Melchisedek

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Melchisedek (Kathedrale von Chartres, mittleres Nordportal, 1. Figur links)
Abraham begegnet Melchisedek, Mosaik in San Marco (13. Jahrhundert)
Thomas Christian Wink: Abraham und Melchizedek (1770)
Peter Paul Rubens: Die Begegnung von Abraham und Melchisedek (1620/21)

Melchisedek (auch Melchi-Sedek, Melchisedech, Melchizedek oder Malki-Zedek bzw. Malek-Zadik genannt) ist eine Gestalt aus dem Alten Testament und der erste überhaupt in der Bibel genannte Priester. In der Genesis wird er im Rahmen der Abrahamserzählung (1 Mos 14,17-19 EU) erwähnt:

Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

Nach dieser Textstelle ist Melchisedek der "König von Salem" und ein "Priester des Höchsten Gottes" (= Hoherpriester). Das kann als "König von Jerusalem" oder auch als "König des Friedens" (Salem bedeutet Frieden) interpretiert werden und lässt offen, ob sich mit diesem Königstitel weltliche Macht verband. Auch der Name Melchisedek selbst läßt sich übersetzen und bedeutet dann ungefähr "König der Rechtschaffenheit", "König des Lichts". Melchisedek opferte Brot und Wein und segnet Abraham, worauf dieser an Melchisedech den Zehnten zahlte.

In manchen gnostischen Schriften - wie der Pistis Sophia oder dem Apokryphon des Johannes - ist Melchisedek, große Paralemptes (griech. παραλήμτες „Empfänger“) des Lichtes, der Anführer der Paralemptoren, der „Empfänger des Göttlichen Lichts“, die die Seele der Toten nach ihrer Läuterung zum „Lichtschatz“ - d.h. zum Göttlichen Licht - führen.

Melchisedek - Manu

Nach Rudolf Steiner ist Melchisedek der große Sonnen-Eingeweihte der Atlantis, der Manu, der eine Gestalt angenommen hatte, in welcher er den Ätherleib trug, der von Sem, dem Stammvater des Abraham und der Semiten, aufbewahrt worden war. Durch Melchisedek erfährt Abraham, dass der Gott, der an seiner inneren Organisation schafft, derselbe ist, der sich in den Mysterien offenbart. Dieser große Sonnen-Eingeweihte ermöglichte aber auch den sieben heiligen Rishis, Lehrer ihres Volkes in der urindischen Zeit zu sein, und er führte Zarathustra zur Einweihung in das Sonnen-Geheimnis.

"In meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» können Sie nachlesen, daß es in der alten Atlantis Eingeweihte gegeben hat, die dort Orakelpriester genannt werden; auf den Namen kommt es nicht an. Ich habe auch daraufhingewiesen, daß einer dieser großen Initiierten der Führer aller atlantischen Orakel war, der Sonneneingeweihte, im Gegensatz zu den untergeordneten Orakelstätten der Atlantis, welche Merkur-, Mars-, Jupitereingeweihte und so weiter in sich bargen. Ich habe auch darauf hingewiesen, daß dieser große Sonneneingeweihte, der Führer des Sonnenorakels, auch der große Führer der bedeutungsvollen Kulturkolonie war, die sich vom Westen nach dem Osten, von der Atlantis nach dem Inneren Asiens, bewegt hat, um von dort auszustrahlen, zu inaugurieren die nachatlantische Kultur. In geheimnisvolle Stätten im Inneren Asiens zog sich dieser große Eingeweihte, der er damals schon war, zurück. Er gab zunächst denjenigen großen Weisen, die wir als die heiligen Rishis bezeichnen, die Möglichkeit, große Lehrer ihres Volkstums zu sein. Und er war es, dieser große, geheimnisvolle Initiierte, der auch dem Zarathustra oder Zoroaster seine Einweihung zuteil werden ließ.

Anders wurde allerdings dem Zarathustra, anders den indischen Rishis die Einweihung gegeben; denn sie hatten verschiedene Aufgaben. Den Rishis wurde eine solche Einweihung gegeben, daß sie sozusagen wie von selbst, wenn sie ihr Inneres weiter entwickelten, die großen Geheimnisse des Daseins aussprechen konnten. Dadurch wurden sie die großen Führer und Lehrer der vorvedischen, altindischen Kultur. Es war für sie noch etwas, was zwar auf künstlichem Wege erzeugt war, aber auf diesem Wege durchaus ähnlich war dem alten atlantischen Hellsehen, das nur einzeln auf die sieben Rishis verteilt war. Jeder der sieben Rishis hatte sein bestimmtes Gebiet. Wie die verschiedenen Orakelstätten ihr besonderes Gebiet hatten, so hatte jeder der sieben Rishis seine besondere Aufgabe. Und ein Kollegium sprach, wenn jeder der sieben Rishis sagte, was er wußte von der Urweisheit der Welt. Die hatten sie empfangen von dem großen Sonneneingeweihten, der hinausverpflanzt hatte von dem Westen nach dem Osten die alte atlantische Weisheit und sie eben in einer besonderen Weise weitergegeben hatte an die, welche die Träger der nachatlantischen Kultur werden sollten. In anderer Weise gab er sie dem Zarathustra, so daß Zarathustra so sprechen konnte, wie ich es auch angedeutet habe.

