Rosenkreuzer

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Rosenkreuzer nennt man die Mitglieder einer Ordensgemeinschaft, deren Anfänge im 17. Jahrhundert liegen. Nach der Gründungslegende ist Frater C.R. Begründer dieses Ordens. Besondere Aufmerksamkeit erregte diese Gesellschaft durch die Veröffentlichung dreier gesellschaftskritischer und reformatorischer Manifeste. Das erste Manifest mit dem Titel „Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt. Beneben der Fama Fraternitatis, Deß löblichen Ordens des Rosenkreutzes, an alle Gelehrte und Häupter Europä“, kurz Fama Fraternitatis, wurde 1614 veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht, wie das Wort „Reformation“ nach Luther vermuten ließe, um politische Umwälzungen oder gar religiöse Erneuerung, sondern um eine mystische Vertiefung christlicher Ethik sowie barocker und alchemistischer Symbolik. Danach folgten 1615 die Confessio Fraternitatis und 1616 die Chymische Hochzeit. Als Autor gilt der Theologe Johann Valentin Andreae.

"Dieses Moment der christlichen Entwickelung haben in der sorgfältigsten Weise, so gut es sich bei der menschlichen Schwachheit überhaupt durchführen läßt, diejenigen einhalten wollen, die sich auf den Namen der Rosenkreuzer getauft haben. Sorgfältig haben sie überall das einhalten wollen, daß selbst in den höchsten Regionen der Initiation auf nichts anderes gewirkt werden sollte als auf das, was bei Mensch und Mensch gemeinsam in der Menschheitsentwickelung zur Verfügung steht; daß nur eingewirkt werden durfte auf den Geist. Eine Geist-Initiation war die Initiation der Rosenkreuzer. Sie wurde daher niemals eine Willens-Initiation; denn der Wille des Menschen war etwas, was als ein Heiligtum im Innersten der Seele geachtet wurde. Der Mensch wurde daher zu jenen Initiationen hinaufgeführt, die ihn führen sollten über die Stufe der Imagination, Inspiration und Intuition — aber nur so weit, daß er in seinem Innern erkennen sollte dasjenige, was durch die Entwickelung des Geist-Elementes hervorgerufen werden sollte. Nicht eine Einwirkung auf das Willenselement sollte geschehen. Verwechseln wir das nicht mit einem Gleichgültigsein gegenüber dem Willen. Es handelte sich gerade darum, daß durch das Ausschließen der unmittelbaren Wirkung auf den Willen die reinste geistige Wirkung mittelbar, auf dem Umwege durch den Geist, gegeben wurde. Indem wir uns mit dem anderen Menschen verständigen über das Hineingehen in den Erkenntnispfad des Geistes, wird aus dem Geistespfade heraus das Licht und die Wärme entsendet, die dann auch den Willen anfachen können; aber immer auf dem Umwege durch den Geist, niemals anders. Daher finden wir im eminentesten Sinne jenes Moment der christlichen Wesenheit im Rosenkreuzertum beobachtet, das ausgedrückt ist in einem Zweifachen: auf der einen Seite in dem Sohnes- Element, in der Christus-Wirkung, die tief ins menschliche Unterbewußtsein hineingeht; und dann in der Geist-Wirkung, die sich auf alles erstreckt, was in den Horizont unseres Bewußtseins hereinfallen soll. Den Christus müssen wir allerdings in unserem Willen tragen; aber die Art, wie sich die Menschen im Leben über den Christus verständigen sollen, kann im Rosenkreuzersinne nur in der immer weiter- und weitergehenden, in das Okkulte hineinbohrenden Art des bewußten Seelenlebens liegen."[1]

Theophilus Schweighart: Speculum sophicum Rhodostauroticum, 1604

Johann Valentin Andreae und Beginn der Rosenkreuzer-Bewegung

Johann Valentin Andreae

Als Urheber von Fama Fraternitatis, Confessio Fraternitatis und der Chymischen Hochzeit gilt der evangelische Theologe Johann Valentin Andreae. Eine weitere Theorie besagt, dass er innerhalb eines Gelehrtenkreises, dem Tübinger Kreis, lediglich an der Veröffentlichung mitgewirkt habe. Innerhalb des Tübinger Kreises wurde der Gedanke einer „Generalreformation“ der ganzen Welt entwickelt, die eine Erneuerung des ins Stocken gekommenen reformatorischen Gedankens anstrebte, 100 Jahre nach der Reformation durch Luther.

Zur Echtheit der heute in Umlauf befindlichen Rosenkreuzerliteratur

"Im Jahre 1614 erschien die sogenannte «Fama Fraternitatis» und ein Jahr später die sogenannte «Confessio» - zwei Bücher, über die von gelehrter Seite viel gestritten worden ist.(...) Alles, was in die Literatur übergegangen ist, was geschrieben und gedruckt worden ist, sind einzelne Bruchstücke, einzelne verlorene, durch Verrat an die Öffentlichkeit gekommene Dinge, die ungenau und in vielfacher Weise durch Charlatanerie, Schwindel, Unverstand und Dummheit verkehrt worden sind. Die wahre, echte Rosenkreuzerei ist, seitdem sie besteht, stets nur Gegenstand mündlicher Mitteilung an solche gewesen, welche sich eidlich zur Geheimhaltung verpflichten mußten. Daher ist auch nichts Erhebliches in die öffentliche Literatur übergegangen."[2]

"Man kann erkennen, ob irgend etwas wahr oder nicht wahr ist, was aus okkulten Quellen stammt, wenn man auf gewisse Methoden achtet. Es wäre zum Beispiel ein Leichtes gewesen bei der Herausgabe des Buches «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» zu schreiben: Diese Lehren sind gegeben unter Inspiration und so weiter, sie stammen vom Meister und ähnliches. - Durchbrochen ist aber das Prinzip der theosophischen Bewegung, wenn der Schreiber nicht die Verantwortung für das Geschriebene trägt. Wenn irgendwo behauptet würde, ein Buch sei ohne Verantwortung des Verfassers geschrieben, so könnt Ihr wissen, daß hier keine Wahrheit, sondern luziferisch-ahrimanische Täuschung ist. Das gestatten heute die Meister nicht, daß der Schreiber die Verantwortung von sich weist, darum ist es Pflicht, stets seine Vernunft zu Rate zu ziehen, und nichts auf Autorität hin für wahr zu halten."[3]

Fama Fraternitatis

Die Fama Fraternitatis erschien 1614 ohne Autorenangabe. Sie ist ein kurzer Abriss der Lebensgeschichte des legendären Fraters C.R., der versucht, sein im Nahen Osten und in Afrika gesammeltes Wissen in Europa weiterzugeben, aber an der Borniertheit der europäischen Gelehrten scheitert. Frater C.R. – so die Legende – gründet nach seiner Reise eine eigene geheime Bruderschaft, um die besonderen Kenntnisse zu bewahren, die er auf seiner Reise angesammelt hat. Als Zufluchtsstätte dienten den Brüdern das Haus Sancti Spiritus. Die Mitglieder der Bruderschaft verteilen sich in Europa, während das Grab des Ordensstifters in Vergessenheit gerät. Im Jahre 1604, 120 Jahre nach dem Tod von Frater C.R., findet die dritte Generation der Bruderschaft im selbigen Haus die Begräbnisstätte samt Leichnam des Gründers wieder.

