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Mission des Buddha auf dem Mars

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Die Mission des Buddha auf dem Mars, die sich im Jahre 1604 erfüllte, war von großer Bedeutung für die weitere Menschheitsentwicklung.

Im Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchwandert der Mensch die einzelnen Planetensphären und bewohnt dabei, natürlich nicht als physisches, sondern als als geistig-seelisches Wesen, für eine gewisse Zeit auch den Mars und wird hier gleichsam zum Marsmenschen. Nur war bis etwa zum 16. Jahrhundert der Mars in absteigender Entwicklung begriffen und es gingen immer stärkere materialistische Impulse von hier aus. Aus den Impulsen, die der Mars der Erde und der Menschheit bis dahin geben konnte, ist insbesondere die moderne materialistische Naturwissenschaft entstanden. Nachdem der Buddha seine letzte irdische Inkarnation durchgemacht hatte, stieg er zum Mars auf, um hier seine neue Mission zu erfüllen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts vollzog er hier eine Tat, die für den Mars eine ähnliche Bedeutung hat, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde. Es gelang ihm dadurch die Mars-Kräfte zu besänftigen und damit begann eine aufsteigende Entwicklung des Mars:

„Die Marskultur, die die Menschen durchleben zwischen Tod und neuer Geburt, hat eine große Krise durchgemacht im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert der Erde. So einschneidend, so katastrophal war es im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert auf dem Mars, wie es auf der Erde war zur Zeit des Mysteriums von Golgatha. Wie zur Zeit des Mysteriums von Golgatha das eigentliche Ich des Menschen geboren wurde, so wurde auf dem Mars geboren diejenige Geistesrichtung, die, wenn sie sich dem Menschen einpflanzte, sich zeigt im Kopernikanismus. Nachdem diese Zustände auf dem Mars herrschten, wäre es die ganz natürliche Folge gewesen, daß der Mars immer Menschen auf die Erde geschickt hätte, die nur Ideen wie Kopemikus mitgebracht hätten, die doch eigentlich Maja sind. Wir blicken also auf eine Dekadenz, auf einen Niedergang der Marskultur. Vorher waren es gute Kräfte gewesen, die vom Mars ausgeströmt waren. Jetzt aber strömten von dort immer mehr Kräfte aus, die den Menschen immer tiefer in die Maja hineingeführt hätten. Geistreich zwar waren die Errungenschaften, die vom Mars stammten in jener Zeit, aber doch eben Maja.

Sie sehen also, daß man im fünfzehnten Jahrhundert hat sagen können: Das Heil des Mars und damit der Erde hängt davon ab, daß auf dem Mars die niedergehende Kultur wieder einen Impuls nach aufwärts erhält. So etwa war es auf dem Mars, wie auf der Erde bis zum Mysterium von Golgatha, wo die Menschheit von spirituellen Höhen in die Tiefe des Materiellen versunken war und der Christus-Impuls dann einen Aufstieg für sie bedeutete. Auf dem Mars war im fünfzehnten Jahrhundert die Notwendigkeit eingetreten, der Marskultur einen Impuls nach aufwärts zu geben. Das war die große Frage, die vor Christian Rosenkreutz und seinen Schülern stand, wie der Marskultur dieser Impuls zum Aufstieg zu geben sei, denn von der Marskultur hing auch das Heil der Erde ab. Die große Aufgabe stand vor dem Rosenkreuzertum, die Frage zu beantworten: Was hat zu geschehen, daß zum Heile der Erde die Marskultur zu einem Aufstieg gelangt? Die Marswesen hätten gar nicht wissen können, was zu ihrem Heile dienen kann, denn nur auf der Erde konnte man wissen, wie es um den Mars stand. Auf dem Mars empfand man den Niedergang gar nicht. Einer praktischen Antwort wegen trat daher jene Konferenz am Ende des sechzehnten Jahrhunderts zusammen, von der gesprochen wurde. Wohlvorbereitet war diese Konferenz von Christian Rosenkreutz dadurch, daß der intimste Schüler und Freund des Christian Rosenkreutz der im Geistleib lebende Gautama Buddha war. Und bei dieser Konferenz ist verkündet worden, daß die Wesenheit, die einst auf Erden inkarniert war als Gautama Buddha, jetzt, als geistige Wesenheit, wie er war, seitdem er «Buddha» geworden, den Schauplatz seiner Tätigkeit auf den Mars verlegen werde. Gleichsam abgeschickt wurde von der Erde auf den Mars die Individualität des Gautama Buddha durch Christian Rosenkreutz. Gautama Buddha verläßt den Schauplatz seiner Tätigkeit und geht nach dem Mars und im Jahre 1604 vollbrachte die Individualität des Gautama Buddha eine ähnliche Tat für den Mars, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde war.

