Philia

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Philia (griech. φιλεω - Ich liebe aus Pflicht, Substantiv Philia) ist eine Art der Liebe. Sie wird auch als Freundschaftsliebe oder Gegenseitige Liebe bezeichnet. In den Mysteriendramen Rudolf Steiners tritt Philia auch als eine der drei geistigen Wesenheiten auf, welche die Verbindung der menschlichen Seelenkräfte mit dem Kosmos vermitteln; sie steht dort für die Kräfte der Empfindungsseele.

Der Begriff wurde durch Aristoteles geprägt, der Philia in seinem Werk Nikomachische Ethik beschrieb. Auf den Seiten 1155r 18–19 werden die drei Arten der Philia genannt:

  • Philia basierend auf beiderseitigem Interesse (konditionelle Interessenliebe):
    Dabei ist Philia abhängig von der Reaktion des/der Geliebten. Progressiv - wenn Du gibst, bekommst Du zurück. Sie kann aber auch regressiv sein, weil sie sich immer weiter abbaut, wenn die Reaktionen des Partners abnehmen. Sie hängt also immer von dem ab, was zurück kommt.
    Beispiele: Ich liebe Dich, wenn wir miteinander schlafen ...; Ich liebe Dich, wenn Du mich heiratest ...; Ich liebe Dich, weil Du so schön bist ...; Ich liebe Dich, weil Du mich versorgst ...
  • Philia basierend auf beiderseitigem Vergnügen (Liebe ist, wenn es gefällt)
  • Philia basierend auf beiderseitiger Anerkennung (Liebe im Ursinn):
    Aristoteles schreibt, dass dieser Typ die beiden anderen inkludiert und jedenfalls die nobelste Art der Philia ist.

Weitere Arten der Liebe sind Stoika, Eros und Agape.

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Philia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.