Silber

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Natürliches Silbererz aus der McKinley-Darragh Mine südöstlich von Ontario, Canada
Silberfolie
Dendritisch verästeltes Silber in Quarzmatrix

Silber (von ahd. silabar ) mit dem chemischen Zeichen Ag (von lat. argentum) ist ein hell glänzendes und klingendes relativ seltenes metallisches chemisches Element. An der Erdkruste hat es nur einen Anteil von etwa 0,079 ppm. Von allen Elementen hat es die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit. Gediegen findet man es in der Natur in körniger Form oder als fein verästelte drahtige Dendriten. Die wichtigsten Silbererze sind Sulfide, vor allem Silberglanz (Argentit) Ag2S und Kupfersilberglanz (Stromeyerit) CuAgS, seltener auch Silberhornerz (Chlorargyrit) AgCl und als Silberantimonglanz (Miargyrit) AgSbS2. In meist sehr geringen Mengen (0,01–1 %) findet es sich auch als Verunreinigung in Bleiglanz (PbS) und Kupferkies (CuFeS2).

Silber zählt nach okkulter Tradition zu den sieben Planetenmetallen und wird dem Mond zugeordnet. Es hängt eng zusammen mit den Fortpflanzungskräften und dadurch auch mit dem Reinkarnationsgeschehen.

Die Entstehung des irdischen Silbers

Von der Sonne gehen ätherische Strömungen von luziferischen Kyriotetes aus, die sich auf Erden zum mineralischen Gold verdichtet haben. Das dadurch gestörte irdische Gleichgewicht wurde wiederhergestellt, indem Jahve den Mond aus der Erde herauslöste. Aus den nun vom Mond herunterkommenden Ätherströmen hat sich das mineralische Silber gebildet, das die luziferischen Goldwirkungen abschwächt.

"Stehengebliebene Geister der Weisheit, die nicht ihr Ziel erreicht haben, die haben wir als die Träger des Lichtes in der lichtlosen Geistsubstanz der Fixsterne anzuerkennen. Und wenn wir uns nun darüber klar sind, daß uns also eigentlich von den Fixsternen, somit auch von unserer Sonne, physisch Leuchtendes nur entgegendringt, weil sich den normalen Geistern der Weisheit die zuriickgebliebenen beigesellen und zu Trägern des Lichtes, zu Luzifer, zu Phosphoros werden, so werden wir uns jetzt auch klar darüber sein, daß derselbe Grund, der die Sonne sichtbar macht, der uns von dem Fixstern das Licht zusendet, auch der ist, der die ätherischen Lebensströme nach der Erde schickt und das Gold bewirkt. Deshalb war es notwendig, daß eben von dem Monde aus die anderen Kräfte entgegenwirken, welche — als Ätherströme nimmt der okkulte Blick das wahr — zum Silber führen." (Lit.: GA 136, S. 195f)

Kohlenstoff und Silber

"Auf der Erde ist der Kohlenstoff entweder Kohle oder Graphit oder Demant oder Anthrazit. Auf dem Monde ist dasjenige, was auf der Erde entweder Demant oder Anthrazit oder Kohle ist, Silber. Das war das Geheimnis der alten Mysterien: Kohlenstoff ist auf dem Monde Silber. KohlenstoflFist der Stein der Weisen, und er ist auf dem Monde Silber. Was in den alten Mysterien so tief an den Menschen herangebracht wurde als Erkenntnis, das war, daß irgendeine Substanz das, als was sie sich äußerlich darstellt, nur an diesem Orte, um diese Zeit so ist: Man war einfach Ignorant, wenn man nicht wußte, Kohlenstoff ist Kohle, Demant, Graphit nur auf der Erde; dasselbe, was auf der Erde Demant und Graphit ist, ist auf dem Monde Silber; und würde man ein Stück unserer gewöhnlichen schwarzen Kohle in diesem Momente hinauf befördern können nach dem Monde, sie würde dort Silber. Diese, ich möchte sagen, radikale Metamorphosenanschauung bekam der Schüler in jenen älteren Zeiten. Und das liegt eigentlich jener scharlatanhaften Alchemie, von der heute vielfach gesprochen wird, nicht zugrunde, sondern das liegt der wirklichen älteren Alchemie zugrunde." (Lit.: GA 232, S. 210)

Silber, Mondbewegung und Ebbe und Flut

Die Mondbewegung und die Erscheinung von Ebbe und Flut hängen nach Rudolf Steiner beide von dem selben Kräftesystem ab, das seine Grundlage im Silbergehalt des Weltalls hat.

