Sechste Wurzelrasse

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Die sechste Wurzelrasse wird unserem nachatlantischen Zeitalter folgen, das um 7893 n. Chr. enden wird. Die Scheidung der Geister in eine gute und eine böse Rasse, wie sie Johannes in der Apokalypse schildert, wird dann vollendet sein. Der Begriff "Rasse" bzw. Wurzelrasse ist hier allerdings nur im uneigentlichen Sinn zu gebrauchen[1]. Im Krieg aller gegen alle wird unsere nachatlantische Epoche zugrunde gehen und die Zeit der 7 Siegel wird beginnen. Wenn das 6. Siegel geöffnet werden wird, so berichtet Johannes, wird sich die Erde wieder mit dem Mond vereinigen und die Menschheit wird in den ätherischen Zustand übergehen:

„Da erhob sich ein großes Erdbeben. Und die Sonne wurde schwarz wie ein härenes Trauergewand, und der volle Mond wurde blutrot, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum im heftigen Wehen des Windes seine unreifen Früchte abschüttelt. Und der Himmel wich zurück wie eine sich zusammenrollende Buchrolle.“

Offb 6,12 EU, übersetzt von E.Bock

Auf der alten Lemuria, als der Mond die Erde verließ, betrat der Mensch die physische Erde, zur Zeit der 6. Wurzelrasse, wenn sich der Mond wieder mit dem Erdenkörper verbinden wird, darf er sie wieder verlassen. Dann werden die versiegelten Hundertvierundvierzigtausend auferstehen, die das Siegel der Lebensbildekräfte auf ihrer Stirn tragen, und die große Schar in den weißen Gewändern, die ätherische Menschheit, wird erscheinen:

„Danach sah ich: Siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen und Rassen und Sprachen.“

Offb 7,9 EU

Dann wird sich, was den regelmäßig fortgeschrittenen Teil der Menschheit betrifft, die einige Menschheit jenseits aller Rassen, Völker und Einzelegoismen verwirklicht haben, eine ätherische Menschheit von engelgleicher Reinheit.

Die Vergeistigung des Menschen ist dann so weit fortgeschritten, daß es keinen Wechsel zwischen Verkörperung auf der Erde und Leben im Geisterland mehr geben wird:

„Die Reinkarnation hat in der lemurischen Zeit angefangen und wird im Beginne[2] der sechsten Rasse auch wiederum aufhören. Es ist nur eine gewisse Zeitspanne in der irdischen Entwickelung, innerhalb welcher der Mensch sich wiederverkörpert. Vorausgegangen war ein überaus geistiger Zustand, der keine Wiederverkörperung nötig machte, und folgen wird wiederum ein geistiger Zustand, der auch keine Wieder-verkörperung bedingt. GA 093, S. 005

„... und die Wurzelrasse, die der unsrigen folgen wird, wird wesentlich andere Eigenschaften haben. In der Mitte derselben wird sie ein Menschengeschlecht hervorbringen, welches nicht so tief in die physische Welt hineinsteigen wird wie das unsrige und welches die Eingeschlechtlichkeit abgestreift haben und zweigeschlechtlich geworden sein wird. GA 053, S. 304

Erst in dieser Zeit kommt das Christentum zu seiner Vollendung, zu seiner eigentlichen Verwirklichung, sie wird durch die Strömung des Mani vorbereitet:

„Nichts anderes bedeutet das, als dass er vorbereiten will diejenige Zeit, in welcher in der sechsten Wurzelrasse die Menschheit durch sich selbst, durch das eigene Seelenlicht geführt werden wird und überwinden wird die äußeren Formen, sie umwandeln wird zu Geist. Eine über das Rosenkreuzertum hinübergreifende Strömung des Geistes will Mani schaffen, eine Strömung, die weitergeht als die Strömung der Rosenkreuzer. Diese Strömung des Mani strebt hinüber bis zur sechsten Wurzelrasse, die seit der Begründung des Christentums vorbereitet wird. Gerade in der sechsten Wurzeltasse wird das Christentum erst in seiner vollen Gestalt zum Ausdruck kommen. Dann erst wird es wirklich da sein. Das innere christliche Leben als solches überwindet jegliche Form, es pflanzt sich durch das äußere Christentum fort und lebt in allen Formen der verschiedenen Bekenntnisse. Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen in den verschiedenen Religionssystemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden, der überall unter der Oberfläche da ist. Was aber noch geschaffen werden muss, das ist eine Form für das Leben der sechsten Wurzelrasse. Die muss früher geschaffen werden, denn sie muss da sein, damit sich das christliche Leben hineingießen kann. Diese Form muss vorbereitet werden durch Menschen, die eine solche Organisation, eine solche Form schaffen werden, damit das wahre christliche Leben der sechsten Wurzelrasse darin Platz greifen kann. Und diese äußere Gesellschaftsform muss entspringen aus der Mani-Intention, aus dem Häuflein, das der Mani vorbereitet. Das muss die äußere Organisationsform sein, die Gemeinde, in der zuerst der christliche Funke wird so recht Platz greifen können. GA 093, S. 62f.“