Originalausgabe der Fama Fraternitatis, 1614.

Die Legende zur Entdeckung des Leichnams von Frater C. R. beruht auf der Erzählung des verborgenen Grabes des Hermes Trismegistos und damit der Wiederentdeckung der Tabula Smaragdina:

Verba Secretorum Hermetis, quae scripta erant in Tabula Smaragdi, inter manus eius inventa, in obscuro antro, in quo humatum corpus eius repertum est. – Die Worte der Geheimnisse des Hermes, die in die Smaragdtafel graviert waren (wörtl.: ...welche auf die S. geschrieben waren), wurden zwischen seinen Händen gefunden, in einer verborgenen Höhle, die seinen menschlichen Körper wieder zum Vorschein brachte.“

Tabula Smaragdina: Satz 1

Die Fama Fraternitatis ist eingebettet in eine anonyme Schrift mit dem Titel “Allgemeine und General Reformation der ganzen weiten Welt. Beneben der Fama Fraternitatis”. Der erste Teil, die Reformation, ist eine satirische Fabel, die die Generalreformation, wie sie im Umkreis von Johann Valentin Andreae behandelt wurde, zum Thema hat. Sie wurde unverändert aus dem bereits 1612 erschienenen Werk - De' ragguagli di Parnasso - Ankündigungen vom Parnass - des Traiano Boccalini übernommen. Nach aktueller Forschung, soll sich jedoch die Autorenschaft der Fama von Andreae bis hin zum Universitätsprofessor Christoph Besold erstrecken. Bereits um 1604 war eine vorgefertigte Handschrift zur Fama Fraternitatis im Umlauf. Andreae war zu diesem Zeitpunkt seit 1601 Student an der Universität Tübingen. Da er zum engeren Freundeskreis Besolds gehörte, übte dieser enormen Einfluss auf ihn aus. Es wird angenommen, dass Besold auch Kontakte zu Anhängern Simon Studions pflegte. Simon Studion war selbst Absolvent der Universität Tübingen und verfasste zu jener Zeit die Naometria, die 1604 veröffentlicht wurde – zeitgleich mit der in der Fama beschriebenen Graböffnung. In der Naometria wurden ebenfalls Ideen einer angestrebten geistigen Reformation und Umwälzung der Gesellschaft dargelegt. Studion nutzt dazu in seinem Werk die Symbole Kreuz und Rose und erwähnt eine Gesellschaft mit Namen „Militia Crucifera Evangelica“. Von manchen wird diese Gesellschaft als Vorläufer der späteren Rosenkreuzerbruderschaft angesehen, die sich zum Schutze und der Reinheit des christlichen Glaubens formierte. Um die Entstehung der Fama zu verstehen, muss man beachten, dass zur damaligen Zeit ein ungeheurer Reformwille von der Bevölkerung ausging. Man richtete sich seit Luther wieder vermehrt gegen den Klerus und war versucht, einen Bund gegen die katholische Societas Jesu, auch Jesuiten-Orden genannt, aufzubauen.

Confessio Fraternitatis

Die Confessio Fraternitatis erschien 1615 ohne Autorenangabe. Der volle lateinische Titel war “Confessio Fraternitatis R. C. Ad Eruditos Europae”, der volle deutsche Titel “Confession oder Bekandnuß der Societet und Brüderschaft R. C. An die Gelehrten Europae”.

In dieser erst auf latein, kurz darauf auch auf deutsch, erschienenen Schrift, meldet sich die Gesellschaft des Rosenkreuzes nun – nach der Fama – erneut zu Wort. Im Grunde wird der erste Aufruf an die europäische Geisteswelt, die Verfasser zu kontaktieren, wiederholt. Die Confessio ist einerseits stark von protestantischem Geist durchweht: Der Papst wird angegriffen und das Bibellesen als wesentlicher Zugang zur rosenkreuzerischen Gesellschaft propagiert. In der Confessio werden auch zum ersten Mal die Geburts- und Sterbensdaten des angeblichen Gründers, 1378–1484, erwähnt. Andererseits kann die Schrift aber auch satirisch interpretiert werden: Sie ergeht sich über drei Viertel der Länge in Andeutungen über das geheime Wissen der Gesellschaft, um dann gegen Ende zu warnen vor den „meisten Büchern der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie […] mit wunder-seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen“, nicht ohne dann noch einmal festzustellen: „Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten.“

Die Fama und die Confessio verursachten in Europa ein gewaltiges Echo: Zwischen 1614 und 1625 erschienen mehr als vierhundert Drucke zum Thema. Die jeweiligen Verfasser wollten mit der Bruderschaft Kontakt aufnehmen, Kritik oder Zustimmung äußern oder feststellen, dass ihrer Meinung nach die Gesellschaft nicht existiere.

Chymische Hochzeit

Im Jahre 1616 erschien die Chymische Hochzeit in Straßburg bei Lazare Zetzner. Sie gilt als das dritte große Rosenkreuzer-Manifest. Als Autor wird der Theologe Johann Valentin Andreae vermutet, da dieses Werk zur damaligen Zeit anonym erschienen ist.

Die Chymische Hochzeit wird in Form eines alchemistischen Romans formuliert. Innerhalb dieses Romans erzählt ein achtzigjähriger Greis namens Christian Rosenkreutz ein selbsterlebtes Abenteuer. Er selbst lebt um 1459 in einer Eremitage am Abhang eines Berges. Die Erzählung erstreckt sich über genau sieben Tage, an der Rosenkreutz zu einer königlichen Hochzeit, durch einen geflügelten Boten, eingeladen wird. Auf seiner Wanderung erreicht er dabei einen Berggipfel, wo er wie auch die Gäste durch eine Waage geprüft wird. Diejenigen, die für tugendhaft befunden werden, dürfen der Hochzeit beiwohnen. Nachdem die Prüfung als bestanden gilt, erhalten sie ein Goldenes Vlies und werden der königlichen Familie vorgestellt. Voller Erwartungen einer Hochzeit beizuwohnen, wird die königliche Familie geköpft und ihre Teile in sieben Schiffe verladen. Die Teile werden auf einer weit abgelegenen Insel in den Olympischen Turm gebracht, der sieben Stockwerke fasst. Innerhalb der Erzählung von Christian Rosenkreutz, erleben die Gäste innerhalb dieses Turmes einen Aufstieg. Wobei jeder der Gäste an alchemistischen Operationen teilnimmt, die durch einen Greis und eine Frau geführt werden. Aus den königlichen Überresten gewinnt man dabei eine Art flüssiges Destillat, welches ein weißes Ei gebiert. Aus diesem schlüpft wiederum ein Vogel, der gemästet und geköpft wird. Die Gäste sind dazu aufgefordert aus den Überresten zwei winzige Statuen zu formen. Diese werden solang gefüttert, bis sie die Größe eines erwachsenen Menschen erreicht haben. Dabei stellt sich heraus, dass diese Erwachsenen der auferstandene König und die Königin sind. Nachdem dieses Werk vollbracht ist, werden die Gäste durch das Königspaar in den Orden vom Goldenen Stein eingeführt und kehren zum Schloss zurück. Christian Rosenkreutz spielt dabei noch eine weitere besondere Rolle. Da er im Schloss in das Mausoleum eingedrungen war, wurde er von der dort lebenden Venus als Schlosswächter verurteilt. Eigenartigerweise endet aber die Geschichte in der Eremitage des Christian Rosenkreutz. Im Gegensatz zu Fama Fraternitatis starb Rosenkreutz bereits mit ca. 80 Jahren. In der Fama wird ihm jedoch ein Alter von 106 Jahren zugeschrieben.

