Sefer Jetzira

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Jetzira - die Welt der Formgebung, wie sie im Sefer Jetzira beschrieben wird.

Das Sefer Jetzira (hebr. ספר יצירה, „Buch der Formgebung“; auch übersetzt als Buch der Schöpfung[1]) gilt als das älteste eigenständig überlieferte Werk der Kabbala. Jetzira steht in der jüdischen Geheimlehre für die Ätherwelt[1]. Das Buch stellt die wesentlichen Elemente der Schöpfung in ihrer Entstehung (Kosmogonie) und ihrer Struktur (Kosmologie) dar. Diese Elemente sind die 10 Urziffern (Sephiroth) und die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets.

Entstehung und Geschichte

Nach jüdischer mündlicher Tradition gilt als Autor des Werks der biblische Abraham, der es bei seiner Einweihung durch Melchisedek empfangen habe[2]. Der Text selbst nennt keinen Verfasser, erwähnt jedoch Abraham als den ersten, der die beschriebenen Wege der Weisheit gegangen ist, worauf sich die Annahme seiner Autorschaft stützt. Im letzten Absatz des Sefer Jetzira heißt es[3]:

„Und als Abraham gekommen war, unser Vater, Friede sei mit ihm, da schaute er, betrachtete, forschte und verstand dies, er hieb und zeichnete, bis er es erlangt hatte, dann offenbarte sich ihm der Herr des Alls, gesegnet sei sein Name, es setzte ihn auf seinen Schoss und küsste ihn auf das Haupt und nannte ihn Abraham, seinen Freund. Er schloss ein Bündnis mit ihm und seinen Kindern, (denn so heisst es:) er glaubte an JHVH, dies wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet. Er setzte das Bündniszeichen zwischen die zehn Finger seiner Hände, dies ist die Zunge (hebr. לָשׁוֹן, laschon, bedeutet auch: Sprache), und zwischen die zehn Zehen seiner Füsse, dies ist die Beschneidung (hebr. מִלָּה, mila, bedeutet auch: Wort).

Er band ihm die zweiundzwanzig Buchstaben der Torah an die Zunge und der Heilige, gesegnet sei er, offenbarte ihm ihre Geheimnisse: Und er machte sie zur Zugkraft des Wassers, zum Brennen des Feuers und zum Rauschen des Windes, er machte sie zur Leuchtkraft der sieben Sterne und zur Führungskraft der zwölf Sternbilder.“

Sefer Jetzira 6,13

Die Autorschaft Abrahams ist wohl nich wörtlich in dem Sinn zu nehmen, als hätte er unmittelbar den überlieferten Text verfasst, aber richtig ist, dass die Lehren der Kabbala ganz aus dem Geist des abrahamitischen Zeitalters entspringen. Abraham war der erste, dessen physisches Gehirn so beschaffen war, dass er das, was ehemals durch das ursprüngliche Hellsehen erlebt wurde, nun in klare gedankliche Begriffe fassen konnte. Dazu gehört vor allem auch die Erkenntnis von dem Wesen der Zahlen und ihrem gesetzmäßigen Zusammenwirken. Der Überlieferung nach gilt Abraham daher auch als "Erfinder" des Zählens und Rechnens, der Arithmetik überhaupt. Heute, wo wir mit dem Ablauf des Kali Yugas bzw. mit dem Beginn des dritten Jahrtausends gleichsam in das umgekehrte abrahamitische Zeitalter einlaufen, stehen wir vor der gegenteiligen Aufgabe: Wir müssen aus den klar gefassten spirituellen, aber an den logischen Verstand gebundenen Gedanken allmählich wieder die Imaginationen entbinden und so von der sinnlichen wieder zur direkten geistigen Wahrnehmung aufsteigen. In diesem Sinne kann heute die Kabbala in zeitgemäßer Form studiert werden.

"Wir haben nun gesehen bei meinem letzten Besuche hier, wie das erste Jahrtausend bei seinem Abschlusse eine Art Ersatz brachte für das Hineinschauen in die geistigen Welten, jenen Ersatz, der dadurch dem Menschen gegeben war, daß eine besondere Individualität, Abraham, ausersehen worden ist - die jene Einrichtung im physischen Gehirn besonders hatte -, ohne die alten Fähigkeiten dennoch zu einem Bewußtsein von der geistigen Welt kommen zu können. Deshalb nennen wir den ersten Teil des Kali Yuga in der Geisteswissenschaft vorzugsweise das abrahamitische Zeitalter, jenes Zeitalter, in dem der Mensch zwar den unmittelbaren Ausblick in die höheren geistigen Welten verliert, in dem ihm aber etwas erwächst wie ein Gottesbewußtsein, das nach und nach immer mehr und mehr in sein Ich hereinwächst, so daß er immer mehr und mehr den Gott vorstellt als verwandt mit dem Ich-Bewußtsein, dem menschlichen Ich-Bewußtsein. Wie das Welten-Ich, so erscheint die Gottheit demjenigen Zeitalter, dem ersten Jahrtausend im Kali Yuga, das wir an seinem Abschluß das abrahamitische Zeitalter nennen können.