Die Rishis sagten: Um zum höchsten Göttlich-Geistigen zu kommen, muß man alles, was in der Umwelt ist, was sich den äußeren Sinnen darbietet, als Maja oder Illusion ansehen; man muß sich abwenden davon, ganz den Blick in das Innere versenken: dann geht eine andere Welt in einem auf als die, welche vor einem ist. - Also mit Abwendung von der illusionären Welt der Maja, mit der Entwickelung des eigenen Inneren hinaufzusteigen in die göttlich-geistigen Sphären, das war die Lehre der alten indischen Rishis. Anders Zarathustra. Er wandte sich nicht ab von dem, was sich äußerlich manifestiert. Er sagte nicht: Das Äußere ist Maja oder Illusion, von der wir uns abwenden müssen. Sondern er sagte: Diese Maja oder Illusion ist die Offenbarung, das wirkliche Kleid des göttlich-geistigen Daseins. Wir dürfen uns nicht von ihm abwenden, sondern im Gegenteil, wir müssen es erforschen. Wir müssen sehen im Sonnenlichtleib das äußere Gewebe, worinnen webt und lebt Ahura Mazdao!

So war in gewisser Weise der Standpunkt Zarathustras der entgegengesetzte von dem der alten Rishis. Es ist gerade die nachindische Kultur dadurch bedeutsam geworden, daß sie der Außenwelt einprägen sollte, was sich der Mensch durch sein geistiges Wirken erobern kann. Und wir haben auch gesehen, wie Zarathustra das Beste, was er zu geben hatte, übertragen hatte in der geschilderten Art an Moses und Hermes. Damit die Moses-Weisheit in der richtigen Weise fruchtbar werden konnte und als Samen aufgehen konnte, mußte sie hineingesenkt sein in das Volkstum, das zu seinem Stammvater Abraham hatte. Denn Abraham hatte zuerst das Organ in sich veranlagt, ein Jahvebewußtsein zu erwerben. Aber er mußte wissen, daß der Gott, der sich in seinem Inneren ankündigen konnte den physischen Erkenntniskräften, mit derselben Stimme spricht, mit welcher der ewige, alles durchwebende Gott der Mysterien spricht, nur daß er sich auf eine eingeschränkte Weise, nämlich wie Abraham ihn erkennen konnte, offenbarte.

Einer solchen bedeutsamen Wesenheit, wie es der große atlantische Sonneninitiierte war, ist es nicht ohne weiteres möglich, zu denen, die zu irgendeiner Zeit leben und eine besondere Mission haben, sogleich in einer verständlichen Sprache zu reden. Eine so hohe Individualität wie der große Sonneninitiierte, der in seiner Individualität ein ewiges Dasein führt, von dem mit Recht gesagt wurde - um anzudeuten den Ewigkeitscharakter dieser Individualität -, daß man von ihm nicht anführen sollte Namen und Alter, nicht Vater und Mutter, ein solcher großer Führer des Menschheitsdaseins kann sich nur dadurch offenbaren, daß er etwas annimmt, wodurch er verwandt wird denen, welchen er sich offenbaren kann. So nahm, um dem Abraham die entsprechende Aufklärung zu geben, der Lehrer der Rishis, der Lehrer des Zarathustra, eine Gestalt an, in welcher er den Ätherleib trug, der aufbewahrt war von dem Stammvater des Abraham, denselben Ätherleib, der schon in dem Stammvater des Abraham, in Sem, dem Sohne Noahs, vorhanden war. Dieser Ätherleib des Sem war aufbewahrt worden, wie der Ätherleib des Zarathustra für Moses aufbewahrt worden war, und seiner bediente sich der große Eingeweihte des Sonnenmysteriums, um sich in einer verständlichen Art dem Abraham offenbaren zu können. Diese Begegnung des Abraham mit dem großen Eingeweihten des Sonnenmysteriums ist jene Begegnung, welche uns im Alten Testament geschildert wird als die Begegnung des Abraham mit dem Könige, mit dem Priester des höchsten Gottes, mit Melchisedek oder Malek-Zadik, wie man gewohnt geworden ist ihn zu nennen (1 Mos 14,18-20 LUT). Das ist eine Begegnung von größter, von universellster Bedeutung, diese Begegnung des Abraham mit dem großen Eingeweihten des Sonnenmysteriums, der - nur um ihn sozusagen nicht zu verblüffen - in dem Ätherleib des Sem sich zeigte, des Stammvaters des semitischen Stammes. Und bedeutungsvoll wird in der Bibel auf etwas hingewiesen, was leider nur zu wenig verstanden wird, nämlich darauf, woher sozusagen dasjenige kommen kann, was Melchisedek dem Abraham zu geben in der Lage ist. Was kann Melchisedek dem Abraham geben? Er kann ihm geben das Geheimnis des Sonnendaseins, das natürlich Abraham nur in seiner Art verstehen kann, dasselbe, was hinter der Zarathustra-Offenbarung steht, worauf Zarathustra erst prophetisch hingewiesen hat.