Wer oder was ist ein Rosenkreuzer?

Wenn man die europäische Geschichte der verschiedenen Mysterienschulen und Initiatengemeinschaften betrachtet, ist es schwierig, Rosenkreuzer exakt zu definieren. Der Name ist nicht geschützt, und es gibt in Europa und Amerika zwischen hundert und zweihundert größere und kleinere Gesellschaften, die den Namen Rosenkreuz oder Rosenkreuzer im Bezug auf ihre Mitglieder oder den Organisationsnamen, ständig oder sporadisch, verwenden. Daneben werden von den Anhängern solcher Gemeinschaften gern berühmte Namen der Geistesgeschichte postum zu Rosenkreuzern (bevorzugt der eigenen Traditionslinie) erklärt. Der Begriff „Rosenkreuzer“ kann folglich bezeichnen:

  • die in der Fama beziehungsweise Confessio Fraternitatis bezeichnete (literarisch-fiktive) Bruderschaft;
  • als Fremdbezeichnung: Anhänger bzw. Vertreter des dort formulierten pansophisch-hermetischen Gedankengutes wie zum Beispiel Michael Maier und Robert Fludd – auch wenn diese erklärtermaßen selbst nie Mitglied einer solchen Organisation waren;
  • höhere Eingeweihte und Geistwesenheiten, welche an der spirituellen Führung der Menschheit beteiligt sein sollen.

Wolfram Frietsch nennt in seinem Buch Die Geheimnisse der Rosenkreuzer[4] folgende Stichpunkte als historisch überlieferte Kennzeichen rosenkreuzerischer Lehre:

Alchemie geistiger Natur 
(In älteren Schriften auch Alchimie genannt). Es geht nicht um materielle Umwandlung der Metalle oder Herstellung metallischen Goldes durch einen „Stein der Weisen“, wie häufig in der Trivial-Literatur erwähnt. Dieser Bezug wird lediglich als Symbol für geistige Umwandlung und den inneren Weg dorthin, auf dem die Läuterung stattfindet, benutzt.
Hermetik 
Die Lehre des vermutlich fiktiven Weisen und Eingeweihten Hermes Trismegistos. Die uns vorliegenden Quellen (wie auch im Falle der Bibel: Abschriften, keine Originale) entstanden vermutlich im Ägypten der Römerzeit. Sie bilden Grundlage fast sämtlicher europäischer Mystik, Magie und zum Teil des Rosenkreuzertums. Bekanntestes Axiom: „Wie oben, so unten.“ – der Mikrokosmos im Kleinen soll also eine Entsprechung des Makrokosmos im Großen sein. Eine umfassende Ausführung zu diesem und sechs weiteren hermetischen Axiomen kann unter anderem im Kybalion wieder gefunden werden.
Neoplatonismus 
Vertreten vor allem durch Plotin; eine Lehre, die das Göttliche als das „große Eine“ betrachtet, aus dem die Emanationen der Schöpfung hervorgehen. Wichtig für die christliche Rezeption ist auch die deutliche Unterscheidung und Trennung von „böser“, diesseitiger Sinnenwelt und „guter“, göttlicher Welt, in der die Einheit im Göttlichen herrscht (Dualismus).
Philosophie 
Eine systematisch und nachvollziehbar erklärte, in sich schlüssige, weitgehend logische, Weltanschauung, die zumindest die spirituell relevanten Zusammenhänge des Erdenlebens und die über dieses Leben hinausgehenden feinstofflichen und geistigen Aspekte hinreichend erklärt.

Kreuz und Rosen

Rosenkreuz mit 7 roten Rosen

Zentrale Symbole des Rosenkreuzertums sind das schwarze Kreuz und die sieben aufblühenden roten Rosen.

Geschichte der Rosenkreuzer

Anfang des 17. Jahrhundert

Rosenkreuzertum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation

Die Ursprünge und die Idee des Rosenkreuzertums waren ein Resultat des Unmuts vieler Adliger und Gelehrter über die Entwicklung des Reformationsprozesses seit Martin Luther. Paracelsisten, Pietisten, Alchimisten, Chiliasten und Pansophen suchten an der Schwelle zur Neuzeit nach neuen Wegen der Naturbetrachtung und der Gottesbegegnung. Sie bildeten im Großen und Ganzen eine Opposition gegen die herrschenden Strömungen innerhalb der christlichen Theologie. Es gab den Ruf nach einer erneuten Reformation, die nach der Reformation der Lehre nun auch die Reformation des Lebens bringen sollte. Schwankungen und Veränderungen dieser Art betrachtete auch die lutherische Orthodoxie mit großer Skepsis. Dieses besondere Klima verstärkter Unruhe und Aufbrüche erklärt das enorme Echo, das die Grundschriften der Rosenkreuzerbewegung (Fama und Confessio Fraternitatis) hervorgerufen hatten.

Das reformatorische Sammelbecken aus Pietisten und Anhängern der Theosophie Jakob Böhmes (Böhmianer), spielte zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle in der Verbreitung der rosenkreuzerischen Manifeste. Zu nennen wäre hierbei das Collegium Pietatis.[5] Für den Dialog zwischen den Städten, sorgten insbesondere verschiedene Buchdruckerzentren wie Danzig, Frankfurt am Main, Kassel, Köln, Prag, Straßburg und viele weitere. Ausschlaggebend für die Entwicklungen im alchemistisch-kabbalistischen Bereich der Rosenkreuzer waren unter anderem Michael Maier und der Engländer Robert Fludd. Insbesondere Fludd stand in engem Kontakt mit Johannes Kepler.[6]

In Städten wie Prag, Ausgangspunkt enormer Umwälzungen und des zweiten Prager Fenstersturzes, wurde das rosenkreuzerische Gedankengut schnell aufgenommen. Am Kaiserhof waren ebenso Alchimisten wie Paracelsisten häufige und gern gesehene Gäste. Bereits unter dem Habsburger Rudolf II. soll das Rosenkreuzertum, neben den Künsten und Wissenschaften, einen geheimen Förderer gefunden haben. Michael Maier war unter anderem Berater und gelernter Alchemist am Hofe Rudolfs bis zu seinem Tode. Neben ihm war ebenso Johannes Kepler Hofastronom und kaiserlicher Mathematikus. Es war außerdem Tycho Brahe, der Kepler an den kaiserlichen Hof lud und dessen Ämter auf ihn übertrug. Um 1584 war der Engländer John Dee Gast am kaiserlichen Hofe Rudolfs II. Vielen dieser hier genannten Wissenschaftler, die am Hofe Kaiser Rudolfs II. arbeiteten, wird nachgesagt, dass sie dem Rosenkreuzertum sehr nahe standen. Kaiser Rudolf II. starb 1612 und erlebte die aufbruchartigen Veränderungen durch protestantische Adlige, denen er 1609 die Religionsfreiheit zusicherte, nicht mehr. Trotzdem kann man sagen, dass es im 17. Jahrhundert kein organisiertes Rosenkreuzertum wie in heutiger Form oder wie ab 1717 in der Freimaurerei gab. Für die gelegentlich zu findende Behauptung, es existierten bereits zu dieser Zeit vereinzelte Zirkel, die größtenteils auch in Kontakt miteinander gestanden hätten, gibt es derzeitig keine historischen Belege.

