Lichtäther

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Lichtäther, nicht zu verwechseln mit dem hypothetischen Äther der klassischen Physik, ist auf der alten Sonne entstanden, indem sich die von der alten Saturnentwicklung herübergekommene Wärme teilweise spaltete und dabei einerseits zum Lichtäther verfeinerte, anderseits zum Luftelement verdichtete. Heute wirkt der Lichtäther gestaltend bis zum Luftelement herunter.

Das Licht an sich ist völlig unsichbar für das Auge, darum ist auch der Sternenhimmel, abgesehen von den leuchtenden Sternen, absolut finster, obwohl er durch und durch von Sternenlicht durchflutet ist. Das Licht erscheint erst dort, wo es auf die materielle Welt auftrifft und erstrahlt dann in den unterschiedlichsten Farben, ähnlich wie der Lichtkegel einer Taschenlampe erst durch die feinen Stäubchen in der Luft sichtbar wird.

Das Auge ist nicht nur ein Sinnesorgan, das die Wirkungen des Lichtes wahrnehmen kann, es ist zugleich ein Organ, das selbst erst durch die gestaltenden Kräfte des Lichts gebildet wurde. Darauf hat schon Goethe zurecht in seiner Farbenlehre hingewiesen:

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken;

Das Licht kann also nicht nur sinnliche Wirkungen erregen, sondern es trägt auch lebendig gestaltende Bildekräfte in sich.

Darüber hinaus ist der Lichtäther nicht nur für die äußere Wahrnehmung, sondern auch für das innere Erleben des Menschen von besonderer Bedeutung, denn im Lichtäther drückt sich das Gefühl aus. Das wird deutlich, wenn man darauf hinschaut, was das Gefühl eigentlich ist. Das Gefühl ist nämlich eng verwandt mit dem Träumen. Im Gefühl träumen wir eigentlich beständig, nur wird uns das im wachen Tagesleben meist nicht bewusst. Einer feineren Beobachtung kann das allerdings nicht entgehen, man braucht keine übersinnlichen Fähigkeiten, um das zu bemerken. In den hinwogenden Traumbildern ist der Lichtäther tätig. So wie er nach außen die sinnliche Farbenwelt hervorzaubert, so erzeugt er im inneren Seelenleben Helligkeit und Dunkelheit und hinflutende Farben, deren blassen Schattenwurf wir im Wachzustand als Gefühl erleben.