Mars

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Mars
Der Mars, aufgenommen mit dem Hubble-Weltraumteleskop am 26. Juni 2001 (NASA)

Der Mars (hebr. מַאְדִּים, Meadim; astronomisches Zeichen: ) ist entstanden, als sich während unserer Erdentwicklung die vorangegangene Weltentwicklungsstufe des alte Monden-Daseins in abgekürzter Form wiederholte. Der alte Mond dehnte sich bis dorthin aus, wo heute der Mars seine Bahnen zieht, und in gewissem Sinn kann der Mars als Wiederverkörperung des alten Mondes angesehen werden, auf dem der Mensch zwar bereits einen Astralleib, aber noch kein eigenständiges Ich hatte. Ebenso wird auf dem heutigen Mars das Astralische nicht durch ein Ich geleitet und besänftigt. Daher gibt es viel Streit auf dem Mars.

„Die Natur des Mars ist hauptsächlich zu trocknen und zu brennen, in Übereinstimmung mit seiner feurigen Farbe und wegen seiner Nähe zur Sonne, denn die Sonnensphäre liegt gerade unter ihm.“

Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos, I. Buch, Die Macht der Planeten

Die siderische Umlaufzeit des Mars beträgt 686,980 Tage.

Geistige Bedeutung

Mars ist der Sitz jener Marswesenheiten, die die Empfindungsseele anregen (Lit.: GA 98, S. 198, GA 102, S. 59f). Die Marssphäre ist das Herrschaftsgebiet der Geister der Bewegung, die die Herren der alten Monden-Entwicklung waren. Führender Erzengel der Marssphäre ist Samael.

Bis etwa zum 16. Jahrhundert war der Mars in absteigender Entwicklung begriffen. Aus den Impulsen, die der Mars der Erde und der Menschheit bis dahin geben konnte, ist die moderne Naturwissenschaft entstanden. Nachdem der Buddha seine letzte irdische Inkarnation durchgemacht hatte, ist er zum Mars aufgestiegen, um hier eine neue Mission zu erfüllen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts vollzog er hier eine Tat, die für den Mars eine ähnliche Bedeutung hat, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde. Es gelang ihm dadurch die Mars-Kräfte zu besänftigen und damit begann eine aufsteigende Entwicklung des Mars. Damit erfüllte sich die Mission des Buddha auf dem Mars (vgl. GA 130, S. 319ff).

In der ersten Hälfte der Erdentwicklung, als die Erde noch nicht im physischen Zustand war, kam es zu einer Durchdringung mit den Mars-Kräften. Dadurch ist auf Erden das Eisen entstanden. Im menschlichen Organismus offenbart sich der Mars vor allem durch die Gallentätigkeit und in der Sprache durch den Vokal E. Von den Bäumen entspricht dem Mars insbesonders die Eiche.

Physische Beschaffenheit

Die Atmosphäre des Mars besteht zu ca. 95% aus Kohlendioxid und ist sehr dünn. Der Luftdruck entspricht etwa dem der Erdatmosphäre in 35 km Höhe. Die Marsoberfläche ist weitgehend durch sandiges Gestein geprägt, das durch fein verteiltes Eisenoxid rötlich gefärbt ist. Untersuchungen durch Marssonden haben gezeigt, dass das blasenartig strukturierte Oberflächengestein dem irdischen Basalt ähnelt. Rudolf Steiner ging davon aus, dass der Mars, ähnlich wie auch andere Planeten, einen flüssigeren, d.h. weniger kristallinen, sondern mehr amorphen[1] Charakter aufweist als die Erde.

"... der Mars besteht, soweit man dieses untersuchen kann - man kann ja diese Dinge eigentlich niemals mit bloß physischen Instrumenten untersuchen, sondern man muß da schon die Geisteswissenschaft, das geistige Schauen zu Hilfe nehmen -, wenn man sich also einläßt darauf, den Mars wirklich kennenzulernen, so besteht er vor allem aus einer mehr oder weniger flüssigen Masse, nicht so flüssig wie unser Wasser, aber, sagen wir, wie Gelee und solche Dinge. Also in dieser Weise ist er flüssig. Er hat allerdings auch feste Bestandteile, aber diese sind auch nicht so wie die auf unserer Erde, sondern sie sind so, wie etwa die Geweihe oder Hörner bei Tieren sind. Sie bilden sich heraus aus unserer Erdenmasse, und bilden sich auch wiederum zurück. So daß wir natürlich beim Mars eine ganz andere Beschaffenheit annehmen müssen, als diejenige unserer Erde ist." (Lit.: GA 354, S. 160)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt, GA 98 (1996), ISBN 3-7274-0980-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen, GA 102 (2001), ISBN 3-7274-1020-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Das esoterische Christentum und die geistige Führung des Menschen, GA 130 (1987), Neuchâtel, 18. Dezember 1912 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Die Schöpfung der Welt und des Menschen. Erdenleben und Sternenwirken, GA 354 (2000), ISBN 3-7274-3540-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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Einzelnachweise

  1. Nichtkristalline, amorphe Stoffe werden im geisteswissenschaftlichen Sinn dem flüssigen Element zugerechnet.