Wenn wir uns die Tatsache vorstellen, daß Zarathustra seine bevorzugten Schüler auf das hinwies, was als Ahura Mazdao geistig hinter dem Sonnenlichtleib lebt, indem er sagte: Seht hin, dahinter steckt etwas, was jetzt noch nicht mit der Erde vereinigt ist, was aber einst in die Erdenevolution sich ergießen wird und auf die Erde heruntersteigen wird -, wenn wir anerkennen, daß Zarathustra nur prophetisch vorherverkünden konnte den Sonnengeist, den Christus, von dem er sagte: Er wird kommen in einem menschlichen Leibe -, dann werden wir sagen müssen, daß für denjenigen Menschen, der vorbereiten und später herbeiführen sollte die Inkarnation des Christus auf der Erde, sich noch größere Tiefen dieses Sonnengeheimnisses zeigen mußten. Das geschah dadurch, daß der Lehrer des Zarathustra selber bei jener Begegnung Einfluß nahm auf Abraham, sozusagen aus derselben Quelle seinen Einfluß brachte, aus der dann der Christus-Einfluß kommt. Das wird uns wieder in der Bibel symbolisch angedeutet, indem gesagt wird: Indem Abraham dem Melchisedek entgegengeht, bringt ihm dieser König von Salem, dieser Priester des höchsten der Götter, Brot und Traubensaft. «Brot und Traubensaft» wird später noch einmal ausgeteilt: Als das Geheimnis des Christus ausgedrückt werden soll für seine Bekenner bei der Einsetzung des Abendmahles, da geschieht es durch Brot und Traubensaft! Indem die Gleichheit des Opfers in so bedeutungsvoller Weise betont wird, wird darauf hingewiesen, daß es dieselbe Quelle ist, aus der Melchisedek schöpft, und woheraus der Christus schöpft.

Also es sollte ein Einfluß stattfinden von dem, was später auf die Erde niedersteigen sollte, auf dem Umwege durch Melchisedek. Und dieser Einfluß sollte auf den großen Vorbereiter des späteren Ereignisses, auf Abraham, erfolgen. Und die Folge der Wirkung dieser Begegnung des Abraham mit Melchisedek war die, daß Abraham nun spürte: was ihn da antreibt, was er anspricht mit dem Namen Jahve oder Jehova als das Höchste, was er denken kann, das kommt aus derselben Quelle, aus der auch für alles höchste Erdenwissen das Bewußtsein des Initiierten kommt von dem alle Welten durchwebenden und durchlebenden höchsten Gott. Das war das Bewußtsein, das Abraham jetzt weitertragen konnte. - Ein anderes Bewußtsein ging in Abraham noch auf: das Bewußtsein, daß nun tatsächlich mit dem Blute der Generationen, das durch das Volkstum hinunterrinnt, etwas gegeben sein soll, was sich richtig nur vergleichen läßt mit dem, was in den Mysterien geschaut werden kann, wenn der hellseherische Blick sich hinausrichtet in die Geheimnisse des Daseins und die Sprache des Kosmos versteht." (Lit.: GA 123, S. 75ff)

Die apokryphe Schrift Die Schatzhöhle berichtet von Melchisedek als Sohn des Malach und Urenkel des Sem. Mit diesem gemeinsam habe Melchisedek Adams Leichnam, der in der Arche Noahs mitgeführt worden war, auf der Schädelstätte zu Golgatha bestattet, wo später Abraham seinen Sohn Isaak hätte opfern sollen und das Kreuz für den Christus aufgerichtet wurde. Melchisedek lebte hier seit jener Zeit ehelos als Priester des höchsten Gottes.

