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Physische Welt
Die physische Welt im weitesten Sinn wird oft auch als physischer Plan, Welt des Verstandes und gemeinsam zusammengefasst mit der Ätherwelt als physisch-ätherische Welt bezeichnet. In der jüdischen Kabbala wird die physisch-materielle Welt Assiah (hebr. עולם עשיה, Olam Asiyah, die Welt der Tat) genannt. Die Ätherwelt heißt in der jüdischen Kabbala Jetzira, auch Jetzirah oder Yetzirah (hebr. עולם יצירה, Olam Yetsirah, die Welt der Formgebung.
Mit der physischen Welt im engeren Sinn ist der Bereich der vier Elemente gemeint, während die physisch-ätherische Welt insgesamt sieben Stufen umfasst:
| } | physische Welt | |
| } | ätherische Welt, Ätherwelt |
Die 3 obersten Bereiche der physisch-ätherischen Welt, also die Bereiche des Licht-, Klang und Lebensäthers, überschneiden sich nach Rudolf Steiner mit den niedersten Regionen der Astralwelt - und genau hier ist das sogenannte Kamaloka zu finden:
"Wenn wir vom physischen Plan ausgehen, so haben wir hier (es wird gezeichnet) sieben Unterabteilungen des physischen Planes; dann kämen sieben Unterabteilungen des Astralplanes. Von diesen fallen die drei untersten mit den drei obersten des physischen Planes zusammen. Wir müssen den Astralplan mit dem physischen Plan so zusammengeschoben betrachten, daß die drei obersten Partien des physischen Planes zugleich die drei untersten Partien des Astralplanes sind. Wir können von einer Randzone sprechen, das ist die, welche unsere Seelen nach dem Tode nicht verlassen können, wenn sie durch Begierden noch an die Erde gefesselt sind. Man nennt sie Kamaloka." (Lit.: GA 101, S 223)
Physische Welt und stoffliche Welt
Die physische Welt muss deutlich unterschieden werden von der stofflichen Welt einerseits und der sinnlichen Welt anderseits:
Die physische Welt ist die Welt der physischen Formkräfte und -gesetze. In ihrer reinen Gestalt ist sie nur übersinnlich zu erleben. Für die sinnliche Wahrnehmung wird die Welt der physischen Formen erst dadurch sichtbar, dass sie sich mit Stoffen erfüllt. Die Stoffe breiten sich verdunkelnd über die übersinnlichen Welten und wirken als Spiegel, der die Astralwelt in Form der äußerlich wahrgenommenen Sinnesqualitäten und der innerlich erlebten Begierden, der Wünsche und als Lust oder Unlust in das Bewusstsein zurückwirft und die Geisteswelt, das Devachan, dem Menschen in der Form des irdischen Gedankenlebens offenbart. Dadurch entsteht unser irdisches Bewusstsein als Gegenstandsbewusstsein, in dem Subjekt und Objekt (scheinbar) voneinander geschieden sind.
Auf dem physischen Plan hat der Lebensäther sein wahres Leben:
"Der siebente ist der physische Plan. Da lebt der Lebensäther in seinem eigentlichen Elemente. Beim Lebensäther nimmt man das Leben wahr. Der Lebensäther wird auch atomistischer Äther genannt, weil er auf diesem Plan sein eigenes Leben, seinen eigenen Mittelpunkt hat. Was auf demselben Plan lebt, hat auf demselben Plan seinen Mittelpunkt." (Lit.: GA 93a, S 46)
Literatur
- Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987) [1]
- Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992) [2]
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net und im Rudolf Steiner Online Archiv. Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de. |