[...]

Die Bedeutung des abrahamitischen Zeitalters war, daß sozusagen das alte Hellsehen geschwunden ist, daß dem Menschen ein Gottesbewußtsein gegeben ward, das mit den menschlichen Fähigkeiten eng zusammenhängt. Alles, was die Menschheit aus diesem Gottesbewußtsein, das an das menschliche Gehirn gebunden ist, gewinnen konnte, ist nach und nach ausgeschöpft worden, und nur wenig ist noch auf dem Weg dieser Fähigkeiten für das Gottesbewußtsein der Menschen zu gewinnen, wenig nur noch. Dagegen gehen wir den genau umgekehrten Weg in dem neuen abrahamitischen Zeitalter. Wir gehen den Weg, der die Menschheit wiederum hinausführt aus dem bloß physisch-sinnlichen Anschauen, aus dem Kombinieren der physischsinnlichen Merkmale; wir gehen den Weg, der die Menschen wiederum zurückführt in jene Regionen, in denen sie einmal vor dem abrahamitischen Zeitalter waren. Wir gehen den Weg, der die Menschen wieder eintreten lassen wird in Zustände natürlichen Hellsehens, natürlich hellseherischer Kräfte. In dem Zeitalter Kali Yuga war es ja nur die Einweihung, die hinaufführen konnte in regelrechter Weise in die geistigen Welten. Natürlich führt die Einweihung in hohe Stufen hinauf, die von den Menschen in sehr ferner Zukunft erst erklommen werden können, aber die ersten Spuren eines erneuerten Hellsehens, das auftreten wird wie eine natürliche menschliche Fähigkeit, werden sich verhältnismäßig bald zeigen, je mehr wir in die Erneuerung des abrahamitischen Zeitalters hinübergehen." (Lit.: GA 118, S. 110ff)

Im Pardes Rimmonim (1548) vertritt Moses Cordovero (1522–1570) die Meinung, das Sefer Jetzira gehe zwar auf Abraham zurück, wäre aber in der vorliegenden überlieferten Form von Rabbi Akiba redigiert worden[4].

Die wissenschaftliche Erforschung der Entstehungsgeschichte des Sefer Jetzira hat zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Von einigen Forschern wird das Werk in die hellenistisch-römische Antike eingeordnet. H. Graetz sah darin zunächst eine Antwort auf die Gnosis und datierte es in das 2. oder 3. Jahrhundert, ebenso wie Gershom Scholem. Neuere Forschungen sehen jedoch eine Abhängigkeit von islamischen Traditionen und setzen die Entstehung demzufolge erst nach dem 7. Jahrhundert an. Aber auch diesen Theorien ist unter Hinweis auf Parallelen zur Philosophie Philos von Alexandria widersprochen worden, woraus eine Frühdatierung sogar ins 1. Jahrhundert folgt.[5] Abschließende Antworten auf die Frage nach der historischen Einordnung sind nicht möglich, jedoch ist eine Entstehung jedenfalls vor dem 10. Jahrhundert sicher.

Ab dem 10. Jahrhundert ist das Sefer Jetzira in der jüdischen Tradition reich kommentiert worden. Dabei stand zunächst der philosophisch-wissenschaftliche Zugang im Vordergrund. Später wurde es vermehrt mystisch-spekulativ interpretiert und so die Bedeutung des Buches für die Kabbala begründet.

Überlieferte Textfassungen

Die Textüberlieferung des Werkes ist unübersichtlich. Es existieren handschriftliche Kurz- und Langfassungen, deren Verhältnis zueinander jedoch unklar und umstritten ist. Die Kurzfassung umfasst ungefähr 1300 Worte, die Langfassung etwa das Doppelte. Zur Langfassung gehört vor allem die Handschrift Ms. Vatikan 299 aus dem 10. Jahrhundert, zur Kurzfassung die Handschrift Ms. London 6577 aus dem 14. Jahrhundert. Dazu kommt eine frühe Textversion aus dem 10. Jahrhundert, die sogenannte Sa'adjanische Rezension, für die der jüdische Gelehrte Saadia Gaon († 942) die Langfassung neu arangierete und kommentierte[6]. Im 16. Jahrhundert bearbeitete Isaak Luria den Text, um ihn mit dem Sohar zu harmonisieren. Die weitere Bearbeitung durch Gaon von Wilna im 18. Jahrhundert ist als Gra Version bekannt geworden.

Der erste Druck − in lateinischer Übersetzung − wurde 1552 in Paris gefertigt. Die erste gedruckte hebräische Ausgabe erfolgte 1562 in Mantua. Es liegen heute verschiedene Ausgaben vor, die teilweise auch implizite kommentierende Texte umfassen.

Inhalt

Das Sefer Jetzira hat selbst in den umfangreichsten Fassungen kaum mehr als 2000 Worte. Es stellt 32 Pfade der Weisheit dar, die sich zusammensetzen aus den 10 Sephiroth und den 22 hebräischen Buchstaben, die den 22 Pfaden entsprechen, welche die 10 Sephiroth miteinander verbinden.