Damaliges Zentrum weiterer rosenkreuzerischer Aktivitäten war neben Prag auch Kassel. Der Landgraf Moritz von Hessen-Kassel duldete unter seiner Amtszeit den Druck und die Verbreitung der Fama Fraternitatis um 1614. Des Weiteren wird vermutet, dass sein Hof ein weiterer Versammlungsort der europäischen Rosenkreuzerbewegung war. Es befanden sich hier vermehrt aufgeklärte und reformwillige Künstler und Wissenschaftler. Zu nennen wären dabei John Dowland und auch der Londoner Arzt Robert Fludd, der eng mit dem Leibarzt von Landgraf Moritz Johann Daniel Mylius zusammenarbeitete.

Rosenkreuzertum in England

Das ungewöhnlich große Aufsehen, das die drei Manifeste der Rosenkreuzer Anfang des 17. Jahrhunderts erregten, hat die Geschichte der europäischen Mystik und Spiritualität in den nachfolgenden Jahrhunderten stark beeinflusst. Nachdem nie nachgewiesen werden konnte, ob der in der Fama und der Confessio beschriebene Orden überhaupt jemals existiert hatte, bildete sich ein ungeheurer Mythos um diesen Namen. Der Traum vieler Mystiker war es, endlich in diesen Orden eingeladen zu werden. Über die angeblichen Geheimnisse der Rosenkreuzer gab es die verschiedensten, teils sehr ausufernden Spekulationen. Hinweise aber auf eine tatsächliche Existenz damaliger Rosenkreuzer finden sich bereits auch in England. Selbst Robert Fludd war ein eifriger Verteidiger der Fama Fraternitatis, die nach ihrer Veröffentlichung mehr und mehr von ihren Kritikern in der Luft zerrissen wurde. Trotzdem kann eine Existenz der Rosenkreuzer bereits um 1632 in England vermutet werden, da hier einige Schriftzeugnisse, wie die des Schriftstellers Henry Adamson, existieren:

„For we be Brethren of the Rosy Cross, We have the Mason's Word and second sight“

Henry Adamson: Muses Threnodie

Bemerkenswert ist hierbei die Erwähnung der Brüder des Rosenkreuzes in Zusammenhang mit dem aus der Freimaurerei bekannten Maurerwort. Die Rosenkreuzerbewegung kann also nun nicht mehr als eine ausschließlich deutsche Bewegung verstanden werden, auch wenn sie hier ihren offiziellen Anfang nahm. Immerhin war es auch ein englischer Schriftsteller namens John Donne, der in seiner Weihnachtspredigt von 1624 den deutschen Theologen Daniel Cramer zitierte, der unter anderem 1617 das Werk der Wahren Gesellschaft von Jesus und dem Rosenkreuz verfasste. John Donnes Club der Meerjungfrauen galt zur damaligen Zeit als besonders konspirativ, da man hinter ihm eine rosenkreuzerische Geheimgesellschaft vermutete, die aus drei Graden (Kandidat, Bruder und Gefährte) bestand.

Kritik am Rosenkreuzertum des 17. Jahrhunderts

Ein Streitpunkt, zwischen Gegnern und Befürwortern der historischen Rosenkreuzer des 17. Jahrhunderts, ist immer noch die Frage, wer möglicherweise ein Mitglied dieses Ordens gewesen sein könnte. Die genannten Namen gehen in die Hunderte; hier seien nur einige bekanntere aufgezählt: Francis Bacon, Jakob Böhme, Giordano Bruno, Johann Amos Comenius, John Dee, René Descartes, Robert Fludd, Johannes Kepler, Heinrich Khunrath, Michael Maier und Baruch Spinoza. Auffallend ist, dass ein Großteil dieser hier genannten Personen dem antiklerikalen Lager zuzuordnen sind. Im Geiste waren sie allesamt gesellschaftliche Reformatoren und frühe Aufklärer. Einige der genannten Personen haben sich, wie bereits erwähnt, tatsächlich mit Alchemie oder Magie beziehungsweise mit der Gnosis (christlich beeinflusste Mystik) beschäftigt. Zwischen vielen bestand ebenso ein reger Austausch, was eine Organisation vermuten lässt. Man kann nicht mit Sicherheit sagen, welche der genannten Personen auch tatsächlich Rosenkreuzer waren. Es ist aber eine Tatsache, dass ihr Handeln und Streben dem rosenkreuzerischen Geiste sehr nahe stand. Zur selben Zeit gab es eifrige Verteidiger der Fama und Confessio. Einige unter ihnen waren David Meder in judicio theologico, Michael Maier in silencio post clamores, Robert Fludd in apologia compendiaria, Julius Sperber im Echo in der von Gott erleuchteten Fraternitaet des loeblichen Ordens roseæ crucis u.v.m.. Des Weiteren findet man unter verschiedenen Pseudonymen auch viele Kritiker wie Irenaeus Agnostus oder auch den Medicus Andreas Libavius, der seine Gedanken in Bedenken von der fama und confession von der Bruderschaft des Rosencreutzes niedergeschrieben hat.[7]

Auch wenn sich für den Kritiker keine eindeutige Beweislage zu den so genannten „echten“ Rosenkreuzern ergeben mag, erscheint eine voreilige Postulierung ihrer Nichtexistenz oberflächlich. Die Quellenlage ist auf Seiten der Gegner wie auch auf Seiten der Befürworter einer historisch nachweisbaren Rosenkreuzerbruderschaft ausgeglichen. Vieles bleibt jedoch im Raum der Andeutungen und Symbole dieser Zeit stecken, da es im 17. Jahrhundert für den Angehörigen einer rosenkreuzerischen Geheimgesellschaft verheerende Auswirkungen haben konnte, seine Gesinnung offenzulegen. Ohne tiefgründigere Recherche erscheint dies für die meisten Kritiker schwammig und unglaubwürdig. Trotzdem berufen sich viele Befürworter beispielsweise darauf, dass in der Fama Fraternitatis ein Herr Haselmeyer erwähnt wird, "welcher deßwegen von den Jesuitern ist gefänglich eingezogen / und auff eine Galleren geschmiedet", also zu einer Galeerenstrafe verurteilt worden sei. Mit Sicherheit stellt dies aber nur einen kleinen Ausschnitt aus der endlosen Debatte um die wahre Existenz und Verfolgung der Rosenkreuzer dar. Zu den Gegnern der Rosenkreuzer kann man jedoch die Jesuiten zählen.


17. und 18. Jahrhundert

Aufgrund des allgemeinen Interesses schossen in dieser Zeit angebliche Rosenkreuzer-Gruppen wie Pilze aus dem Boden. Die meisten sind klar zu den Scharlatanen zu rechnen. Auch tauchten auf Jahrmärkten unzählige Quacksalber auf, die unter Verweis auf ihr angeblich von den Rosenkreuzern stammendes Wissen alles Mögliche verkauften, von gesundheitlichen Wundermitteln über Liebestränke bis hin zu Zaubertinkturen und -sprüchen.