"1Nach Noes Tod tat Sem, wie ihm sein Vater geboten hatte. 2Er ging bei Nacht in die Arche, holte Adams Leichnam und versiegelte jene mit seines Vaters Siegel, ohne daß es jemand bemerkte. 3Dann rief er Cham und Japhet und sprach zu ihnen: »Brüder! Mein Vater hieß mich fortgehen und im Land bis zum Meer weiter wandern, damit ich sehe, wie das Land und die Flüsse beschaffen sind, und dann zu euch zurückkehren. 4Mein Weib und meines Hauses Kinder bleiben bei euch. Mögt ihr auf sie acht geben! 5Da antworteten ihm seine Brüder: »Nimm dir eine Anzahl aus der Schar der Männer mit! Denn die Gegend ist unfruchtbar und unbewohnt; auch sind wilde Tiere darin.« 6Da sprach Sem zu ihnen: »Der Engel Gottes geht mit mir und bewahrt mich vor allem Übel.« 7Da sprachen seine Brüder zu ihm: »Zieh hin im Frieden! Der Herr, unserer Väter Gott, sei mit dir!« 8Dann sprach Sem zu Malach, dem Sohn des Arpaksad und Vater des Melchisedech, und zu seiner Mutter Jozadak: 9»Gebt mir den Melchisedech, daß er mit mir ziehe und mir Unterhaltung auf der Reise biete!« 10Da sprachen sein Vater Malach und seine Mutter Jozadak zu ihm: »Nimm ihn und zieh im Frieden fort!« 11Dann gebot Sem seinen Brüdern und sprach zu ihnen: »Brüder! Als mein Vater starb, beschwor er mich, daß weder ich noch sonst jemand von euren Nachkommen die Arche betrete, und er verschloß sie mit einem Siegel.«12Dann sagte er zu ihnen: »Kein Mensch darf sich ihr nähern.«13Hierauf nahm Sem den Leichnam Adams samt Melchisedech und verließ bei Nacht sein Volk. 14Da erschien ihnen der Engel des Herrn und ging vor ihnen her; ihr Weg war sehr leicht, weil sie der Engel des Herrn stärkte, bis sie an jenen Ort kamen. 15Als sie nun nach Golgatha, dem Mittelpunkt der Erde kamen, zeigte der Engel diesen Ort dem Sem. 16Als Sem den Leichnam unseres Vaters Adam oberhalb dieses Ortes niedergesetzt hatte, gingen vier Teile auseinander, und die Erde öffnete sich in Gestalt eines Kreuzes; da legten Sem und Melchisedech den Leichnam Adams hinein. 17Sobald sie ihn hineingelegt hatten, bewegten sich die vier Seiten und umschlossen den Leichnam unseres Vaters Adam; dann schloß sich die Türe der äußeren Erde. 18Und dieser Ort ward »Schädelstätte« genannt, weil dort das Haupt aller Menschen hingelegt wurde, »Golgatha«, weil er rund war, »Hochpflaster«, weil darauf der Kopf der bösen Schlange, der Satan, zertreten ward und »Gabbatha«, weil darin alle Völker versammelt wurden. 19Da sprach Sem zu Melchisedech: »Du bist der Diener des allerhöchsten Gottes: denn dich allein erwählte Gott, daß du vor ihm an diesem Orte dienest. 20Bleibe für immer hier und entferne dich nie in deinem Leben von diesem Ort! 21Nimm auch kein Weib! Schneide deine Haare nicht! Vergieße kein Blut an diesem Ort! Opfere weder wilde Tiere, noch Vögel, vielmehr stets Brot und Wein! 22Errichte auch kein Gebäude an dieser Stelle! 23Der Engel des Herrn wird stets zu dir herabsteigen und für dich sorgen.« 24Dann umarmte Sem den Melchisedech unter Küssen und segnete ihn; hierauf kehrte er zu seinen Brüdern zurück. 25Da fragten Melchisedechs Vater Malach und seine Mutter Jozadak: »Wo ist der Knabe ?« Er antwortete ihnen: »Er starb auf der Reise und ich begrub ihn.« Da trauerten sie recht um ihn."
Aus Die Schatzhöhle, 23. Kapitel: Adams Bestattung durch Sem auf Golgatha (Lit.: Weidinger, S 66f.)

In den gnostischen Schriften aus Nag Hammadi ist eine, allerdings nur fragmentarisch erhaltene, Melchisedek gewidmet (1). Die Schrift ist pseudonym verfaßt, Melchisedek ist darin Priester des höchsten Gottes (12,10ff.), in gewissem Sinn sogar ein Abbild des Christus, und empfängt Offenbarungen von himmlischen Wesen (z.B. Gamaliel), die nur Würdigen zuteil werden und die er nicht an alle Menschen weitergeben darf. Zugleich ist er der himmlische heilige Krieger (26), der nach der siegreichen Erfüllung seiner Mission von Engeln begrüßt wird. Die ganze Schrift hat apokalyptischen Charakter. Sehr ausführlich werden christologische Fragen behandelt.