„In zweiunddreißig geheimnisvollen Pfaden der Weisheit zeichnete JAH, JHVH Zabaoth, Gott Israels, lebendiger Elohim, König der Welt, allmächtig, barmherzig und gnädig, hoch und erhaben, waltend in Ewigkeit, heilig ist sein Name, und schuf seine Welt mit drei Sefarim (hebr. םפרים): Erzählung (hebr. סִפּוּר,sippur), Zahl (hebr. סִפְרָה, sefar, Ziffer) und Zeichen (hebr. סֵפֶר, sefer; Buchstabe).“

Sefer Jezirah 1,2

Das sind die Kräfte, die den Baum des Lebens bilden: der Zahlenäther und der Wort- oder Lebensäther. Die Verfügung über diese ätherischen Kräfte wurde dem Menschen nach dem Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies entzogen. Bis zum Ende der Erdentwicklung soll er die Herrschaft darüber mit Hilfe des Christus neu und vollbewusst wieder gewinnen.

„Zehn Zahlen aus dem Nichts und zweiundzwanzig Buchstaben, die Fundamente allen Seins: drei Mütter, sieben Einfache und zwölf Doppelte.“

Sefer Jezirah 1,2

Sephiroth

Der Begriff Sephiroth (hebr. ספרות, Singular: Sephira - ספרה) ist eine Neuschöpfung des Buches Jetzira. Er geht auf den hebräischen Verbalstamm s-f-r (ספר, vgl. Sefer Jezirah § 1) zurück, der „zählen“, „schreiben“, „erzählen“ und als Nomen auch „Buch“ (sefer) bedeuten kann, entlehnt aus arabisch sifrNull, leer“, was wiederum lehnübersetzt ist von altindisch sunya „Null, leer“. Meist wird Sephira als „Zahl“ übersetzt. Es ist etymologisch aber auch verwandt mit dem griechischen Wort σφαιρα und wird daher auch als „Sphäre“ oder „Element“ wiedergegeben.[7]

Im Sefer Jetzira werden die 10 Sephiroth immer mit dem selben stehenden Ausdruck genannt, meist übersetzt als: "Zehn Zahlen ohne etwas" (hebr. עֶשֶׂר ספרות בלימה, 'esser sefirot belima). Belima (hebr. בלימה) bedeutet wörtlich ohne etwas bzw. Nichts und wird mit dem zentralen Begriff der Kabbala, dem Ain Soph (hebr. אין סוף, nicht endlich), in Verbindung gebracht; belima wäre dann auch zu übersetzten als ohne Ende, oder, wenn man den Ursprung der Sephiroth aus dem Unbegrenzten, aus dem Nichts, betonen will, als: aus dem Nichts.

Die Zahl 0 (okkult gelesen als Ei) bezeichnet die Vollendung und vollständige Vergeistigung eines vorangegangenen Entwicklungszyklus (Lit.: GA 110, S. 187), aus dem mit der 10 (okkult gelesen als Eins aus dem Ei) die neue Schöpfung hervorbricht. 10 entspricht auch dem hebräischen Buchstaben Jod (י), der für das schöpferische göttliche Ich steht, von dem auch ein Funke im Menschen wohnt. Sehr nachdrücklich wird daher im Sefer Jetzira betont, dass es 10 Sephiroth gibt, nicht mehr und nicht weniger:

„Zehn Zahlen aus dem Nichts, zehn und nicht neun, zehn und nicht elf, begreife diese Weisheit, verstehe dieses Wissen, forsche danach und erwäge es, fasse es in Klarheit und folge dem Schöpfer wieder zu seinem Thron.“

Sefer Jezirah 1,4

Das Sefer Jetzira nennt noch keine Namen der Sephiroth, wie sie später im Sephiroth- oder Lebensbaum verwendet werden. Die Namen werden den zehn Ziffern erst ab dem 13.  Jahrhundert im Sohar und daran anschließenden kabbalistischen Werken zugeordnet. Ihr Wesen wird aber grundlegend charakterisiert, wenn es heißt:

„Zehn Zahlen aus dem Nichts:
Eins: Geist des lebendigen Gottes.
Zwei: Wind aus dem heiligen Geist.
Drei: Wasser aus Wind.
Vier: Feuer aus Wasser.
Oben,
Unten,
Osten,
Westen,
Norden
und Süden.“

Sefer Jetzira, §11

Ihr Ursprung liegt im Geist des lebendigen Gottes, dann folgen die 3 Mütter (siehe unten) bzw. Elemente Luft, Wasser und Feuer und die sechs Richtungen des (Seelen-)Raumes, die den Raumwürfel (siehe unten) aufbauen.

Buchstaben

Gliederung der Buchstaben des hebräischen Alphabets in 3 Mütter, 7 doppelte und 12 einfache.

