Mahat

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Mahat (skrt. groß) ist nach der indischen Samkhya-Philosophie und nach theosophischer Lehre der dritte Logos, die kosmische Intelligenz, die universale Weltseele; das kosmische Noumenon der Materie, die Grundlage der intelligenten Wirkungen in und seitens der Natur, auch Mâha-Buddhi genannt (Lit.: Geheimlehre I, S 42f). Als das erste Prinzip universeller Intelligenz oder des Bewusstseins bringt es sowohl Manas (Prinzip des Denkens) als auch Ahamkara, den Egoismus oder das Gefühl des «Ich bin Ich» im niederen Manas. Im engeren Sinn werden in indisch-theosophischer Terminologie auch die Geister der Bewegung als «Mahat» bezeichnet (Lit.: GA 11, S. 164f u. S. 175).

"Das Erste, woraus alles andere hervorging, ist die unmanifestierte Gottheit. Aus dieser ging dann hervor das Zweite, das Leben oder auch die unmanifestierte schöpferische Substanz. Dieses Leben geht dann hindurch durch die mannigfaltigsten Formen und wird benannt in den Formen Akasha oder Mahat. Dieses Akasha oder Mahat enthält alles, was es an Formen des Lebens in der Welt gibt. Die ganzen Hierarchien der Throne, Cherubim, Seraphim, der Gewalten, Urkräfte, Erzengel und Engel gingen hervor durch das Leben und bilden die Formen, unter denen dies eine Leben erscheint.

Die erste Kraft, die unmanifestierte Gottheit, wird auch der Vater genannt; die zweite Kraft ist der Sohn, der zugleich Leben und schöpferische Substanz ist, und die dritte Kraft ist der Geist. Zusammen erscheinen diese drei Urkräfte also als Vater, Sohn und Geist, als Bewußtsein, Leben und Form. Die Kraft des Lebens steht unter der Leitung Michaels, dessen, der zur Sonne gehört, die Kraft der Form steht unter der Leitung Samaels, der zum Vulkan gehört, wo alles Leben umgesetzt sein wird in lebendige Formen. Die Kraft des Bewußtseins steht unter der Leitung Anaels, der alles umfaßt, was da ist. Die obersten drei sind also:

Unmanifestierte Gottheit
Vater
Bewußtsein
Unmanifestierte
schöpferische Substanz
Leben Sohn
GA 89 255.gif Manifestiertes Leben
Akasha. Mahat
Form

Diese drei spiegeln sich wieder in der höheren Dreiheit des Menschen:

Geistesmensch
Atma
Lebensgeist
Buddhi
Geistselbst
Manas

(Lit.: GA 89, S. 255)

Literatur

  1. Helena Petrovna Blavatsky: Die Geheimlehre, Band I, Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1899
  2. Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik, GA 11 (1986), ISBN 3-7274-0110-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Bewußtsein – Leben – Form , GA 89 (2001), ISBN 3-7274-0890-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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