Schuld

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Die Schuld (von ahd. sculd(a), mhd. schulde, schult) ist im christlichen Sinne eine Folge der Sünde, durch die sich der Mensch von Gott abgewendet hat. Der Sündenfall wurde nach dem Bericht der Genesis durch das Essen vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen ausgelöst (1 Mos 3,1-24 LUT) und die Menschheit dadurch mit der Urschuld beladen. Nach christlicher Lehre wird die Schuld durch Buße gesühnt und kann durch göttliche Gnade vergeben werden. "Skuld" (wörtlich = "Schuld", bzw. "skal" = sollen) ist in der Germanische Mythologie auch der Name einer der drei Nornen; die Tätigkeit der Skuld ist auf das zukünftig Werdensollende gerichtet.

Während die Sünde ihre Wurzel im Astralleib des Menschen hat und eine Folge der Versuchung ist, der man in einem schwachen Moment verfällt, sitzt die Schuld im Ätherleib als dauerhafte Nachwirkung der Sünde. Im Ätherleib wirken auch die Laster, die, anders als die Sünden, nicht augenblickliche einzelne Verfehlungen, sondern dauerhafte, immer wieder sich geltend machende schlechte Gewohnheiten sind.

"In aller Geheimwissenschaft hat man von jeher dasjenige, was Fehler gegen die Gemeinschaft ist, was aus dem fehlerhaften Ätherleibe fließt, als «Schuld» bezeichnet. Das gewöhnliche, triviale Wort «Schulden» hat einen ganz ähnlichen Ursprung wie das moralische Wort «Schuld», das das bezeichnet, was man dem andern moralisch schuldig geworden ist. Die Schuld ist also etwas, was auf fehlerhafte Eigenschaften des Ätherleibes zurückzuführen ist." (Lit.: GA 96, S. 214f)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft, GA 96 (1989) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Edelgard Vietor: Schuld und Sünde. Erkennen - verwandeln - verzeihen, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2002
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