Christian Rosenkreutz hatte erkannt, was es für das ganze Weltall bedeuten würde, wenn Buddha dort wirkte, und was des Buddha Lehre vom Nirwana, die Lehre, daß sich der Mensch von der Erde loslösen solle, dort auf dem Mars zu bedeuten hätte. Um die auf das Praktische gerichtete Erdenkultur zu fördern, war die Lehre vom Nirwana ungeeignet. Das zeigte sich am Schüler des Buddha, Franz von Assisi, daß diese Lehre ihre Adepten zu weltfremden Menschen macht. Was aber im Buddhismus nicht geeignet war, um das praktische Leben des Menschen zu fördern zwischen Geburt und Tod, das war von hoher Bedeutung für die Förderung seiner Seele zwischen Tod und neuer Geburt. Das sah Christian Rosenkreutz ein, daß für dasjenige, was auf dem Mars als Läuterung zu geschehen hatte, die Lehre des Buddha das Geeignetste sei. Wie einstmals das göttliche Liebewesen, Christus, auf der Erde weilte in einer Zeit und unter einem Volk, das diesem Liebewesen nicht gerade nahestand, so stieg der Friedensfürst Buddha im siebzehnten Jahrhundert auf den Mars hinauf, wo Krieg und Kampf herrschten, um dort seine Mission zu erfüllen. Dort waren die Seelen vor allem kriegerisch gestimmt. Eine große Opfertat vollzog der Buddha, gleich jener des Trägers des göttlichen Liebewesens im Mysterium von Golgatha. Eine kosmische Opfertat war es, Buddha zu sein auf dem Mars. Dort war er gleichsam das Opferlamm, und man kann es als eine Art von Kreuzigung für den Buddha bezeichnen, daß er sich hineinversetzen ließ in diese kriegerische Umgebung. Buddha hat diese Tat auf dem Mars vollbracht im Dienste des Christian Rosenkreutz. So wirken zusammen im Weltenall die großen führenden Wesenheiten, nicht nur auf der Erde, sondern von einem Planeten zum andern hin.

Seit jener Zeit, in der das Mysterium des Mars sich vollzogen hat durch Gautama Buddha, nimmt der Mensch vom Mars andere Kräfte auf in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt als früher, zur Zeit des Niederganges der Marskultur. Und nicht nur bringt der Mensch sich ganz andere Kräfte mit vom Mars herein in die neue Geburt, sondern durch den Einfluß, den die geistige Tat des Buddha ausübt, strömen dem Menschen vom Mars auch Kräfte zu, wenn er hier der Meditation obliegt, um in die geistige Welt zu kommen. Wenn der moderne Geistesschüler meditiert in dem von Christian Rosenkreutz angegebenen Sinne, so strömen auch Kräfte herein, die der Buddha als Marserlöser in die Erde hereinschickt.“ (Lit.:GA 130, S. 319ff)