Der weitaus größte Teil des Buches widmet sich den Bedeutungen und Beziehungen der hebräischen Buchstaben. Die 22 Buchstaben werden in Gruppen zusammengefasst - 3 Mütter, 7 Doppelte und 12 Einfache - und den grundlegenden Dimensionen von Zeit, Welt und Mensch zugeordnet:

„Zweiundzwanzig Buchstaben, drei Mütter, sieben doppelte und zwölf einfache, sind gezeichnet in der Stimme, gehauen im Geiste und geheftet im Munde, an fünf Orten, am Halse (Gutturale) אהחע, am Gaumen (Palatale) גיכק, an der Zunge (Linguale) דטלנת, an den Zähnen (Dentale) זשסרץ, an den Lippen (Labiale) בומף.“

Sefer Jetzira 2,3

Die drei Mütter (hebr. אמוה, Singular: אֵם, 'em) sind die hebräischen Buchstaben Aleph (א), Mem (מ) und Shin (ש), die auch für Seele, Leib und Geist stehen. Shin entspricht dem Feuerelement und deutet hin auf die Entwicklung des alten Saturn. Aleph korrespondiert mit dem Luftelement und weist auf die alte Sonnenzeit. Mem gehört zum Wasserelement und zur alten Mondenentwicklung. In einem palästinensischen Midrasch wird auch darauf hingewiesen, dass die drei Elemente Feuer (hebr. אֵשׁ, esch), Luft (hebr., ruach) und Wasser (hebr. מַיִם, majim) bereits vor der Erschaffung der Welt exisierten; aus dem Wasser entstand dann die Finsternis, aus dem Feuer das Licht und aus der Luft (hebr. רוח, Ruach) die Weisheit[8].

Die 7 Doppelten heißen so, weil sie zweifach, nämlich hart oder weich, gesprochen werden können. Sieben ist die Zahl der Zeit und damit zugleich auch die Zahl der ätherischen Welt, denn die Realität der Zeit ist in der Ätherwelt begründet. Sieben ist zugleich die Zahl der Vollendung, denn alle Entwicklung im Kleinen und im Großen vollzieht und vollendet sich durch sieben Stufen. Unser ganzes Weltsystem entwickelt sich durch sieben planetarische Weltentwicklungsstufen. Sieben Kulturepochen durchschreitet die Menschheit in der nachatlantischen Zeit, und der Mensch entwickelt sich in seinem Erdenleben in Siebenjahresperioden. Sieben Farben umfasst der Regenbogen und die Tonleiter hat sieben Töne (Lit.: GA 101, S 179). Darum ist auch das Septagramm das Symbol des mystischen Lamms, des Christus. Alle Entwicklung vollzieht sich aber im Widerstreit der Gegensätze und darum nennt das Sefer Jetzira auch 7 Gegensatzpaare (siehe unten).

12 ist die Zahl des Raumes. Die Zwölf wirkt überall dort, wo "die Zeit herausfließt in den Raum" (Lit.: GA 113, S 172). Die Zwölfzahl gibt ein Schema für die geistigen Kräfte, die gleichzeitig nebeneinander im Raum wirken. Oberster Repräsentant der kosmischen Zwölfzahl ist der Tierkreis mit seinen zwölf Tierkreiszeichen, hinter denen die erhabenen Tierkreiswesenheiten stehen. Auf sie wird hingewiesen durch die 12 Einfachen:

Gruppe Buchstaben Zuordnung
3 Mütter ש  מ  א

Aleph, Mem, Schin

Luft (Seele) – Wasser (Materie, Leib) – Feuer (Geist)

Dreigliederung des menschlichen Organismus: Kopf (ש) - Brust (א) - Bauch (מ)
Die drei Seelenkräfte Denken (ש), Fühlen (א) und Wollen (מ)
Von den drei Säulen der Manifestation wird der rechten, weißen Säule Jachin das Shin zugeordnet, der mittleren Säule der Milde das Aleph und der linken, schwarzen Säule Boas das Mem.
Von den Weltentwicklungsstufen enspricht Shin dem alten Saturn, Aleph der alten Sonne und Mem dem alten Mond.

7 Doppelte[9] ת  ר  פ  כ  ד  ג   ב

Beth, Gimel, Daleth, Kaph, Peh, Resch, Thaw

7 Planeten von Saturn bis Mond [10], 7 Wochentage, 7 Pforten der Sinne am menschlichen Haupt: zwei Augen, zwei Ohren, zwei Nasenlöcher, Mund.
12 Einfache ק  צ  ע  ס  נ  ל  י  ט  ח  ז   ו  ה

Heh, Waw, Sajin, Cheth, Tet, Jod, Lamed, Nun, Samech, Ajin, Zade, Qoph

12 Tierkreiszeichen von Widder (hebr. טָלֶה, Taleh, Lamm) bis Fische (hebr. דגים, Daghim), 12 Monate, 12 Organe des menschlichen Körpers.[11]

