Sympathetische Schwingungen

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als sympathetische Schwingungen bezeichnete der US-amerikanische Erfinder John Ernst Worrell Keely das von ihm entdeckte universelle Wirkunsprinzip, mit dem es erstmals gelungen sein soll, durch den musikalischen Zusammenklang akustischer Schwingungen die ätherischen Universalkräfte technisch nutzbar zu machen, u.a. durch den sogenannten Keely-Motor. Nach Keely beruhen alle Kraftwirkungen im Universum auf diesen sympathetischen Schwingungen, und sie bestimmen auch den Aufbau der Materie.

Rudolf Steiner über das Gesetz der zusammenklingenden Schwingungen

"Und nun steht die Menschheit davor, ganz bestimmte Dinge lösen zu müssen. Vor allen Dingen etwas, worauf ich schon aufmerksam gemacht habe und was zusammenhängt mit der bewunderten modernen Technik, die ein Ergebnis ist der auch von der Geisteswissenschaft bewunderten Naturwissenschaft. Diese bewunderte moderne Technik gelangt in verhältnismäßig nicht zu ferner Zeit an ein Ende, wo sie sich in einer gewissen Weise selber aufheben wird. Dagegen wird etwas eintreten, was dahin gehen wird - ich habe die Sache hier schon angedeutet - , daß der Mensch die Möglichkeit erlangen wird, von jenen feinen Vibrationen, feinen Schwingungen, die in seinem Ätherleib sind, Gebrauch zu machen für die Imputation von Mechanismen. Maschinen wird man haben, die an den Menschen gebunden sein werden, aber der Mensch wird seine eigenen Vibrationen auf die Maschine übertragen, und nur er wird imstande sein, unter dem Einfluß gewisser von ihm erregter Schwingungen gewisse Maschinen in Bewegung zu setzen. Die Leute, die sich heute als Praktiker betrachten, werden sich in gar nicht zu ferner Zeit einer vollständigen Umänderung dessen gegenübergestellt sehen, was man Praxis nennt, wenn der Mensch mit seinem Willen eingeschaltet werden wird in das objektive Fühlen der Welt." (Lit.: GA 173, S. 214f)

Keelys Theorie der universellen sympathetischen Schwingungen

Siehe auch: Keely-Motor

Eine knappe Zusammenfassung von Keelys Ideen findet sich in einem von Professor Daniel G. Brinton von der Pennsylvania State University am 8. Dezember 1889 veröffentlichten Abstract [1]:

"Das Grundkonzept des Universums besteht darin, dass sich jede Kraft, egal ob physisch oder spirituell, durch experimentell bestimmbare, exakt quantifizierbare rhythmische Verhältnisse manifestiert, die sich mathematisch durch Drittel (thirds) formulieren lassen. Diese dreifaltigen Relationen lassen sich durch ihre spezifische Wirkung klassifizieren als:

  1. Assimilierend (Assimilative).
  2. Individualisierend (Individualizing).
  3. Dominant (Dominant, Resultant).

Daraus folgen nach Keely drei fundamentale Gesetze allen Seins:

  1. Gesetz der Assimilation: jedes individuelle Objekt assimiliert sich allen anderen Objekten.
  2. Gesetz der Individualisierung: jedes dieser Objekte strebt danach, sich alle anderen Objekte zu assimilieren.
  3. Gesetz der Dominante: jedes deratige Objekt besteht durch die Wirkung der höheren oder dominanten Kraft, die diese zwei [gegensätzlichen] Tendenzen kontrolliert.

Wendet man diese drei Grundgesetze an, so lassen sich alle Kraftwirkungen durch drei Schwingungsmodi, die niemals allein, sondern immer gemeinsam auftreten, wie folgt beschreiben:

  1. Der ausstrahlende Modus (The Radiative): auch dispersiv, propulsiv, positiv oder enharmonisch genannt[2].
  2. Der fokalisierende Modus (The Focalizing): auch negativ, negative Anziehung, polarisierend oder harmonisch genannt[3].
  3. Der dominante Modus (The Dominant): auch ätherisch (etheric) oder überirdisch (celestial) genannt[4].

