Polarische Zeit

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Die polarische Zeit, auch als erste Wurzelrasse bezeichnet, ist das erste der sieben Hauptzeitalter, in die sich die eigentliche Erdentwicklung, die 4. Runde der gesamten Erdentwicklung, gliedert (Anm.: 1). Der Name dieser Entwicklungsepoche leitet sich davon ab, dass sich diese ursprünglichen Erdenverhältnisse der polarischen Zeit am längsten um den Nordpol herum bewahrt haben.

Am Ende der dritten Runde der Erdentwicklung war die ganze Erde in ein rein geistiges Dasein, in ein sog. kleines Pralaya übergetreten. Jetzt, am Beginn der vierten Runde, stieg sie zunächst wieder zum astralen Formzustand herab. Der Mensch hatte sich damals aus den früheren Entwicklungszuständen den physischen Leib, den Ätherleib und den Astralleib mitgebracht. All das erschien nun zuerst in astraler Form. Der Mensch war also ein Wesen mit physischen, ätherischen und astralischen Gesetzmäßigkeiten, die aber in rein seelischer Form vorlagen, und die ganze, im Astrallicht leuchtende Weltkugel, die sich nun formte, bestand ausschließlich aus diesen astralen Menschengebilden.

Dann verdichtete sich inmitten dieses Seelengebildes eine physisch-ätherische Feuerform, wie es sie ähnlich auf dem alten Saturn in seinem dichtesten Zustand gegeben hatte. Die aus den Menschengebilden bestehende Erde trat damit allmählich in den physischen Formzustand über. Diese Feuerform wurde durchwoben und differenziert von den Wirkungen verschiedenster geistiger Wesenheiten, wobei sich die Menschenwesenheiten noch fast ganz im unverdichteten astralischen Umkreis der Erde aufhielten. Nur in einem Punkt berührten sie die physisch-ätherische Feuererde mit ihrer eiförmigen Seelenform, die dadurch wie von Lebenswärme umspielt erschien. Wie die Eichelfrucht in ihrem Becher ruhte die menschliche Seelenform in diesem Feuergebilde. Und die äußere Wärme erregte inneres Leben im Menschen, indem sich die astrale Form, in der der Ätherleib bislang vorlag, zum Lebensäther verdichtete. Dem Astralleib gliederte sich dadurch die Anlage zur Empfindungsseele ein. Und im Feuer und in der Empfindungsseele wirkten die Archai. Die Menschenwesenheit bestand damals also aus der Empfindungsseele, dem Astralleib, einem aus Lebensäther gewobenen Ätherleib und einem physischen Leib aus Feuer.

Sonne, Mond, Erde und alle anderen Planeten bildeten noch einen gemeinsamen ätherischen Himmelskörper, der sinnlich noch nicht wahrgenommen werden konnte. Die Feuererde verdichtete sich nun weiter zum Luftzustand. Sie glich einem Nebel aus lauter feinen ätherischen Keimpunkten, von denen jeder das geistige Urbild der Menschengestalt in sich trug, das dem Seher als prächtige Lichtgestalt erscheint. Umgeben war das ganze Gebilde von der Geistatmosphäre, die die künftigen Menschenseelen in sich trug. Es gab noch keine physische Fortpflanzung und Vermehrung der ätherischen Menschenkeime, doch wurden sie von den aus dem Umkreis wirkenden geistigen Kräften immer stärker durchformt.

Der Menschenleib bestand nun aus einem feinen von Licht durchstrahlten Gasleib in Gestalt einer Art Blütenkrone. Geistig wurzelte der Mensch noch ganz in den höheren geistigen Wesenheiten; sein eigenes Bewusstsein glich dem einer Pflanze, es war noch ein reines Schlafbewusstsein. Äußerlich waren diese Menschengebilde noch immer nicht sichtbar und es gab damals auch noch kein äußeres Licht. So wie die Wärme im Menschen das innere Leben entzündet hatte, so erregte die ihn umspielende Luft nun in ihm den geistigen Ton. Der Lebensäther verdichtete sich zum Klangäther. Die Gebilde waren nun tönend in ihrem Ätherleib und gliederten sich nach ihrem Grundton in sieben Arten auf. Gleichzeitig wurde dem Astralleib die erste Anlage zur Verstandes- oder Gemütsseele eingegliedert. In der Luft und in der Verstandesseele wirkten die Erzengel.

Nicht alle Menschenseelen konnten diese Verdichtung zum Luftelement ertragen. Darum wurde der Saturn als eigenständiger Himmelskörper aus dem gemeinsamen Gebilde herausgelöst, um für sie einen geeigneten Wohnplatz zu schaffen.

Nun gab es aber als Überbleibsel der alten Mondenentwicklung auch solche Astralwesen, die weiter zurückgeblieben waren als die niedersten Menschenseelen. Sie sind die Vorfahren des Tierreichs. Die so entstandenen Tiere hatten allerdings Seelen, die nicht in dem einzelnen Tier wohnen konnten, sondern als Gruppenseele wirken mussten.

So gestaltete sich allmählich aus dem Uräthernebel ein physisch sichtbarer, von Wärme, Luft und Licht durchdrungener Dunstball heraus, der wie eine Sonne sein Licht in den Kosmos hinausstrahlte. In diesem Licht lebten die noch alle Hierarchien bis hinauf zu den Seraphim gemeinsam mit der Erde und das Licht, das die Erde durchdrang, war die Kraft der Liebe. Damit wurde aber bereits zur nächsten Epoche, zur hyperboräischen Zeit übergeleitet.

Anmerkungen

  1. Die eigentliche Erdentwicklung beginnt in der vierten und mittleren der sieben sog. Runden, während der sich das Erdendasein entfaltet. In den ersten drei Runden wurden frühere Verkörperungszustände der Erde in abgekürzter Form wiederholt, um die Früchte dieser früheren Daseinsformen für die eigentliche Erdentwicklung reif zu machen. Auf die eigentliche Erdentwicklung, die vierte Runde, werden noch drei weitere Runden folgen, in denen künftige neue Verkörperungen der Erde in gewissem Sinn andeutungsweise vorweggenommen werden.
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