Moral

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Die Moral (von lat. mores = Sitten, Gewohnheiten) umfasst im philosophischen Sinn ein System von Werten und Normen, an denen das rechte Handeln des individuellen Menschen, größerer Menschengemeinschaften oder ganzer Kulturen bemessen wird. Der Ausdruck wurde von Cicero in seiner philosophia moralis als Übersetzung des griech. Begriffs ἠθική (êthikê = Ethik) neu geprägt.[1] Dabei hat sich zugleich der Akzent von der durch die Vernunft geleiteten Erkenntnis der geistigen Quelle des Guten auf die praktische Verwirklichung festgesetzter sittlicher Normen und Werte verschoben.

Moral und vorgeburtliches Dasein

"Unter den Göttern eignen wir uns im vorirdischen Dasein die Gabe an, hinzusehen auf den andern Menschen, aufzumerken, wie er fühlt, wie er denkt, aufzufassen mit innerem Anteil das, was er ist. Und hätten wir nicht - man kann es so nennen - den geschilderten Umgang mit den Göttern, wir würden auf der Erde niemals jenes Hineinschauen in den andern Menschen entfalten können, das allein im Grunde genommen das irdische Leben möglich macht. Sie müssen sogar, wenn ich in diesem Zusammenhange von Liebe und namentlich allgemeiner Menschenliebe spreche, an die Liebe in dieser konkreten Bedeutung denken, wie ich sie eben geschildert habe: in der Bedeutung eines wirklich innigen Verständnisses des andern Menschen. Und wenn man zu der allgemeinen Menschenliebe dieses Verständnis des andern Menschen nimmt, dann hat man zu gleicher Zeit mit dem gegeben alles das, was menschliche Moralität ist. Denn die irdische menschliche Moralität beruht, wenn sie sich nicht in bloßen Phrasen oder schönen Redereien bewegt oder in Vorsätzen, die nicht ausgeführt werden oder dergleichen, auf dem Interesse, das der eine Mensch am andern nimmt, auf der Möglichkeit, in den andern Menschen hinüberzuschauen.

Derjenige Mensch, der Menschenverständnis hat, wird aus diesem Menschenverständnis eben die sozial-moralischen Antriebe empfangen. So daß man auch sagen kann, alles moralische Leben innerhalb des Erdendaseins hat der Mensch errungen im vorirdischen Dasein, so errungen, daß ihm von dem Zusammenleben mit den Göttern der Drang bleibt, ein solches Zusammenleben wenigstens in der Seele auch auf Erden auszugestalten. Und dieses Ausgestalten eines solchen Zusammenlebens, so daß der eine Mensch mit dem andern die Erdenaufgaben, die Erdenmission vollbringt, das führt allein in Wirklichkeit zu dem moralischen Leben auf der Erde. Wir sehen also, daß Liebe und die Wirkung der Liebe, die Moralität, durchaus eine Folge, eine Konsequenz desjenigen sind, was der Mensch im vorirdischen Dasein geistig durchgemacht hat." (Lit.: GA 219, S. 62f)

Moral und Ich

Moralisch sein zu können, ist eine Fähigkeit des menschlichen Ichs:

"Im echten Sinn moralisch kann nur das Ich selbst betrachtet werden, nicht einmal beim Astralleib kann man schon von moralischen Impulsen reden. Man kann beim Astralleibe nur insofern von moralischen Impulsen reden, als das Ich während des Lebens im innigen Zusammenhang mit diesem Astralleibe ist und sich dadurch die Impulse der Moralität, die sich im Ich geltend machen, auf den Astralleib übertragen." (Lit.: GA 176, S. 352)

Auf früheren planetarischen Entwicklungsstufen konnte der Mensch noch nicht moralisch sein, denn da hatter er noch kein individuelles Ich. Erst als ihm dieses während der Erdenentwicklung verliehen wurde, konnte er beginnen, aus sich heraus Moral zu entwickeln und im moralischen Empfinden und Tun öffnet er sein Ich dem (geistigen) Kosmos und setzt sich mit ihm in Einklang.