Das öffentliche Wirken wurde zunächst durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges unterbunden, konnte aber danach wieder fortgesetzt werden. Eine Verbindung zwischen den Begründern der Idee der Rosenkreuzer, speziell dem Tübinger Kreis, und den Rosenkreuzern des 18. Jahrhunderts kann aber trotzdem ausgemacht werden. Einen Hinweis darauf gibt der wenig bekannte pansophische „Orden der Unzertrennlichen“, der sich auf Alchemie spezialisierte. Der Orden soll unter verschiedenen Synonymen wie bspw. „Alchemistenloge“, „Kreuzorden“, „Gesellschaft der Philosophen und Naturforscher“ sowie „Akademischer Orden“ gewirkt haben. Dem Gesetzbuch des Ordens nach, existierte dieser bereits seit 1577. 1671 soll dieser Orden mit der Fruchtbringenden Gesellschaft bzw. dem Palmenorden zusammengeführt worden sein.[6][8] Ursprünglich fand man bei den Unzertrennlichen nur Bergarbeiter sowie deren Bergwerksbesitzer vor, die im späteren Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts ebenso in Logen organisiert waren. Diese fand man in Jena, Helmstedt, Halle, Leipzig und Ronneburg vor.[6][8] Der Wandel vollzog sich vor allem durch die Zusammenführung mit dem bereits erwähnten Palmenorden, der zum Beitritt der deutschen Bildungselite und des Adels führte. Mitglieder dieser Gesellschaft sind unter anderem auch die bereits erwähnten Personen Johann Valentin Andreae und Landgraf Moritz von Hessen-Kassel gewesen. Der Orden der Unzertrennlichen bestand aus fünf Einweihungsgraden, von denen nur wenig bekannt ist. Ein gewisser Pfarrer, namens Samuel Richter, soll dabei unter dem Ordensnamen Sincerus Renatus Mitglied einer Loge der Unzertrennlichen in Halle (Saale) gewesen sein, die 1680 unter dem Namen „Sincera Confoederatio“ in Erscheinung trat. Unter seinem Pseudonym bzw. Ordensnamen sind Anfang des 18. Jahrhunderts verschiedene alchemistisch-rosenkreuzerische Schriften veröffentlicht worden. 1710 veröffentlichte Richter unter anderem eine Schrift mit dem Titel „Die wahrhaffte und vollkommenste Bereitung des Philosophischen Steines der Bruderschaft aus dem Orden des Gülden- und Rosen-Creutzes“. In dieser Veröffentlichung sind neben alchimistischen Abhandlungen und Praktiken auch 52 Regeln des Ordens vorzufinden, die er teilweise auch vom Orden der Unzertrennlichen übernahm.[9]

Der Orden der Gold- und Rosenkreuzer

Um 1756 tritt der freimaurerisch-rosenkreuzerische „Orden der Gold- und Rosenkreuzer“ in Erscheinung. Die Schriften von Samuel Richter spielten beim Aufbau des Ordens eine entscheidende Rolle. Die Gold- und Rosenkreuzer zeichneten sich vor allem durch einen orthodoxen Pietismus aus, in dem das tägliche Gebet, Fasten und Kasteien zu den zentralen religiösen Übungen gehörte. Darüber hinaus beschäftigte man sich in den einzelnen Zirkeln mit der Kabbala, Alchemie und Magie. Das erklärte Ziel war die Vereinigung mit Gott, in der man die Geheimnisse der Natur zu beherrschen und zu verstehen versuchte. Das Gottesbild im Orden der Gold- und Rosenkreuzer war pantheistisch und pansophisch geprägt.[10] Als Grundlage für das pantheistische Gottesbild des Ordens diente vor allem die Bibel.[11] Die Lehrinhalte wurden durch ein Gradsystem mittels stufenweiser Einweihung vermittelt, das aus neun unterschiedlichen Graden bestand - Juniores, Theoretici, Practici, Philosophi, Minores, Majores, Adepti exempti, Magistri und Magi.[12] Die Gold- und Rosenkreuzer feierten drei zentrale Feste im Jahr. Dazu zählte der Gründonnerstag, der Johannistag und der Tag des Johannes des Evangelisten.[13] Das Weltbild des Ordens war antiaufklärerisch geprägt, da man sich die Welt nicht durch die Ratio der Naturgesetze erklären wollte, sondern ihre Ursachen in der unsichtbaren Geisterwelt sah.

Die Gründungslegende des Ordens beginnt mit drei ägyptischen Weisen (Ormusse), die 1188 nach Schottland auswanderten um dort den Orden der „Bauleute vom Osten“ zu gründen. Der Orden zerfiel und wurde angeblich unter Oliver Cromwell als Freimaurerei wiederbelebt.[14] Aus ihr sind letztlich die Gold- und Rosenkreuzer hervorgegangen, die sich als eigentliche Nachfolger und Weisheitshüter der Bauleute vom Osten verstanden. Die „geheimen Oberen“, deren Identität bis heute noch ungeklärt ist, bildeten die Spitze des streng hierarchisch organisierten Ordens. Zu den Gründungsmitgliedern zählt man Baron Prugg von Pruggenheim (aus Innsbruck) und Hermann Fictuld. Es wird angenommen, dass sich hinter dem Pseudonym Fictuld Baron Johann Friedrich von Meinstorff und Johann Heinrich Schmidt von Sonnenberg (1700–1777) verbargen. Ordensreformen innerhalb der Gold- und Rosenkreuzer fanden in einem Zyklus von zehn Jahren statt. Joseph Wilhelm Schröder und der kurpfälzische Hof- und Medizinalrat Bernhard Schleiß von Löwenfeld trugen hier von 1764 bis 1766 maßgeblich zur ersten Ordensreform bei.[15] Beide brachte Elemente des adonhiramitischen Ritus, damaliges Hochgradsystem der französischen Freimaurerei, in den Orden ein, dessen höchster Grad mit Chevalier Rose-Croix bezeichnet wurde.[16][17]

Die anfänglichen Aktivitäten dieses Ordens waren dabei größtenteils im Süden des damaligen deutschen Sprachraumes auszumachen. Das Zentrum war hier vor allem Wien. Von Wien aus erfuhr der Orden eine Ausbreitung bis nach Polen und Russland sowie dem gesamten deutschen Sprachraum. Erstmals etablierte sich der Orden innerhalb der Freimaurerei und der Strikten Observanz. In Deutschland wurde die Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ Hauptsitz der Rosenkreuzer in Deutschland. Der politische Einfluss des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer soll groß gewesen sein, ihre Machenschaften werden von ihren Kritikern als betrügerisch dargestellt. Unter Johann Christoph von Wöllner und Johann Rudolf von Bischoffwerder setzt der Orden 1776 seine Arbeit unter dem Namen „Der Orden vom Goldenen Rosenkreuz nach altem System“ fort.[18]

Von Bedeutung war die politische Rolle der Gold- und Rosenkreuzer am preußischen Hof. Rosenkreuzer wie Wöllner (ab 1788 Justizminister) und General Bischoffwerder (zeitweilig Premierminister), hatten auf König Friedrich Wilhelm II. schon als Kronprinz großen Einfluss gewonnen. Friedrich Wilhelm wurde am 8. August 1781 als Bruder Ormesus Mitglied des Ordens.[19][20] Wöllner und Bischoffwerder veränderten den Orden von einer mystischen Organisation zu einem politischen und persönlichen Machtinstrument, sowohl gegen die lutherische Landeskirche als auch gegen die Aufklärung, vor allem die Illuminaten. Dies leitete nach der zweiten Ordensreform von 1776 auch den allmählichen Zerfall des Ordens ein.