"Gehen wir einmal aus von Mond und Silber mit diesem Zeichen: Mond1.gif. Wenn wir zurückgehen noch in die Zeit, sagen wir, ein paar Jahrtausende vor dem Mysterium von Golgatha, vor der christlichen Zeitrechnung, dann haben die Menschen nicht nur die Fähigkeiten besessen, die schon in Trümmern waren zu der Zeit, als solche Dinge entstanden sind, sondern sie haben noch höhere Fähigkeiten besessen. Wenn ein Mensch der ägyptisch-chaldäischen Kultur Silber gesagt hat, so hat er zunächst nicht dasjenige gemeint, was wir meinen, wenn wir Silber sagen. Wenn der Mensch in seiner damaligen Sprache das Wort gebraucht hat, das für ihn Silber bedeutet hat, so hat er das ganz anders angewendet. Solch ein Mensch hat innere Fähigkeiten gehabt, und er hat eine gewisse Art der Kraftwirksamkeit gemeint, die sich nicht bloß in einem Stückchen Silber findet, sondern die sich im Grunde über die ganze Erde ausbreitet. Er wollte sagen, wir leben in Gold, wir leben in Kupfer, wir leben in Silber. Gewisse Arten von Kräften hat er gemeint, die da leben, und die insbesondere stark ihm entgegenströmten vom Monde. Und das hat er im gröbsten materiellen Sinne sensitiv, fein auch in dem Stückchen Silber empfunden. Er hat wirklich dieselben Kräfte vom Monde ausströmend, aber auch auf der ganzen Erde gefunden, und besonders ins Materielle umgesetzt in dem Stückchen Silber. Nun, der heutige aufgeklärte Mensch sagt: Ja, Mond - der leuchtet so silberweiß, da hat man halt geglaubt, daß er aus Silber besteht. - So war es nicht, sondern ein heute verlorengegangenes, inneres Seelenerlebnis hatte man beim Mond, was in der ganzen Erdensphäre als Kraft lebte, und - ins Materielle umgesetzt - bei dem Stückchen Silber. Es mußte also die Kraft, die im Silber steckt, gewissermaßen über die ganze Erde ausgeb'reitet sein. Heute sieht das der Mensch natürlich als einen kompletten Blödsinn an, wenn man ihm das sagt, und dennoch ist es nicht im Sinne der heutigen Wissenschaft ein kompletter Unsinn. Es ist gar kein Unsinn, durchaus kein Unsinn, denn ich will Ihnen eines sagen, was heute die Wissenschaft weiß, wenn sie es auch nicht immer sagt. Die heutige Wissenschaft weiß, daß etwas über vier Pfund Silber, fein verteilt, enthalten ist in einem Körper, aus dem Weltenmeere herausgeschnitten gedacht in Würfelform, der eine englische Seemeile lang ist, so daß im gesamten Weltenmeere, das die Erde umgibt, zwei Millionen Tonnen Silber, fein verteilt, enthalten sind. Dies ist einfach eine wissenschaftliche Wahrheit, die auch heute geprüft werden kann. Das Weltenmeer enthält zwei Millionen Tonnen Silber, fein verteilt, in äußerster Homöopathie, könnte man sagen. Es ist wirklich das Silber ausgebreitet über die Erde hin. Heute muß man das dadurch konstatieren, wenn man es mit normalem Wissen konstatiert, daß man eben Meerwasser schöpft und mit allen möglichen minuziösen Untersuchungen methodisch prüft; aber dann findet man eben mit den Mitteln der heutigen Wissenschaft, daß zwei Millionen Tonnen Silber im Weltenmeere enthalten sind. Diese zwei Millionen Tonnen Silber sind darinnen nicht etwa so enthalten, daß sie sich irgendwie aufgelöst haben oder ähnliches, sondern die gehören dem Weltenmeere an; die gehören zu seiner Natur und Wesenheit. Und das wußte die alte Weisheit; das wußte sie durch die noch vorhandenen feinen, sensitiven Kräfte, die vom alten Hellsehen herrühren. Und sie wußte, daß, wenn man sich die Erde denkt, man sich diese Erde nicht bloß zu denken hat so, wie die heutige Geologie sie sich denkt, sondern daß eben in dieser Erde in feinster Weise Silber aufgelöst ist.