"Alles Moralische beruht auf einem Verhältnis des Gesamtmenschen zur Außenwelt; nicht zur physischen Außenwelt, sondern zu dem, was uns an geistigen Kräften und Mächten umgibt." (Lit.: GA 170, S. 64)

Vollenden wird sich diese Entwicklung erst auf dem künftigen Vulkanzustand.

"Der Mensch steht zum Wahren, Schönen, Guten so, daß er im Wahren öffnet seinen Ätherleib, zunächst den Ätherteil des Kopfes, unmittelbar dem Kosmos. Im Schönen öffnet er seinen astralischen Leib unmittelbar dem Kosmos. In der Moralität öffnet er unmittelbar sein Ich dem Kosmos. Von Moralität konnte man während der Mondenentwickelung noch nicht sprechen, denn da war der Mensch in bezug auf das, was er tat, noch in eine Notwendigkeit, fast in eine Naturnotwendigkeit eingeschaltet. Moralität beginnt erst auf der Erde. Und die Vollendung wird sie erreichen in der Vulkanentwickelung, wenn alles das, was in den Feuerprozessen des Blutes pulsiert, geläutertes Ich sein wird, von der Moralität geläutertes Ich, von der Moralität ganz ergriffenes Ich: wenn Ich-Kräfte des Menschen und Moralkräfte eines und dasselbe sein werden, und sein Blut, das heißt seine Blutwärme – denn das Materielle ist ja nur das äußere Zeichen –, wenn seine Blutwärme das heilige Feuer des Vulkans sein wird." (Lit.: GA 170, S. 74f)

Die 4 Kardinaltugenden hängen eng mit den vier grundlegenden Wesensgliedern des Menschen zusammen. Die Weisheit wirkt unmittelbar durch das Ich, die Tapferkeit oder Herzhaftigkeit wirkt durch den Astralleib, die Besonnenheit durch den Ätherleib und die Gerechtigkeit durch den physischen Leib.

"Wenn wir den Menschen, insofern er in der Moralitätssphäre drinnensteht, betrachten, da werden wir besonders an dasjenige erinnert, was ich gestern darlegte: daß die Griechen noch mehr das Verhältnis des Geistig-Seelischen und des Physischen gefühlt und empfunden haben, als es heute der Fall ist. Daher hat Plato zum Beispiel noch ganz deutlich dieses eigentümliche Verhältnis dargestellt, wie der Mensch erfaßt, ergriffen wird von den Moralitätsimpulsen aus dem geistigen Universum heraus. Plato sagt: Eigentlich gibt es vier Tugenden. Von der Gesamtmoralität wird der Gesamtmensch erfaßt. - Aber alles das ist natürlich mit dem bekannten grano salis zu nehmen. Natürlich würde, wenn der ganze Mensch erfaßt wird, er auch wiederum nach den einzelnen Tugenden abgeteilt. Die erste Tugend, von der Plato spricht, ist die Weisheit - Weisheit als Tugend jetzt genommen, nicht als Wissenschaft. Weil diese Weisheit als Tugend verwandt ist mit dem, was in der Wahrheit erlebt wird, so wenden sich die Kräfte, die gerade die Weisheit aus der Moralitätssphäre heraus ergreift, auch noch an das Haupt des Menschen, so daß wir die Sache so darstellen können:

Die 4 Kardinaltugenden

(Zeichnung I). Plato sagte also: Es wird erfaßt beim moralischen Menschen der Kopfteil von der Weisheit, der Brustteil von dem, was man nennen könnte die Tugend der Herzhaftigkeit - ich kann kein besseres Wort finden -, Starkmut, Tüchtigkeit, aber solche Tüchtigkeit, daß die herzhaften Kräfte drinnen sind: seelische Tüchtigkeit.

Weise - das Wort im Sinne der Tugendhaftigkeit gemeint - ist derjenige Mensch, der sich nicht bloß seinen tierischen Trieben überläßt, sondern der aus der Moral heraus gewisse Ideen hat, die er erfaßt, und nach denen er sich richtet. Aber es strahlt schon der moralische Impuls in das Körperliche, in das Leibliche hinein, auch wenn dieser moralische Impuls in moralischen Weisheitsideen erfaßt wird. Daher können wir sagen: Da strahlt herein in den Menschen die Moralität so, daß wir uns das Hereinstrahlen ins «Ich» vorstellen dürfen (grün). Das wäre also die platonische Weisheitssphäre der Moralität.

