Planetensphären

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Peter Apian, Cosmographia, Antwerpen 1524

Sieben Planetensphären, die mit den klassischen sieben Planeten korrespondieren und gemeinsam die Hebdomas (griech. εβδομάς „Siebenheit“) bilden, umgeben aus geozentrischer okkulter Sicht in konzentrischen Kreisen die Erde und konstituieren unser gegenwärtiges Sonnensystem. Die eigentliche Realität der Planetensphären liegt nicht auf dem äußeren Physischer Plan, sondern auf dem Astralplan. Hier begrenzen die einander teilweise durchdingenden Planetensphären die Herrschaftsgebiete der höheren geistigen Hierarchien, die mit der Erd- und Menschheitsentwicklung verbunden sind.

Die höheren Sphären

Die sieben Planetensphären sind umgeben von der Fixsternsphäre mit dem Tierkreis, dem Herrschaftsgebiet der Cherubim (Tierkreiswesenheiten) und Seraphim. Im mittelalterlichen Weltbild schließt sich daran als 9. Sphäre der Kristallhimmel, der zugleich das Primum Mobile ist. In der christlichen Überlieferung wurde der Begriff des Kristallhimmels oder der Kristallsphäre aus der Genesis abgeleitet, wo am zweiten Schöpfungstag von der Feste (lat. firmamentum, hebr. ‏רקיע‎, rakía) gesprochen wird, durch die die himmlischen und irdischen "Wasser" voneinander geschieden werden. Die oberste Weltensphäre ist das Empyreum (lat. empyreus „im Feuer“, von altgriech. ἔμπυρος émpyros), der Feuerhimmel, der Wohnsitz der höchsten Gottheit, der Trinität.

Planetensphären und Karma

Nach antiker Anschauung bestimmen die sieben Planeten das Schicksal (Heimarmene) des Menschen. Die Gnostiker sahen sie als niederes Reich der geistigen Finsternis und des Verderbens über dem sich die lichte Welt des Pleromas erhebt.

Rudolf Steiner hat schicksalsbestimmende und menschenbefreiende Planeten unterschieden. Die erdnahen inneren Planeten Mond, Merkur und Venus tragen das Karma in die Gemütsanlage und das Temperament des Menschen hinein; die äußeren Planeten Mars, Jupiter und Saturn fördern die menschliche Freiheit (Lit.: GA 228, S. 24ff).

Die Planetensphären und das Leben zwischen Tod und neuer Geburt

Im Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchwandert der Mensch schrittweise die einzelnen Planetensphären und hält sich dort jeweils für eine bestimmte Zeit auf:

"Auf der Erde leben wir zwischen Geburt und Tod. Zwischen Tod und neuer Geburt steht der Mensch in einer gewissen Verbindung mit den anderen Planeten. Sie finden in meiner «Theosophie» beschrieben das Kamaloka. Dieser Aufenthalt des Menschen in der Seelenwelt ist eine Zeit, während welcher der Mensch ein Mondbewohner wird. Dann wird er ein Merkurbewohner, dann ein Venusbewohner, dann ein Sonnen-, Mars-, Jupiter-, Saturnbewohner und dann ein Bewohner des weiteren Himmels- oder Weltenraumes. Man redet nicht unrichtig, wenn man sagt, daß zwischen zwei Inkarnationen auf der Erde Verkörperungen auf anderen Planeten liegen, geistige Verleiblichungen. Der Mensch ist heute noch nicht so weit in seiner Entwickelung, daß er sich in seiner Inkarnation erinnern kann an das, was er erlebt hat zwischen Tod und neuer Geburt, aber in der Zukunft wird das möglich sein. Wenn er auch jetzt sich nicht erinnern kann an das, was er zum Beispiel auf dem Mars erlebt hat, so hat er aber doch die Kräfte des Mars in sich, wenn er auch nichts davon weiß. Man kann durchaus sagen: Jetzt bin ich ein Erdenbewohner, aber die Kräfte in mir schließen in sich etwas, was ich mir auf dem Mars angeeignet habe." (Lit.: GA 130, S. 318)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das esoterische Christentum und die geistige Führung des Menschen, GA 130 (1987), Neuchâtel, 18. Dezember 1912
  2. Rudolf Steiner: Initiationswissenschaft und Sternenerkenntnis, GA 228 (2002), ISBN 3-7274-2280-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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