Pelikan

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Pelikan (Schema)
Drei Pelikane
Pelikan

Pelikane (lat. Pelecanidae, Pelecanus) sind eine auf allen Kontinenten, ausgenommen der Antarktika, vertretene Familie und Gattung der Wasservögeln aus der Ordnung der Ruderfüßer, die durch ihren typischen dehnbaren Kehlsack am Unterschnabel, der beim Fischen wie ein Kescher eingesetzt wird, unverwechselbar sind.

Als Pelikan wird auch eine alchemistische Apparatur bezeichnet, mit der die Circulatio , d.h. das Kochen unter Rückfluss, ausgeführt wurde. Der Name leitet sich davon ab, weil das Gefäß an einen Vogel erinnert, der mit dem Schnabel die eigene Brust aufreißt (s.u.) Der Pelikan ist ein dicht verschlossenes doppelbauchiges Gefäss; im unteren Teil wird die Flüssigkeit erhitzt, der Dampf steigt auf, kondensiert im oberen Teil und wird durch die zwei für den Pelikan typischen Rohre wieder nach unten geleitet und so die sogenannte zirkuläre oder rotierende Destillation inn Gang gebracht. Durch die wiederholte Verdampfung sollte die Ausgangssubstanz im unteren Teil des Pelikans nach und nach von negativen erdverhafteten geistigen Kräften befreit und der Dampf im oberen Teil mit positiven kosmischen geistigen Kräften durchdrungen werden, die dann mit dem Kondensat nach unten flössen. Durch die wiederholte Verdampfung und Kondensation sollten die positiven geistigen Kräfte in der Flüssigkeit konzentriert werden. Vermutlich wird durch diese zirkuläre Prozedur eine Dynamisierung der Ausgangssubstanz erreicht, wie sie, auf freilich ganz anderem Weg, in der Homöopathie durch die Potenzierung durch rhythmische Verdünnung und Schütteln erzielt wird.

Der Pelikan galt auch als symbolisches Bild für den Stein der Weisen, der sich bei der sogenannten projectio auflöst, also gleichsam stirbt, um unedle Metalle zu Gold zu verwandeln, so wie sich in der christlichen Symbolik der Pelikan, als Symbol für den Christus, die Brust aufreist und sich hinopfert, um seine Jungen mit seinem eigenen Herzblut zu nähren.

Siehe auch