Dadurch, dass Melchisedek für sein Opfer Brot und Wein verwendete -- nicht Fleisch wie die späteren Priester des alten Testaments -- ist er ein symbolischer Vorläufer Jesu Christi. "Salem" wird häufig als die Stadt Jerusalem interpretiert, und diese Bibelstelle wäre dann der früheste geschichtliche Hinweis auf diese ansonsten in den Mosesbüchern (der Tora) noch nicht erwähnte Stadt. Außerdem erlaubt die Textstelle Rückschlüsse auf Abraham, der hier zusammen mit Melchisedech erwähnt wird.

Ferner ist Melchisedek in Psalm 110,4 erwähnt, einer Verheißung Gottes an König David: "Du bist Priester für immer nach der Ordnung Melchisedechs". (Psalmen 110,4)

Eine ausführliche Diskussion der genannten Bibelstellen findet sich im Brief an die Hebräer in den Kapiteln 5-7 (Hebräer 5). Der Brief interpretiert den Segensempfang und die Steuerabgabe als eine Unterordnung Abrahams unter Melchisedek und damit eine Unterordnung des alten Bundes gegenüber dem neuen Bund. Nach dem Brief findet der Psalm 110,4 seine Erfüllung in dem Priestertum Jesu Christi aus folgenden Gründen:

  • David ist Vorfahre Jesu Christi (nach Matthäus 1,6), deshalb "Du bist Priester", obwohl David selbst kein Priester war
  • Christi Priestertum ist ewig, also für immer
  • Von Melchisedech sind weder Vor- noch Nachfahren, noch sein Tod in der Bibel erwähnt[1]; auch das Priestertum Christi ist weder von Vorfahren geerbt noch wird es an Nachfahren vererbt, und auch Christus stirbt nie mehr.
  • Das christliche Opfer wird nach der Ordnung des Melchisedech dargebracht, also mit Brot und Wein, deshalb nach der Ordnung Melchisedechs.
  • Abraham unterstellt sich ihm freiwillig; Abraham gilt hier als Verkörperung aller von ihm abstammenden Israeliten, inklusive der späteren Leviten und ihres Priesteramtes; dieses ist somit dem Priestertum Christi untergeordnet.

Das Opfer von Brot und Wein

Giovanni Battista Tiepolo: Das Opfer Melchisedeks (18. Jahrhundert)

Das Opfer von Brot und Wein, das Melchisedek vor Abraham darbrachte hat eine tiefe, für die ganze Menschheitsentwicklung entscheidende Bedeutung. Brot ist der Träger des „Salzes“, das uns mit der Erde verbindet. Die Juden haben später nur aus aus Unverständnis ungesäuertes Brot verwendet. Wein ist der Träger des „Phosphors“ oder „Schwefels“ im spirituell-alchemistischen Sinn und führt uns zur Vergeistigung. Durch das rechte Gleichgewicht zwischen Salz und Phosphor wird der Mensch in richtiger Weise mit der Erde und der geistigen Welt verbunden.

Erst durch das Melchisedek-Opfer wurden die Menschen in der Zeit vor dem Mysterium von Golgatha fähig, in die Körper, in die sie beim nächsten Erdenleben kamen, das mit hineinzunehmen, was sie in dem vorhergehenden Leben an Gutem und Bösem verrichtet haben, als dessen Folgen. Dadurch erst konnten sie Karma entwickeln. Sonst wären bösen Früchte des Erdenlebens, die Sünden, an den „Fürsten dieser Welt“, der ein luziferisch-ahrimanisch, namentlich stark ahrimanisch gewordener Geist ist, gefallen, der sie für sich im Kosmos verwendet hätte. Die Menschen hätten dann keine Möglichkeit des Ausgleichs der Sünden gehabt.