Der Brustteil, der das Herz umschließt, wäre das Gebiet, wo die Herzhaftigkeit, der Starkmut, die seelische Tüchtigkeit aus der Moralitätssphäre einstrahlt. Wir können sagen: Da ergreift die Moralität, indem sie weiterstrahlt, insbesondere das Astralische und belebt den Brustteil mit dem Herzen. Wir können also dieses weitere Erstrahlen so zeichnen (gelb). So daß wir haben: Weisheit als Tugend im Kopfteil (grün), Herzhaftigkeit als Tugend im Brustteil (gelb).

Eine dritte Tugend ist, was Plato die Besonnenheit, Sophrosyne, nennt, und die schreibt er dem Unterleib zu, was ganz richtig ist. Der Unterleib ist der Erreger der Triebe des Menschen, aber der Mensch, der mit seinem Nachdenken und Nachfühlen und Nachempfinden die Triebe beherrscht, ist ein besonnener Mensch. Das bloße Ausleben der Triebe, das auch das Tier kennt, ist keine Tugend, sondern erst das Durchsetzen der Triebe mit dem Grade von Bewußtsein, der eben möglich ist, ist Besonnenheit. Das wird dann im Ätherleib erfaßt, weil Gedanken, Besonnenheit, Mut, insofern sie menschlich sind, im Ätherleibe erfaßt werden.Wir müssen also die Zeichnung so gestalten (violett). Also es erfaßt schon die Moralitätssphäre den physischen Menschen als Ganzes, wie ich gestern ausgeführt habe. Der Kopf ist dabei, das habe ich gestern ausdrücklich gesagt.

Und als vierte umfassende Tugend, die nun in den ganzen physischen Leib strömt, von dem ich Ihnen gestern gezeigt habe, daß er eigentlich unsichtbar ist, nennt Plato Dikaiosyne. Das müssen wir übersetzen mit Gerechtigkeit, obwohl das Wort Gerechtigkeit in den modernen Sprachen nicht vollständig damit übereinstimmt; denn Gerechtigkeit müssen wir so nehmen: daß der Mensch sich zu richten weiß, gerecht, richtungsgemäß, daß er einer menschlichen Richtung folgt im Leben. Also es ist nicht das abstrakte Wort Gerechtigkeit bloß gemeint, sondern das Sich-Richtung-Gebende, Sich-Auskennende, Sich-Orientierende im Leben. So daß wir sagen können: Da hat die Einströmung der Moralitätssphäre in den ganzen physischen Leib Anteil als Gerechtigkeit (rot). Auf diese Weise hatten wir schematisch angedeutet, wie in der menschlichen Aura die Moralitätsimpulse hereinstrahlen in den Menschen." (Lit.: GA 170, S. 78ff)

Das Ich kann die moralischen Kräfte nur entwickeln, wenn es sich vom unmittelbaren Einfluss des Leibesleben emanzipiert und seine Impulse direkt aus dem Geistigen schöpft:

"Man wird niemals mit bloßer Philosophie eine Definition des Moralischen geben können, und es ist das Charakteristische gerade der Philosophie, sofern sie Moralphilosophie sein will, daß sie zu einer richtigen, befriedigenden Definition des Moralischen nicht kommt, wenn sie sich nicht auf den Boden stellt, daß es dem Menschen möglich ist, sein Geistig-Seelisches unabhängig vom Leibe in sich zu erleben. Denn eine andere wirkliche Definition des Moralischen ist nicht möglich, als nur diejenige: Moralisch ist das, was der Mensch beschließt, was der Mensch tut durch Kräfte, die unabhängig von seinem Leibe sind. Eine wirklich moralische Tat, ein wirklich moralischer Impuls geht aus denselben Fähigkeiten der Seele hervor, die durch entsprechende Ausbildung zu den hellsichtigen Fähigkeiten führen." (Lit.: GA 159, S. 128f)

