Leukipp

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Leukipp oder Leukippos (griech. Λεύκιππος Leúkippos; * im 5. Jahrhundert v. Chr. in Milet oder Abdera in Thrakien) war ein griechischer Philosophen aus der Zeit der Vorsokratiker. Er entwickelte die Atomlehre zusammen mit seinem Schüler Demokrit, der dieser bereits eine materialistische Prägung gab. Im Gegensatz zu Parmenides, der vermutlich Leukipps Lehrer gewesen war[1], ging er davon aus, dass die ganze Welt aus kleinsten unteilbaren Partikeln, eben den Atomen (griech. ἄτομος, átomos, „das Unteilbare“), bestehen solle, die sich im leeren Raum bewegen. Alle Veränderung sei auf die beständige Umlagerung der Atome zurückzuführen, die nach kausalen Prinzipien erfolge: "Kein Ding entsteht ohne Ursache, sondern alles aus bestimmtem Grunde und unter dem Drucke der Notwendigkeit."[2] Eine ähnliche, aber etwas differenziertere Atomlehre hatte unabhängig davon und vermutlich schon etwa früher[3] [4][5] Kaṇāda in Indien entwickelt. Leukipp gilt als Verfasser der Werke Die große Weltordnung [2] und Über Geist [3].

Einzelnachweise

  1. Sousanna-Maria Nikolaou: Die Atomlehre Demokrits und Platons Timaios. Eine vergleichende Untersuchung (Beiträge zur Altertumskunde, Band 112). Stuttgart 1998, S. 42.
  2. Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): Die Fragmente der Vorsokratiker, Fragment DK 67 B 2. [1]
  3. Anu and Parmanu - Indian ideas about Atomic physics, http://www.newsfinder.org/site/more/anu_and_parmanu_indian_ideas_about_atomic_physics/
  4. "Kaṇāda," Dilip M. Salwi, http://www.4to40.com/legends/index.asp?p=Kanada&k=Kanada
  5. Oliver Leaman, Key Concepts in Eastern Philosophy. Routledge, 1999, page 269.

Weblinks

Werke von Leukipp bei Zeno.org