Rishis

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Die sieben heiligen Rishi, die Saptarishis (Sanskrit, m., ऋषि, ṛṣi Rishi, von dṛṣ = sehen) waren jene Seher und Weise, die die urindische Kultur begründet haben. In der indischen Überlieferung wird in den Brahmanas von ihnen gesprochen. Das Shatapatha Brahmana 14,5,2,6, gibt ihnen die Namen Gotama, Bharadvaja, Vishvamitra, Jamadagni, Vasishtha, Kashyapa und Atri. Im Mahabharata werden Marici, Atri, Angiras, Pulaha, Kratu, Pulastya und Vasishtha genannt. Nach dem Atharvaveda wird durch ihr Opfer die Welt gestaltet.

Im äußeren Leben erschienen die Rishis als schlichte Menschen, doch wenn sie gemeinsam in tiefer Meditation versenkt waren, konnten sie von hohen geistigen Wahrheiten künden. Sie waren Schüler des Manu, des großen Führers des atlantischen Sonnenorakels, der ihnen die erhalten gebliebenen Ätherleiber der sieben größten atlantischen Orakelpriester einverwoben hatte.

"Die Genossen des Christus-Eingeweihten waren Menschen mit hoch entwickeltem Verstande, aber von allen Menschen jener Zeit hatten sie die geringsten Erfahrungen auf übersinnlichem Gebiete. Mit ihnen zog jener Eingeweihte von Westen nach Osten, nach einem Gebiete in Innerasien. Er wollte sie möglichst behüten vor der Berührung mit den in der Bewußtseinsentwickelung weniger vorgeschrittenen Menschen. Er erzog diese Genossen im Sinne der ihm offenbaren Geheimnisse; namentlich wirkte er in dieser Art auf deren Nachkommen. So bildete er sich eine Schar von Menschen heran, welche in ihre Herzen die Impulse aufgenommen hatten, die den Geheimnissen der Christus-Einweihung entsprachen. Aus dieser Schar wählte er die sieben besten aus, daß sie solche Lebensleiber und Astralleiber haben konnten, welche den Abdrücken der Lebensleiber der sieben besten atlantischen Eingeweihten entsprachen. So erzog er je einen Nachfolger der Christus-, Saturn-, Jupiter- usw. Eingeweihten. Diese sieben Eingeweihten wurden die Lehrer und Führer derjenigen Menschen, welche in der nachatlantischen Zeit den Süden von Asien, namentlich das alte Indien besiedelt hatten. Da diese großen Lehrer eigentlich mit Nachbildern der Lebensleiber ihrer geistigen Vorfahren begabt waren, reichte das, was in ihrem Astralleibe war, nämlich ihr selbstverarbeitetes Wissen und Erkennen, nicht bis zu dem, was ihnen durch ihren Lebensleib enthüllt wurde. Sie mußten, wenn diese Offenbarungen in ihnen sprechen sollten, ihr eigenes Wissen und Erkennen zum Schweigen bringen. Dann sprachen aus ihnen und durch sie die hohen Wesenheiten, welche auch für ihre geistigen Vorfahren gesprochen hatten. Außer in den Zeiten, wo diese Wesenheiten durch sie sprachen, waren sie schlichte Menschen, begabt mit dem Maße von Verstandes- und Herzensbildung, das sie sich selbst erarbeitet hatten." (Lit.: GA 13, S 272)

"Der atlantische Eingeweihte des Sonnenorakels ist aber kein anderer als derjenige, der so oft der Manu genannt wird, der herüberführte nach Asien die atlantische Bevölkerung in ihrem Rest, um die nachatlantischen Kulturen zu begründen. Er nahm sein kleines Häuflein und führte es nach Asien herüber. Durch Generationen kultivierte er die Menschen, und als die geeigneten Sieben gezüchtet und herangezogen waren, da wob er ihnen ein in ihren eigenen Ätherleib die sieben aufbewahrten Ätherleiber, die in der alten Atlantis durch Erzengel gewoben waren. Jene Sieben, die hinuntergeschickt wurden von dem großen Führer, um die erste nachatlantische Kultur zu begründen, die sieben heiligen Rishis der indischen Kultur, sie trugen in ihrem Gewebe die Ätherleiber der großen atlantischen Führer, die wiederum diese Ätherleiber erworben hatten durch die Erzengel selber. So wirkten Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft zusammen. In diesen sieben Menschen, die man die heiligen Rishis nennt, würden Sie schlichte Leute gefunden haben, denn sie standen mit ihrem Astralleibe und ihrem Ich nicht auf der Höhe des Ätherleibes. In den Ätherleib war einverwoben dasjenige, was sie eigentlich konnten; daher hatten sie gewisse Stunden, wo in ihrem Ätherleib die Inspiration wirkte. Da sagten sie Dinge, die sie selbst nicht hätten erreichen können, da floß von ihren Lippen, was durch ihren Ätherleib in sie hinein inspiriert worden war. So waren sie schlichte Leute, wenn sie ihrem eigenen Urteil überlassen waren; wenn sie aber die Stunden der Inspiration hatten, wo der Ätherleib wirkte, da sprachen sie die größten Geheimnisse unseres Sonnensystems, der Welt überhaupt, aus." (Lit.: GA 110, S 119f)

Nach Rudolf Steiner standen die geistigen Kräfte der sieben Rishis in enger Beziehung zu dem im Sternbild Stier beheimateten Siebengestirn der Plejaden:

"Die 7 heiligen Rishis waren so eingeweiht in die Sonnen-Mysterien, daß uns das Sinnbild für ihre Einweihung das Stehen der Sonne im Sternbild des Stieres ist; und was wir schauen können am Firmament, wenn die Sonne im Sternbild des Stieres steht, das gibt tatsächlich das Mysterium der eigentümlichen Einweihung der Rishis. Das kommt dadurch zum Ausdruck, daß vom selben Orte herglänzt das Siebengestirn, die Plejaden. Das ist der Ort, an dem unser ganzes Sonnensystem in unser Weltall hineingekommen ist." (Lit.: GA 124, S 236)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriß, GA 13 (1989)
  2. Rudolf Steiner: Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt, GA 110 (1991)
  3. Rudolf Steiner: Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums, GA 124 (1995)
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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