Jeder dieser Modi für sich wird auch als Strom (current) bezeichnet und alle drei zusammen müssen in jedem Kraftfluss (stream or flow of force) vorhanden sein. Das Verhältnis der drei Ströme zueinander kann durch Drittel ausgedrückt werden und experimentell ergibt sich dabei die Relation: 33 1/3 : 66 2/3 : 100[5].

Die Entwicklung der Materie wird durch das zweite Grundgesetz und damit durch fokalisierenden Modus, also die negative Anziehung, bestimmt. Wo sich die Schwingungen dieses Modus im Gleichgewichtszustand wechselseitiger Affinität treffen, entsteht ein neutrales Zentrum, ein Zentrum sympathetischer Koinzidenz. Da jeder Kraftfluss aber stets alle drei Schwingungsmodi umfassen muss, gibt es 1 x 2 x 3 = 6 mögliche Formen der sympathetischen Koinzidenz oder, anders ausgedrückt, sechs - und nur sechs - Arten des individualisierten Seins, nämlich:

  1. Molekular,
  2. Intermolekular,
  3. Atomar,
  4. Interatomar,
  5. Ätherisch,
  6. Interätherisch

Auf jeder dieser Ebenen ordnen sich die ihr angehörenden Mitglieder nach ihrer Schwingungsgeschwindigkeit: auf der molekularen Ebene nach der arithmetischen Folge: 1 : 3 : 9 : 27 : 81 : 243, auf der atomaren Ebene nach der geometrischen Folge: 3 : 9 : 81 : 6561 : 43046721, usw.

Tatsächlich besteht alle wahrnehmbare Materie aus einem der folgenden Aggregate

  1. Molekular
  2. Atomar
  3. Ätherisch

die durch folgende Schwingungsmodi kontrolliert werden:

  1. Enharmonisch
  2. Harmonisch
  3. Dominant

Man darf dabei aber nicht vergessen, dass jeder dieser Schwingungsmodi ein realer Bestandteil jedes Moleküls und jedes Atoms ist. Jede Form der materiellen Zusammenballung muss als neutrales Zentrum der Anziehung verstanden werden, wo die unzerstörbaren universellen Schwingungskräfte[6] aller drei Ordnungen in sympathetischer Koinzidenz zusammentreffen und im harmonischen Gleichgewicht miteinander stehen. Hier liegt nach Keely die unerschöpfliche Quelle der latenten Kraft, die freigesetzt werden kann, wenn dieses Gleichgewicht gestört wird.

Insofern jede materielle Masse faktisch aus Schwingungen im harmonischen Gleichgewicht besteht, die im Verhältnis einfacher Drittel-Proportionen stehen, so folgt daraus, dass jede Masse in harmonischer Relation zu jeder anderen steht. Es besteht also derart eine fundamentale Sympathie zwischen allen Formen der Materie und Bewegung und eine genaues Studium der Methoden, diese Sympathie zu verstärken oder zu verringern, öffnet den Weg zur praktischen Anwendung. Am besten kann das gegenwärtig durch Resonanzeffekte geschehen, d.h. durch harmonische Schwingungen, wie sie von Musikinstrumenten hervorgebracht werden; dadurch wird die akustische Welt so enthüllt, wie das Mikroskop die optische Welt enthüllt.

Jede sichtbare und greifbare Masse muss als Aggregat von Molekülen angesehen werden, wobei die Moleküle die wahren Zentren der ins Gleichgewicht gebrachten neutralisierten Anziehungskräfte sind. Keely konnte experimentell nachweisen, dass diese Moleküle durch alle drei Schwingungsmodi geformt werden, indem er zeigte, dass sie auf alle drei Schwingungsmodi entsprechend zusammengestzter konkordierender Impulse reagieren. Durch die Störung des Schwingungsgleichgewichts durch entsprechende Resonanzimpulse gelingt es Keely, die Schwingungsformen, die die Materie aufbauen, zu verändern.

Das gelingt ihm dadurch, dass er denselben Akkord in drei verschiedenen Okatven, nämlich in der dritten, sechsten und neunten, anschlägt. Von diesen reduzierte die sechste die Reichweite der molekularen Schwingungen, wodurch die neutralen Zentren zusammenrücken und sich das Material stärker verfestigt. Die neunte Oktave hingegen vergrößert das Ausmaß der Molekularschwingung, wodurch die Masse dünner wird. Es entsteht eine ausstrahlende Bewegung, die von den neutralen Zentren radial ausstrahlt (neutral radiation).