„Ein Beweis dafür und wahre Zeugen sind: Welt, Jahr und Körper. Zwölf sind unten, sieben auf diesen und drei auf diesen sieben. Auf den dreien gründete er seine Wohnung und alles geht von Eins aus. Dies ist ein Zeichen dafür, dass er einer ist und nicht einen zweiten (neben sich) hat. Er ist der einzige König in der Welt, er ist einzig und sein Name ist einzig.“

Sefer Jetzira 6,1

Gegensatz und Ausgleich

Die 7 Gegensatzpaare aus den 7 Doppelten

Ein wichtiges Grundprinzip der kabbalistischen Weltsicht ist, dass alle Entwicklung durch den Kampf einander widerstrebender Kräfte vorangetrieben wird. Gegensatzpaare spielen dabei eine wichtige Rolle und entsprechend den 7 doppelten Lauten gibt es sieben solcher Gegensatzpaare. Zunächst nennt das Sefer Jetzira die positive Seite:

„Sieben doppelte: Beth, Gimmel, Daleth, Kaph, Peh, Resh, Tav.
Ihr Fundament ist:
Leben,
Friede,
Weisheit,
Reichtum,
Aussaat (Fruchtbarkeit),
Schönheit
und Herrschaft.“

Sefer Jetzira 4,1

Und ihre Gegensätze:

„Sieben doppelte: Beth, Gimmel, Daleth, Kaph, Peh, Resh, Tav, je nach Aussprache und Vertauschung.
Der Gegensatz des Lebens ist der Tod,
der Gegensatz des Friedens ist der Krieg,
der Gegensatz der Weisheit ist die Torheit,
der Gegensatz des Reichtums ist die Armut,
der Gegensatz der Aussaat (Fruchtbarkeit) ist die Ödnis,
der Gegensatz der Schönheit ist die Häßlichkeit,
der Gegensatz der Herrschaft ist die Knechtschaft.“

Sefer Jetzira 4,3

Der Ausgleich der Gegensätze in der Dreiheit der Mütter

Mit dem Prinzip der drei Mütter wird der lebendige Ausgleich der Gegensätze gesucht. Im Sefer Jetzira wird dafür das Bild der Waage gebraucht. Shin (ש) und Mem (מ) sind Gegensätze, zwischen denen Aleph (א) den Ausgleich schafft:

„Drei Mütter: Aleph, Mem, Shin. Ihr Fundament: Schale der Unschuld, Schale der Schuld und das Zünglein ausgleichend zwischen beiden.“

Sefer Jetzira 3,1

In §36[12] wird noch darauf hingewiesen, dass das verstummende, schweigende Mem, aus dem Erde, Kälte und Bauch gebildet werden, die Schale der Unschuld bedeutet. Das zischende Shin hingegen, aus dem Himmel, Hitze und Kopf entstehen, ist die Schale der Schuld. Aleph, aus dem Wind, Luft, Feuchtigkeit und die Brust hervorgehen, ist das ausgleichende Zünglein (hebr. לָשׁוֹן, laschon, bedeutet auch: Sprache!).

Das erinnert von Ferne an das Bild des Menschheitsrepräsentanten zwischen Luzifer und Ahriman.

231 Pforten - Roulette der Buchstaben

Aus dem Wort wurde die Schöpfung hervorgebracht und in Worten lässt sie sich beschreiben. Die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets geben zunächst die Grundformen, aus denen die Schöpfung gemeisselt ist. Kombiniert man systematisch diese Buchstaben paarweise, so kommt man zu sprachlichen Grundwurzeln, die weitere Bereiche der Schöpfung in imaginativen Bildern beschreiben können. Aus 22 Buchstaben ergeben sich 231 paarweise Kombinationen, die 231 Pforten genannt, wenn dabei die Reihenfolge keine Rolle spielt.

„Zweiundzwanzig Grundbuchstaben sind in der Art einer Mauer im Kreis gebettet, an zweihunderteinunddreissig Pforten. Es dreht sich der Kreis vorwärts und dies bedeutet Glück oder rückwärts und dies bedeutet Unglück. Wie verband, wog und versetzte Er sie? א Aleph mit allen und alle mit א Aleph, ב Beth mit allen und alle mit ב Beth, ג Gimmel mit allen und alle mit ג Gimmel und sie alle wenden sich rückwärts[13]. So ergibt es sich, dass sie durch zweihunderteinunddreissig Pforten hinausgehen und so findet es sich, dass die ganze Schöpfung und die ganze Sprache aus einem Namen hervorgeht.“

Sefer Jetzira 2,4

Die 231 Pforten:


אב אג אד אה או אז אח אט אי אכ אל אם אן אס אע אף אץ אק אר אש את
בג בד בה בו בז בח בט בי בכ בל בם בן בס בע בף בץ בק בר בש בת
גד גה גו גז גח גט גי גכ גל גם גן גס גע גף גץ גק גר גש גת
דה דו דז דח דט די דכ דל דם דן דס דע דף דץ דק דר דש דת
הו הז הח הט הי הכ הל הם הן הס הע הף הץ הק הר הש הת
וז וח וט וי וכ ול ום ון וס וע וף וץ וק ור וש ות
זח זט זי זכ זל זם זן זס זע זף זץ זק זר זש זת
חט חי חכ חל חם חן חס חע חף חץ חק חר חש חת
טי טכ טל טם טן טס טע טף טץ טק טר טש טת
יכ יל ים ין יס יע יף יץ יק יר יש ית
כל כם כן כס כע כף כץ כק כר כש כת
לם לן לס לע לף לץ לק לר לש לת
מן מס מע מף מץ מק מר מש מת
נס נע נף נץ נק נר נש נת
סע סף סץ סק סר סש סת
עף עץ עק ער עש עת
פץ פק פר פש פת
צק צר צש צת
קר קש קת
רש רת
שת


Alle zusammen, alle Worte der Tora überhaupt, bilden den vollständigen Namen Gottes, aus dem die ganze Schöpfung hervorgegangen ist - das ist eine der Grundüberzeugungen der Kabbalisten. Das System erinnert, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen gegenüber der kabbalistischen Kombinatorik, an die um 1305 vollendete Ars magna des Ramon Llull (Raimundus Lullus) zur Kombination von Begriffen. Dazu sagt Rudolf Steiner:

"Und von diesem Gesichtspunkte aus ist die sogenannte «Ars magna» des Raimundus Lullus zu beurteilen. Er sagte sich: Wenn der Mensch spricht, so ist im Sprechen eigentlich auch ein Mikrokosmos gegeben. Dasjenige, was der Mensch spricht, ist eigentlich der ganze Mensch, konzentriert auf die Sprachorgane. Aber das Geheimnis jedes Wortes liegt im ganzen Menschen, und wiederum, weil es im ganzen Menschen liegt, liegt es eigentlich in der Welt. Und so kam er darauf, daß man eigentlich das Geheimnis der Sprache erst im Menschen suchen müsse, indem man tief untertaucht von den bloßen Sprachorganen zu der Gesamtorganisation des Menschen, und dann im Kosmos, indem man wiederum die Gesamtorganisation des Menschen aus dem Kosmos heraus begreift. Zum Beispiel, sagen wir, jemand wolle den Laut A in seiner wirklichen Bedeutung begreifen. Da handelt es sich darum, daß der Mensch darauf kommt, daß der Laut A, der im geformten Aushauch zum Vorschein kommt, auf einer gewissen inneren Attitüde des Ätherleibes beruht, auf einer Attitüde des Ätherleibes, die Sie heute kennenlernen können. Durch die Eurythmie sehen wir, auf welcher Attitüde des Ätherleibes der Laut A beruht, denn diese Attitüde wird auf den physischen Leib übertragen und gilt dann als die eurythmische Geste für den A-Laut.

Ganz klar wurde das dem Raimundus Lullus nicht, sondern alles blieb bei ihm Ahnung. Aber seine Ahnung kam so weit, daß er nun die innere Attitüde, die innere Geste des Menschen gewissermaßen hinausverfolgte in den Kosmos, zum Beispiel daß er sagte: Richtest du die Blickrichtung nach dem Löwen, nach dem Sternbilde des Löwen, und richtest du die Blickrichtung nach der Waage, dann gibt dir der Zusammenhang der beiden Blickrichtungen das A. Richtest du den Blick nach dem Saturn, so hält der Saturn deine Blickrichtung auf. Und wenn der Saturn zum Beispiel vor dem Widder steht, so mußt du mit dem Saturn dich um den Widder herumdrehen. Das gibt dir aus dem Kosmos heraus die Empfindung des O.

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Und aus solchen Ahnungen heraus fand Raimundus Lullus gewisse Figuren, an deren Ecken und Seiten er die Buchstaben schrieb. Und nun war er sich klar darüber: Wenn man aus seinen Empfindungen heraus Linien zieht in den Figuren, durch Diagonalen oder dergleichen meinetwegen in einem Fünfeck a b c d e irgendwie verbindet - das ist nur schematisch -, dann muß man darin Lautverbindungen sehen, und diese Lautverbindungen sprechen gewisse Geheimnisse des Weltenalls, des Kosmos aus.

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Also Raimundus Lullus suchte eine Art Renaissance der Geheimnisse des Logos, wie sie üblich waren in den alten Mysterien." (Lit.: GA 233a, S. 36ff)

Der Raumwürfel

Der Raumwürfel der Kabbala

Der Raumwürfel ist ein grundlegendes, gegenüber dem bekannteren Sephirothbaum aber meist viel weniger beachtetes, aber schon im Sefer Jetzira, dem ältesten überlieferten Werk der Kabbala, eingeführtes Grundkonzept der jüdischen Kabbala, das die kubische Grundstruktur der Schöpfung symbolisiert. Wie beim Sephirothbaum werden auch dem Raumwürfel nach und nach die zehn Sephiroth und die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets gemäß ihrer Gliederung in 3 Mütter, 7 Doppelte und 12 Einfache zugeordnet.