"Wenn man im Sinne der Initiationserkenntnis zurückgeht zu dem, was wirklich gemeint ist, wenn gesagt wird, das Opfer des Melchi-Sadek wurde dargebracht in der Gestalt von Brot und Wein, so kommt man darauf zu sehen, daß im Brote in der richtigen Initiationserkenntnis immer gesehen worden ist ein Träger des Salzes. Die Juden haben eigentlich nicht mehr im richtigen Sinne und mit richtigem Verständnis gehandelt, wenn sie das Salz vergessen haben und sogar betont haben, daß es nötig sei, ungesäuertes Brot für die heilige Opferhandlung zu verwenden. In dem Brote, das ursprünglich gemeint war, wurde gerade das Salz gesehen, geradeso wie in dem Wein nicht der Wein als solcher, wie er sich in seiner Weinsubstanz darstellt, gesehen wurde, son dern es wurde in dem Wein gesucht der außerordentlich flüchtige, fluktuierende Gehalt an Sulphur oder Phosphor, was ja in der alten Bezeichnung ein und dasselbe ist. Wenn man also im richtigen Sinne spricht, muß man eigentlich sagen, daß das Opfer des Melchi-Sadek - das heißt das Opfer, das nach seinem Ritus vollzogen wurde - durch Salz und Schwefel - oder durch Salz und Phosphor - dargebracht worden ist, wie sie sich in den Nah rungsmitteln Brot und Wein finden. Das ist die ursprüngliche Auffassung, und Initiation heißt ja aus dem Grunde «Initiation», weil sie immer auf die ursprüngliche Auffassung zurückgeht. Im althebräischen Priestertum wurde schon aus einer gewissen Absicht heraus, die nicht Menschenabsicht war, das wirkliche Brot, welches Salz mitenthält, durch das ungesäuerte Brot ersetzt, weil man gewisse Geheimnisse nicht mehr kannte.

Was liegt denn eigentlich in Salz und Phosphor, wenn der Mensch sie in sich aufnimmt durch das Brot und den Wein? In Salz und Phosphor liegt, durch das Salz, die Verbindung des Menschen mit der Erde. Je mehr der Mensch Salz in sich auf nimmt, desto mehr verbindet er sich mit der Erde, und je mehr Phosphor er in sich aufnimmt, desto mehr entreißt er sich ihr, macht sich frei von ihr. Was sich also im menschlichen Leibe - nicht außerhalb des menschlichen Leibes - durch die Verbindung des Salzes mit dem Phosphor vollzieht, das ist ein Vorgang, der den Menschen richtig in das Erdendasein hineinstellt, aus dem Grunde, weil das Salz ihn in richtiger Weise mit der Erde verbindet, der Phosphor ihn in richtiger Weise dem Erdendasein entreißt, ihn wieder davon frei macht. Es ist so, daß der Mensch, der in richtiger Weise Salz und Phosphor in sich hat, auf der Erde in der richtigen Weise steht, richtig stark genug mit der Erde verbunden ist, aber auch die nötige ätherische und astralische Leichtigkeit erhält, um in seinem Wesen auch wiederum frei zu sein von den Erdenkräften. Dadurch, daß die Juden der späteren Zeit den Hauptwert auf das Ungesäuerte im Brote gelegt haben, haben sie eben gezeigt, daß sie nicht mehr mit der Erde in Verbindung sein wollten, sondern eben auch in dem Brote schon das haben wollten, was sie über die Erde hinausträgt. Sie wollten also ein überirdisches, nicht ein irdisches Priestertum, sie wollten überhaupt ein Priestertum, das die Erde von außen beherrscht. So war es mit dem Judentum insbesondere zur Zeit Christi. Weil das Judentum durch lange Zeiten hindurch in seinen Mysterien ein nicht mit der Erde in richtigem Zusammenhang stehendes Priestertum begründet hat, deshalb konnte es nicht verstehen, daß dasjenige Wesen, von dem ihm seine Eingeweihten als von dem kommenden Messias sprachen, in einem irdischen Leibe zur Vollendung kommen könnte; und es ging auch den initiierten Juden niemals auf, daß in einem irdischen Leibe, in dem Leibe des Jesus, der Christus auf der Erde hätte wandeln können. Das ging erst dem Paulus auf, als ihm die Hilfe wurde, daß sich ihm der Christus nicht im irdischen, sondern im ätherischen Leibe offenbarte.

So hängen die Dinge zusammen, und das müßt Ihr fühlen, denn die Worte aus dem fünften Kapitel des Hebräerbriefes, die mitgegeben wurden denen, die in den ersten christlichen Jahrhunderten hinausgesendet wurden als Priester, diese Worte sind nur aus diesen Untergründen heraus in der richtigen Weise zu ver stehen. Was aber wird dadurch erlangt, daß in dieser Weise zurückgegangen wird zu der eigentlichen Urform der Opfergabe «Salz und Schwefel»? Was dadurch erlangt wird, können wir uns vorstellen, wenn wir uns den Gegensatz vor unsere Seele stellen, der bestand zwischen dem Hohenpriester, zwischen Melchi-Sadek, der ja zugleich auch ein Priesterkönig, ein Adonai, war, und Abraham. In derjenigen Strömung des Geisteslebens, in der auch Melchi-Sadek drinnenstand, lebte die Anschauung von den wie derholten Erdenleben. Sie lebte gerade in derjenigen Mysterien-gemeinschaft, der Melchi-Sadek angehörte in der Weise, daß sie vor den Uneingeweihten als ein Mysterium verborgen gehalten wurde, aber allen denjenigen, welche in diese Mysterien eingeweiht worden waren, wurde sie übergeben. Das abrahamitische He bräertum zeichnete sich dadurch aus, daß es die menschliche Anschauung gerade auf das einschränkte, was sich als etwas Geistiges für den Menschen ergibt, wenn man absieht von den wiederholten Erdenleben, wenn man nicht auf sie eingeht, wenn man notdürftig noch berücksichtigt die dem einen Erdenleben vorangegangene vorirdische Lebenszeit und dann ins Auge faßt die nachirdische Lebenszeit. Wenigstens in der Lehre der Pharisäer war das so. In Abraham stand also der Urvater des Judentums, der die Mission hatte, innerhalb der Erziehung der Erdenmenschheit die Lehre von den wiederholten Erdenleben zunächst nicht tätig sein zu lassen, gegenüber dem höheren Priester, den er anerkannte, der diese Lehre auf diejenigen verpflanzte, die von ihm unter Darbringung des Opfers geweiht wurden; er stand gegenüber der Auffassung des Melchi-Sadek in dem Moment, der ja vom Alten Testament geschildert wird. Diese Auffassung des Melchi-Sadek müssen wir uns in der folgenden Weise vor die Seele stellen.