"Von einem moralischen Handeln können wir nur dann sprechen, wenn wir von allen äußeren Eindrücken, von allem, wozu wir durch Äußeres gezwungen sind, absehen und nur hinsehen auf das, was aus unserem Inneren heraus spricht. Das ist der wesentliche Grundzug aller moralischen Impulse, daß sie durch sich selbst wahr sind, und die äußeren Verhältnisse nichts beitragen können, wenn irgendeine Handlung als moralisch oder unmoralisch bezeichnet werden soll. Wir werden als das Charakteristische des Moralischen finden, daß alle moralischen Impulse aus unserem innersten Wesenskern aufsteigen müssen. Und wenn es schon im gewöhnlichen Leben außerordentlich nützlich und notwendig ist, daß der Mensch sich klarmacht, daß er nur bei den moralischen Urteilen ganz bei sich selbst ist, oder bei Urteilen, welche in ähnlicher Weise entstehen, so ist dieses für den praktischen Okkultismus geradezu eine Grundforderung. Sie muß anerkannt werden als Grundsatz des Okkultisten. Es kommt darauf an, daß alle Ereignisse bei ihm nach dem Muster der moralischen Impulse ablaufen, daß nichts geschieht in der Seele, wenn man in den höheren Erkenntnispfad eintritt, was nicht nach dem Muster eines wirklichen moralischen Impulses geschieht. Die Ähnlichkeit des Erkenntnispfades mit den moralischen Impulsen geht sogar bis in die Einzelheiten." (Lit.: GA 143, S. 43ff)

Moral und Sündenfall

Die Möglichkeit zur Erkenntnis des Guten und des Bösen wurde dem Menschen durch den Sündenfall, also durch den Einfluss Luzifers gegeben. Durch Luzifer wurde der Mensch von der unbedingten Abhängigkeit von der göttlichen Welt, die ihn zwar zu einem hochmoralischen, aber unfreien Wesen machte, losgerissen und auf den Scheideweg zwischen Gut und Böse geführt. Damit ist die reale Gefahr verbunden, dass der Mensch dem Bösen verfällt, zugleich aber auch die Möglichkeit eröffnet, aus dem eigenen freien Entschluss seines Ichs sein Wirken mit den Intentionen der geistigen Welt in Einklang zu bringen.

"Durch den luziferischen Einfluß ist der Mensch in die Lage gekommen, sich nicht einfach die Motive zu einer Tat zufließen zu lassen, sondern er muß sich die Motive durch seine eigene Arbeit aus den Untergründen seiner Seele heraus erst selbst bereiten. Er muß sich erziehen zu sittlichen Ideen, und dieses Sich-Erziehen zu sittlichen Ideen, das würde der Mensch nicht können, wenn der luziferische Einfluß nicht gekommen wäre. Denn dadurch ist in unsere astrale Natur ein Geistigeres hereingekommen. Dadurch wirkt nicht nur im Ich-Bewußtsein die Idee der Sittlichkeit die so wirken würde, daß es keinem Menschen einfallen würde, das Böse zu tun, da von göttlich-geistigen Wesenheiten die Idee des Guten für eine Handlung unmittelbar vor sein geistiges Auge gestellt würde –, sondern es wirken mit die Triebe und Leidenschaften. Es würde diese Idee gar nicht im Ich-Bewußtsein auftauchen können, wenn nicht seine astralische Natur, individuell gestaltet durch den luziferischen Einfluß, ihr entgegentreten würde. Dieser luziferische Einfluß hat bewirkt, daß in unserer Natur, aus dem Unterbewußten heraus zum Bewußtsein hin, die Läuterung eintreten muß, daß wir uns zu bewußten sittlichen Ideen und Motiven heraufarbeiten müssen im Kampf mit uns selber, und diesen Ideen dann aus eigenem Antrieb folgen. So ist es Luzifer*, der uns fähig macht, den sittlichen Ideen zu folgen, nachdem wir sie uns selbst erst erarbeitet haben." (Lit.: GA 150, S. 91f)

Die übersinnliche moralische Physiognomie des Menschen

Der moralische Entwicklungsgrad des Menschen drückt sich zwar in der Regel nicht direkt in der äußeren, sehr wohl aber in der Physiognomie seiner übersinnlichen Wesensglieder aus:

"Es kann das, was eigentlich ein Egoistisches ist, sehr zurückgedrängt werden unter der Konvention. Aber es ist im Grunde genommen für die moralische Bewertung doch nicht dasjenige maßgebend, was der Mensch tut, sondern man muß tiefer in den menschlichen Charakter, in die menschliche Natur hineinschauen, um den eigentlichen moralischen Wert des Menschen beurteilen zu können. Der moralische Wert drückt sich im astralischen Leibe dadurch aus, daß dieser ein schönes Antlitz nach innen wendet, wenn unegoistische Handlungen, altruistische Impulse im Menschen leben, und einen häßlichen Gesichtsausdruck nach innen wendet, wenn eben egoistische, wenn böse Impulse im Menschen leben. So daß ein Geist, der in dem Menschen drinnen liest, genau ebenso nach dieser Physiognomie beurteilen kann, ob ein Mensch gut oder böse ist, wie man den Menschen nach anderen Eigenschaften an seinem Mienenspiel beurteilen kann. Das alles steht nicht im gewöhnlichen Bewußtsein, aber es ist unweigerlich da. Wenn hier unten eine häßliche Physiognomie sich entwickelt, dann stößt der an den Kosmos gewöhnte Kopf diese Physiognomie zurück, nimmt sie nicht auf, und der Mensch bildet in seinem Ätherischen solch einen Leib aus, wie er beim Ahriman gemacht worden ist, wo das Haupt verkümmert ist, verinstinktiviert ist. Es geht alles in die unteren Glieder des ätherischen Leibes hinein. Das Haupt nimmt das nicht auf, und der Mensch macht sich ahrimanisch in seinem unteren ätherischen Leibe, und durchzieht dann auch sein Haupt mit dem, was dieser ahrimanische Leib noch in das Haupt hineinstößt. Das Haupt bleibt zwar ein Abbild des Kosmos, aber es gehört ihm eigentlich immer weniger und weniger an, weil er es nicht mit seiner eigenen Wesenheit durchdringen kann. Ein unmoralischer Mensch kommt dadurch wenig über sein Leben in der vorigen Inkarnation hinaus. Was sein Haupt geworden ist in der Umbildung aus dem übrigen Leib der vorigen Inkarnation, das bleibt das Haupt auch, und stirbt er, so ist er in bezug auf sein Haupt gar nicht sehr weit gekommen. Dagegen das, was die moralische Phantasie nach innen bewirkt, das strömt beim Menschen bis zum Haupte herauf. Es bewirkt die vertikale Richtung. In der vertikalen Richtung strömt nämlich eigentlich kein Unmoralisches. Dieses schoppt sich zusammen und ahrimanisiert den Menschen. In der vertikalen Richtung strömt nur das Moralische. Und zwar ist das so, daß schon in dem Äther, in dem Wärmeäther des Blutes in vertikaler Richtung die Physiognomie des Unmoralischen zurückgestoßen wird. Das Moralische aber geht mit der Blutwärme schon im Wärmeäther in das Haupt hinauf, noch mehr im Lichtäther, und namentlich im chemischen und Lebensäther. Der Mensch durchdringt mit seinem eigenen Wesen sein Haupt." (Lit.: GA 221, S. 118ff)

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Cicero, De fato 1; Historisches Wörterbuch der Philosophie: Moral, moralisch, Moralphilosophie, Bd. 6, S. 149

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Erfahrungen des Übersinnlichen. Die drei Wege der Seele zu Christus, GA 143 (1994)
  2. Rudolf Steiner: Die Welt des Geistes und ihr Hereinragen in das physische Dasein, GA 150 (1980)
  3. Rudolf Steiner: Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister, GA 159 (1980)
  4. Rudolf Steiner: Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte, GA 170 (1992)
  5. Rudolf Steiner: Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten, GA 176 (1982)
  6. Rudolf Steiner: Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt. Die geistige Kommunion der Menschheit., GA 219 (1994), ISBN 3-7274-2190-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  7. Rudolf Steiner: Erdenwissen und Himmelserkenntnis, GA 221 (1998)