Marsdurchgang

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Der Marsdurchgang, der Durchgang des Mars durch die Erde, ereignete sich nach den okkulten Forschungen Rudolf Steiners, als sich die Sonne und der Mond von der Erde trennten. Damals waren die Planeten noch keine festen, mineralischen Himmelskörper, sondern noch in einem viel feineren substanziellen Zustand. Als der Mars durch die Erdensphäre hindurchging, ließ er auf Erden das Eisen zurück:

"Gleichzeitig mit der Trennung der Sonne und des Mondes von der Erde fand ein anderes Weltereignis statt: der Durchgang des Mars durch die Erde. Die Substanzen der beiden Weltkörper Mars und Erde waren dazumal so dünn, daß der Mars seiner Substanz nach durch den Erdenkörper hindurchgehen konnte. Er ließ einen Stoff zurück, den die Erde früher nicht hatte: das Eisen." (Lit.: GA 101, S. 88)

Mit dem Marsdurchgang wurde der Erdentwicklung Kama-Manas einverleibt:

"Als das Marsprinzip (Kama-Manas) der Erde einverleibt wurde, da wurde vom Mars das Eisen auf die Erde heruntergeholt. Das Eisen stammt vom Mars. Es war zuerst in astraler Form vorhanden und hat sich dann verdichtet. Wenn wir die Erde zurückverfolgen bis zu jenem Zeitpunkte, so finden wir immer weniger warmblütige Tiere. Erst in der Mitte der lemurischen Zeit tritt zugleich mit dem Marsimpuls das warme Blut auf. Eisen kam damals ins Blut hinein. Eisen ist das, was in allen okkulten Schriften mit dem Mars zusammengebracht wird, Quecksilber mit Buddhi-Merkur. Gewisse Leute haben das von den Adepten gelernt. Die Erde wird deshalb aufgefaßt als Mars und Merkur. Alles was nicht vom Mars und vom Merkur stammt, ist vom Monde herübergekommen." (Lit.: GA 93a, S. 208)

Der Erdentwicklung ist der alte Mond vorangegangen, auf dem der Mensch bereits dazu veranlagt wurde, auf der Erde die Empfindungsseele zu entwickeln. Um noch höhere Wesensglieder entwickeln zu können, bedurfte es eines neuen Einschlags.

"Sollte nun der Mensch sich weiter entwickeln, dann brauchte er einen neuen Einschlag. Es mußten auf die Erde während der ersten Hälfte ihrer Evolution Kräfte gepflanzt werden, welche von den drei vorhergehenden Weltkörpern noch nicht da waren. Die leitenden Wesen der Erdentwickelung entnahmen solche Kräfte wahrend der ersten Hälfte dieser Entwickelung vom Mars; sie nehmen sie während der zweiten vom Merkur. Durch die Marskräfte erfährt die Empfindungsseele (Astralkörper) eine Auffrischung. Sie wird zu dem, was in meiner «Theosophie» Verstandesseele genannt wird. Durch die vom Merkur geholten Kräfte wird diese Verstandesseele wieder so aufgefrischt, daß sie bei ihrer eigenen Evolutionsstufe nicht stehenbleibt, sondern sich zur Bewußtseinsseele aufschließt. Und innerhalb der Bewußtseinsseele wird das «Geistselbst» (Manas) geboren. Dieses wird auf dem Jupiter das den Menschen beherrschende Prinzip sein. In gleicher Art wird das mit dem Lebensgeist (Budhi) auf der Venus und mit Atma auf dem Vulkan sein. Parallelisiert man somit die Glieder der menschlichen Wesenheit mit den Planeten und ihren Kräften, soweit die letzteren Anteil an der Ausbildung dieser Glieder haben, so erhält man das folgende Schema.

Zeichnung aus GA 89, S 74

Der Mensch war nicht auf dem Mars; aber seine Verstandesseele steht so in einer esoterischen Beziehung zu diesem Planeten, daß ihre Kräfte von ihm heruntergeholt sind. Räumlich hat man sich das so vorzustellen, daß die Erde, bevor sie in ihrer vierten Runde selbst ätherisch (also physisch) geworden ist, durch den Mars - der damals ätherisch war, hindurchgegangen ist. Schematisch hat man sich das so vorzustellen:

Zeichnung aus GA 89, S 75

Dieser Durchgang dauerte sogar noch herein in die physische Erdenzeit; und während er sich vollzog, entnahmen die leitenden Wesen dem Mars die zur Verstandesseele notwendige Kamamaterie, und da diese ihr physisches Vehikel im warmen Blut hat (im Aresblut des Kampfmenschen), so wurde damals das Eisen der Erde eingefügt, das ein Bestandteil des Blutes ist." (Lit.: GA 89, S. 73ff)

Während der Marsdurchgang die erste Hälfte der Erdentwicklung bestimmte, wirkt der Merkurdurchgang in der zweiten Hälfte. Die großen Eingeweihten der Menschheit, wie etwa Buddha oder Hermes, sind stark mit diesen Merkurkräften verbunden und arbeiten mit ihnen an der künftigen Entwicklung der Erde und der Menschheit mit. Sie werden deshalb auch als Merkureingeweihte bezeichnet.

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Bewußtsein – Leben – Form , GA 89 (2001), ISBN 3-7274-0890-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987), ISBN 3-7274-0935-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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