Darstellung aus „Geheime Figuren der Rosenkreuzer“, 1785.

Ein großer Gegner des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer war Adolph Freiherr Knigge, der dem Illuminatenorden Adam Weishaupts 1780 beitrat und maßgeblich reformierte. Mit der Zeit kristallisierte sich ein ständiger Wettstreit zwischen beiden Orden heraus, in dem vor allem Knigge federführend war. Beispielhaft ist sein Traktat „Ueber Jesuiten, Freymaurer und deutsche Rosencreutzer“, worin er scharf die Gold- und Rosenkreuzer angreift. Neben Knigge war auch der Illuminat Johann Joachim Christoph Bode ein Gegner des Ordens, der 1788 mit seiner Schrift „Starke Erweise“ geheime Rituale und Inhalte des Gradsystems der Gold- und Rosenkreuzer veröffentlichte.[21] Schließlich kam es bereits im Januar 1787 zur Stilllegung bzw. dem Silanum aller Ordensarbeit in den einzelnen Zirkeln.[22] Als Grund wird vor allem die immer stärkere politische Ausrichtung des Ordens genannt. Zu den wohl wichtigsten Zirkeln, letztlich wegen ihrer Mitglieder, zählten jene in Berlin und Kassel. Letzterer wurde um 1779 vom Freimaurer Conrad Ihringk (1758-1815), Samuel Thomas von Soemmerring und Jakob Karl Sigmund Fulda gegründet. Soemmering führte unter anderem seinen Freund und Reiseschriftsteller Georg Forster in den Kasseler Rosenkreuzer-Zirkel ein.[23] Trotz des Silanums war ein „geheimes Direktorium“ als „Die Stillen im Lande“ bis 1793 aktiv. Weitere Ordensaktivitäten reichten nur noch bis in die Anfangszeit des 19. Jahrhunderts hinein, bis auch hier die Aktivität völlig erlosch.[8]

Von 1785 bis 1788 veröffentlichte der Orden die bis heute noch durchaus begehrten Hefte „Geheime Figuren der Rosenkreuzer, aus dem 16. und 17. Jahrhundert“.[24] Die Hefte beinhalten im Wesentlichen Lehrinhalte der damaligen Gold- und Rosenkreuzer. Sie bildeten vor allem jene Grundlagen, an die spätere Rosenkreuzerorden im 19. und 20. Jahrhundert anknüpfen konnten.[25]

Die Africanischen Bauherren

1767 kam es zur Spaltung im Orden der Gold- und Rosenkreuzer, der auf den preußischen Kriegskommissar Carl Friedrich von Koeppen (1774 - 1797) zurückzuführen ist. Der Orden der Africanischen Bauherren zeichnete sich vor allem durch seine ägyptische Lehrart aus. In sieben Graden wurden hier die Geheimnisse des Ordens vermittelt. Diese erstreckten sich über die Lehren der Hieroglyphen sowie Alchemie und Astronomie. 1781 löste sich der Orden jedoch wieder auf. Verbleibende Logen wurden zumeist von Großlogen der Freimaurer in Deutschland, der Schweiz und Frankreich übernommen. Viele von diesen Logen waren noch weit bis ins 19. Jahrhundert aktiv. So beispielsweise die Loge des flammenden Sterns mit den drei Lilien in Bordeaux.[18]

Ansonsten treten mehrere kleinere Bruderschaften in Erscheinung, die sich in der Nachfolge der „echten“ Rosenkreuzer sehen und meist behaupten, deren originale Geheimlehren zu besitzen. Über ihre innere Arbeit ist wenig bekannt; allein ihr Auftreten – verglichen mit den Grundsätzen aus Fama und Confessio – lässt es aber als unwahrscheinlich erscheinen, dass tatsächlich Verbindungen zu den „echten“ Rosenkreuzern bestanden – falls diese überhaupt jemals existierten. Es besteht dabei die Schwierigkeit, dem roten Faden dieser verschwiegenen Geheimgesellschaft folgen zu können. Archive des „Ordens der Unzertrennlichen“ und damit die Spuren der Rosenkreuzer wurden im Laufe der Jahrhunderte teilweise vernichtet, was dem Skeptiker nahe legt, ihre Existenz anzuzweifeln. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte setzt sich jedoch die freimaurerisch-rosenkreuzerische Sukzessionslinie weiter fort.

Ab dem 19. Jahrhundert

Es war das Jahrhundert, in dem vermehrt die unterschiedlichsten Rosenkreuzerorden ans Tageslicht traten. Edward Bulwer-Lytton veröffentlichte 1842 seinen Rosenkreuzerroman Zanoni.

Societas Rosicruciana in Anglia

Hauptartikel: Societas Rosicruciana in Anglia

Diese Gesellschaft, die auch heute noch Teil der freimaurerisch-rosenkreuzerischen Sukzessionslinie ist, wurde im Jahre 1866 durch Robert Wentworth Little (1840–1878), einen Freimaurer-Forscher, in England gegründet. Er nimmt nur reguläre Freimaurer auf, welche den 3. Grad, den Meistergrad, erreicht haben. Er ist in drei Abteilungen eingeteilt:

  1. Orden (Lehrlinge) mit den 4 Graden: Zelator, Theoricus, Practicus und Philosophus
  2. Orden (Lehrer oder Adepten) mit den 3 Graden: Adeptus Minor, Adeptus Major und Adeptus Exemptus
  3. Orden (Herrscher oder Magi) mit den 2 Graden: Magister und Magus (Inhaber der höchsten Führerschaft)

Er hat die ursprünglichen Grade der deutschen Gold- und Rosenkreuzer übernommen. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist der Glaube an die christliche Dreieinigkeit. Die Tätigkeit der SRIA umfasst das Studium der Kabbala, der Astrologie, der Alchemie, der Theosophie, der Talismane und mystischen Zeichen. Der Orden behauptet, eine direkte Verbindung zur ursprünglichen Rosenkreuzer-Bruderschaft des 17. Jahrhunderts zu haben. Seine Tätigkeit ist auf den englischen Sprachraum beschränkt. Verwandt mit der SRIA ist die 1880 in den USA gegründete SRICF (Societas Rosicruciana in Civitatibus Foederatis). Sie nimmt ebenfalls nur Freimaurer auf.

Zur SRiA gehören 50 Colleges mit ca. 2000 Mitgliedern, hinzu kommen noch 5 Colleges mit ca. 300 Mitgliedern der Societas Rosicruciana in Scotia. Zur SRICF gehören 32 Colleges mit ca. 1400 Mitgliedern.