Neben dem verwirklichten Christentum wird es allerdings auch weiterhin das Leben der Menschen geben, die zum Bösen neigen:

„Was in der fünften Runde für die ganze Menschheit eintreten wird, dass die äußere Physiognomie, die sich jeder schafft, ein unmittelbarer Ausdruck dessen sein wird, was Karma bis dahin aus dem Menschen geschaffen hat, das wird, wie ein Vorklang zu diesem Zustand, in der sechsten Wurzelrasse innerhalb des Geistigen eintreten. Bei denjenigen, bei denen das Karma einen Überschuss an Bösem ergibt, wird innerhalb des Geistigen das Böse ganz besonders hervortreten. Auf der einen Seite werden dann Menschen da sein von einer gewaltigen inneren Güte, von Genialität an Liebe und Güte; aber auf der anderen Seite wird auch das Gegenteil da sein. Das Böse wird als Gesinnung ohne Deckmantel bei einer großen Anzahl von Menschen vorhanden sein, nicht mehr bemäntelt, nicht mehr verborgen. Die Bösen werden sich des Bösen rühmen als etwas besonders Wertvollem. GA 093, S. 63f.“

„Die Wiedervereinigung mit dem Mond wird dann mit dem Höhepunkt des Bösen auf der Erde zusammenfallen. GA 094, S. 125

Die Aufgabe der guten Menschen wird es in der sechsten Wurzelrasse sein, diese bösen Menschen möglichst wieder in den Fortgang der Entwicklung einzubeziehen:

„Die sechste Wurzelrasse wird die Aufgabe haben, das Böse durch Milde so weit als möglich wieder einzubeziehen in den fortlaufenden Strom der Entwickelung. Es wird dann eine Geistesströmung entstanden sein, welche dem Bösen nicht widerstrebt, trotzdem es in seiner dämonischsten Gestalt in der Welt auftreten wird. Verfestigt wird sich haben in denen, die die Nachfolger der Söhne der Witwe sein werden, das Bewusstsein, dass das Böse wieder einbezogen werden muss in die Entwickelung, dass es aber nicht durch Kampf, sondern nur durch Milde zu überwinden ist. Dieses kräftig vorzubereiten, das ist die Aufgabe der manichäischen Geistesströmung. GA 093, S. 63


Anmerkungen

  1. Rudolf Steiner hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Begriff «Rasse» in der nachatlantischen Zeit eigentlich nicht mehr berechtigt ist, da nun nicht mehr die körperliche, sondern die seelisch-geistige Entwicklung in den Vordergrund rückt. Die Gliederung der Menschheit in Rassen wird allmählich völlig überwunden werden. Für die sogenannte 6. und 7. Wurzelrasse ist die Bezeichnung ganz irreführend, da die Menschheit dann bereits den physischen Leib gänzlich abgelegt haben wird. Die Begriffe «Wurzelrasse» und «Unterrasse» entstammen noch der damals gebräuchlichen Terminologie der Theosophischen Gesellschaft und wurden später von Rudolf Steiner kaum mehr verwendet (Lit.: GA 099, S. 144).
  2. Nach GA 324a, S. 38 "...bis zur Mitte der sechsten Wurzelrasse - denn bis dahin gehen unsere Inkarnationen..."

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, GA 99, Dreizehnter Vortrag, München, 5. Juni 1907, Dornach 1985
  2. Rudolf Steiner: Das Freimaurertum und sein Zusammenhang mit früheren Mysterientraditionen. (oder: Die Tempellegende und die Goldene Legende), Zwanzig Vorträge 1904 - 1906, GA 93, Dornach 1991


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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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