Es war so, daß die, welche Schüler des Melchi-Sadek wurden -was Abraham nicht in vollem Maße geworden ist -, erkennen lernten, daß der Mensch, der hier auf der Erde neben dem Guten und Rechten das Unrechte, das Böse vollbringt, eine Kraft braucht, die von seinem gegenwärtigen Körper übergeht auf den Körper des nächsten Erdenlebens. Der Mensch kann nicht durch sich selbst dasjenige, was er in einem Erdenleben als Tätigkeit vollbringt, ohne weiteres hineintragen in den Körper, das heißt in die phy sische und ätherische Organisation des nächsten Erdenlebens; er kann es hineintragen - und zwar jetzt im Sinne der Zeit der Menschheitsentwickelung vor dem Mysterium von Golgatha -dadurch, daß für ihn verrichtet wird dasjenige, was sich durch den Kultus mit Salz und Phosphor vollzieht, in dem Sinne wie Melchi-Sadek das Opfer durch Brot und Wein verrichtet hat. Dadurch wurden die Menschen der Zeit vor dem Mysterium von Golgatha fähig, in die Körper, in die sie beim nächsten Erdenleben kamen, das mithineinzunehmen, was sie in dem vorhergehenden Erdenleben an Gutem und Bösem verrichtet haben, als dessen Folgen. Mit anderen Worten: dadurch wurden die Menschen erst in die Lage versetzt, ein Karma zu entwickeln. Es würde nichts von den moralischen Betätigungen des einen Erdenlebens in das andere, zukünftige hinübergereicht haben, wenn nicht auf diese Art von Körper zu Körper das getragen worden wäre, was eben getragen werden muß, damit es ein Karma, ein Weltenschicksal des Menschen gibt.

Und was wäre denn geschehen, wenn es solche Opfer durch Salz und Phosphor nicht gegeben hätte, wenn nicht Priesterkönige dagewesen wären, die diese Opfer verrichtet hätten und so Menschen geworden wären, die sozusagen durch ihre eigene Schwungkraft und Begeisterung die anderen Körper mitgerissen haben, um so von einem Erdenleben zum anderen die Kraft des Karma zu tragen? Dann wäre das, was die Menschen in einem Erdenleben an Gutem und Bösem verrichtet haben, von ihnen abgefallen in dem betreffenden Erdenleben und eine Erbschaft derjenigen Macht geworden, die man im Sinne des Evangeliums bezeichnet als den «Fürsten dieser Welt», nicht als den Fürsten, dem ja der Mensch mit seinem innersten Wesen angehört. Es war ja der beständige Kampf der Zeit vor dem Mysterium von Golgatha, daß der sogenannte Fürst dieser Welt - ein luziferisch ahrimanisch gewordener Geist, namentlich stark ahrimanisch gewordener Geist - sich desjenigen bemächtigte, was im Menschen nach dem Bösen hinneigt, so daß er die Kraft dieses Bösen für sich in der kosmischen Ordnung verwenden kann. Die Menschen wären dann immer freier geworden von diesem Bösen. Das durften sie nicht; sie durften es aus dem Grunde nicht, weil ja in jedem neuen Erdenleben ein neues Dasein ihrer selbst begonnen hätte, und sie hätten nie das, was man «Sünde» nennt, selber zum Ausgleich bringen können. Das Opfer des Melchi-Sadek besteht also darin, daß man für die Menschen die Heilung der Sünden bewahrt hat, indem man sie fortwährend dem Fürsten dieser Welt entrissen hat und so den Menschen die Möglichkeit gegeben hat, durch ihre eigene Wesenheit einen Sündenausgleich im späteren Erdenleben zu bewirken. Die katholische Kirche hat sich später wohl gehütet, dieses Geheimnis, das sie durch lange Jahrhunderte, auch noch bis ins Mittelalter, gekannt hat, und das von einzelnen Eingeweihten der katholischen Kirche auch heute noch gekannt wird, im Ernste als Religionsinhalt zu betrachten, aus dem Grunde, weil es leichter ist, den Menschen zu sagen, man vergibt ihnen ihre Sünden, das heißt, man tilgt sie aus der Erde, sogar mit dem Ablaß, man löscht sie aus, anstatt ihnen zu sagen, man bewirke gerade, daß sie nicht gelöscht werden auf der Erde und nicht eine Beute des Fürsten dieser Welt werden und dadurch den Menschen für die Ewigkeit der Welt verderben würden, anstatt ihnen zu sagen, daß die Sündenheilung gerade darin besteht, daß dem Menschen die Möglichkeit bewahrt wird, im folgenden Erden leben die Sünden auszugleichen.