In den USA existiert noch eine 1908 entstandene Abspaltung, die als Societas Rosicruciana in America (irreführenderweise ebenfalls SRIA abgekürzt) aktiv ist.

Rosicrucian Fellowship

Hauptartikel: Rosicrucian Fellowship

(seit 1909) : 1909 durch Carl Louis Fredrik Graßhoff alias Max Heindel gegründet, indem dieser unberechtigt Nachschriften von Rudolf Steiners internen Vorträgen übertrug und diese dann unter eigenem Namen veröffentlichte.[26][27][28][29][30] Neben der Bezeichnung Rosicrucian Fellowship trägt sie auch die Namen Rosenkreuzer-Gemeinschaft oder auch Heindel-Bewegung.

Antiquus Mysticusque Ordo Rosæ Crucis

Hauptartikel: AMORC

AMORC – Alter mystischer Orden vom Rosenkreuz (seit 1915) : Ein rosenkreuzerischer Initiatenorden, der im Februar 1915 durch Harvey Spencer Lewis gegründet wurde. In der Zeit von 1920 bis 1922 gab es zwischen Theodor Reuss (OTO) und Spencer Lewis Bestrebungen die Beziehungen zwischen europäischen und amerikanischen Rosenkreuzern zu verstärken. Dieses Ziel sollte mit der TAWUC - The AMORC World Union Council - erreicht werden. Dieses Vorhaben schlug jedoch fehl. Ein ähnliches Projekt wurde mit französischen und belgischen Rosenkreuzerorden in der FUDOSI erfolgreich durchgesetzt. Jedoch hatte dieses Vorhaben nur 17 Jahre Bestand. AMORC ist heutzutage eine der weltweit größten Rosenkreuzerorganisationen.

Builders of the Adytum

Hauptartikel: Builders of the Adytum

BOTA – Die Erbauer des Adytum (seit 1922) : Diese rosenkreuzerisch ausgerichtete Organisation wurde um 1922 durch Paul Foster Case gegründet, der bereits 1918 in den Alpha et Omega Thot-Hermes Tempel No.9 in New York initiiert wurde. Vier Jahre später trat Case wieder aus und gründete im gleichen Jahr noch seine eigene, am Tarot ausgerichtete, Organisation. Dabei ist nicht ganz klar, ob Case durch Moina Mathers (Ehefrau von MacGregor Mathers) des Ordens verwiesen wurde oder ob er tatsächlich aus eigenen Antrieb den A∴O∴ verließ.

Fraternity of the Inner Light

Fraternity of the Inner Light (von 1927/28 - 1939) Ähnlich wie bei Paul Foster Case bildete sich um 1927/28 ein weiterer Zweig aus dem A∴O∴ heraus. Dion Fortune, die um 1919 im A∴O∴ in London eingeweiht wurde und ebenfalls 1922 austrat, gründete um 1927/28 ihre Community of the Inner Light, später Fraternity of the Inner Light. 1939 nannte sich die Fraternity in die Society of the Inner Light um. Aus dieser spaltete sich wiederum der spätere Servants of the Light von W. E. Butler ab.

Lectorium Rosicrucianum

Hauptartikel: Lectorium Rosicrucianum

Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes (seit 1945) : Eine Abspaltung der niederländischen Rosicrucian Fellowship, die um 1945 das erste mal unter dem Namen Lectorium Rosicrucianum in Erscheinung trat. Als Gründer können die ersten Großmeister Jan van Rijckenborgh und Catharose de Petri angesehen werden.

Fraternitas L.V.X. Occulta

FLO – Bruderschaft des Verborgenen Lichts (seit 1982) : Rosenkreuzerischer Initiatenorden, der von Eingeweihten des Inneren Ordens der Rosenkreuzer gegründet wurde. Das erste Oberhaupt war Paul A. Clark. Aus dem FLO entstanden einige andere Organisationen wie der amerikanische Orden Temple of Thelema. Die FLO hat ihre Arbeiten im deutschsprachigen Raum Anfang 2006 eingestellt.

Antiquus Ordo Rosicrucianis

Hauptartikel: Alter Orden der Rosenkreuzer

AOR – Alter Orden der Rosenkreuzer (seit 1989) durch Daniel Wagner: Hermetisch-kabbalistischer Initiatenorden, der das Resultat der Zusammenkünfte der Groupe of Thèbes war. Hamid Mirzaie wurde 2005 als souveräner Großmeister eingesetzt, der den gesamten Einweihungsweg auf das Wassermannzeitalter anpasste. Er war davor der deutschsprachige Sekretär des Ordens B.O.T.A. Europe und Praeceptor des Ordens Fraternitas L.V.X. Occulta. Durch die Kontakte des Cercle Alexandrie war es das Anliegen des A.O.R. die initiatorischen Inhalte der deutschen, französischen und englischen Rosenkreuzer Strömungen zu vereinen.

Rosenkreuzertum innerhalb der Anthroposophie

Rudolf Steiner befasste sich in zahlreichen Vortragszyklen mit dem Rosenkreuzertum. Entsprechend gibt es auch unter Anthroposophen zahlreiche Forscher, die sich mit dem Rosenkreuzertum befasst haben, stellvertretend für viele sollen hier nur die Namen Viktor Stracke und Paul Regenstreif genannt werden.

"Die Ausbildung des Sittlichen wurde erst von den Göttern durch die ethischen Lehren aller großen Religionen ermöglicht. Es muß aber eine Zeit kommen, wo die Menschen das Gesetz des Guten so klar erkennen, wie heute Gesetze der Logik. Was gut und was wahr ist auf spirituellem Gebiet, kann dann nicht mehr Ansichtssache sein, so wie es heute noch durch die verschiedenen Religionen, durch Bildung von Parlamenten um diese oder jene Rechtsfrage zu lösen, zum Ausdruck kommt. Wenn die Menschen sich bewußt werden, daß es ein Gutes, ein Sittliches gibt, das so bestimmt und klar ist, wie ein mathematischer Lehrsatz, dann haben sich die Menschen auch auf diesem Gebiet zu einer Menschheit vereint, die eineganz andere Physiognomie trägt als die Menschheit von heute. Zu dieser Erkenntnis des Sittlichen zu führen, der Menschheit dessen Gesetze zu offenbaren, damit eine Schar auf diesem Felde bewußt aus sich heraus arbeitender Menschen erstehe, gründete der vierte Meister, Christian Rosenkreutz, den Rosenkreuzerorden. Die andere intellektuelle Ausbildung des Westens verlangt andere Lehre. Im Osten wirkte die spirituelle Lehre, von den alten Rischi den Inderngegeben, stark im Volke nach. Christian Rosenkreutz und seine sieben Schüler legten den Anfang zur Erkenntnis des Gesetzes des Sittlichen, damit dieses nicht in dem von den Religionen Gegebenen in den Menschen nachklinge, sondern damit das Gesetz, als solches erkannt, in jedem Menschen zum individuellen Leben erwache. Die Wahrheit auf den Gebieten der Moral, der Sittlichkeit, der Güte, soll als ein Erkanntes und Empfundenes im Menschen erstehen."[31]

Musik

  • Édith Piaf: Soudain une vallée
  • Erik Satie: Hymne pour le "Salut Drapeau" du "Prince byzance" du Sâr Péladan. In: Ders.: Melodies et chansons. Hamonia Mundi, Hamburg 1996 (1 CD)
  • Erik Satie: Trois Sonneries de la Rose+Croix. In: Ders.: The complete piano music. Decca, London 2003 (5 CDs)

Quellen

Quellenschriften sind neben den Grundschriften zur Idee der Rosenkreuzer vor allem Schriften von Mitgliedern rosenkreuzerischer Gemeinschaften.

