Stickstoff

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Emissionsspektrum des Stickstoffs im sichtbaren Bereich

Stickstoff mit dem chemischen Zeichen N (von lat. Nitrogenium, abgeleitet von griech. νιτρον „Laugensalz“ und γενος „Herkunft“; eng. Nitrogen; franz. Azote) ist das chemische Element, das mit etwa 78,09 Vol% (75,53 Gewichts%) den Hauptbestandteil der Luft bildet. An der Gesamtmasse der Erdhülle, die definitionsgemäß die Atmosphäre, die Hydrosphäre und die feste Erdkruste bis zu einer Tiefe von 16 km umfasst, ist der Stickstoff allerdings mit 0,03% nur sehr geringfügig beteiligt. Er ist aber ein essentieller Bestandteil von Eiweiß und damit für alle Lebensvorgänge von größter Bedeutung. Der deutsche Name «Stickstoff» leitet sich davon ab, dass in einer reinen Stickstoffatmosphäre das Feuer erlischt und Lebewesen, die auf Sauerstoffatmung angewiesen sind, ersticken. Der französische Chemiker Antoine Lavoisier (1743-1794) nannte den Stickstoff aus demselben Grund Azote (von griech. ά á „nicht“ und ζωτ zot „lebendig“).

Geisteswissenschaftlich betrachtet ist der Stickstoff in der äußeren Natur und im Menschen der physische Träger der astralen Kräfte und bildet damit für die auf Erden verkörperten Lebewesen die stoffliche Grundlage der seelischen Empfindungsfähigkeit. Der Astralleib hängt daher stark mit dem Stickstoff und seinen Verbindungen zusammen.

„Sie werden sehen, daß in ebensolcher Weise, wie die physische Organisation mit dem Kohlenstoff, die ätherische Organisation mit dem Sauerstoff, die astralische Organisation mit dem Stickstoff, so die Ich-Organisation mit dem Wasserstoff zusammenhängt.“ (Lit.:GA 312, S. 114)

Beim Menschen und den höheren Tieren vermittelt der Stickstoff namentlich im Nerven-Sinnes-System die Empfindungen so, dass dadurch ein inneres seelisches Erleben entstehen kann. Für die Pflanzen, die über kein eigenständiges inneres Seelenleben verfügen, ist er dort besonders bedeutsam, wo sie von außen vom Astralischen berührt werden, was vornehmlich bei der Blüten-, Frucht- und Samenbildung der Fall ist.

"Die Pflanze hat ja, so wie sie zunächst auf dem Boden steht, nur ihren physischen Leib und ihren Ätherleib, nicht den astralischen Leib in sich darinnen wie das Tier; aber das Astralische von außen muß sie überall umgeben. Die Pflanze würde nicht blühen, wenn das Astralische sie nicht von außen berührte. Sie nimmt nur nicht das Astralische auf wie das Tier und der Mensch, aber sie muß von außen davon berührt werden. Das Astralische ist überall, und der Stickstoff, der Träger des Astralischen, ist überall, er webt in der Luft als Leichnam, aber in dem Augenblicke, wo er in die Erde kommt, wird er wiederum lebendig, er wird empfindlich. Er wird richtig ein Träger einer geheimnisvollen Empfindlichkeit, die über das ganze Erdenleben ausgegossen ist. Er ist derjenige, der empfindet, ob das richtige Quantum Wasser in irgendeinem Erdgebiete ist. Er empfindet das als sympathisch, er empfindet es als antipathisch, wenn zu wenig Wasser da ist. Er empfindet es als sympathisch, wenn für irgendeinen Boden die richtigen Pflanzen da sind und so weiter. Und so gießt dieser Stickstoff über alles eine Art empfindendes Leben aus. Der Stickstoff ist nicht unbewußt über das, was von den Sternen ausgeht und im Leben der Pflanzen und im Leben der Erde weiterwirkt. Er ist der empfindende Vermittler, wie auch der Stickstoff im menschlichen Nerven-Sinnes-System dasjenige ist, was die Empfindung vermittelt; er ist in Wahrheit derjenige, der Träger der Empfindung ist." (Lit.: GA 327, S. 73f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin, GA 312 (1999), ISBN 3-7274-3120-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus., GA 327 (1999)
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Weblinks

  1. Stickstoff - Artikel in der deutschen Wikipedia