Die Experimente zeigen, dass die Zersetzung der Moleküle (molecular dissociation) erst beginnt, wenn die Schwingungsweite annähernd zwei Drittel ihres Durchmessers erreicht. Das kann dadurch erreicht werden, dass man einen enharmonischen, also ausstrahlenden Strom auf die Masse einwirken lässt, nachdem die Moleküle durch einen einleitenden Impuls, also durch einen musikalischen Akkord wie oben beschrieben, aus dem Gleichgewicht gebracht wurden. Die dritte Oktave repräsentiert die Dominante und bewirkt unter der Kontrolle eines harmonischen Resonanzimpulse eine völlige Umordnung der Schwingungsmodi; oder anders gesagt, sie zerlegt die Masse in ihre Komponenten, d.h. in ihre initialen Kräfte, oder verwandelt sie in eine andere Materieform.

Dem Studium der Dominate hat Keely seine gegenwärtigen Forschungen gewidmet, mit der Zielsetzung, durch Veränderung des dominanten oder ätherischen Schwingungsmodus die volle Kontrolle über den dreifaltigen Kraftfluss zu gewinnen.

Da alle Moleküle nichts anderes sind als Zentren harmonischer Schwingungen, temporär in Schwebe gehalten durch die einfachen Gesetze der Resonanz, so folgt daraus, dass diese Zentren durch bestimmte Schwingungen, die man darauf störend einwirken lässt, auseinandergebrochen werden können.

Es ist bekannt, dass eine schwingende Saite eine gleichartige Schwingung in einer benachbarten Saite erregt. Das gilt für alle Schwingungen, egal ob Resonanz vorliegt oder nicht, und sie betätigt sich im Verhältnis zu der "Ordnung", der sie angehört. Der Raum, über den sich diese Kraft erstreckt, oder erstreckt werden kann, wird als "die sympathetische Ausdehnung" (sympathetic outreach) des Stroms oder Kraftflusses bezeichnet.

Auf diese Weise haben wir "sympathetische negative Anziehung" und "sampathetischen positiven Antrieb", die sich auf die "Ausdehnung" (outreach) des dritten oder dominanten Kraftstroms oder -flusses beziehen, der mit der ätherischen Schwingung verbunden ist. Jedes Molekül einer gegebenen Materiemasse repräsentiert durch seine Schwingungsbewegung den selben harmonischen Akkord bzw. die selbe Note. Der "Masse-Akkord" (chord of mass, mass-chord) ist darum der Akkord jedes Moleküls der Masse. Da aber die Bedingungen eines absolut stabilen Gleichgewichts nur theoretisch gegeben sind und in der Natur niemals wirklich erfüllt sind, veränder sich der Masse-Akkord beständig. Wir müssen daher lernen, diesen Masse-Akkord durch Resonanz-Induktion zu kontrollieren, wenn wir die Herrschaft über die molekularen Kräfte gewinnen wollen.

Keely glaubte diese Problem durch die Erfindung eines mechanischen Bauteils gelöst zu haben, der die Akkorde aller Massen unter diesen Bedingungen einigen einfachen akustischen Tests unterzieht. Der Bereich der molekularen Schwingungen wird in unterschiedlichen Substanzen unterschiedlich betroffen, wenn er demselben Schwingungsimpuls ausgesetzt wird, und dieser Bereich kann gemessen werden.

In den drei Metallen Silber, Gold und Platin erhalten wir die Proportionen - 3 : 6 : 9 : - Nachdem dies die primären Verhältniszahlen der Schwingungsmodi sind, ist ein Draht aus diesen drei Metallen besonders geeignet, damit übereinstimmende Impulse zu übertragen: und über den Draht verteilte Knoten aus diesen Substanzen, die Resonanzschwingungen übertragen, zeigen durch die in ihnen angeregten unterschiedlichen Schwingungsordnungen die Schwingungsrate der atomaren Bestandteile an.

