Quecksilber

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Cinnabarit mit Tropfen von gediegenem Quecksilber

Quecksilber (von althochdeutsch quecsilbar zu germanisch kwikw „(quick)lebendig“, was soviel wie lebendiges Silber bedeutet), der zum Stoff verdichtete Mercurius der Alchemisten, ist ein metallisches chemisches Element mit dem chemischen Zeichen Hg (gr., lat. hydrargyrum, abgeleitet von griech. hydor „Wasser“ und argyros „Silber“ und dem lateinischen Suffix -um, was soviel wie flüssiges Silber bedeutet, eine Namensgebung, die auf Dioskurides zurückgeht). Als einziges Metall ist Quecksilber unter irdischen Normalbedingungen flüssig und zählt nach okkulter Tradition zu den sieben Planetenmetallen und wird dem Merkur zugeordnet.

Quecksilber findet man in der Natur hauptsächlich in Gegenden mit ehemals vulkanischer Aktivität als Zinnober (Cinnabarit = Drachenblut, HgS), aus dem es durch das Röstverfahren gewonnen werden kann: HgS + O2 → Hg + SO2. Sehr viel seltener kommt Quecksilber auch gediegen vor.

Vor der Etablierung der Antibiotika wurden "Quecksilberkuren" noch gegen die Syphilis eingesetzt. Doch nun ist der Hauptanwendungsbereich des "Mercurius" in der HNO-Heilkunde zu finden, etwa als Mercurius cyanatus (D4-D6), als Mercurius bijodatus (D4-D6) und als Zinnober (D6).

"Alle unsere jetzigen Metalle sind erst allmählich so geworden, wie sie jetzt sind. Gold, Silber, Platin und so weiter verhalten sich alle so: Wenn man sie erhitzt, so werden sie zuerst warm, dann flüssig, dann gasförmig. So waren einstmals alle Metalle in der gasförmigen Erde. Gold hat sich auch erst verdichtet mit der Erde, es war einstmals ganz ätherisches Gold. Wenn wir zurückgehen zu der Zeit, als die Erde noch mit der Sonne vereinigt war, da gab es da drinnen noch kein festes Gold. Die Teile des weißen Sonnenäthers sind flüssig und dann fest geworden. Das sind die Goldadern, die jetzt in der Erde sind. Gold ist verdichtetes Sonnenlicht, Silber aber ist verdichtetes Mondenlicht. Alle mineralischen Stoffe haben sich allmählich verdichtet. Wenn die Menschen nun sich immer mehr vergeistigen werden, dann wird das Quecksilber (Merkur) fest werden. So wie das Wasser jetzt, so bildeten einstmals auch das Gold und das Silber Tropfen. Es hängt mit dem ganzen Prozeß der Erdenentwickelung zusammen, daß das Merkur jetzt noch flüssig ist. Es wird fest werden, wenn der Götterbote Merkur seine Aufgabe erfüllt haben wird. Vom Merkur ist damals, in der Mitte der atlantischen Wurzelrasse, in ätherischer Form das Quecksilber geholt worden. Hätten wir nicht das Quecksilber, so hätten wir nicht das Christus-Prinzip. In den Tropfen des Quecksilbers hat man das zu sehen, was in der Mitte der atlantischen Zeit der Erde einverleibt wurde." (Lit.: GA 093a, S. 207f)

"Das Quecksilber ist ein Metall, das Verwandlungen durchmachen wird, aber Verwandlungen zum Vollkommenen. Das Quecksilber hat als Metall noch nicht alle diejenigen Kräfte pulverisiert, die ein jeder Stoff im Geistigen hat, bevor er Stoff wird. Es wird in der Zukunft noch Wesentliches aus seiner Spiritualität heraussetzen können und wird noch andere Formen annehmen können, so daß in der Welt des Mineralischen in gewisser Weise das Quecksilber dem menschlichen Kehlkopfe entspricht und auch in einer gewissen Weise dem Organ, dessen Anhangsorgan der Kehlkopf ist, der Lunge. Andere Metalle, sagen wir zum Beispiel das Kupfer, das ist dafür in einer Art absteigender Entwickelung. Das wird in der Zukunft so sich zeigen: Es hat nicht mehr innere spirituelle Kräfte, die es heraussetzen kann, sondern es muß immer mehr und mehr sich bloß zersplittern, bloß zerfallen, bloß zum Weitenstaube werden." (Lit.: GA 134, S. 105f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987), ISBN 3-7274-0935-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes, GA 134 (1990), ISBN 3-7274-1340-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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Weblinks

  1. Quecksilber - Artikel in der deutschen Wikipedia.