  1. Rudolf Steiner, Von Jesus zu Christus, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1988, Seite 50f
  2. Rudolf Steiner, Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1983, Seite 176f
  3. Rudolf Steiner, Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1995, Seite 313
  4. Frietsch, Wolfram: Die Geheimnisse der Rosenkreuzer. Reinbek bei Hamburg (1999) ISBN 3499604957, S. 276.
  5. Frick, Karl R. H.: Licht und Finsternis. ISBN 3865390447
  6. 6,0 6,1 6,2 Frick, Karl R. H.: Die Erleuchteten. ISBN 3865390064
  7. Zedler, Johann Heinrich (1732): Zedlers Großes Universallexicon. http://www.zedler-lexikon.de/index.html Artikel: Rosencreutzer, Rosencreutz-Brüder Band 32, S. 0464.
  8. 8,0 8,1 8,2 Lennhoff, Eugen; Posner, Oskar: Internationales Freimaurerlexikon. Artikel: Orden der Unzertrennlichen; s. Orden, Akademische, ISBN 3-85002-038-X, S. 1158.
  9. Rebisse, Christian: Geschichte und Mythos der Rosenkreuzer. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Le Trembley (2003) ISBN 9783925972454, S. 195.
  10. Steiner, Gerhard: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7, S. 87 - 90.
  11. Vgl. Epheser Kap. 4 V.6: EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.; 1. Korinther Kap. 12 V.6 und 7: Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 1. Korinther Kap. 15 V.28: Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.
  12. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft ist der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums. Artikel: Rosenkreuzer, Auf: http://www.kruenitz1.uni-trier.de.
  13. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft ist der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums. Artikel: Die Gold= und Rosenkreutzer, Auf: http://www.kruenitz1.uni-trier.de.
  14. Lennhoff, Eugen; Posner, Oskar: Internationales Freimaurerlexikon. Artikel: Rosenkreuzer, ISBN 3-85002-038-X, S. 1337.
  15. Rebisse, Christian: Geschichte und Mythos der Rosenkreuzer. Le Trembley (2003) ISBN 9783925972454, S. 197.
  16. Priesner, Claus/Figala Carin: Alchemie. Lexikon der hermetischen Wissenschaft. Artikel: Rosenkreuzertum, ISBN 3-406-44106-8, S. 307.
  17. Lennhoff, Eugen; Posner, Oskar: Internationales Freimaurerlexikon. Artikel: Adonhiramitische Freimaurerei (Maçonnerie Adonhiramite), ISBN 3-85002-038-X, S. 17.
  18. 18,0 18,1 Rebisse, Christian: Geschichte und Mythos der Rosenkreuzer. Le Trembley (2003) ISBN 9783925972454, S. 198.
  19. Schultze, Johannes, Die Rosenkreuzer und Friedrich Wilhelm II. (1929), in ders., Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte. Ausgewählte Aufsätze. Berlin 1964, S. 240 65.
  20. Markner, Reinhard: Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei. Anmerkung: Bruder Ormesus Auf: http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/epoche/markner_mirabeau.pdf. S. 9.
  21. Marx, Arnold, Die Gold- und Rosenkreuzer. Ein Mysterienbund des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Deutschland, in: Das Freimaurer-Museum 5 (1930), S. 1 168, hier S. 151 54.
  22. Markner, Reinhard: Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei. S. 16.
  23. Steiner, Gerhard: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7, S. 60.
  24. Geheime Figuren der Rosenkreuzer, aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert: aus einem alten Mscpt. Zum erstenmal ans Licht gestellt: erstes -[drittes] Heft. http://digital.library.wisc.edu/1711.dl/HistSciTech.GeheimeFiguren
  25. Die Lehren der Rosenkreuzer aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert oder Einfältig ABC Büchlein für junge Schüler, so sich täglich fleissig üben in der Schule des Hl. Geistes. Reprint der «Geheimen Figuren der Rosenkreuzer» mit den Tafeln in der ursprünglich geplanten Reihenfolge nach dem Editionsplan des Verlegers Ritter 1766. Verlag Engel & Co. 2006, ISBN 978-3-927118-17-1.
  26. Rudolf Steiner, Aus der Akasha-Forschung, Das fünfte Evangelium, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1992, Seite 97
  27. Rudolf Steiner, Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1994, Seite 200f
  28. Rudolf Steiner, Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1989, Seite 304f
  29. Rudolf Steiner, Vortrag vom 10.6.1917 in Leipzig
  30. Mathilde Scholl, Mitteilungen für die Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft No. 1, 1913, Köln, Seite 23f
  31. Rudolf Steiner, Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule 1904-1914, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1996, Seite 211f

Literatur

  • Johann Valentin Andreae: Die Bruderschaft der Rosenkreuzer. Esoterische Texte (Diederichs Gelbe Reihe; 53). Diederichs, München 1995, ISBN 3-424-00793-5 (hrsg. von Gerhard Wehr)
  • Johann Valentin Andreae: Christianopolis. Gerstenberg, Hildesheim 1981, ISBN 3-8067-0898-3 (Repr. d. Ausg. Esslingen 1741).
  • Hargrave Jennings: Die Rosenkreuzer. Ihre Gebräuche und Mysterien. Ansata-Verlag, München 2004, ISBN 3-7787-7273-2 (Repr. d. Ausg. Berlin 1912).
  • Hans H. Sievert: Im Zeichen von Kreuz und Rose. zur Geschichte der Rosenkreuzer. Zerling, Berlin 1996, ISBN 3-88468-063-3.
  • Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers. 14 Vorträge. Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach/CH 1989, ISBN 3-7274-6430-5.
  • Rudolf Steiner: Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit. Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach/CH 2001, ISBN 3-7274-7500-5.

Wissenschaft

  • Carlos Gilly u.a. (Hrsg.): Rosenkreuz als europäisches Phänomen im 17. Jahrhundert. Frommann-Holzboog, Stuttgart 2002, ISBN 3-7728-2206-1.
  • Wolfram Frietsch: Die Geheimnisse der Rosenkreuzer. Marix-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-86539-048-X.
  • Gerhard Steiner: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7.
  • Die Lehren der Rosenkreuzer aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert oder Einfältig ABC Büchlein für junge Schüler, so sich täglich fleissig üben in der Schule des Hl. Geistes. Reprint der «Geheimen Figuren der Rosenkreuzer» mit den Tafeln in der ursprünglich geplanten Reihenfolge nach dem Editionsplan des Verlegers Ritter 1766. Verlag Engel & Co. 2006, ISBN 978-3-927118-17-1.

Weblinks

Rosenkreuzerschriften

Diverse Schriften in chronologischer Reihenfolge.

Heutige Rosenkreuzerorganisationen im deutschsprachigen Gebiet

Geschichte der Rosenkreuzer

Kritische Literatur

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