Ich könnte jetzt weitergehen, könnte zeigen, wie auch Gold aufgelöst ist, wie alle diese Metalle - außer dem, daß sie materiell da oder dort abgelagert sind - in feiner Auflösung wirklich enthalten sind. Die alte Weisheit hatte also nicht Unrecht, als sie von Silber sprach. Das ist in der Erdensphäre enthalten. Als Kraft aber kannte man es, als gewisse Arten von Kraft. Andere Kräfte enthält die Silbersphäre, andere Kräfte die Goldsphäre und so weiter. Man wußte viel mehr noch von dem, was da als Silber ausgebreitet ist in der Erdensphäre; und man wußte, daß in diesem Silber die Kraft liegt, welche bewirkt Ebbe und Flut, weil eine gewisse belebende Kraft dieses ganzen Erdenkörpers in diesem Silber liegt, beziehungsweise identisch ist mit diesem Silber. Ebbe und Flut würden gar nicht entstehen; diese eigentümliche Bewegung der Erde wird ursprünglich angefacht von dem Silbergehalt. Das hat nichts mit dem Mond zu tun; aber der Mond hat mit derselben Kraft zu tun. Daher treten Ebbe und Flut in gewisser Beziehung mit den Mondbewegungen auf, weil beide, Mondbewegungen und Ebbe und Flut, von demselben Kräftesystem abhängig sind. Und die liegen in dem Silbergehalt des Weltenalls." (Lit.: GA 273, S. 29ff)

Das Mysterium des Silbers

Silber hängt mit der Wärme des Blutes zusammen, in dem dasjenige wirkt, "was aus früheren Erdenleben heraus kraftet" und steht damit naturgemäß auch in Zusammenhang mit der Fortpflanzung.

"Konzentriert sich der Mensch auf die besonderen Eigenschaften des Silbers, was lange dauert, bis es wirksam wird, zieht der Mensch diejenigen Kräfte in sich zusammen, die damit zusammenhängen, daß jetzt nicht nur seine Gefäße Flüssigkeiten zirkulieren lassen, Säfte zirkulieren lassen, sondern daß Wärme durch die Zirkulation des Blutes kreist. Dann stellt sich für den Menschen die Wahrheit ein, daß in dem, was als Wärme in seinem Blute kreist, was ihn erst zum menschlichen Wesen dadurch macht, daß er eine gewisse Wärme und dadurch Blutstofflichkeit, aber auch Blutgeistigkeit, Blutspiritualität in sich empfindet, wirksam ist dasjenige, was aus früheren Inkarnationen herüberwirkt. - Und in der Verwandtschaft mit dem Silber drückt sich unmittelbar dasjenige aus, was auf die Wärmeimpulsivität des Blutes wirken kann. Damit aber drückt sich auch aus, was uns spirituell hinüberleitet zu früheren Erdenleben. Denken Sie, man erhält in dem Silber diejenige Metallität, die gewissermaßen den Menschen aufmerksam macht auf das, was in ihm jetzt in diesem Erdenleben noch aus früheren Erdenleben ist. Denn unser Blutkreislauf mit seinen wunderbaren Wärmedifferenzierungen, er ist nicht aus dieser physischen Welt heraus. Er ist auch nicht aus der elementarischen Welt heraus, die ich Ihnen geschildert habe. Er ist auch nicht einmal allein aus der Welt der Sterne heraus. Aus der Welt der Sterne heraus sind die Richtungen des Blutkreislaufes. Aber in dem, was im Blute eigentlich als Wärme unser Leben in der richtigen Weise durchpulsiert, wirkt dasjenige, was aus früheren Erdenleben heraus kraftet. Unmittelbar an das appelliert man, wenn man an die Silberkräfte in ihrer Beziehung zum Menschen appelliert. So steht das Mysterium des Silbers im Zusammenhange mit den wiederholten Erdenleben. Das Silber ist eines der erschütterndsten Beispiele dafür, daß überall Spiritualität lebt, auch in dem Physischen. Wer das Silber mit rechten Augen anzusehen vermag, der weiß, daß das Silber das äußere Götterzeichen ist für die Kreisläufe des menschlichen Erdenlebens. Daher hängt auch das Mysterium des Silbers mit der Fortpflanzung zusammen, mit all jenen Geheimnissen, die sich auf die Fortpflanzung beziehen, aus dem Grunde, weil der Mensch ja durch die Fortpflanzung sein Wesen hinüberleitet zu den früheren Erdenleben. Das Wesen, das in früheren Erdenleben vorhanden war, dringt durch die Fortpflanzung in das physische Leben herein. Aber das ist dasselbe Geheimnis wie das Geheimnis des Blutes. Und das Geheimnis des Blutes, das Mysterium des Blutes, ist das Mysterium des Silbers. Man kann hier sagen: Das Geheimnis der Blutwärme ist das Geheimnis, das Mysterium des Silbers." (Lit.: GA 243, S. 108ff)