Im Opfer des Melchi-Sadek ist daher, im richtigen Sinne für die damalige Zeit, die Arznei gegeben für die Sünden, und die Hei lung bestand darin, daß den Menschen die Kräfte gegeben wur den, ihre Sünden zu behalten und sie nicht auszuliefern an den Fürsten dieser Welt. Alles das, was in dem Sinn dieser Worte liegt, findet Ihr, meine lieben Freunde, wieder erneuert und erhöht in dem, was der Christus auf Erden vollbracht hat. Und nur allein diese Beleuchtung, die jetzt gegeben wird, wird Euch auf den Pfad führen, in richtigem Sinne zu erkennen, was das Wort heißt:

Christus hat die Sünden der Menschen auf sich genommen, mit sich vereinigt. Christus ist nicht gekommen, um die menschliche Frömmigkeit mit sich zu vereinigen, sondern er ist der gewesen, der sich mit den Sünden der Menschen vereinigt hat, um die Sündenlast auf sich zu nehmen. Und wenn Paulus sagt «Nicht ich, sondern Christus in mir», so meint er: Ihr Menschen sollt den Christus in euch aufnehmen, um damit die in die Zukunft der Erde gehende Strömung in euch aufzunehmen, die euren Sündenstrom enthält, aber den Sündenstrom, der nicht zum Tode führt, sondern zum Ausgleich der Sünden." (Lit.: GA 344, S. 145ff)

Mit der Einsetzung des Abendmahls erneuerte und erhöhte der Christus also das Opfer des Melchisedek und begründete damit einen neuen zukunftsweisenden Kultus, durch den zugleich die blutigen Tieropfer, die seit der atlantischen Zeit üblich geworden waren, überwunden werden sollten.

"An die Stelle des blutigen Opfers, soll das unblutige, das geistige Opfer, das Abendmahl treten als Symbol dafür, daß auf geistigem Felde Schuld und Sühne für menschliche Taten leben. Dies ist aber die Lehre von Karma, daß alles dasjenige, was der Mensch irgendwie in seinen Handlungen verursacht hat, seine Wirkungen nach sich zieht durch rein geistige Gesetze, daß Karma nichts zu tun hat mit physischer Vererbung." (Lit.: GA 52, S. 82)

Damit wird zugleich darauf hingewiesen, dass wir künftig von der Ernährung vom toten Tiere überzugehen haben zu der Ernährung von der toten Pflanze. In der 6. nachatlantischen Kulturepoche wird sich der Mensch vegetarisch ernähren und noch später wird eine rein mineralische Ernährung kommen. Der Mensch wird sich dann selbst aus dem toten Stoff das bilden, was er als Nahrung braucht; er wird Lebendiges aus Totem schaffen können. Dann wird auch die geschlechtliche Fortpflanzung überwunden werden und der Mensch wird seinesgleichen aus sich selbst heraus reproduzieren können.

Anmerkungen

  1.  Heinrich E.Benedikt: Die Kabbala als jüdisch-christlicher Einweisungsweg. 3. Auflage. Bd. 1. Farbe, Zahl und Wort als Tore zu Seele und Geist, Hermann Bauer, 1991, ISBN 3-7626-0279-4, Kapitel 2. Was ist die Kabbala?.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung, GA 52 (1986)
  2. Rudolf Steiner: Das Matthäus-Evangelium, GA 123 (1988), Vierter Vortrag, Bern, 4. September 1910
  3. Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III, GA 344 (1994)
  4. Erich Weidinger: Die Apokryphen, Pattloch Verlag, 1988, ISBN 3-629-91319-9

Weblinks

  • Melchisedek (Christfried Böttrich / Miriam von Nordheim-Diehl)
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