Salomo

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Salomon trifft die Königin von Saba; Relief von Lorenzo Ghiberti an der bronzenen Paradiespforte des Baptisteriums in Florenz, 1425ff.

Salomo (hebr. שלמה, Schəlom:o), auch Salomon genannt, zusammenhängend mit schalem (hebr. שָׁלֵם, ganz, vollständig, intakt) bzw. schalom (hebr. שָׁלוֹם, Friede), lebte im 10. Jahrhundert v. Chr. und war nach dem Bericht der Bibel nach Saul und David der dritte Herrscher des vereinigten Königreichs Israel. Nach dem Bericht der Bibel ließ er den ersten Tempel in Jerusalem auf dem Tempelberg errichten. In diese Zeit fällt auch der in Bibel berichtete Besuch der legendären Königin von Saba (1. Kön. 10,1-13 LUT, 2. Chron. 9,1-9,12 LUT). Nach der Tempellegende der Freimaurer war der Architekt des Tempels Hiram Abif, der nach den Aussagen Rudolf Steiners zur Zeitenwende als Lazarus-Johannes und später als der hohe Eingeweihte Christian Rosenkreutz wiedergeboren wurde. Auf die Zeit des Tempelbaus bezieht sich auch das apokryphe Testament Salomos, das als älteste christliche Dämonologie gilt. Die spätere jüdische Tradition bringt Salomo auch mit Lilith in Beziehung.

«Salomo» als hebräische Bezeichnung für das Geistselbst

Nach Steiner war Salomo, bei dem alle 7 Wesensglieder des Menschen schon sehr vollkommen veranlagt waren, zugleich auch eine hebräische Bezeichnung für das Geistselbst des Menschen.

"Und endlich nannten sie Manas oder Geistselbst dieses Vorfahren - weil sie sagten, ein solches Geistselbst muß die Anlage in sich enthalten innerlich abgeschlossen zu sein, in sich im Gleichgewicht zu sein - , mit einem Wort, das da bedeutet «inneres Gleichgewicht», «Salomo».

So hat denn dieser Vorfahre, den man gewöhnlich nur kennt unter dem Namen «Schelomo», «Schlomo» oder «Salomo», die drei Hauptnamen: Jedidjah (Geistesmensch), Kohelet (Lebensgeist), Salomo (Geistselbst); und er hat die vier Nebennamen Agur (Physischer Leib), Ben Jake (Ätherleib), Lamuel (Astralleib), Itiel (Ich bzw. Ich-Träger), weil diese Namen die vier Hüllen bedeuten, während die drei ersten Namen das göttliche Innerliche bezeichnen. Sieben Namen hat für die althebräische Geheimlehre diese Persönlichkeit. " (Lit.: GA 116, S. 83)

In der jüdischen Kabbala wird das Geistselbst, namentlich in seiner Verbindung mit der Bewusstseinsseele, als Neschama (hebr. שמה‎נ, auch N'schama) bezeichnet.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewußtseins, GA 116 (1982) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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