Silbertherapie bei Fieber

Silber kann therapeutisch bei Fieber angewendet werden, besonders bei sogenanntem okkulten Fieber, wo die menschliche Organisation sich "von der normalen Einordnung in die fortwirkenden früheren Erdenleben“ losreißen will".

"Was ist Fieber? Fieber, in spirituellem Sinne aufgefaßt, ist das Ergebnis des Losreißens der menschlichen Organisation von der normalen Einordnung in die fortwirkenden früheren Erdenleben. Kann der Arzt diagnostizieren, daß bei irgendeinem Krankheitsfall dieses vorliegt: Hier ist der Mensch; die Außenwelt hat auf ihn so gewirkt durch irgend etwas, daß er droht, seine Organisation loszureißen von früheren Erdenleben -, dann schreitet der Arzt zur Therapie durch Silber." (Lit.: GA 243, S. 110)

Es tritt hier auf pathologische Weise das auf, was der Initiierte machen muss, um in frühere Erdenleben zurückzublicken; um sich den früheren Leben objektiv erlebend gegenüberstellen will, muss für gewisse Zeiten aus diesem fortwirkenden Strom heraustreten:

"Worauf beruht es denn, daß der Initiierte frühere Erdenleben überblicken kann? Solange man so wie im gewöhnlichen Leben mit ihnen zusammenhängt, daß man eben durch sein Karma marschiert und einfach die früheren Erdenleben wirken, kann man nicht hinschauen auf die früheren Erdenleben. Hier ist man im gegenwärtigen Erdenleben. Man hängt mit den früheren Erdenleben zusammen; die wirken herüber. Ja, sie wirken so herüber, daß Sie unter ihrem Einfluß Ihr Karma ausüben, daß Sie im Sinne Ihres Karma durch die Welt marschieren. Aber Sie können nicht zurückschauen. Sie können ja nicht mit dem gewöhnlichen Bewußtsein zurückschauen. Wollen Sie zurückschauen, so müssen Sie den Faden erst für Augenblicke zerreißen, müssen sich losreißen. Wenn Sie sich losgerissen haben, wenn objektiv geworden sind die früheren Erdenleben, dann können Sie zurückschauen.

Sie müssen natürlich sich die Fähigkeit erwerben - ich werde davon noch sprechen -, nachher den Faden wiederum in aller Normalität anzuknüpfen. Wenn Sie den Faden nicht wieder anknüpfen, werden Sie ein Geistesgestörter, nicht ein Initiierter." (Lit.: GA 243, S. 111)

Die zentrifugale Tendenz des Silberprozesses im Unterleib

Die Ausscheidungsprozesse des Unterleibs werden durch die zentrifugale Wirkung des Silberprozesses unterstützt. Besondere Bedeutung hat diese zentrifugale Tendenz für die Embryonalentwicklung, wo der Silberprozess differenzierend auf die Formbildung einwirkt. Gegenspieler des Silbers ist hier der Phosphor, der durch seine zentripedale Tendenz formauslöschend wirkt (Lit.: GA 319, S. 113ff).

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen, GA 136 (1996)
  2. Rudolf Steiner: Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung., GA 243 (2004)
  3. Rudolf Steiner: Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin, GA 319 (1994)
  4. Rudolf Steiner: Mysteriengestaltungen, GA 232 (1998), ISBN 3-7274-2321-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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Weblinks

  1. Silber - Artikel in der deutschen Wikipedia.