Das Phänomen der Rotation wird durch die Wechselwirkung der dominanten und enharmonischen Elemente des Kraftflusses hervorgerufen, in anderen Worten, die Erste und Dritte, die Dritte und Neunte, usw; die, deren Schwingungen die Proportionen 33 1/3 : 100 zueinander in sich tragen. Ein praktisches Beispiel für die Rotation ist ein Rad, das sich um seine Achse dreht. Das ist die Kraft in ihrem kommerziellen oder ökonomischen Aspekt. Um dieses Ergebnis durch molekulare Schwingungen zu erreichen, müssen wir die Kontrolle über den "negativ anziehenden" oder "enharmonischen" Strom des dreifachen Kraftflusses gewinnen, und damit ist das Problem bis hin zu jedem beliebigen Kraftlimit gelöst." (Lit.: Bloomfield-Moore, S 258ff)

Keelys Modell der Molekularstruktur

Eine Zusammenstellung von Keelys Vorstellungen über den Aufbau der Materie findet sich in W.J. Colville Buch Dashed Against the Rock, das stark von Keely beeinflusst und teilweise vielleicht sogar von ihm selbst geschrieben ist (Lit.: Colville, S 46ff und 51ff).

In jeder Anhäufung von Materie ist Kraft oder Energie gespeichert; durch Zersetzung der Materie wird diese Kraft freigesetzt. Es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Kraft und Materie; Kraft ist befreite Materie, Materie ist gebundene Kraft. Die strukturelle Grundlage aller materiellen Körper, seien sie kristallin oder amorph, bilden dabei die Moleküle, die eine Hülle aus feinstem Äther haben, die mit unvorstellbarer Geschwindigkeit rotiert.

Genauer besehen hat jedes Molekül sogar drei Hüllen; die äußerste Hülle kann als Kugel mit einer Reihe von Meridianlinien veranschaulicht werden (Diagramm 1). Die teilweise aufgeschnittene Kugel in Diagramm 2 zeigt alle drei Hüllen, die äußerste, die mittlere und die innerste. Diagramm 3 zeigt die Position der Atome, die von den rotierenden Hüllen eingeschlossen werden. Jedes Molekül besteht aus genau 3 Atomen, die im Inneren des Moleküls ein Dreieck bilden. Diagramm 4 veranschaulicht die Interferenzlinien der rotierenden Hüllen. Da drei kugelförmig in sich geschlossene rotierende Hülle existieren, gibt es notwendiger auch sechs Pole, zu denen als Siebentes das gemeinsame neutrale Zentrum hinzukommt. Darin liegt der Ursprung der universell in der Natur wirksamen mystischen Siebenzahl.

Diagramm 5 zeigt die Untergliederung der Materie in ihre atomaren (atomic), atomolischen (atomolic) und atomolinischen (atomolinic) Bestandteile; die letzteren beiden Bezeichnungen wurden von Keely geprägt. Die atomolische Substanz wird auch als Äther bezeichnet, der den Raum erfüllt und das Übertragungsmedium aller kosmischen und irdischen Kräfte ist. Das ist der flüssige Äther der okkulten Wissenschaften. Die Atomole sind aus Atomolini (singular Atomolinus) aufgebaut; von diesem Punkt an ist die weitere Teilung jenseits der menschlichen Möglichkeiten, denn von hier an entzieht sie sich der Kontrolle des Apparats und geht durch Glas und gehärteten Stahl hindurch als eine leuchtende Flamme ohne Hitze, kaum sichtbar, ehe sie verschwindet, eine unverlöschliche, kalt leuchtende Flamme.

Die schwarze Scheibe rechts oben in Diagramm 5 zeigt das negative Atom; die zwei weißen Scheiben repräsentieren die zwei positiven Atome, die die Triade vollenden, die dem Molekül zugrundeliegt. Jedes Atom besteht wiederum aus drei Atomolen; das negative Atom aus drei positiven, d.h. aktiven Atomolen, die positiven Atome aus hingegen aus zwei negativen, also passiven, und einem positiven Atomol. Die Atomole wiederum tragen je drei Atomoline in sich.

Die negativen, d.h. passiven Komponenten streben stets nach dem neutralen Zentrum, während die positiven oder aktiven Kräfte von diesem hinwegstreben; das gilt in unendlichem Regress für die kleinsten subatomaren bis zu den größten stellaren Gebilden. So strahlt etwa die Sonne positive Energie aus, die von den Planeten passiv, d.h. negativ, empfangen wird und sich dadurch in deren neutralen Zentren fokusiert.

