Sehsinn

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Der Sehsinn ist einer der zwölf physischen Sinne, von denen Rudolf Steiner in seiner Sinneslehre gesprochen hat. Die visuelle Wahrnehmung wird veraltet, aber im okkulten Sinn durchaus zutreffend, auch als Augenlicht bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das innere Licht dem äußeren begegnet, worauf auch Goethe in seiner Farbenlehre hingewiesen hat. Durch den Sehsinn nehmen wir Hell und Dunkel und die Welt der Farben wahr; er bildet damit nur einen Teil der umfassenderen visuellen Wahrnehmung, an der auch noch andere Sinnestätigkeiten beteiligt sind. So werden Formen erst durch den Eigenbewegungssinn des Auges wahrgenommen und durch den Gleichgewichtssinn auf die Lotrechte bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das räumliche, steroskopische Sehen.

Die Anlage zum Sehsinn wurde auf der alten Sonne gemeinsam mit dem Lichtäther geschaffen.

Der Sehsinn steht in enger Beziehung zu den höheren Regionen der Astralwelt. Der Astralleib, in dem die Begierden und Leidenschaften des Menschen leben, wird für den Hellseher als übersinnlicher Lichtleib sichtbar, der in mannigfaltigen Farben und Formen erstrahlt. Ähnlich ist es, wenn wir in der Natur mit dem sinnlichen Auge Farben erblicken. Wie hinter dem übersinnlich erscheinenden Rot im Astralleib eine Begierde als die eigentliche geistige Realität lebt, so steckt auch hinter dem sinnlich sichtbaren Rot der Blume eine astralische Begierde. Niemals gäbe es in der Welt Farben, wenn nicht die Dinge und Lebewesen der äußeren Natur durchdrungen wären von astralen Wesenheiten.