„Wir wissen, daß der Buddha vorher ein Bodhisattva war, daß er durch lange Zeiten hindurch als Bodhisattva auf der Erde gewirkt hat. Eine gewöhnliche Menschenseele, wie wir sie sonst beschrieben haben, hatten allerdings diese Bodhisattvas nicht in sich, sondern es hat eine ganz besondere Bewandtnis mit diesen Bodhisattvas. Sie müssen sich erinnern an das, was dargestellt ist in meiner «Geheimwissenschaft» im Beginn unserer Erdenentwickelung: daß da die Sonne, nach einem Zwischenzustand zwischen dem alten Mond und der Erde, mit der Erde und den anderen Planeten wiederum vereint war, und daß sie sich dann wieder auseinandergeschält haben. Es war also einmal ein Zustand, in dem die Erde mit der Sonne vereint war. Dann haben sich Erde und Sonne getrennt, und Sie wissen, daß dann die Mondentrennung eintrat; Sie wissen, wie die Erde durch Seelen von anderen Planeten verstärkt worden ist. Fassen wir nun ins Auge denjenigen Zeitpunkt, wo sich eben die Sonne von der Erde getrennt hat. Da, wo dies geschah, waren in der Sonne drinnen noch die beiden Planeten Venus und Merkur, astronomisch gesprochen. Und der Vorgang ist so, daß sich zuerst abtrennt die Erde von der Sonne, in der damals noch darinnensteckten Venus und Merkur; dann nachher erst trennen sich Venus und Merkur von der Sonne ab. Nun waren also da Sonne und Erde. Auf der Erde geht die Entwicklung nun fort. Da bleibt nur ein geringer Teil von Menschen zurück. Andere gehen zu den Planeten hinauf, später wiederum herunter. Aber Wesenheiten sind auch mitgegangen - denn die Welt besteht nicht nur aus äußerer Materie, sondern aus Wesenheiten - , Wesenheiten sind mitgegangen, als die Sonne sich von der Erde trennte. Der Führer ist der Christus. Denn in der Zeit der Erdenentwickelung, wo die Sonne sich von der Erde trennt, hat sich schon das vollzogen, was man nennen kann den Vorrang, den der Christus über den Luzifer und die anderen Planetengeister erlangt hat. Später dann trennte sich heraus die Venus, trennte sich heraus Merkur. Fassen wir dieses Heraustreten der Venus von der Sonne einmal ins Auge. Es trennen sich mit der Venus Wesenheiten, die zuerst mitgegangen waren, die aber nicht fähig waren, in der Sonne zu bleiben; die trennen sich los und bevölkern die Venus. Nun war mitgegangen, und für diese Venusbewohner zunächst als ein Abgesandter des Christus, der Sonne, diejenige Wesenheit, welche dem späteren Buddha zugrunde liegt. Der Christus hat ihn zuerst auf die Venus geschickt, und in der Tat machte der Buddha allerlei Entwickelungszustände hier durch; und als dann die Seelen von der Venus zur Erde zurückkamen, da waren die gewöhnlichen Menschenseelen natürlich wenig entwickelt; der Buddha aber, der zurückkam und dann mit den Venusseelen zur Erde herunterstieg, der war eine so hoch entwickelte Wesenheit, daß er nun ein Bodhisattva und dann früh ein Buddha werden konnte. So haben Sie in dem Buddha einen alten Abgesandten des Christus, der die Aufgabe hatte, vorzubereiten das "Werk des Christus auf der Erde. Denn die Absendung zu den Venusmenschen hatte keinen anderen Sinn, als einen Vorläufer vorauszuschicken von der Sonne auf die Erde. Und nun können Sie es auch begreifen: Weil der Buddha länger als die anderen Erdenmenschen bei dem Christus war - denn die Erde hat sich früher abgetrennt - , deshalb brauchte er nur denjenigen Teil des Christus-Impulses, den er noch von der Sonne her in sich hatte, so daß also es genügte für den Buddha, das Christus-Ereignis dann mit Hilfe des Impulses, den er von dem Christus auf der Sonne empfangen hatte, von der geistigen Welt aus zu verfolgen, während die anderen Menschen das Christus- Ereignis auf der Erde abzuwarten hatten. Weil also der Buddha seine besondere Beziehung hatte zu dem Christus, weil er wie ein Vorläufer von ihm vorausgeschickt worden war, so brauchte er nicht auf der Erde das Christus-Ereignis abzuwarten, sondern nahm von der Erde die Fähigkeit mit, auch ohne die Christus-Mittel, die der andere Mensch braucht, sich zu erinnern an dasjenige, was auf der Erde das Ich bedeutet, und dadurch von den höheren Welten herunterzuschauen auf das Christus-Ereignis. So konnte lange vorbereitet werden im Weltall jene merkwürdige Mission, die der Buddha unternommen hatte im Auftrage des Christus. Der Buddha ist zuerst geschickt worden zu den Venusmenschen - und vergleichen Sie das, was ich jetzt sage, mit den Vorträgen in Helsingfors - , dann auf die Erde, dann machte er den Weg zurück zu den Marsmenschen und hat dort weiterzuwirken an der lange vorbereiteten Mission auf dem Mars.