Das letzte Diagramm veranschaulicht das Verhalten der rotierenden Hüllen weiter, indem es die Kompressionskraft der rotierenden Sphären zeigt, und wie die neutralen Pole geschützt werden. Die Rotation der Hüllen erfolgt gegensätzlich zur Drehung der Erde, bei der die Fliehkraft am Äquator am größten ist und mit der Drehgeschwindigkeit zunimmt. Bei der ätherischen Hülle hingegen nimmt die dem Zentrum zustrebenden Zentripedalkraft, die das Gebilde zusammenpresst, mit wachsender Drehgeschwindigkeit zu. Der nach innen gerichtete Druck ist daher am Äquator am größten und nimmt zu den Polen hin kontinuierlich ab. Gäbe es nur diese eine Hülle, würde das Molekül am Äquator zusammengedrückt un an den Polen auseinandergezogen. Da es aber drei Hüllen gibt, können diese Kräfte gegeneinander aufgewogen werden. Jedes der drei Atome liegt dabei genau unter einem Pol einer der drei Hüllen.

Würde die Bewegung der Hüllen in irgendeiner Weise behindert, bräche das Molekül sofort explosionsartig auseinander und die Masse nähme ein vielfaches Volumen als zuvor ein. Genau das kann durch die Einwirkung genau abgestimmter Klangschwingungen geschehen, bis sich die Atome voneinander trennen.

Gedankenkraft als gemeinsamer Ursprung aller Kräfte

Das menschliche Gehirn besteht aus einer unübersehbaren Zahl sphärischer Resonatoren, nämlich den Nervenzellen, die die graue Masse des Gehirns bilden, und diese nehmen die den ganzen Raum in unendlichen, immerwährenden Wellen durchdringende Gedankenkraft (thought force) auf. Sie wird auch als atomolische (atomolic) Kraft bezeichnet. Die Zellen bestehen aus Atomolen (atomoles), deren Schwingungsbewegungen durch die Einwirkung der universellen Gedankenkraft die vielfältigen Phänomene des Denkens, der Erkenntnis, des Intellekts usw. hervorbringen. Darum ist es kaum überraschend, das noch wenig entwickelte menschliche Individuen oft von emotionalen Impulsen überwältigt werden, denn nur ein stark entwickelter, gereifter Wille kann diese Kraft regieren. Nach Keely hat jede Kraft ihren Ursprung in dieser universellen Gedankenkraft, die für ihn identisch ist mit dem lichttragenden Äther [7] (luminiferous ether):

„Lichttragender Äther ... oder kosmische Gedankenkraft, ein zusammengesetztes inter-ätherisches Element, ist die Substanz, aus der alles Sichtbare aufgebaut ist. Das ist das große sympathetische protoplastische Element; das Leben selbst. Konsequenterweise sind unsere physischen Organismen aus diesem Element aufgebaut. Dieses fokalisierende oder das Physische kontrollierende Medium sitz in den Gehirnwindungen, von denen eine sympathtische Strahlung ausgesendet wird. Diese sympathetische Ausstrahlung ist reiner Gedankenfluss, oder Willenskraft; sympathetische Polarisation, um Wirkungen hervorzubringen; sympathetische Depolarisation, um diese zu neutralisieren. Polare und depolare Differenzierung, durch die Bewegung entsteht. Das wahre protoplastische Element durchdringt sympathetisch alle Formen und Bedingungen der Materie und gebiert unter diesen dreifachen Bedingungen in sich selbst Gravitation, Elektrizität und Magnetismus zu seinen Diensten. Tatsächlich ist es die Seele der Materie; das Element, von dem alle Formen der Bewegung ihren Anstoß erhalten.“

Keely: Bloomfield-Moore, S 212 [8]

Im oben erwähnten Buch von Colville heißt es weiter[9]:

„Die gesamte Ökonomie der menschlichen Organisation, in der Tätigkeit all ihrer Funktionen, was sie sich einverleibt, und in ihren Bewegungen, ist ein Resultat der Differenzierung dieser einzigartigen Kraft, wo alles danach strebt, das Instrument, das den Organismus mit dieser Kraft verbindet (das Gehirn), mit bestimmen Gasen zu versorgen, die seine unermüdliche Tätigkeit von der Geburt bis zum Tod unterstützen und erhalten: diese Gase versorgen die rotierenden Hüllen mit den notwendigen Substanzen für ihre fortgesetzte Aktivität. Würde diese Versorgung unterbrochen, träte unmittelbar der Tod ein; es ist ein gut belegtes Faktum, dass die Resonanzstruktur des Gehirn zuerst zerfällt.
Unter allen Bedingungen der Verkörperung im manifestierten Universum hat das Gesetz der Harmonie die oberste Herrschaft; die Ursache dieser Manifestation resultiert daraus, dass das Positive stärker ist als das Negative; das Positive ist überall die dominierende Ordnung des Universums; diese Realität verkörpert sich perfekt in dem Wort ICH BIN; das ist der Grund, warum die Vernichtung im Universum zugleich undenkbar und unmöglich ist. Diese Wahrheit kann experimentell gezeigt werden; ihr Gesetz findet sich in allen dreifaltigen Aggregaten, und es gibt eine universelle Trinität, die aus zwei positiven und einer negativen Einheit besteht. Ewiges Bewusstsein, unsterbliches Leben, und eine unendliche Ordnung der Seienden ist das Resultat, während alle Fürsorge in der Schöpfungsordnung auf das Glück und die Freude der manifestierten Wesen ausgerichtet ist.
Die ewig bewusste Entität - mit welchem Namen wir sie auch bezeichnen wollen - bewegt sich in Zyklen, die gleich ewig und unendlich sind wie sie selbst; sie oszilliert und vibriert unaufhörlich und ist niemals unbewusst über irgendeine der gegenwärtigen Bedingungen, sei es Schmerz oder Freude, Vergnügen oder Sorge, Scham oder Ehre; wie das Pendel einer Uhr, oder Sonne und Mond, oder die Gezeiten, schwingt es von einem dieser Zustände zum anderen, jetzt in Freude, jetzt im Schmerz, durch ihren Kontakt mit den Extremen all dieser wechselnden Bedingungen, wie ein Kind, welches seinen Kopf hochwirft und lacht und freudig ausruft, ich weiß, dass ich bin.“

Colville: Dashed Against the Rock, S 54f [10]

Rudolf Steiner über die Arbeiten Keelys

Rudolf Steiner hat Keelys Arbeiten als höchst bedeutsam eingestuft. Er sah darin ein erstes Beispiel für einen kommenden «mechanischen Okkultismus», der in eine «moralischen Technik der Zukunft» münden könne.

"Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass Keely einen Motor konstruiert hat, der nur ging, wenn er selbst dabei war. Er hat damit den Leuten nichts vorgemacht, denn er hatte in sich selbst jene treibende Kraft, die aus dem Seelischen hervorgeht und Mechanisches in Bewegung setzen kann. Eine Antriebskraft, die nur moralisch sein kann, das ist die Idee der Zukunft; die wichtigste Kraft, die der Kultur eingeimpft werden muss, wenn sie sich nicht selbst überschlagen soll. Das Mechanische und das Moralische werden sich durchdringen, weil dann das Mechanische ohne das Moralische nichts ist. Hart vor dieser Grenze stehen wir heute. Nicht bloß mit Wasser und Dampf sondern mit spiritueller Kraft, mit spiritueller Moral werden in Zukunft die Maschinen getrieben werden. Diese Kraft ist symbolisiert durch das Tau-Zeichen und wurde schon poetisch angedeutet durch das Bild des Heiligen Gral. Wie der Mensch nicht mehr nur angewiesen ist darauf zu benützen, was ihm die Natur freiwillig hergibt, sondern wie er die Natur formt und umgestaltet, wie er zum Werkbaumeister des Unlebendigen geworden ist, so wird er zum Werkbaumeister des Lebendigen werden." (Lit.: GA 093, S. 286)

