Plane

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Sieben Plane, Ebenen oder Welten werden von Rudolf Steiner in Anlehnung an die indisch-theosophische Überlieferung unterschieden, die mit der regulären Entwicklung unserer Planetenkette zusammenhängen. Dazu kommt dann noch die sogenannte achte Sphäre:

1. Physischer Plan, physische Welt, physisch-ätherische Welt, Welt des Verstandes
  • Erde
  • Wasser
  • Luft
  • Wärme
  • Lichtäther
  • Klangäther
  • Lebensäther
} physische Welt (hebr. עולם עשיה Olam Assiah, die Welt der Tat)
} ätherische Welt, Ätherwelt (hebr. עולם יצירה Olam Jetzira, die Welt der Formgebung).
2. Astralplan, astralische Welt, Seelenwelt, Seelenland, elementarische Welt, imaginative Welt (hebr. עולם בריאה Olam Briah, die Welt der Schöpfung)
  • Region der Begierdenglut
  • Region der fließenden Reizbarkeit
  • Region der Wünsche
  • Region von Lust und Unlust
} Kamaloka (niedere Seelenwelt)
  • Region des Seelenlichtes
  • Region der tätigen Seelenkraft
  • Region des Seelenlebens
} höhere Seelenwelt
3. Devachan oder Mentalplan, geistige Welt, Geisterland (hebr. עולם אצילות Olam Atziluth, die Welt der Erhabenheit)
  • Kontinentalgebiet (Urbilder des Physischen)
  • Meeresgebiet (Urbilder des Lebendigen)
  • Luftkreis (Urbilder des Seelischen)
  • Ätherkreis (urbildliche Gedanken)
} Rupa-Devachan (unteres oder niederes Devachan, himmlische Welt, Welt der Sphärenharmonie, Welt der Inspiration)

an der Grenze zwischen unterem und oberem Devachan beginnt jener Teil der Akasha-Chronik, der alles enthält, was je gedacht worden ist.

  • Keimpunkte des Seelischen
  • Keimpunkte des Lebendigen
  • Keimpunkte des Physischen
} Arupa-Devachan (oberes oder höheres Devachan, Vernunftwelt, Welt der wahren Intuition)
4. Buddhiplan, Shushuptiplan, Welt der Vorsehung, Urbilderwelt, Welt der Urbilder
5. Nirvanaplan } Nirvana (hier entspringt das Schaffen aus dem Nichts und von hier stammt der geistige Wesenskern des Menschen, die Monade)
6. Parinirvanaplan
7. Mahaparinirvanaplan
Die sieben Plane und die achte Sphäre.

Für ein grundlegendes Verständnis der einzelnen Plane und ihren inneren Zusammenhang gibt Rudolf Steiner folgende Anregungen:

"Des Menschen passives Denken über die Dinge setzt aktives Denken voraus, setzt voraus, daß die Dinge erst durch den Gedanken geschaffen sind. Unser menschliches passives Denken setzt ein aktives voraus. Für jeden passiven Gedanken muß ein aktiv-schöpferischer Gedanke vorausgegangen sein. Jedes Gefühl, jede Empfindung, alles passive Erleben im Astralkörper setzt ein aktives Bewirken dieses astralen Erlebens voraus. Alles, was ringsherum in der Welt erscheint, setzt ein ins Daseinrufen der Erscheinungen voraus. Licht wäre nicht da, wenn das Licht nicht bewirkt worden wäre; Sein wäre nicht da, wenn es nicht bewirkt worden wäre, das Wahrnehmen setzt ein Offenbaren der Erscheinung voraus. Überall in der Welt finden wir das Dreifache:

Aktives und passives Denken,
Aktives und passives Leben,
Aktives und passives Sein.

Alles, was für den Menschen passives Sein ist, nennt man den physischen Plan, das ist der Inbegriff alles passiven Seins. Den Inbegriff alles passiven Lebens nennt man den Astralplan. Den Inbegriff alles passiven Denkens nennt man den Rupa-Mentalplan.

Den Inbegriff alles aktiven Denkens nennt man den Arupa-Mentalplan.
Den Inbegriff alles aktiven Lebens nennt man den Budhiplan.
Den Inbegriff alles aktiven Seins nennt man den Nirvanaplan.

Das sind die fünf [sechs] uns bekannten Pläne. Der Nirvanaplan hat die intensivste Tätigkeit, denn auf ihm wird sogar das Sein geschaffen.

Wenn man im Sinne dieser Pläne den Menschen betrachtet, so wird man sehen, daß jedem Gedanken, den der Mensch denkt, als Reaktion auf dem entsprechenden andern Plan, ein anderer, aktiver Gedanke folgt. Wenn man auf dem niederen Mentalplan einen Gedanken hegt, bewirkt dies ein Gegenbild auf dem höheren Mentalplan. Wenn man ein Gefühl hegt, bewirkt dies ein Gegenbild auf dem Budhiplan. Wenn man auf dem physischen Plan tätig ist bewirkt dies ein Gegenbild auf dem Nirvanaplan. Wie früher der aktive Gedanke unser passives Denken geschaffen hat, so schafft sich ein aktiver Gedanke ein entsprechendes passives Gegenbild auf dem höheren Mentalplan und so weiter. Es kann also kein Gedanke von uns gefaßt werden, der nicht sein Gegenbild hätte, ebenso kein Gefühl, keine Handlung.