Die Würfelgestalt der Welt darf dabei nicht im physisch-räumlichen Sinn missverstanden werden. Sie ergibt sich vielmehr aus einer systematischen Gliederung der Seelenwelt in verschiedene Gegensatzpaare, die nach ihrer seelisch-moralischen Qualität zueinander in Beziehung gesetzt werden. Höhe und Tiefe etwa sind hier nicht primär räumlich aufzufassen, sondern eher im Sinn von moralisch Erhaben oder moralisch Niedrig. Im Osten geht das geht das geistige Licht auf, im Westen zieht es sich zurück usw. Die räumliche Struktur, die wir in der sinnlichen Welt erleben, ist nur das äußere schattenhafte Abbild dieser seelischen Beziehungen.

Der Raumwürfel der Kabbala ist ein Konzept, das die gegenwärtige Schöpfung in ihrem Sein und Werden beschreibt. In der Apokalypse des Johannes wird auf die künftige planetarische Verkörperung unserer Erde hingewiesen, auf den neuen Jupiter, der aber hier als das Neue Jerusalem bezeichnet und als vollkommener Würfel beschrieben wird (Offb 21,14 LUT).

In seinen Vorträgen über Apokalypse und Priesterwirken hat Rudolf Steiner sehr ausgeführlich geschildert, wie der Aufbau des Neuen Jerusalem - und damit die Umwandlung der alten Schöpfung in die neue - eigentlich im Menschen stattfindet. Bis zum Mysterium von Golgatha bzw. bis zur Zerstörung des alten Jerusalems überwog der Aufbau von unten aus den Naturkräften, seitdem ist der Aufbau von oben aus den geistigen Kräften wichtiger und das ist der Aufbau des geistigen neuen Jerusalems. Steiner schildert dabei, wie die mit der Nahrung aufgenommenen irdischen Stoffe tatsächlich nur die Organe des Nerven-Sinnes-Systems aufbauen, nicht aber den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen. Das ist auch an der Umwandlung des Gehirns abzulesen, durch die das Vorderhirn immer ähnlicher einem Verdauungsorgan wird. (Lit.: GA 346, S. 132ff)

In einem überlieferten Gespräch mit Johanna Gräfin Keyserlingk zeigt Steiner auch die Verbindung zur Gralsburg auf: Die Gralsburg existiere wirklich in der ätherischen Welt. Das neue Jerusalem sei das Urbild, wie es in Zukunft sein werde.[14]

Für eine ausführlichere Darstellung siehe auch: Raumwürfel.

Der Drache

„Der Drache in der Welt ist wie ein König auf seinem Thron. Der Sternbilderkreis im Jahr ist wie ein König im Reich. Das Herz im Menschen ist wie ein König im Krieg.“

Sefer Jetzira 6,6
Ouroboros aus einem alchemistischen Manuskript

Der Drache (hebr. תלי, Teli, geringelt?) der Welt ist nach dem Sefer Jetzira der oberste Regent, der Tierkreis und das Herz sind ihm untergeordnet. Die Herkunft und Bedeutung des Wortes Teli ist aber unsicher. Im Tanach kommt es nur einmal vor in Gen 27,3 EU und bezeichnet dort ein nicht näher beschriebenes Werkzeug zur Jagd. In den mittelalterlichen Kommentaren zum Sefer Jetzira wird Teli dann als Schlange oder Drache aufgefasst. So schreibt Schabbtai Donnolo:

"Und wer ist der teli? Als Gott das Himmelsgewölbe über uns, das in sieben Himmel eingeteilt ist, erschuf, erschuf er den teli aus Wasser und aus Feuer in Gestalt eines großen tannin (hebr. תנינ, Meeresungeheuer) (Gen 1,21 EU), wie eine große gewundene Schlange und machte ihm Kopf und Schwanz und streckte ihn im vierten[15] Himmel [...] aus. Und alle Planeten und Leuchten und Sternbilder sind an ihm befestigt. Und er ist (zum) König über alle ernannt, sie zu leiten, sei es im Guten, sei es im Schlechten." (Lit.: zit. nach Herrmann, S 272)

Der Drache umlagert demnach die sichtbare Welt dort, wo der Kristallhimmel zu finden ist, wo die endliche räumliche Welt in die unendliche überräumliche Welt übergeht. Dem Lautbestand nach bedeutet Teli den «Einschlag (T) des lebendigen (L) Geistes, des göttlichen Ich (J. Man darf hier wohl auch an das Symbol des Ouroboros denken, der sich in den Schwanz beißenden Schlange, manchmal auch in Gestalt von ein oder zwei Drachen dargestellt, wobei die eine Hälfte des Tieres meist hell und die andere dunkel gefärbt ist und damit anzeigt, dass sich in ihm die Gegensätze vereinen, etwa Gut und Böse, männlich und weiblich usw. Indem er sich in sich selbst zurückwindet, ist er zugleich ein Symbol für die Ewigkeit.

