Physisch

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Als physisch (von griech. φύσις, physis) wird im Zuge der planetarischen Weltentwicklungsstufen der jeweils mittlere, vierte Formzustand einer Runde bezeichnet.

Im antiken Griechenland wurde der zugehörige Begriff zunächst noch ganz auf das lebendige Wachstum der Pflanzen bezogen. Das älteste überlieferte Zeugnis dafür findet sich in der Odyssee des Homer[1] Ins Lateinische übertragen wurde der Begriff als natura (lat. nasci, entstehen, geboren werden). Man hatte damals noch ein Empfinden dafür, dass das Physische, das wir heute als ein vollkommen Totes ansehen, in Wahrheit aus einem lebendigen formbildenden Bildungsprozess hervorgegangen ist.

Im physischen Formzustand hat man es mit räumlichen Formen zu tun, die aber nicht notwendigerweise sinnlich sichtbar und tastbar sein müssen. Tatsächlich ist die reine physische Form übersinnlicher Natur, und nur die mit irdischen Stoffen erfüllte Form wird sinnlich sichtbar. Die übersinnliche physische Formgestalt des physischen Leibes wird auch als Phantom bezeichnet, und sie ist gemeint, wenn von der Auferstehung des Leibes gesprochen wird.

Zu beachten ist, dass die Begriffe physisch und mineralisch nicht gleichbedeutend sind. Das Mineralische, der mittlere der sieben Lebenszustände, entwickelt sich durch alle Formzustände hindurch, von denen der physische Zustand nur wiederum der mittlere ist.

Anmerkungen

  1. ὣς ἄρα φωνήσας πόρε φάρμακον ἀργεϊφόντης ἐκ γαίης ἐρύσας, καί μοι φύσιν αὐτοῦ ἔδειξε. (Also sprach Hermeias [im Original: Argeiphontes], und gab mir die heilsame Pflanze, die er dem Boden entriß, und zeigte mir ihre Natur an: Ihre Wurzel war schwarz, und milchweiß blühte die Blume.) Odyssee 10.302-4. Übersetzung von Johann Heinrich Voß, digibib und Wikisource.