Die Summe von all diesen Gegengedanken, Gegenerlebnissen, Gegenhandlungen nennt man Akasha-Chronik. Man kann also alle Gedanken des Menschen lesen auf dem höheren Mentalplan, alle Gefühle und Erlebnisse auf dem Budhiplan und alle Handlungen auf dem Nirvanaplan. Die Wesenheiten, welche nun den Zusammenhang zwischen den Gegenbildern und dem Menschen regeln, haben eine große Bedeutung. Die Gedanken lebt der Mensch auf dem Mentalplan aus. Was der Mensch in Gedanken abmacht, geschieht alles auf dem Mentalplan. Dort, im Devachan, baut er sich zwischen Tod und neuer Geburt den Charakter seines Gedankenkörpers für das neue Leben auf. Dort sind die Gegenbilder seiner früheren Gedanken. Die zieht er an seinen vom Physischen und Astralen befreiten Mentalkörper heran und bildet sich so seinen künftigen Mentalkörper nach den von ihm geschaffenen Gedankenbildern. Dagegen würde er nicht von selbst die Gegenbilder seiner Erlebnisse und Handlungen mit sich verbinden können. Das unterliegt von außen regelnden Wesenheiten, den Herren des Karma, den Lipikas, die die geschaffenen Gegenbilder der Gefühle und Taten des Menschen auf dem Budhi- und dem Nirvanaplan mit ihm - der schon wieder die kamische und andere Hüllen um sich hat - in Zusammenhang bringen für die folgenden Inkarnationen." (Lit.: GA 89, S 174ff)

Im Leben nach dem Tod dringt das Bewusstsein des Menschen bis zum oberen Devachan hinauf:

"Wenn der Mensch sein Leben durchwandelt, geht er von der Geburt oder auch von der Empfängnis zum Tode, dann vom Tode zu einer neuen Geburt. Auf dem Wege zur neuen Geburt macht er nach dem Tode zunächst die astralische Welt durch, dann das, was wir den unteren Teil der devachanischen Welt nennen und danach den oberen Teil der devachanischen Welt. Wenn wir europäische Ausdrücke gebrauchen, nennen wir den physischen Plan die kleine Welt oder die Welt des Verstandes, das Astralische die Welt des Elementarischen, das untere Devachan die himmlische Welt und das obere Devachan die Vernunftwelt. Und weil der europäische Geist sich erst nach und nach heraufarbeitet, um in seiner Sprache die entsprechenden wirklichen Ausdrücke zu haben, so hat dasjenige, was über der devachanischen Welt liegt, einen religiös gefärbten Ausdruck bekommen und heißt so die «Welt der Vorsehung», das ist dasselbe wie der Buddhiplan. Was darüber ist, das konnte das alte Hellsehen zwar überblicken und alte Überlieferungen konnten es der Menschheit geben, aus den europäischen Sprachen heraus konnte ihm aber kein Name gegeben werden, weil heute erst der Seher sich wieder dazu heraufarbeitet. So daß über der Welt der Vorsehung eine Welt liegt, für die es in ganz ehrlicher und richtiger Weise den Namen in den europäischen Sprachen noch nicht geben darf. Sie ist wirklich da, nur ist das Denken noch nicht so weit, um sie charakterisieren zu können; denn es kann auch nicht ein beliebiger Name gefunden werden für das, was sonst im Orientalischen «Nirwana» genannt wird und was über der «Welt der Vorsehung» liegt." (Lit.: GA 116, S 31f)

Bodhisattvas reichen mit ihrem Bewusstsein bis zum Buddhi-Plan hinauf, wo ihnen der Christus als geistiger Lehrer entgegentritt, und wenn sie die Buddha-Würde erlangt haben sogar bis in die Bereiche des Nirwana.

"So steigen die Bodhisattva-Wesenheiten zwischen zwei Inkarnationen hinauf bis zum Buddhiplan, und bis zum Buddhiplan reicht dasjenige, was ihnen vollbewußt als Lehrer entgegentritt: die Wesenheit des Christus. Auf dem Buddhiplan begegnen sich die Bodhisattvas und der Christus. Und wenn die Menschen weiterschreiten und diejenigen Eigenschaften entwickeln, die ihnen durch die Bodhisattvas eingeträufelt werden, dann werden sie auch immer reifer werden, um in dieselbe Sphäre hinaufzudringen." (Lit.: GA 116, S 33)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Bewusstsein, Leben, Form. Grundprinzipien der geisteswissenschaftlichen Kosmologie., GA 89 (2001), Berlin, 3. November 1904
  2. Rudolf Steiner: Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewusstseins, GA 116 (1982), Erster Vortrag, Berlin, 25. Oktober 1909
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