Auf dem Mars ist die Sache so, daß diejenigen Menschen, die dort geblieben sind, in einer großen Gefahr stehen, wie die Erdenmenschen in einer großen Gefahr standen, aus der sie der Christus befreite. Die Marsmenschen stehen in der Gefahr, daß ihnen - sie hatten ja kein Ich besonders zu entwickeln - ihr astralischer Leib und dadurch mittelbar auch ihr Ätherleib furchtbar an Kräften verlieren sollte, gewissermaßen austrocknen sollte. Die ganze Natur der Marsmenschen hat sich so ausgelebt, daß auf dem Mars furchtbare Kriege stattgefunden haben. Die Menschen auf dem Mars sind sehr bodenständig - die Menschen auf der Erde sind kosmopolitisch angelegt - , die Marsmenschen sind viel mehr auf den Boden versessen, und es gibt sehr wenig Kosmopolitiker auf dem Mars. Aber dafür gibt es, oder wenigstens hat es viel Krieg und Streit gegeben; das alles ging hervor aus dem durch das Ich nicht besänftigten starken astralischen Leib. Wenn Sie das alles zusammennehmen, werden Sie begreifen, daß bei Menschen, die sich entwickeln, wie es auf dem Mars der Fall ist, ungeheuer viel Streit sein muß. Der Mars ist nur eine Art von wiederverkörpertem Mond, und da also das, was im astralischen Leibe steckt, nicht gemildert ist durch die Besänftigung des Ich, sind diese Menschen ganz hervorragend kriegslustig. Die Griechen haben eine richtige Erkenntnis gehabt, indem sie gerade Mars zum Kriegsgott gemacht haben. Große Verwunderung überkommt einen, so in den Mythen die Anklänge daran zu finden; und eine überraschende Sache ist es für einen, wenn man findet, daß wirklich ungeheure Kriege da herrschten. Man ist dann ungemein verwundert, wenn man schon in den alten Mysterienerkenntnfssen in den Bezeichnungen findet, daß diese okkulten Erkenntnisse vorhanden waren. Also ungeheure Kriege waren da. Und jetzt denken Sie sich die Fortsetzung des Buddhalebens, dieses Meisters des Mitleids und der Liebe, dieses Meisters in Überwindung von Kastenunterschieden, dann werden Sie begreifen, daß Buddha wirklich seine Mission auf dem Mars hat; diese Mission, die darin besteht, dort einzuführen das, wozu die Marsmenschen allein nicht kommen können, was ihnen erscheinen würde als eine ganz übertriebene Frömmigkeit, als Mönchtum und so weiter - durch ein grandioses Beispiel von übersteigerter Demut und Sanftmut auf die Marsmenschen zu wirken und sie zu beleben nach dieser Richtung hin. Ich kann Ihnen nur die Anfänge des Bildes geben, wodurch der Buddha auf den Mars zu wirken hat. Die Bedeutung, die Wirkung des Buddha ist dort wirklich eine ganz ähnliche für diese ohne das Ich lebenden Marsmenschen, wie eben die eines Erlösers, eines Befreiers zu höherer Weltanschauung. Und während auf der Erde eine allgemeine Brüderlichkeit und Nächstenliebe im tiefsten Impulse mit dem Christus zusammenhängt, hängt Kosmopolitismus im wesentlichen zusammen mit jener Erlösertat, die dort der Buddha zu verrichten hat.“ (Lit.:GA 137, S. 201ff)

