode in die Ätherwelt eingetreten sind.

Man halte sich noch einmal vor die Seele, wie bei dem Mysterium von Golgatha ein Kreuz aufgerichtet wurde aus totem Holz, an dem der Leib des Christus hing. Und dann schauen wir jenes Kreuzesholz in der Ätherwelt als sprießendes, sprossendes Holz, grünes, lebendiges Holz, das durch die Flammen des Hasses verkohlt ist und an dem nur noch die sieben blühenden Rosen erscheinen, die siebenfache Natur des Christus darstellend, dann haben wir da das Bild von dem zweiten Mysterium von Golgatha, das sich jetzt in der Ätherwelt abgespielt hat. Und durch dieses Absterben, dieses zweite Sterben des Christus, ist es möglich geworden, daß wir jenen Ätherleib schauen werden. Die Verdichtung, den toten Teil des Ätherleibes des Christus Jesus werden die Menschen schauen." (Lit.: GA 265, S. 334f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache, 24 Vorträge, gehalten in Berlin vom 19. Oktober 1901 - 26. April 1902 (nicht in GA) [3]
  2. Rudolf Steiner: Kosmogonie, GA 94 (2001), ISBN 3-7274-0940-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Das christliche Mysterium, GA 97 (1998), ISBN 3-7274-0970-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  5. Rudolf Steiner: Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien, GA 112 (1984), ISBN 3-7274-1120-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  6. Rudolf Steiner: Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914, GA 265 (1987), ISBN 3-7274-2650-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  7. Wolfgang Garvelmann: Sie sehen Christus. Anna Katharina Emmerick - Therese Neumann - Judith von Halle. Erlebnisberichte von der Passion und der Auferstehung Christi. Eine Konkordanz, Verlag für Anthroposophie, Dornach 2011, ISBN 978-3037690093
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