Bedeutung

Das Sefer Jetzira hat mit der Lehre über die 10 Sephiroth erheblichen Einfluss auf die kabbalistische Tradition im Judentum genommen. Die Sephiroth bilden die Elemente des Lebensbaums und stellen damit das wohl wirkungsvollste Symbol der Kabbala überhaupt dar. Dafür zeugen auch die späteren Ausführungen zu ihrer Gestalt und ihren Beziehungen zueinander im Sohar und den sich daran anschließenden Lehr- und Lebenstraditionen.

Die Spekulationen über die hebräischen Buchstaben und deren dreigliedrige Struktur haben ebenfalls größte Wirkung im Judentum und darüber hinaus in anderen mystischen Traditionen erzielt. Das bekannteste Beispiel dafür ist der moderne Tarot. Die Zuordnung der 22 Karten der „Großen Arkana“ wurde von bekannten Tarot-Auslegern bis in Details hinein der Struktur der Buchstaben im Buch Jetzira nachgebildet.

Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Die gelegenlich gebrauchte Übersetzung als Buch der Schöpfung ist etwas irreführend, denn als Welt der Schöpfung (hebr. עולם בריאה Olam Briah) wird zu Recht die Astralwelt bezeichnet, in der sich die Ereignisse abspielen, die im ersten Schöpfungsbericht der Genesis geschildert werden. Das Sefer Jetzira bezieht sich hingegen auf Strukturen und Ereignisse in der Ätherwelt.
  2.  Heinrich E. Benedikt: Die Kabbala als jüdisch-christlicher Einweihungsweg. 3. Auflage. Bd. 1., Hermann Bauer, 1991, ISBN 3-7626-0279-4, S. 24.
  3. http://www.hermetik.ch/ath-ha-nour/site/kabbalajetzirah6.htm
  4. Christopher P. Benton: An Introduction to the Sefer Yetzirah
  5. Zur Datierung vgl. K. Herrmann, Sefer Jezira, Seiten 184 bis 204
  6. Alle drei in deutscher Übersetzung in: K. Herrmann, Sefer Jezira.
  7. K. Herrmann, Sefer Jezira, Seite 226
  8. Epstein, in "Rev. Etudes Juives," xxix. 77 [1]
  9. Doppelt heißen sie, weil sie aspiriert oder unbehaucht ausgesprochen werden können, z.B. ב (Beth) als B oder behaucht als W.
  10. Verschiedene Textausgaben geben dazu unterschiedliche Zuordnungen. Alle frühen Ausgaben, die Kurzfassung (ausgenommen das erste Manuskript, das keine explizite Zuordnung erwähnt), die Langfassung und auch die Saadia-Ausgabe geben übereinstimmend die geozentrische okkulte Reihenfolge der Planeten: Saturn (hebr. שַׁבְּתַאי, Shabatai), Jupiter (hebr. צֶדֶק, Tsedeq), Mars (hebr. מַאְדִּים, Meadim), Sonne (hebr. חמה, Chamah; auch Zorn; abgeleitet von: חַם, heiß), Venus (hebr. נֹגַהּ, Nogah), Merkur (hebr. כוכב, Kawkab; auch Gestirn), Mond (hebr. לבֿנה, Lavanah). Die Gra-Version gibt, wie der Sohar, die davon abweichende Reihung: Mond, Mars, Sonne, Venus, Merkur, Saturn, Jupiter. Die Fassung des Golden Dawn reiht: Merkur, Mond, Venus, Jupiter, Mars, Sonne, Saturn.
  11. Bezüglich der Zuordnung zu den Sternbildern stimmen die meisten Ausgaben überein - im Gegensatz zur Zuordnung der Planeten.
  12. nach Ms. Vatikan 299
  13. d.h. sie kehren im geschlossenen Kreis in sich selbst zurück.
  14. Koberwitz 1924, herausgegeben v. Adalbert Graf Keyserlingk Stuttgart 1974, S 82
  15. möglicherweise ein Hinweis auf Atziluth, die oberste der Vier Welten, die dem Devachan entspricht.

Kommentierte Textausgaben

Hebräisch und Deutsch:

Deutsch:

  • Klaus Herrmann (Herausgeber), Sefer Jezira - Buch der Schöpfung., Verlag der Weltreligionen, Frankfurt a. M. und Leipzig, 2008, ISBN 978-3-458-70007-4

Hebräisch und Englisch:

  • A. Peter Hayman, Sefer yeṣira: edition, translation, and text-critical commentary., Tübingen, 2004, ISBN 3-16-148381-2

Textausgaben online

Hebräisch
Deutsch
Englisch

Literatur

  1. Karl Erich Grözinger: Jüdisches Denken. Theologie - Philosophie - Mystik: Band 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus, Campus Verlag, Frankfurt/Main 2005
  2. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Der Orient im Lichte des Okzidents, GA 113 (1982), ISBN 3-7274-1130-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, GA 118 (1984) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  5. Rudolf Steiner: Mysterienstätten des Mittelalters, GA 233a (1991) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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Weblinks

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Siehe auch

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