„Daß der Aufstieg in die geistigen Welten vereinbar sei mit jeder andern Lebensposition, daß es so kommen könne, daß die Menschheit nicht auseinanderfalle in zwei auseinandergetrennte Kategorien, von denen die eine nur der äußeren industriellen, kommerziellen, materiellen Kultur hingegeben wäre und dadurch zwar immer geistreicher, aber doch immer tierischer und materialistischer geworden wäre, während die andere sich immer mehr und mehr absondern und ein Leben im Sinne von Franz von Assisi führen würde, daß dies nicht geschehe, das sollte die Sorge des Christian Rosenkreutz werden, als die neuere Zeit herannahte, welche die materialistische Kultur herbeiführen sollte, wo alle Seelen sich die Marskräfte, die im Niedergange waren, mitbringen mußten. Und weil nun nicht das in den Seelen sein konnte, was jene Zweispaltung verhindert hätte, so mußte auch von den Marskräften aus es dem Menschen zukommen, einzutreten mit seiner ganzen Seele für das Spirituelle, für das Geistige. Es mußte die Menschheit zum Beispiel dafür gewonnen werden, gut naturwissenschaftlich zu denken, die Welt naturwissenschaftlich anzuschauen, sich Ideen und Begriffe zu machen über die Welt, ganz nach dem Muster moderner naturwissenschaftlicher Gedanken, aber zugleich in der Seele die Möglichkeit zu haben, die Ideen spirituell zu vertiefen, spirituell auszubilden, so daß von einer naturwissenschaftlichen Anschauung der Weg zu einer spirituellen Höhe hinauf gefunden werde.

Diese Möglichkeit mußte geschaffen werden! Und geschaffen wurde sie durch Christian Rosenkreutz, der von der Erde her, allüberall her seine Getreuen gegen das Ende des 16. Jahrhunderts um sich versammelte, um sie teilnehmen zu lassen an dem, was sich zwar äußerlich räumlich vollzieht von Stern zu Stern, aber dennoch vorbereitet wird in den heiügen Mysterienstätten, da wo gewirkt wird innerhalb der Weltenkörper über diese Weltenkörper hinaus zur Weltenkultur, nicht bloß zur Planetenkultur. Um sich versammelte Christian Rosenkreutz die, welche auch versammelt waren bei seiner Initiation im 13. Jahrhundert. Unter diesen war auch einer, der sein Schüler und Freund geworden war seit langer Zeit - der, der einstmals auf Erden inkarniert war, aber nun nicht mehr auf der Erde zu erscheinen brauchte: Gautama Buddha als geistige Wesenheit, wie er eben war, nachdem er Buddha geworden war. So war er der Schüler des Christian Rosenkreutz! Und damit alles das, was durch den Buddha geschehen konnte, so gewendet werde, daß es in jene Mission ausläuft, die eben jetzt beschrieben worden ist als die des Christian Rosenkreutz in der damaligen Zeit, deshalb kam zustande, als eine gemeinschaftliche Tat des Christian Rosenkreutz und der Wesenheit des Buddha, das Hinaussenden des Buddha von bloß irdischer Wirksamkeit zu kosmischer Wirksamkeit. Der Gautama Buddha, oder eigentlich die Individualität des Gautama Buddha, wurde durch das, was sie aus den Impulsen des Christian Rosenkreutz aufnehmen konnte, zu folgendem fähig - wir werden später einmal über die Beziehungen zwischen Gautama Buddha und Christian Rosenkreutz genauer sprechen, jetzt soll nur angedeutet werden, daß durch diese Beziehungen in der Tat die Individualität des Buddha nicht weiterwirkte auf Erden, so wie sie einstmals in der Mysterienstätte am Schwarzen Meer lehrte, - sondern dieser Buddha verließ die unmittelbare Wirkungssphäre der Erde und verlegte seine Wirkungssphäre auf den Mars. So daß im Anfange des 17. Jahrhunderts in der Marsevolution etwas Ähnliches stattfand, wie es sich im Beginne der aufsteigenden Erdentwickelung in dem Mysterium von Golgatha vollzogen hat. Bewirkt wurde durch Christian Rosenkreutz, was man nennen kann: die Erscheinung des Buddha auf dem Mars. Dadurch wurde eingeleitet die aufsteigende Marskultur. Von da ab begann für den Mars die aufsteigende Marsentwickelung, wie für die Erde die aufsteigende Kultur mit dem Mysterium von Golgatha begonnen hat.