Anmerkungen

  1. nachstehend ins Deutsche übertragen von Wolfgang Peter.
  2. Dieser Modus entspricht den von Rudolf Steiner genannten Universalkräften.
  3. Dieser Modus entspricht den von Steiner erwähnten Zentralkräften, die der untersinnlichen Welt angehören, nämlich Elektrizität, Magnetismus und die sogenannte dritte Kraft.
  4. Dazu gibt es keine Entsprechung in Steiners Terminologie.
  5. worauf genau sich diese Verhälniszahlen beziehen, ob damit etwa die Schwingungsfrequenzen gemeint sind, bleibt allerdings unklar.
  6. Diese unzerstörbaren universellen Schwingungskräfte können als Ausdruck der kosmischen Sphärenharmonie angesehen werden.
  7. luminiferous aether (eng. "Lichttragender Äther", auch "Leuchtender Äther") war die damals übliche Bezeichnung für den (hypothetischen) physikalischen Äther, den die zeitgenössische Physik als Träger des Lichts vermutete. Diese physikalisch-materialistische Äthertheorie, die nicht mit dem geisteswissenschaftlichen Begriff des Äthers verwechselt werden darf, wurde mit dem Scheitern des Michelson-Morley-Experiments (1887) zu dessen Nachweis und der Formulierung von Einsteins Relativitätstheorie (1905) verworfen.
  8. Luminiferous ether ... or celestial mind force, a compound inter-etheric element, is the substance of which everything visible is composed. It is the great sympathetic protoplastic element; life itself. Consequently, our physical organisms are composed of this element. This focalizing, or controlling media, of the physical, has its seat in the cerebral convolutions; from which sympathetic radiation emanates. This sympathetic outreach is mind flow proper, or will force; sympathetic polarization to produce action; sympathetic depolarization to neutralize it. Polar and depolar differentiation, resulting in motion. The true protoplastic element sympathetically permeates all forms and conditions of matter; having, for its attendants, gravity, electricity, and magnetism; the triple conditions born in itself. In fact, it is the soul of matter; the element from which all forms of motion receive their introductory impulse.
    Bloomfield-Moore, S 212
  9. ins Deutsche übertragen von Wolfgang Peter.
  10. The entire human economy, in the action of all its functions, assimilations, and motions, is the result of differentiation of this unitary force, all tending to supply the instrument connecting the organism with this force (the brain) with certain gases whereby it sustains its ceaseless action from birth to death : these gases supply the rotating envelopes with necessary substance for their continued activity. Were this supply cut off, death would immediately ensue; it is a fact well demonstrated that the resonating brain-structure is the first to undergo decomposition.
    In all embodied conditions of the manifested universe, the law of harmony reigns supreme ; the cause of this manifestation is the result of the positive being stronger than the negative ; the positive is everywhere the dominant order of the universe; this reality is perfectly embodied in the words I AM; it is the reason why annihilation is both inconceivable and impossible in the universe. The truth of this statement can be experimentally demonstrated; its law is found in all threefold aggregations, and there is a universal trinity composed of two positives and one negative. Eternal consciousness, immortal life, and an infinite order of beings is the result, whilst every provision is made in the order of creation for the happiness and enjoyment of all manifested beings. Conditions are also provided whereby satiety falls to the lot of none.
    The eternally conscious entity - call it by whatever name we please - moves in cycles as eternal and infinite itself; it oscillates and vibrates perpetually and is never unconscious of any present condition, be it pain or pleasure, joy or sorrow, shame or glory; like the pendulum of a clock or the sun, moon, or tides, it swings from the one to the other of these conditions, now in pleasure, now in pain, by its contact with the extremes of all varying conditions, like a child which throws up its head and laughing for joy exclaims, I know I am.
    W.J. Colville: Dashed Against the Rock, S 54f

Literatur

  1. Helena Petrovna Blavatsky: Die Geheimlehre, Band I, Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1899 [1]
  2. Clara Bloomfield-Moore: Keely and His Discoveries - reprinted from the original edition, Fredonia Books, Amsterdam 2001, ISBN 1-58963-613-9 [2]
  3. W.J. Colville: Dashed Against the Rock, Colby & Rich, Boston 1894, ISBN 1-113-67709-0 [3]
  4. Rudolf Steiner: Die Tempellegende und die Goldene Legende , GA 93 (1991), ISBN 3-7274-0930-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  5. Rudolf Steiner: Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil, GA 173 (1978), ISBN 3-7274-1730-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.