Steigerung

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Die Steigerung als Prozess auf dem Weg zu einem höheren Ganzen, bedeutet für den biologischen, aber auch für den sozialen Organismus eine Wesenserkenntnis ihm immanenter Wirkungsweisen nach dem "Gesetz von Polarität und Steigerung", das Goethe als maßgeblich für die Morphologie [1] erkannte: „...wir machen...auf eine höhere Maxime des Organismus aufmerksam, die wir folgendermaßen aussprechen. Jedes Lebendige ist kein Einzelnes, sondern eine Mehrheit,....Je unvollkommender das Geschöpf ist, desto mehr sind diese Teile einander gleich oder ähnlich und desto mehr gleichen sie dem Ganzen. Je vollkommener das Geschöpf wird, desto unähnlicher werden die Teile einander....Die Subordination der Teile deutet auf ein vollkommenes Geschöpf.“[2]

Einzelnachweise

  1. Vgl. Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen, Norderstedt 2010, S. 71 - 72
  2. Johann Wolfgang von Goethe: Schriften zur Naturwissenschaft, Stuttgart 1977, S. 48 f.

Literatur

  • Johann Wolfgang von Goethe: Schriften zur Naturwissenschaft, Reclam TB, Stuttgart 1977
  • Friedrich Hiebel: Goethe. Die Erhöhung des Menschen, Fischer TB, Frankfurt a.M. 1982
  • Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen, BOD, Norderstedt 2010, S. 71 - 72