So wurde der Buddha für den Mars in ähnlicher Weise ein Erlöser, ein Heiland, wie es der Christus Jesus für die Erde geworden ist. Die Vorbereitung dazu war für den Buddha das, was er als Buddha zu lehren hatte: die Lehre des Nirwana, des Nichtbefriedigtseins von der Erde, des Freiwerdens von den Erdeninkarnationen. Was er so lehrte - vorbereitet war es von außerhalb der Erde her, auf die Erdenziele hin. Man sehe in die Seele des Buddha hinein, begreife die «Predigt von Benares», begreife, wie in dieser sich in der Vorbereitung zeigt eine andere Wirksamkeit als die bloß auf der Erde sich abspielende, und man begreift, wie weise der Vertrag zwischen Christian Rosenkreutz und dem Buddha war, in dessen Folge im Beginne des 17. Jahrhunderts der Buddha seine Wirkungsstätte auf der Erde verließ, wo er in der Erdensphäre auf die Menschenseelen zwischen Geburt und Tod, aber eben von den geistigen Welten aus, hätte wirken können, um fortan auf dem Schauplatze des Mars für die Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt zu wirken. Das ist das Bedeutsame, was bewirkt worden ist, man möchte sagen durch die Übertragung des Weihnachtsfestes von der Erde auf den Mars. So daß fortan die Menschenseelen alle in einem gewissen Sinne eine Art Bekennerschaft des Franz von Assisi durchmachen und dadurch indirekt zu Buddha; aber die Menschen machen sie nicht auf der Erde durch, sondern alle Menschen machen - wenn wir das paradoxe Wort gebrauchen wollen - ihr Mönchtum, eine Bekennerschaft zu Franz von Assisi, auf dem Mars durch und bringen sich von dort die Kräfte herein auf die Erde. Dadurch können sie das, was sie sich dort errungen haben, in ihren Seelen als schlummernde Kräfte haben, wo sie auch immer hingestellt werden, und brauchen nicht in ein besonderes Mönchtum hineingestellt zu werden, um etwas durchzumachen, wie etwa die besonderen Zöglinge des Franz von Assisi. Das letztere wurde dadurch verhindert, daß der Buddha hinausgesendet wurde in kosmische Welten in Übereinstimmung mit Christian Rosenkreutz, der nun ohne Buddha auf der Erde wirkte. Hätte der Buddha in der Erden-Sphäre weiter gewirkt, so hätte er nur das erreichen können, daß er buddhistische oder franziskanische Mönche hätte hervorbringen können, und die anderen Seelen wären dann der materiellen Kultur hingegeben gewesen. Dadurch aber, daß das stattgefunden hat, was man eine Art «Mysterium von Golgatha» für den Mars nennen kann, machen die Menschenseelen außerhalb der Erde - in einer Sphäre, wo sie nicht in einer irdischen Inkarnation sind - das durch, was sie für das weitere Erdenleben brauchen, was aufgenommen werden muß als echtes Buddha-Element in die Seelen, und was in der nachchristlichen Zeit nur zwischen Tod und Geburt aufgenommen werden kann.

Wir stehen hier unmittelbar vor der Schwelle eines großen Geheimnisses, des Geheimnisses, das einen Impuls gebracht hat, der in der Menschheitsentwickelung fortwirkt. Oh, wer diese Menschheitsentwickelung wirklich versteht, der weiß, daß das, was auf unserer Erde jemals sich geltend gemacht hat, in seiner richtigen Weise fortwährend sich einfügt dem Gesamtstrom der Menschheitsentwickelung. Anders war das Mysterium von Golgatha des Mars als jenes auf der Erde: nicht so gewaltig, nicht so einschneidend, nicht zum Tode führend. Aber eine Vorstellung können Sie sich davon machen, wenn Sie überlegen, was es heißt, daß derjenige, welcher der größte Friedens- und Liebefürst, der Träger des Mitleids auf der Erde war, versetzt wurde auf den Mars, um an der Spitze der ganzen Marsevolution zu wirken. Es ist keine Mythologie, sondern der Mars hat schon seinen Namen daraus erhalten, daß er der Planet ist, in welchem die Kräfte, die dort sind, am meisten im Kriege miteinander sind. Und die Mission des Buddha ist es, daß er sich zu «kreuzigen» hatte auf dem Schauplatze dieses Planeten, wo die meisten kriegerischen Kräfte sind, wenn auch die Kräfte dort durchaus psychisch-spiritueller Natur sind.

