Menes

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Namen von Menes
Eigenname
Hiero Ca1.png
Y5
N35
M17
Hiero Ca2.png
Königspapyrus Turin (Nr.II./10)
Hiero Ca1.png
Y5
n
iA1
Hiero Ca2.png
Meni
Mn.j (mit Determinativ / Ideogramm für einen Männernamen)
Königspapyrus Turin (Nr.II./11)
Hiero Ca1.png
Y5
N35
M17Z4G7
Hiero Ca2.png
Meni
Mn.j (mit Namensideogramm
für einen König, das
den Horusfalken darstellt)
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.1)
Hiero Ca1.png
Y5
N35
M17
Hiero Ca2.png
Meni
Mn.j
Griechisch
bei Manetho

lateinisch bei Eusebius

Menes

Meines

Menes (griech. Μῖνα, Mina) ist der legendäre Begründer ägyptischen Kultur. Er soll Ober- und Unterägypten zu einem gemeinsamen Reich vereinigt und die 1. Dynastie der frühdynastischen Zeit gegründet haben. Historisch ist er allerdings nicht zu fassen. Der Name „Meni“ taucht erstmals auf einem Skarabäussiegel aus der Zeit der Königin Hatschepsut (um 1470 v. Chr.) in der 18. Dynastie auf.

Folgt man den Angaben Rudolf Steiners, kann man davon ausgehen, dass sich der Name von der indogermanischen Wortwurzel *manu- (Mensch, Mann, Manu = "Stammvater der Menschheit"; skrt. Manushya) ableitet, die aber auch mit der Verbalwurzel *men- (denken, überlegen, ermahnen) zusammenhängt und derart den vernunft- bzw. verstandesbegabten Menschen bezeichnet. Dem entspricht im Lateinischen das Wort manus (die Hand). Zusammenfassend wird damit der Mensch als der vernüftig bzw. verständig Handelnde charakterisiert - und der sich dadurch sein Schicksal, sein Karma, selbst bereitet.

"Da wird erzählt, daß ein Ägypter, als er gefragt wurde, von wem er gelenkt und geleitet worden sei seit alten Zeiten her, den Griechen geantwortet habe: In alten, grauen Zeiten herrschten bei uns und lehrten die Götter, und dann kamen als Führer erst Menschen. - Menes nannten die Ägypter den Griechen gegenüber den ersten Führer auf dem physischen Plan, der als ein menschenähnlicher Führer anerkannt war." (Lit.: GA 15, S. 33)

Mensch in diesem Sinne ist der, dem die Himmlische Speisung, das Himmlische Manna zuteil geworden ist. In der germanischen Märchen- und Sagenwelt werden die Geister der Verstorbenen, die nun nicht mehr dem irdischen, sondern dem geistigen Daseinsbereich angehören, als Manen bezeichnet. Es wird damit hingewiesen auf das erste geistige Wesensglied des Menschen, auf Manas oder Geistselbst:

"«Menes» nannten die Ägypter den, der die erste «menschliche» Kultur inauguriert hat; und sie deuten zu gleicher Zeit an, daß der Mensch dadurch auch in die Möglichkeit kam, zu irren. Denn von da ab war er angewiesen auf das Werkzeug seines Gehirns. Daß der Mensch in Irrtum verfallen konnte, wird dadurch symbolisch angedeutet, daß in die Zeit, in welcher die Menschen von den Göttern verlassen wurden, die Stiftung des Labyrinthes versetzt wird, das ein Abbild ist der Windungen des Gehirns als des Werkzeuges für die eigenen Menschengedanken, in welchen sich der Träger dieser Gedanken verlieren kann. Manas nannten die Orientalen den Menschen als denkendes Wesen, und Manu heißt der erste Hauptträger des Denkens. Minos nannten die griechischen Völker den ersten Ausgestalter des menschlichen Gedankenprinzips, und auch an Minos knüpft sich die Sage vom Labyrinth, weil die Menschen fühlten, wie sie seit seiner Zeit von der unmittelbaren göttlichen Leitung allmählich in eine solche Leitung übergingen, durch welche das «Ich» in anderer Art die Einflüsse der höheren Geisteswelt erlebt." (Lit.: GA 175, S. 302f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit, GA 15 (1987), ISBN 3-7274-0150-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha, GA 175 (1996), ISBN 3-7274-1750-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
Steiner big.jpg
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