So stehen wir vor einer Tat desjenigen, der die Aufgabe hatte, den Christus-Impuls in der richtigen Weise aufzunehmen und fortzusetzen und der große Diener des Christus Jesus zu sein. So stehen wir vor dem Geheimnis des Christian Rosenkreutz, finden ihn so weise, daß er die anderen Impulse, die für das Mysterium von Golgatha vorbereitend waren, die sich gleichsam in der Menschheitsentwickelung herumreihen um das Mysterium von Golgatha, soweit es an ihm ist, in der strengen Weise einfügt in die ganze Menschheitsentwickelung.“ (Lit.:GA 141, S. 100ff)

Durch die Erfüllung der Mission des Buddha kann sich der Mensch im Leben zwischen Tod und neuer Geburt von der Fesselung durch die seit der Erfindung des Buchdrucks durch die vielfältigen Medien omnipräsenten öffentlichen Meinung befreien.

„Christian Rosenkreutz hatte dem Buddha die Mission gegeben, in besonderer Weise auf dem Mars zu wirken. Und das, was hier auf der Erde nicht taugen würde: das Fliehen-Wollen, das Loskommen-Wollen von den irdischen Verhältnissen, das muß der Mensch durchmachen zwischen Tod und neuer Geburt, während er die Mars-Sphäre durchläuft. Da wird unter anderm das errungen, daß er die Hülle der nur für die Erde taugenden öffentlichen Meinung wieder abstreift. Denn noch viel drückendere Dinge werden in der Zukunft kommen, und noch viel notwendiger wird es sein, das durchzumachen, was der Mensch als Schüler des Buddha auf dem Mars durchmachen kann. Hier auf der Erde können die Menschen nur Schüler des Buddha sein, wenn sie nicht mitwollen mit dem fortgeschrittenen Teil der Erdbevölkerung. Aber zwischen Tod und neuer Geburt entfaltet der Buddha das, was aus seiner Lehre geworden ist, was er hier geltend gemacht hat - daß der Mensch frei werden soll von den Verkörperungen -, als eine Lehre, die nicht dem Leben auf der Erde dient, welches von Verkörperung zu Verkörperung fortgehen soll. Was er damals gab, war mit der Anlage versehen für den Menschen im entkörperten Zustand. Die fortgeschrittene Buddha-Lehre ist die richtige für die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt. Und wie Buddha erschienen ist im astralischen Leibe des Lukas-Jesusknaben, so wiederum führt der Christus selber die Menschen zwischen Tod und neuer Geburt, indem er sie durch die Mars-Sphäre geleitet, damit sie die fortgeschrittene Buddha-Lehre aufnehmen können. So daß die Menschen in der Sphäre des Mars frei werden können von dem, was sie - untauglich für ihren weiteren Fortschritt auf der Erde - durch das Uniformierende der öffentlichen Meinung aufnehmen. Und wenn der Mars tatsächlich in früheren Zeiten bezeichnet wurde als der Planet der kriegerischen Tugenden, so hat allerdings der Buddha nach und nach die Aufgabe, diese kriegerischen Tugenden so im Menschen zu verwandeln, daß sie freien, unabhängigen Sinn in der heute notwendig gewordenen Art begründen. Während der Mensch heute sein Freiheitsgefühl hinzugeben geneigt ist an das, was als öffentliche Meinung die Menschen immer mehr fesseln will, wird er gerade auf dem Mars zwischen Tod und neuer Geburt das Streben haben, sich diesen Fesseln zu entwinden und sie nicht wieder in das Leben der Erde hereinzubringen, wenn er wieder zur neuen Verkörperung kommt.“ (Lit.:GA 141, S. 131f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das esoterische Christentum und die geistige Führung des Menschen, GA 130 (1987), pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie, GA 137 (1993), ISBN 3-7274-1371-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen, GA 141 (1997), ISBN 3-7274-1410-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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